vorhergehende Seitenächste Seite
Home
Wort
Gottes
Zur
Formen
Werkbuch
Bibel
Leseordnung
Fürbitten
Kontakt
Impressum
vorhergehende Seitenächste Seite
Dezember 2014
So Mo Di Mi Do Fr Sa
 123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
28293031
Januar 2015
So Mo Di Mi Do Fr Sa
 123
45678910
11121314151617
18192021222324
25262728293031


   Der liturgische
   Taschenkalender 2015

    mehr

7. Dezember 2014
2. Adventssonntag (B): Den Weg bereiten

Einführung
Wohl die meisten von uns erfahren in diesen Tagen, dass es gar nicht leicht ist, sich der vorweihnachtlichen Geschäftigkeit zu entziehen. Geschenke besorgen, Weihnachtsgrüße schreiben, mit Kindern basteln und backen, planen, was man an den Feiertagen unternimmt ... Vieles nimmt unsere Gedanken und unser Herz in Anspruch. Bei all dem bleibt es wichtig, das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren, um das es dabei letztlich geht: Gottes Ankunft unter uns den Weg zu bahnen. Dem dient es, wenn wir Menschen Freude bereiten, wenn wir uns mühen, füreinander da zu sein. Diesem Ziel dient es auch, wenn wir uns jetzt hier versammelt haben, um miteinander Gottesdienst zu feiern. Denn hier kommt der Herr uns entgegen: in seinem Wort und unter den Gestalten von Brot und Wein.

Fürbitten
Dass für Gottes Kommen in diese Welt heute der Weg bereitet wird, darum wollen wir beten:

- Für die Frauen und Männer, deren Beruf es ist, Propheten zu sein, und deren Wort oft ungehört verhallt.

– Stille –
Christus, höre uns.

- Für alle, die im Kleinen oder im Großen Frieden zu schaffen versuchen.
- Für die Menschen, die dem Konsum ganz verfallen sind.
- Für alle, die auf der Schattenseite des Lebens stehen.
- Für uns selbst, die wir den Verlockungen des Haben-Wollens ausgesetzt sind.

Gott, unser Vater. Du bereitest uns immer neu den Weg zu dir. Dafür danken wir dir und preisen dich, jetzt und in Ewigkeit.



14. Dezember 2014
3. Adventssonntag (B): „…den ihr nicht kennt“

Einführung
In unseren Tagen ist alter Aberglaube wieder einmal salonfähig geworden: Engel sollen Kontakte mit dem Jenseits ermöglichen, und Propheten finden Gehör, die von Wiedergeburt reden und fürs Fernsehen in Trance für gutes Geld aus einem angeblichen früheren Leben erzählen. Man kann über diese Dinge lachen, man kann sich darüber ärgern - Tatsache bleibt, dass sie heute ankommen. Das gibt zu denken, denn letztlich zeigt sich hier eine ungeheure Sehnsucht nach Sicherheit und Geborgenheit, nach fester Hoffnung auf eine glückliche Zukunft. Es ist eine Sehnsucht, die jener vergleichbar ist vor dem Kommen Christi in diese Welt. Wir leben in einem einzigen großen Advent. Uns Christen aber ist das Wissen gegeben, auf was - oder besser: auf wen wir warten. Wir warten auf die endgültige Offenbarung dessen, der schon gekommen ist vor zweitausend Jahren und der immer neu zu uns kommt, so auch jetzt und hier, in dieser Feier.

Fürbitten
In der Heillosigkeit dieser Welt beten wir für die Menschen, die in besonderer Weise der Hilfe bedürfen:

- Wir beten für alle, die in ihrem Leben die Orientierung verloren haben und nicht mehr wissen, woran sie sich halten können.

– Stille –
Komm, Herr Jesus.

- Wir beten für jene, die im Guten lahm geworden sind, weil sie ausgenutzt und missbraucht wurden.
- Wir beten für die Menschen, die sich in Schuld verstrickt haben und die auf das Verzeihen und die Großmut anderer angewiesen sind.
- Wir beten für alle, die taub geworden sind für die Nöte und Sorgen um sie herum und die nur noch ihren eigenen Vorteil kennen.
- Wir beten für alle, die enttäuscht sind vom Leben und die keine Hoffnung auf eine gute Zukunft mehr haben.

Guter Gott. Du sendest deinen Sohn in diese Welt, damit er sie zum Leben führe. Dafür danken wir dir und preisen dich, jetzt und in Ewigkeit.




21. Dezember 2014
4. Adventssonntag (B): "Er wird groß sein"

Einführung
Wer je in seinem Leben in Rom war und dort eine der ganz alten Kirchen besucht hat, dem wird wahrscheinlich ein Bild unvergesslich bleiben: der in der Apsis in einem goldenen Mosaik dargestellte thronende Christus. Das ist das Bild, das die frühe Kirche in ihrem ganzen Glaubensleben vor Augen hatte: der Herr, der jetzt schon in seinem Reich auf dem Thron sitzt, wunderbar anzusehen, der Inbegriff der Ruhe, der Sicherheit und Geborgenheit und des Glücks für die Seinen. Mit dem Blick auf ihn haben die Christen vieler Jahrhunderte die Unbilden ihrer Zeit, die Leiden ihrer Vergänglichkeit ertragen. Sie wussten: Er ist groß, und bei ihm liegt unsere Zukunft. In diesen Tagen des Advents warten auch wir auf die Ankunft unseres Herrn. In den Nöten unserer Tage richten wir den Blick auf den, der die Macht hat, uns zu erlösen. Öffnen wir ihm unser Herz!

Fürbitten
Gott ist mit uns. Im Vertrauen darauf wollen wir in den Anliegen der Kirche und der Welt beten:

- Wir beten um Glaubensmut für alle Verzagten, um Offenheit für die Allzusicheren, um die Kraft zu einem neuen Anfang für die Gescheiterten.

– Stille –
Du „Gott mit uns“.

- Um Weisheit und einen langen Atem für die Politiker, die sich um Frieden bemühen.
- Um das tägliche Brot bitten wir für die Menschen, denen es fehlt, und um ein würdiges Leben für jene, die täglich neu ums Überleben kämpfen müssen.
- Um viel Geduld und Kraft für alle, die an Leib oder Seele leiden, und für jene, die ihnen nahestehen.
- Um eine gute Zukunft beten wir für unsere Welt und um die Chance zu einem erfüllten Leben für die heutigen Kinder und Jugendlichen.

Vater im Himmel. In der Menschwerdung deines Sohnes hast du uns deine immerwährende Nähe verheißen. Dir danken wir und dich preisen wir, jetzt und in Ewigkeit.



24/25. Dezember 2014
Weihnachten - In der Nacht: Ein Kind ist uns geboren

Einführung
Ein Kind ist uns geboren, ein Sohn ist uns geschenkt; man nennt ihn: Fürst des Friedens.
In dieser Heiligen Nacht sind wir zusammengekommen, weil wir vom Tiefsten angerührt sind, das es in unserem Leben gibt. In dieser Heiligen Nacht hören wir die Botschaft, dass unsere menschliche Natur, die in dieser Welt so viel geschmäht und getreten wird, Gott selbst gut genug war, um sie anzunehmen. In dieser Heiligen Nacht ahnen wir, dass unser Leben sich nicht in den alltäglichen Sorgen und Mühen erschöpft. In dieser Heiligen Nacht spüren wir deutlicher als sonst, wie gut und richtig es ist, wenn in unserem Gottesdienst auf den Ruf des Kyrie eleison, das „Herr, erbarme dich unser“, das „Gloria in excelsis Deo“ folgt, der Ruf, mit dem die Engel einst die Ankunft des Herrn in dieser Welt besungen haben!

Fürbitten
In der Menschwerdung des Gottessohnes ist die grenzenlose Liebe des Vaters zu den Menschen offenbar geworden. Darum tragen wir heute die Not dieser Welt vor ihn und bitten:

- Für die Christen in den verschiedenen Kirchen, für die um des Glaubens willen Verfolgten, für alle, die ihr Leben für die Verkündigung der Frohen Botschaft einsetzen.

– Stille –
Erbarme dich unser, o Gott, erbarme dich.

- Für die Welt und die Völker, die den Frieden noch nicht gefunden haben, und für die Mächtigen, die Jesus als den Fürst des Friedens noch nicht erkannt haben.
- Für die Menschen, die heute Not leiden, für jene, die in dieser Nacht einsam sind, und für alle, deren Herz heute leer ist.
- Für unsere Gemeinde, für die Alleinstehenden und für die Familien, für die Gesunden und die Kranken, für unsere Freunde und für unsere Gegner.

Herr, unser Gott, in dieser Nacht preisen wir dich, weil dein Sohn zu unserer Rettung erschienen ist, Jesus Christus, unser Herr.



25. Dezember 2014
Weihnachten - Am Tag: Gottes machtvolles Wort

Einführung
Der Stall von Betlehem, das Kind in der Krippe, die Hirten auf dem Felde - mit diesen Bildern vor Augen feiern wir Weihnachten. „Erbe des Alls“, „Abglanz der Herrlichkeit des Vaters“, „Alle Engel sollen sich niederwerfen vor ihm“ - auch diese Worte kennzeichnen, was wir heute feiern. Das Geheimnis, dem wir in der Stille der Heiligen Nacht begegnen, hat etwas zu tun mit der Macht in dieser Welt und über diese Welt. Gottes Wort ist mächtig und ohnmächtig zugleich, es ist Fleisch geworden als hilfloses Kind im Stall von Betlehem. Von dieser Spannung sind auch wir geprägt: In der ganzen Ratlosigkeit und Hilflosigkeit unserer Welt und unseres persönlichen Lebens ist Gottes Allmacht immer am Werk. Heute wollen wir ihm dafür danken.

Fürbitten
Am heutigen Tag feiern wir dankbar, dass Gott sich in seinem Erbarmen der Welt angenommen hat und als Retter selbst zu uns gekommen ist. Ihm tragen wir unsere Bitten und Anliegen vor:

- Herr Jesus Christus, alle Enden der Erde werden Gottes Heil sehen, hat ein Prophet des Alten Bundes verheißen. Erleuchte die Völker, die dich noch nicht kennen, und führe sie in deiner Kirche zusammen.

– Stille –
Christus, höre uns.

- Du bist das Wort Gottes, das Fleisch angenommen hat. Offenbare dich heute im Wirken deiner Kirche, in ihrem Wort der Verkündigung und in ihren Taten der Nächstenliebe.
- Du warst gesandt als Trost für das Volk Gottes. Erbarme dich der Leidenden, gib Hoffnung den Verzweifelten, tröste die Traurigen.
- Du machst jene zu Kindern Gottes, die dich aufnehmen. Erfülle uns mit Glauben, Hoffnung und Liebe, damit wir bereit werden, dich aufzunehmen.

Gott, unser Vater, dir danken wir und dich preisen wir für die Liebe, die du uns geschenkt hast in Jesus Christus, deinem Sohn, unserem Herrn.



26. Dezember 2014
Zweiter Weihnachtstag - Hl. Stephanus: Ein Bild unseres Lebens

Einführung
Geburt und Tod liegen oft nahe beieinander. Gestern noch haben wir die Geburt eines Kindes gefeiert, heute gedenken wir eines Mannes, der wegen seines Eintretens für den gestern geborenen Gottessohn um sein Leben gebracht wurde. Ein Bild auch unseres Lebens - in dem es die Freude gibt über das, was uns geschenkt wird, den Blick in den Himmel, die Ahnung einer künftige Herrlichkeit, und dann wieder den Alltag und die Schicksalsschläge, die auch keinem Glaubenden erspart bleiben. So deutet die Feier unser Leben und gibt uns Hoffnung, wo Erfahrungen uns niederdrücken.

Fürbitten
Am Fest des heiligen Stephanus gedenken wir besonders der Opfer vielfältiger Gewalt und beten zu unserem Herrn:

- Für die Bischöfe, Priester, Diakone, Ordensleute und Laien, die um ihres christlichen Glaubens und ihres Einsatzes für Arme und Unterdrückte willen verfolgt werden.

– Stille –
Herr, erbarme dich ihrer in ihrer Not.

- Für die Menschen in den Krisenherden dieser Welt, die aus ihrer Heimat vertrieben wurden.
- Für alle, die in ihrer eigenen Familie Gewalt und Unterdrückung erleiden.
- Für die Opfer ihrer eigenen Gewalt, die Täter, die aus ihrer Blindheit und ihrem Hass nicht mehr herausfinden.

Gott, auf dich richtet sich unser ganzes Vertrauen, denn du vermagst alles zum Guten zu führen, hier in dieser Zeit und in Ewigkeit.



28. Dezember 2014
Fest der Heiligen Familie: Ein Vorbild

Einführung
Wir neigen in der Weihnachtszeit dazu, die Heilige Familie, deren Fest wir heute feiern, als Idylle zu sehen: Maria und Josef, dazu das Kind, umgeben von Hirten, in der warmen Geborgenheit des Stalles. Die Wirklichkeit war rauh: Schon die Schwangerschaft war eine schwere Belastung für die Beziehung zwischen Maria und Josef, dann die vergebliche Herbergssuche, die Geburt im Stall, die Flucht... Die Heilige Familie kann durchaus ein Vorbild sein auch in unserer Zeit, in der viele Familien großen inneren und äußeren Belastungen ausgesetzt sind. Dieser Gedanke soll uns heute durch diese Feier begleiten.

Fürbitten
Lasst uns heute, am Fest der Heiligen Familie, in den Anliegen unserer Familien beten:

- Segne den Einsatz der Kirche für die Heiligkeit und Unauflöslichkeit der Ehe.

– Stille –
Christus, höre uns.

- Stärke alle, die in der Öffentlichkeit für die Unantastbarkeit des menschlichen Lebens eintreten.
- Tröste alle älteren Menschen, die sich von ihren Kindern vernachlässigt fühlen.
- Gib den Eltern und ihren heranwachsenden Kindern Verständnis füreinander.
- Nimm alle Kinder, denen es daheim nicht gut geht, ganz besonders unter deinen Schutz.

Vater im Himmel, du schenkst uns, was für uns gut ist. Dir danken wir, und dich preisen wir jetzt und in Ewigkeit.



1. Januar 2015
Hochfest der Gottesmutter Maria - Neujahr: Weltfremd?

Einführung
Es kann uns stören, wenn die Kirche heute nicht einfach wie alle Welt Neujahr feiert, sondern mit weltfremder Beharrlichkeit den heutigen Tag als Hochfest der Gottesmutter Maria begeht.
Weil uns das querliegt, ist es uns ein Anstoß nachzudenken: Was können wir heute eigentlich Besseres tun als den Blick zu erheben zu dem Menschen, der die Jahre seines Lebens ganz in Gottes Hand gelegt hat, auf Maria. Wie reich wurde sie dafür beschenkt?
Jesus Christus, der die Mitte ihres Lebens war, ist jetzt unter uns. Rufen wir zu ihm: Herr, erbarme dich (unser).

Fürbitten
Am Beginn des neuen Jahres beten wir um Gottes Erbarmen und Segen:

- Für die Völker, deren Leben gezeichnet ist von Hunger nach Brot und nach Gerechtigkeit.

– Stille –
Herr, erbarme dich.

- Für die geistlichen Führer in den Kirchen und Religionsgemeinschaften und für alle, die ihrem Rat folgen.
- Für die Menschen, die das neue Jahr in Sorge und Angst beginnen.
- Für die Menschen, die uns nahe stehen: in der Familie, im Freundeskreis, am Arbeitsplatz, in der Nachbarschaft.
- Für alle, deren Leben auf Erden in diesem Jahr zu Ende geht.

Allmächtiger Gott, unser Leben steht in deiner Hand. Auf dich richtet sich unser ganzes Vertrauen, und wir preisen dich, in dieser Zeit und in Ewigkeit.



4. Januar 2015
2. Sonntag nach Weihnachten: Licht und Leben

Einführung
Seit dem Weihnachtsfest ist es schon fast zwei Wochen her, der Alltag hat die meisten von uns bereits wieder. Die Kirche ist freilich noch nicht einfach zur Tagesordnung übergegangen. Sie erinnert uns in den Texten der heutigen Liturgie daran, dass die Menschwerdung des Sohnes Gottes weitergehen muss, dass Gottes Wort weiterhin Fleisch annehmen muss, damit schließlich alle Menschen das Licht der Herrlichkeit Gottes schauen. Hier unter uns wird Gottes Wort jetzt gegenwärtig – öffnen wir uns ihm, damit es in uns Gestalt annimmt und durch uns hineingetragen wird in die heutige Zeit.

Fürbitten
Licht und Leben kam durch die Menschwerdung Christi in die Welt. Darum bitten wir unseren Vater im Himmel:

- Für alle, die Gottes Wort heute verkünden: dass sie selbst durch dieses Wort heil werden und anderen aus innerer Freude heraus Zeugnis geben können.

– Stille –
Gott, unser Vater.

- Für die Menschen, die um ihr Überleben kämpfen müssen: dass die Kriege ein Ende finden und dass Wege gefunden werden, die Güter dieser Erde gerecht zu verteilen.
- Für jene, die auf der Schattenseite dieses Lebens stehen: dass ihre Not erkannt und ihnen tätige Hilfe zuteil wird.
- Für die Menschen, die sich für das leibliche und seelische Wohl anderer einsetzen: dass ihre Arbeit für die Betroffenen eine Hilfe und für sie selbst eine Quelle der Freude sei.
- Für unsere Verstorbenen, dass ihnen das ewige Licht und Leben geschenkt werde.

Gott, unser Vater, weil du deinen Sohn in diese Welt gesandt hast, dürfen wir deiner Hilfe immer sicher sein. Dir danken wir, und dich preisen wir, jetzt und in Ewigkeit.



6. Januar 2015
Fest der Erscheinung des Herrn: Gekommen, um zu huldigen

Einführung
Was mag wohl einst die Männer, die wir die Heiligen Drei Könige nennen, bewogen haben, ihre Heimat zu verlassen und sich auf eine lange und gefahrvolle Reise zu begeben? Die Suche nach Geld und Reichtum sicher nicht. Ansehen, Ehre, Abenteuerlust? Wie sie selbst sagten, kamen sie, um dem neugeborenen König zu huldigen. Anders ausgedrückt: sie suchten und fanden das Eigentliche in ihrem Leben, und sie waren dankbar dafür.
Sonntag für Sonntag machen wir uns auf den Weg zur Kirche: aus Pflichtgefühl, weil es zum Sonntag gehört? Vielleicht - und hoffentlich - auch, um dem Eigentlichen in unserem Leben zu begegnen: ihm, dem Kind in der Krippe, dem Lehrer, der uns den Weg zu einem sinnerfüllten Leben weist, dem, der sich gefreut und gelitten hat, der die Erbärmlichkeit menschlichen Daseins bis zur Neige kennengelernt hat, ihm, der - ein Garant für unsere eigene Zukunft - auferstanden ist. Wir kommen, wie die Weisen aus dem Morgenland, um ihm zu huldigen, heute, hier und jetzt.

Fürbitten
Als schwaches und machtloses Kind ist Gott unter uns erschienen und hat machtvoll unter uns gewirkt. Hilflosigkeit liegt auch über unserer Welt. Darum bitten wir unseren Herrn:

- Für alle, deren Aufgabe es ist, durch ihr Wort Menschen zu Christus zu führen: für den Papst, die Bischöfe, Priester und Diakone, für die Pastoral- und Gemeindereferentinnen und -referenten, für alle, die in den Schulen Religion unterrichten.

– Stille –
Du unser Licht und unsere Kraft.

- Für alle, denen die Sorge um Gerechtigkeit und Freiheit unter den Völkern anvertraut ist: für die Politiker und die Führer der politischen Parteien.
- Für die Menschen, die verfolgt werden: für die Christen, die um ihres Glaubens willen im Gefängnis sind, und für jene, die verlacht werden.
- Für alle, die auf der Suche sind nach Gott: für Philosophen und Künstler und für alle Menschen, die in ihrem Leben mehr suchen als Besitz und Ansehen.

Herr, unser Gott, leite unsere Welt in allem Suchen und Streben, bis wir dich einst schauen dürfen in deiner ganzen Herrlichkeit.



11. Januar 2015
Taufe des Herrn: Der offene Himmel

Einführung
Das Kirchenjahr hat in seinem Aufbau sehr menschliche Züge. Das haben wir in den letzten Wochen erfahren: Der Advent hat die Geburt des Herrn vorbereitet, dann folgten die Begegnungen verschiedener Menschen mit dem neugeborenen Kind: der Hirten aus der Nähe, der Weisen aus dem Morgenland. Mit dem Fest der Erscheinung des Herrn ist zwar die Weihnachtszeit abgeschlossen, dennoch geht die Linie jetzt weiter: Wir feiern heute die Taufe des Herrn, jenes Ereignis, bei dem der herangewachsene Jesus zum ersten Mal im Licht der Öffentlichkeit steht. - Gibt es nicht in unserem Leben auch ähnliche Abläufe wie im Kirchenjahr: Zeiten des Dunkels, des Wartens und Hoffens, Zeiten des Wachsens und Reifens, Zeiten, da alles in klarem Licht erscheint? Lassen wir uns von diesen Bewegungen des Lebens ergreifen, damit sich auch über uns der Himmel öffnet und wir immer klarer den Herrn erkennen, der uns führt.

Fürbitten
In der Taufe hat uns Gott als seine Kinder angenommen. Beten wir, dass er vollende, was er damit begonnen hat:

- Für die Christenheit, die in viele Kirchen gespalten ist, um das Geschenk der Einheit.

– Stille –
Gott, unser Vater.

- Für alle, die in der Kirche ein Amt innehaben und angesichts von Misserfolgen müde sind, um neue Kraft.
- Für alle, die sich um Christi willen für die Armen und Verfolgten in dieser Welt einsetzen, um Mut und Ausdauer.
- Für die Eltern, die ihre Kinder taufen lassen, obwohl sie selbst am Rande der Kirche stehen, um einen neuen Zugang zum Glauben.
- Für unsere Verstorbenen, die uns das Zeugnis ihres Glaubens gegeben haben, um das ewige Leben.

Gott, wir sind dein Volk. Steh uns bei, und leite uns auf allen unseren Wegen, heute und alle Tage unseres Lebens.




18. Januar 2015
2. Sonntag im Jahreskreis (B): "Sie blieben bei ihm"

Einführung
Wir haben Weihnachten gefeiert und haben dabei jener Menschen gedacht, die als erste mit dem menschgewordenen Wort Gottes in Berührung gekommen sind: der Hirten, der Sterndeuter aus dem Morgenland. In diesen Wochen nun gehen wir in den Sonntagsevangelien den Spuren Jesu von seinem ersten öffentlichen Auftreten an nach: seinen Begegnungen mit Menschen, die nach den wichtigen Wahrheiten für ihr Leben suchen und die in Jesus einen Lehrer erkennen, mit dem die Auseinandersetzung lohnt. Johannes der Täufer und die ersten Jünger sind Beispiele dafür. Auch wir fragen nach dem Wesentlichen, nach einem tragenden Fundament für unser Leben, und wir ahnen, dass wir hier, in der Kirche, im Gottesdienst, Antworten finden können. Machen wir uns bereit für die Begegnung mit dem Herrn selbst im Wort und unter den Gestalten von Brot und Wein.

Fürbitten
Auf vielfältige Weise rührt Gott Menschen an. Darum beten wir zu ihm:

- Für jene, die den Ruf spüren zu einem Leben im Dienst der Verkündigung oder zur ungeteilten Nachfolge des Herrn in einem Orden: Schenke ihnen Gewissheit, Mut und Ausdauer.

– Stille –
Gott, unser Vater.

- Für die Frauen und Männer, die in Krankenhäusern und Beratungsstellen täglich mit hilfesuchenden Menschen konfrontiert sind: Gib ihnen das rechte Wort und Freude an ihrer Arbeit.
- Für alle, die mit Idealismus eine große Aufgabe übernommen haben, aber müde geworden oder gescheitert sind: Erbarme dich ihrer, und richte sie auf.
- Für jene, die durch Krankheit oder einen Schickschalsschlag aus ihrem gewohnten Leben gerissen wurden: Begleite und tröste sie in ihren schweren Stunden.
- Für unsere Verstorbenen: Nimm sie auf in deine Herrlichkeit.

Gott, unser Vater. Deinen Sohn hast du uns als Retter und Heiland gesandt. Wir danken dir und preisen dich, jetzt und alle Tage unseres Lebens.



25. Januar 2015
3. Sonntag im Jahreskreis (B): Mach dich auf den Weg

Einführung
Jeden Sonntag machen wir uns auf den Weg, um hierherzukommen. Das bedarf wohl oft einer gewissen Überwindung. Wir tun es trotzdem und machen uns damit jeweils neu auf den Weg zur Mitte unseres Lebens hin, zu Gott. Auch wenn wir in der Feier des Gottesdienstes nicht jedesmal neu die Gottesbegegnung in ihrer ganzen Tiefe erleben, so ist sie deswegen nicht weniger real. Wir haben uns heute auf den Weg hierher gemacht und damit einen Schritt auf Gott zu getan. In dieser Feier begegnet er uns in der Gemeinschaft, da wir in seinem Namen versammelt sind, in dem fordernden und zugleich tröstenden Wort der Verkündigung und mit seiner ganzen heilenden Kraft unter den Gestalten von Brot und Wein. Ihn begrüßen wir nun mit dem Ruf des „Herr, erbarme dich" und mit dem Gesang des Gloria in unserer Mitte.

Fürbitten
In zahllosen Beispielen berichtet uns die Heilige Schrift, wie immer und immer wieder Menschen den Anruf Gottes vernehmen, wie sie umkehren und wie sie sich auf den Weg machen, auf den er sie führt. Ihm, dem Herrn auch unseres Lebens, tragen wir unsere Bitten vor:

- Für die Hirten der Kirche, die berufen sind, ihrer Herde voranzugehen, dass sie den rechten Weg finden und dass ihnen die Kraft geschenkt wird, mit Geduld und Ausdauer ihre Aufgabe zu erfüllen.

– Stille –
Gott, Herr unseres Lebens.

- Für die Lenker der Staaten, denen das Wohl der Völker anvertraut ist, dass sie nicht müde werden in ihrem Bemühen um Gerechtigkeit und Frieden.
- Für die Menschen, denen es an allem fehlt, was zum Leben notwendig ist, dass sie Hilfe erfahren durch die Hand guter Menschen und aus der Hoffnung auf ein neues Leben.
- Für jene, die durch Krankheit oder einen Schickschalsschlag aus ihrem gewohnten Leben gerissen wurden: Begleite und tröste sie in ihren schweren Stunden.

Auf deine schützende Hand vertrauen wir, solange wir auf dem Weg sind zu dir, bis wir dich einst schauen von Angesicht zu Angesicht.



2. Februar 2015
4. Sonntag im Jahreskreis (B): Mit Vollmacht

Einführung
Keine Zeit vor uns hat eine solche Inflation des Wortes erlebt wie die unsere: durch Zeitungen und Bücher, durch Radio und Fernsehen sind wir alle einer Überfülle von Wörtern ausgesetzt. Das Wort, dem wir im Gottesdienst begegnen, ist nicht ein Wort unter vielen Wörtern. Im Wort der Heiligen Schrift spricht Gott selbst zu uns. Im Wort des Gebetes erreichen wir ihn, den ganz Anderen, da gelangt etwas von uns selbst schon dorthin, wohin wir mit unserer ganzen Existenz noch unterwegs sind. Durch das Wort über Brot und Wein schließlich wird Gott selbst in der dichtesten Weise unter uns gegenwärtig: im Fleisch und Blut unseres Herrn. Dem machtvollen und heilenden Wort Gottes wollen wir uns öffnen, wenn wir nun im Kyrie Gottes Erbarmen auf uns herabrufen.

Fürbitten
Mit Vollmacht hat einst Jesus seine Botschaft verkündet. Durch sein Wort wurden Menschen geheilt. Ihn bitten wir heute angesichts einer Welt, die noch auf ihre Erlösung wartet:

- Für die Verkünder der Frohbotschaft, dass sie das rechte Wort finden und dass ihre Botschaft in den Herzen der Menschen ankommt.

– Stille –
Christus, höre uns.

- Für die Regierenden und Mächtigen der Erde, dass es ihnen gelingt, ihre Pläne zum Wohle der Menschen in die Tat umzusetzen.
- Für die Einsamen und Verbitterten, für die Menschen, die mit sich und ihrer Umwelt in Unfrieden leben, dass ein gutes und befreiendes Wort in ihr Herz dringt.
- Für uns selbst, dass wir stets die Worte finden, die für unsere Mitmenschen gut und hilfreich sind.
- Für unsere Verstorbenen, dass sie den Frieden haben bei dir.

Auf dein machtvolles Wort, Herr, vertrauen wir heute und alle Tage unseres Lebens.



2. Februar 2015
Darstellung des Herrn: Ein Licht

Einführung
Heute, vierzig Tage nach Weihnachten, feiern wir das Fest der Darstellung des Herrn. „Lichtmess“ nannte man diesen Tag früher, denn an diesem Tag greift die Kirche noch einmal das Lichtmotiv auf, das uns im Advent und bei der Feier von Weihnachten oft begegnet ist. Christus, ein Licht im Dunkel dieser Welt, das Licht, das unser Leben hell macht. Der greise Simeon erkannte in dem unscheinbaren Kind, das in den Tempel gebracht wurde, dieses Licht, so dass er sagen konnte: „Nun lässt du, Herr, deinen Knecht in Frieden scheiden. Denn meine Augen haben das Heil gesehen." Uns erscheint dieses gleiche Licht unter den unscheinbaren Gestalten von Brot und Wein, hier und jetzt. An uns liegt es, es zu erkennen.

Fürbitten
Licht, Heil, Herrlichkeit hat Jesus in die Welt gebracht. Darum beten wir zu ihm:

- Erfülle alle, deren Beruf die Verkündigung der Frohen Botschaft ist, mit Freude.

– Stille –
Christus, höre uns.

- Führe die Völker, die in Kriege verstrickt sind, zu Versöhnung und Frieden.
- Heile die Menschen, die krank sind an Leib und Seele.
- Gib denen, die schuldig geworden sind, Einsicht und den Mut zur Umkehr.
- Lass unseren Verstorbenen und allen, deren keiner mehr gedenkt, dein ewiges Licht leuchten.

Vater im Himmel, dein Sohn hat uns gezeigt, wie sehr du uns liebst. Darum preisen wir dich, jetzt und in Ewigkeit.



8. Februar 2015
5. Sonntag im Jahreskreis (B): Er heilte viele

Einführung
Es gibt Menschen, denen man gerne begegnet, deren Nähe wohl tut. Es ist oft nicht leicht zu beschreiben, woran dies liegt: Ist es das offene Ohr für die Sorgen des anderen, das freundliche Wort, das sie für jeden haben, die Bereitschaft, auf das einzugehen, was den anderen bewegt? Jesus muss etwas von dieser Art an sich gehabt haben. Es waren nicht nur die Wunder, die die Menschen zu ihm geführt haben. Viel mehr Menschen, als durch ihn direkt von einer Krankheit geheilt wurden, haben eine Begegnung mit ihm als etwas Frohmachendes, Bereicherndes empfunden.
Auch unser Gottesdienst ist ein Ort der Begegnung mit ihm. Hier geschieht im Allgemeinen nichts Spektakuläres. Aber hier können wir seine Worte hören, die uns gut tun, und seine Gegenwart erfahren, die uns froh und reich macht. Öffnen wir unser Herz jetzt wieder für seine Gegenwart.

Fürbitten
Unser Herr Jesus Christus heilt, was verwundet ist, und richtet die Gebeugten auf. Um diese Hilfe bitten wir für alle Menschen, die in unserer Welt leiden:

- Für die Christen, die wegen ihres Glaubens verfolgt und unterdrückt werden.

– Stille –
Christus, du Heil der Menschen.

- Für die Völker der Erde, die unter Krieg, Unfreiheit und Hunger leiden.
- Für die vielen Menschen, die heute mutlos und verzweifelt sind; für alle, die mit Gott hadern, und für die, die den Glauben an Gott verloren haben.
- Für die Behinderten, für die unheilbar Kranken in unseren Krankenhäusern, für alle Kranken in unseren Familien.
- Für alle Menschen in unserer Gemeinde, deren Leiden niemand bemerkt und denen niemand hilft.

Gott, durch deinen Sohn hast du gezeigt, dass du das Heil der Menschen willst. Dich loben wir, jetzt und dereinst, wenn wir in dem Reich der ewigen Freude bei dir sein dürfen.




15. Februar 2015
6. Sonntag im Jahreskreis (B): Unrein

Einführung
Nicht wenige Menschen stehen am Rande der Gesellschaft. Nicht nur Kriminelle oder politische Extremisten oder solche, die sich selbst in einen Gegensatz zu ihren Mitbürgern gebracht haben, finden sich da - auch Menschen, die ihre berufliche Existenz verloren haben. Menschen, deren Ehe zerbrochen ist, unheilbar Kranke und viele andere müssen oft bitter feststellen, dass man ihnen ausweicht.
Hier in der Kirche, im Gottesdienst, begegnen wir dem Herrn, der selbst den Aussätzigen nicht aus dem Weg gegangen ist, der auf das Herz sieht und nicht auf das Äußere. Hier und jetzt dürfen wir uns dem Herrn anvertrauen mit all dem, was wir vor Menschen verbergen, und wir dürfen hoffen, dass er uns rein macht.

Fürbitten
Viele Menschen leiden unter der Situation ihres Lebens. Viele Menschen versuchen, nach Kräften ihren Brüdern und Schwestern zu helfen. Für sie alle wollen wir beten:


- Für alle, die in der Kirche soziale Aufgaben wahrnehmen: für jene, die Kranke und Behinderte pflegen, für die Gefängnisseelsorger und für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Telefon- und Internetseelsorge und Suchtkrankenhilfe.

– Stille –
Gott, unser Vater.

- Für die Politiker, die sich um einen Ausgleich zwischen reichen und armen Völkern mühen, und für jene, die sich der sozial Schwachen annehmen.
- Für jene, die in ihrem Leben keinen Sinn mehr sehen, für jene, die sich selbst aufgeben, und für jene, die vergeblich bei Mitmenschen Hilfe suchen.
- Für alle, die in diesen Tagen Freude suchen, und für alle, die anderen Freude machen wollen.

Gott, unser Vater, du nimmst uns an, wie wir sind, und machst uns heil. Dich preisen wir durch deinen Sohn, Jesus Christus, unseren Herrn.




18. Februar 2015
Aschermittwoch: Ein Neuanfang

Einführung
Es ist erst Stunden her, seit Narren den Fasching zu Grabe getragen haben. Ausgelassenheit und Lärm haben die tollen Tage bestimmt. Da beginnen wir mitten in der Woche mit etwas Neuem. „Gedenke, Mensch, dass du Staub bist und zum Staub zurückkehrst!“ Noch krasser und härter kann ein Bruch gar nicht sein. Aber er ist heilsam. Er bringt uns auf das Wesentliche. Die Freude der vergangenen Wochen war gut. Aber es ist auch gut zu sehen, wohin alles führt. Und zu sehen, dass es keinen anderen Ruf gibt, der so wohltuend ist wie der, mit dem wir unsere Gottesdienste eröffnen: Herr, erbarme dich (unser).

Fürbitten
Gott will nicht den Tod des Sünders, sondern dass er sich bekehrt und lebt. So rufen wir zu ihm:

- Für alle Menschen, die in ihrem Leben einen Neuanfang versuchen: indem sie aufbrechen aus ihrer Heimat, wo Krieg und Hoffnungslosigkeit herrschen, indem sie den Schritt wagen, eine Familie zu gründen.

– Stille –
Erbarme dich, Herr, erbarme dich.

- Für alle, die in dieser Fastenzeit ihren Glauben an Christus erneuern und vertiefen wollen: indem sie das Wort Gottes in der heiligen Schrift bewusst hören, indem sie Exerzitien machen, indem sie fasten und beten, indem sie das Bußsakrament empfangen.
- Für alle, die unter einer schweren Schuld leiden und keinen Weg sehen, wie sie herausfinden können: weil sie nicht glauben können, dass ihnen Vergebung geschenkt wird, weil sie Angst haben vor Konsequenzen.
- Für alle, die sich auf die Taufe, auf die Erstkommunion oder auf die Firmung vorbereiten: in Familien und Gruppen, in Elternabenden und Einzelgesprächen, in seelsorgerlicher Beratung.

Heiliger und erbarmender Gott. Du erhörst unsere Bitten und schenkst allen das Heil, die es bei dir suchen. Dir sei Lob und Ehre, jetzt und in Ewigkeit.



22. Februar 2015
1. Fastensonntag: Sich neu ausrichten

Einführung
Zu den eindrucksvollsten Zeichen im Laufe des Kirchenjahres gehört ohne Zweifel das Aschenkreuz am Aschermittwoch. Es setzt einen harten Schlussstrich unter die vorausgegangene Fröhlichkeit der Fastnacht: „Bedenke, Mensch, dass du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehren wirst." Wir alle, jene, die am vergangenen Mittwoch diese Worte gehört haben, und jene, die sie nicht gehört haben, sind aufgerufen, in diesen Tagen das Leben neu auszurichten nach dem, was allein wichtig und entscheidend ist; Korrekturen vorzunehmen, wo unsere Orientierung nicht mehr stimmt, weil etwa die Annehmlichkeiten des Lebens uns vergessen ließen, wo unser letztes und ewiges Glück zu suchen ist. Auf dem Weg durch die Fastenzeit begleitet uns der Herr, der selbst erfahren hat, was Versuchung ist, und den wir nun im Kyrie um sein Erbarmen bitten.

Fürbitten
In den Tagen der beginnenden Fastenzeit steht uns in besonderer Weise vor Augen, wie heillos eine Menschheit ist, die nur auf eigene Kraft baut, und wie sehr wir alle des Erbarmens und der Hilfe Gottes bedürfen. Ihn wollen wir anrufen:

- Wir beten für die Kirche, die ihre mahnende Stimme erheben muss, sei es gelegen oder ungelegen, und für die Prediger und Beichtväter, denen Gottes heilendes Wort anvertraut ist.

– Stille –
Gott, schenk uns dein Erbarmen.

- Für die Völker, zu denen die Frohe Botschaft noch nicht gedrungen ist, und für die Mächtigen dieser Welt, von deren Willen so vieles abhängt. Für die Menschen, die niedergeschlagen und verzweifelt sind.
- Für die Menschen, die Schuld mit sich herumtragen und keinen Frieden finden, und für jene, denen Unrecht geschehen ist.
- Für uns alle, die wir wissen dürfen um das Geschenk der Erlösung und die immer wieder der Barmherzigkeit bedürfen.

Gott, unser Vater, du führst uns auf den verschlungenen Wegen unseres Lebens. Wir preisen dich jetzt und alle Tage und in Ewigkeit.



 10 Leitsätze
zur Formulierung von Fürbitten


Weitere Hilfen:
 Mit der Not der Welt
vor Gott.
Inhalte und Formen
der Fürbitten

(Pastoralliturgische
Hilfe 11)
Deutsches Liturgisches Institut, Trier 2001, 69 Seiten.
Bestell-Nr. DLI 5011
Die Broschüre geht u.a. auf folgende Fragen ein: Was ist fürbittendes Gebet? Was hilft das Fürbittgebet? Wie werden die Fürbitten vorbereitet? Wie werden die Fürbitten formuliert? Wie geht man mit (gedruckten) Vorlagen um?

 Aktuelle Fürbitten (Bistum Trier)











Druckversion dieser Seite
© 2004-08 by Deutsches Liturgisches Institut