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   Der liturgische
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2. Februar 2015
4. Sonntag im Jahreskreis (B): Mit Vollmacht

Einführung
Keine Zeit vor uns hat eine solche Inflation des Wortes erlebt wie die unsere: durch Zeitungen und Bücher, durch Radio und Fernsehen sind wir alle einer Überfülle von Wörtern ausgesetzt. Das Wort, dem wir im Gottesdienst begegnen, ist nicht ein Wort unter vielen Wörtern. Im Wort der Heiligen Schrift spricht Gott selbst zu uns. Im Wort des Gebetes erreichen wir ihn, den ganz Anderen, da gelangt etwas von uns selbst schon dorthin, wohin wir mit unserer ganzen Existenz noch unterwegs sind. Durch das Wort über Brot und Wein schließlich wird Gott selbst in der dichtesten Weise unter uns gegenwärtig: im Fleisch und Blut unseres Herrn. Dem machtvollen und heilenden Wort Gottes wollen wir uns öffnen, wenn wir nun im Kyrie Gottes Erbarmen auf uns herabrufen.

Fürbitten
Mit Vollmacht hat einst Jesus seine Botschaft verkündet. Durch sein Wort wurden Menschen geheilt. Ihn bitten wir heute angesichts einer Welt, die noch auf ihre Erlösung wartet:

- Für die Verkünder der Frohbotschaft, dass sie das rechte Wort finden und dass ihre Botschaft in den Herzen der Menschen ankommt.

– Stille –
Christus, höre uns.

- Für die Regierenden und Mächtigen der Erde, dass es ihnen gelingt, ihre Pläne zum Wohle der Menschen in die Tat umzusetzen.
- Für die Einsamen und Verbitterten, für die Menschen, die mit sich und ihrer Umwelt in Unfrieden leben, dass ein gutes und befreiendes Wort in ihr Herz dringt.
- Für uns selbst, dass wir stets die Worte finden, die für unsere Mitmenschen gut und hilfreich sind.
- Für unsere Verstorbenen, dass sie den Frieden haben bei dir.

Auf dein machtvolles Wort, Herr, vertrauen wir heute und alle Tage unseres Lebens.



2. Februar 2015
Darstellung des Herrn: Ein Licht

Einführung
Heute, vierzig Tage nach Weihnachten, feiern wir das Fest der Darstellung des Herrn. „Lichtmess“ nannte man diesen Tag früher, denn an diesem Tag greift die Kirche noch einmal das Lichtmotiv auf, das uns im Advent und bei der Feier von Weihnachten oft begegnet ist. Christus, ein Licht im Dunkel dieser Welt, das Licht, das unser Leben hell macht. Der greise Simeon erkannte in dem unscheinbaren Kind, das in den Tempel gebracht wurde, dieses Licht, so dass er sagen konnte: „Nun lässt du, Herr, deinen Knecht in Frieden scheiden. Denn meine Augen haben das Heil gesehen." Uns erscheint dieses gleiche Licht unter den unscheinbaren Gestalten von Brot und Wein, hier und jetzt. An uns liegt es, es zu erkennen.

Fürbitten
Licht, Heil, Herrlichkeit hat Jesus in die Welt gebracht. Darum beten wir zu ihm:

- Erfülle alle, deren Beruf die Verkündigung der Frohen Botschaft ist, mit Freude.

– Stille –
Christus, höre uns.

- Führe die Völker, die in Kriege verstrickt sind, zu Versöhnung und Frieden.
- Heile die Menschen, die krank sind an Leib und Seele.
- Gib denen, die schuldig geworden sind, Einsicht und den Mut zur Umkehr.
- Lass unseren Verstorbenen und allen, deren keiner mehr gedenkt, dein ewiges Licht leuchten.

Vater im Himmel, dein Sohn hat uns gezeigt, wie sehr du uns liebst. Darum preisen wir dich, jetzt und in Ewigkeit.



8. Februar 2015
5. Sonntag im Jahreskreis (B): Er heilte viele

Einführung
Es gibt Menschen, denen man gerne begegnet, deren Nähe wohl tut. Es ist oft nicht leicht zu beschreiben, woran dies liegt: Ist es das offene Ohr für die Sorgen des anderen, das freundliche Wort, das sie für jeden haben, die Bereitschaft, auf das einzugehen, was den anderen bewegt? Jesus muss etwas von dieser Art an sich gehabt haben. Es waren nicht nur die Wunder, die die Menschen zu ihm geführt haben. Viel mehr Menschen, als durch ihn direkt von einer Krankheit geheilt wurden, haben eine Begegnung mit ihm als etwas Frohmachendes, Bereicherndes empfunden.
Auch unser Gottesdienst ist ein Ort der Begegnung mit ihm. Hier geschieht im Allgemeinen nichts Spektakuläres. Aber hier können wir seine Worte hören, die uns gut tun, und seine Gegenwart erfahren, die uns froh und reich macht. Öffnen wir unser Herz jetzt wieder für seine Gegenwart.

Fürbitten
Unser Herr Jesus Christus heilt, was verwundet ist, und richtet die Gebeugten auf. Um diese Hilfe bitten wir für alle Menschen, die in unserer Welt leiden:

- Für die Christen, die wegen ihres Glaubens verfolgt und unterdrückt werden.

– Stille –
Christus, du Heil der Menschen.

- Für die Völker der Erde, die unter Krieg, Unfreiheit und Hunger leiden.
- Für die vielen Menschen, die heute mutlos und verzweifelt sind; für alle, die mit Gott hadern, und für die, die den Glauben an Gott verloren haben.
- Für die Behinderten, für die unheilbar Kranken in unseren Krankenhäusern, für alle Kranken in unseren Familien.
- Für alle Menschen in unserer Gemeinde, deren Leiden niemand bemerkt und denen niemand hilft.

Gott, durch deinen Sohn hast du gezeigt, dass du das Heil der Menschen willst. Dich loben wir, jetzt und dereinst, wenn wir in dem Reich der ewigen Freude bei dir sein dürfen.




15. Februar 2015
6. Sonntag im Jahreskreis (B): Unrein

Einführung
Nicht wenige Menschen stehen am Rande der Gesellschaft. Nicht nur Kriminelle oder politische Extremisten oder solche, die sich selbst in einen Gegensatz zu ihren Mitbürgern gebracht haben, finden sich da - auch Menschen, die ihre berufliche Existenz verloren haben. Menschen, deren Ehe zerbrochen ist, unheilbar Kranke und viele andere müssen oft bitter feststellen, dass man ihnen ausweicht.
Hier in der Kirche, im Gottesdienst, begegnen wir dem Herrn, der selbst den Aussätzigen nicht aus dem Weg gegangen ist, der auf das Herz sieht und nicht auf das Äußere. Hier und jetzt dürfen wir uns dem Herrn anvertrauen mit all dem, was wir vor Menschen verbergen, und wir dürfen hoffen, dass er uns rein macht.

Fürbitten
Viele Menschen leiden unter der Situation ihres Lebens. Viele Menschen versuchen, nach Kräften ihren Brüdern und Schwestern zu helfen. Für sie alle wollen wir beten:


- Für alle, die in der Kirche soziale Aufgaben wahrnehmen: für jene, die Kranke und Behinderte pflegen, für die Gefängnisseelsorger und für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Telefon- und Internetseelsorge und Suchtkrankenhilfe.

– Stille –
Gott, unser Vater.

- Für die Politiker, die sich um einen Ausgleich zwischen reichen und armen Völkern mühen, und für jene, die sich der sozial Schwachen annehmen.
- Für jene, die in ihrem Leben keinen Sinn mehr sehen, für jene, die sich selbst aufgeben, und für jene, die vergeblich bei Mitmenschen Hilfe suchen.
- Für alle, die in diesen Tagen Freude suchen, und für alle, die anderen Freude machen wollen.

Gott, unser Vater, du nimmst uns an, wie wir sind, und machst uns heil. Dich preisen wir durch deinen Sohn, Jesus Christus, unseren Herrn.




18. Februar 2015
Aschermittwoch: Ein Neuanfang

Einführung
Es ist erst Stunden her, seit Narren den Fasching zu Grabe getragen haben. Ausgelassenheit und Lärm haben die tollen Tage bestimmt. Da beginnen wir mitten in der Woche mit etwas Neuem. „Gedenke, Mensch, dass du Staub bist und zum Staub zurückkehrst!“ Noch krasser und härter kann ein Bruch gar nicht sein. Aber er ist heilsam. Er bringt uns auf das Wesentliche. Die Freude der vergangenen Wochen war gut. Aber es ist auch gut zu sehen, wohin alles führt. Und zu sehen, dass es keinen anderen Ruf gibt, der so wohltuend ist wie der, mit dem wir unsere Gottesdienste eröffnen: Herr, erbarme dich (unser).

Fürbitten
Gott will nicht den Tod des Sünders, sondern dass er sich bekehrt und lebt. So rufen wir zu ihm:

- Für alle Menschen, die in ihrem Leben einen Neuanfang versuchen: indem sie aufbrechen aus ihrer Heimat, wo Krieg und Hoffnungslosigkeit herrschen, indem sie den Schritt wagen, eine Familie zu gründen.

– Stille –
Erbarme dich, Herr, erbarme dich.

- Für alle, die in dieser Fastenzeit ihren Glauben an Christus erneuern und vertiefen wollen: indem sie das Wort Gottes in der heiligen Schrift bewusst hören, indem sie Exerzitien machen, indem sie fasten und beten, indem sie das Bußsakrament empfangen.
- Für alle, die unter einer schweren Schuld leiden und keinen Weg sehen, wie sie herausfinden können: weil sie nicht glauben können, dass ihnen Vergebung geschenkt wird, weil sie Angst haben vor Konsequenzen.
- Für alle, die sich auf die Taufe, auf die Erstkommunion oder auf die Firmung vorbereiten: in Familien und Gruppen, in Elternabenden und Einzelgesprächen, in seelsorgerlicher Beratung.

Heiliger und erbarmender Gott. Du erhörst unsere Bitten und schenkst allen das Heil, die es bei dir suchen. Dir sei Lob und Ehre, jetzt und in Ewigkeit.



22. Februar 2015
1. Fastensonntag (B): Sich neu ausrichten

Einführung
Zu den eindrucksvollsten Zeichen im Laufe des Kirchenjahres gehört ohne Zweifel das Aschenkreuz am Aschermittwoch. Es setzt einen harten Schlussstrich unter die vorausgegangene Fröhlichkeit der Fastnacht: „Bedenke, Mensch, dass du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehren wirst." Wir alle, jene, die am vergangenen Mittwoch diese Worte gehört haben, und jene, die sie nicht gehört haben, sind aufgerufen, in diesen Tagen das Leben neu auszurichten nach dem, was allein wichtig und entscheidend ist; Korrekturen vorzunehmen, wo unsere Orientierung nicht mehr stimmt, weil etwa die Annehmlichkeiten des Lebens uns vergessen ließen, wo unser letztes und ewiges Glück zu suchen ist. Auf dem Weg durch die Fastenzeit begleitet uns der Herr, der selbst erfahren hat, was Versuchung ist, und den wir nun im Kyrie um sein Erbarmen bitten.

Fürbitten
In den Tagen der beginnenden Fastenzeit steht uns in besonderer Weise vor Augen, wie heillos eine Menschheit ist, die nur auf eigene Kraft baut, und wie sehr wir alle des Erbarmens und der Hilfe Gottes bedürfen. Ihn wollen wir anrufen:

- Wir beten für die Kirche, die ihre mahnende Stimme erheben muss, sei es gelegen oder ungelegen, und für die Prediger und Beichtväter, denen Gottes heilendes Wort anvertraut ist.

– Stille –
Gott, schenk uns dein Erbarmen.

- Für die Völker, zu denen die Frohe Botschaft noch nicht gedrungen ist, und für die Mächtigen dieser Welt, von deren Willen so vieles abhängt. Für die Menschen, die niedergeschlagen und verzweifelt sind.
- Für die Menschen, die Schuld mit sich herumtragen und keinen Frieden finden, und für jene, denen Unrecht geschehen ist.
- Für uns alle, die wir wissen dürfen um das Geschenk der Erlösung und die immer wieder der Barmherzigkeit bedürfen.

Gott, unser Vater, du führst uns auf den verschlungenen Wegen unseres Lebens. Wir preisen dich jetzt und alle Tage und in Ewigkeit.



1. März 2015
2. Fastensonntag (B): Verwandelt

Einführung
Auf dem Weg unseres Lebens begegnet uns manche Mühsal, es werden oft hohe Forderungen an uns gestellt, wir erleben Leid und Niederlagen. Wir sind manchmal bedrückt und mutlos. Immer wieder aber gibt es auch Stunden, in denen uns im Dunkel ein Licht aufleuchtet, in denen wir etwas ahnen dürfen von der Herrlichkeit, zu der wir als Menschen und Christen berufen sind. Auch die Fastenzeit steht in dieser Spannung: Das Verstricktsein in Schwachheit und Schuld steht uns vor Augen, und zugleich strecken wir uns schon aus nach dem österlichen Licht der Auferstehung. Das Gleiche erleben wir in jedem Gottesdienst: Mit dem Staub des Alltags kommen wir hierher, beladen mit vielerlei Nöten und Sorgen. Das Wort Gottes und die Gegenwart unseres Herrn unter den Gestalten von Brot und Wein lassen uns etwas ahnen von dem größeren Leben, das seit der Taufe in uns ist und das sich uns einst in seiner ganzen Fülle erschließen wird.

Fürbitten
Gott, unser Vater, lässt die Seinen in der Not nicht allein. Er gibt Licht und Kraft auf dem Weg. Wir bitten ihn:

- Für die Kirche: Erleuchte die Gläubigen mit deinem Geist. Schenke ihnen Hoffnung und Freude aus dem Glauben.

– Stille –
Gott, unser Vater.

- Für die Regierenden und Mächtigen der Erde: Lenke ihre Gedanken zum Guten. Gib ihnen Phantasie und Mut bei der Suche nach Frieden.
- Für die Notleidenden in der Welt: Sättige die Hungernden. Stärke die Schwachen, und befreie die schuldlos Gefangenen.
- Für die Notleidenden in der Welt: Sättige die Hungernden. Stärke die Schwachen, und befreie die schuldlos Gefangenen.
- Für unsere Gemeinde: Schenke den Einsamen Geborgenheit. Lass die jungen Menschen zu dir finden, und sei uns allen Licht auf dem Weg.
- Für unsere Verstorbenen: Lass sie Frieden finden bei dir und dich schauen von Angesicht zu Angesicht.

Du, unser Vater, dir danken wir für alle guten Gaben. Wir preisen dich jetzt und dereinst, wenn wir dich schauen dürfen in deiner Herrlichkeit.



8. März 2015
3. Fastensonntag (B): Gesetz und Freiheit

Einführung
Gesetze, Gebote sind wichtig für unser Leben, manchmal sogar notwendig. Sie schaffen Sicherheit. Aber sie geben aus sich heraus noch kein neues Leben. Der Tempel war für die Menschen des Alten Bundes Jahrhunderte lang der Ort, wo sie die Sicherheit hatten, dass Gott ein Gott für Menschen ist. Dennoch konnte daraus eine Markthalle werden. Die Fastenzeit ist für uns eine Zeit, in der wir aus jeder falschen Sicherheit umkehren sollen: weg von dem, was uns unfrei, unmenschlich, unerlöst macht, hin zu Gott, der für uns Heil und Leben ist: Genau das geschieht auch immer, wenn wir Gottesdienst feiern. Wir dürfen heraustreten aus dem Schmutz und der Last des Alltags und erfahren, zu welch großer Würde wir als Christen gerufen sind.

Fürbitten
Auf vielerlei Weise wirkt Gott in dieser Welt zum Heil der Menschen. Darum tragen wir voll Vertrauen die Nöte unserer Tage vor ihn hin:

- Schenke den Gläubigen und ihren Hirten den Mut, überall für das Gute einzutreten, und die Kraft, sich selbst immer neu zu dir hinzukehren.

– Stille –
Gott, unser Heil und unsere Hilfe.

- Lenke die Regierenden bei ihrer Arbeit für Gerechtigkeit und Frieden, und stifte Versöhnung, wo Krieg herrscht.
- Erbarme dich der Hungernden und Notleidenden, und segne das Werk aller, die sich in Mission und Entwicklungshilfe für andere einsetzen.
- Tröste die Traurigen unter uns, gib den Sündern die Kraft zur Umkehr, und führe uns alle in dieser Fastenzeit näher zu dir hin.
- Nimm alle Verstorbenen, auch wenn kein Mensch mehr ihrer gedenkt, in deinen ewigen Frieden auf.

Gott, unser Vater, erhöre unser Beten, und schenke uns dein Heil. So bitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn.




15. März 2015
4. Fastensonntag - Laetare (B): Umorientierung

Einführung
Immer wieder kommt es vor, dass Menschen nach einer schweren Krankheit oder nach dem Verlust eines lieben Menschen sagen: Für mich hat sich das ganze Leben verändert. Jetzt sind mir ganz andere Dinge wichtig als vorher. Es ist eine Tragik, dass wir oft erst durch schwere Schicksalsschläge merken, dass wir geradezu blind sind für das Wesentliche. Es kann auch anders gehen: Wenn wir uns Zeit nehmen, um einmal in Ruhe über uns und unser Leben nachzudenken, wenn wir uns ansprechen lassen von einem Wort der Heiligen Schrift, dann kann es durchaus auch sein, dass uns die Augen aufgehen und dass wir neue Orientierung finden. Die bevorstehende Feier von Ostern kann uns ein Anlass sein, einmal in uns zu gehen. Das Wort Gottes, das wir jetzt wieder hören, und die Begegnung mit unserem Herrn unter den Gestalten von Brot und Wein können uns geben, was wir brauchen.

Fürbitten
Zu Gott, der uns in seinem Sohn Orientierung gibt, rufen wir in den Anliegen unserer Zeit:

- Wir beten für alle Christen, die in ihrem Glauben unsicher sind und nach Wahrheit und Halt suchen.

– Stille –
Gott, du Licht und Wahrheit.

- Wir beten für alle, die sich um die Weitergabe des Glaubens mühen – als Priester oder Diakone, als Ordensleute oder Katecheten, als Laien im Gemeindedienst oder als Eltern – und die nicht wissen, wie sie es richtig machen können.
- Wir beten für jene Frauen und Männer, die nach Wegen suchen, um Frieden zwischen den Völkern und mehr Gerechtigkeit zwischen Arm und Reich zu schaffen.
- Wir beten für alle, die kein Licht sehen in ihrem Leben: die Opfer von Krieg und Gewalt, die Verhungernden in Afrika, die Gescheiterten in unserer Gesellschaft.
- Wir beten für die Menschen, mit denen wir zusammenleben, für jene, die gefangen sind in den alltäglichen Nöten, und für jene, die in einer schwerwiegenden Entscheidung stehen.

Gott, unser Vater, du schenkst Licht und Klarheit. Auf dich schauen wir, und dir vertrauen wir, jetzt und in Ewigkeit.



22. März 2015
5. Fastensonntag (B): Was hat Gott davon?

Einführung
„Was habe ich davon?“ fragt man oft, auch wo es um menschliche Beziehungen geht. Wie tief diese Einstellung geht, wird dort deutlich, wo Ehen auseinanderbrechen, weil ein Partner meint, er „habe nichts mehr vom anderen“ oder „er habe woanders mehr davon“. Wir spüren, wie ungenügend dieses Etwas-davon-haben-Wollen dort ist, wo es um Wesentliches geht. Wir spüren dies auch, wenn wir einmal fragen: Was hat eigentlich Gott davon, dass er den Menschen geschaffen, dass er uns ins Leben gerufen hat, ausgestattet mit der Freiheit? Wie wenig er diese Frage stellt, sehen wir, wenn wir in diesen Tagen der Fastenzeit betrachten, wie weit Gott in seiner Liebe zum Menschen gegangen ist - bis hin zur Hingabe seines Sohnes in den Tod, nur um uns Menschen aus der selbstverschuldeten Katastrophe der Sünde zu retten. Auf diese Liebe und auf unser Versagen wollen wir jetzt unseren Blick richten.

Fürbitten
Jesus Christus hat um unseretwillen sein Leben hingegeben. Zu ihm dürfen wir voll Vertrauen beten:

- Für uns Christen, die oft festgefahren sind in Gewohnheiten und Sicherheiten und darum immer wieder der Umkehr bedürfen.

– Stille –
Herr, erbarme dich.

- Für alle, die einen geistlichen Beruf haben oder die als Laien im Dienst der Verkündigung stehen und immer neu in ihrem Glauben herausgefordert sind.
- Für die Politiker, die der Spannung ausgesetzt sind zwischen einem selbstlosen Einsatz zum Wohle aller und eigenen Interessen und Machtansprüchen.
- Für alle, deren Leben dunkel ist: für die von Zweifeln Geplagten, für die von Schickschalsschlägen tief Getroffenen.
- Für alle, deren Leben hier zu Ende geht, und für unsere Verstorbenen.

Bleibe bei uns, Herr, alle Tage, und beschütze uns auf allen Wegen.



29. März 2015
Palmsonntag (B): Ein Glanz über der Finsternis

Einführung
Die Palmprozession und die Lesung der Leidensgeschichte unseres Herrn prägen das Gesicht des Palmsonntags. In dem triumphalen Einzug Jesu in Jerusalem leuchtet über der Finsternis des Untergangs am Kreuz bereits etwas auf vom Glanz der Auferstehung. Auch über unserem Leben steht diese Spannung: Es ist geprägt von Vergänglichkeit und Ohnmacht, und es ist auch geprägt von Hoffnung und Jubel. Gehen wir in diesen Tagen den Weg mit unserem Herrn: Vom Ölberg nach Jerusalem, von Jerusalem nach Golgota, vom Grab zur Auferstehung. Gehen wir ihn im Wissen, dass dies zugleich unser eigener Weg ist, auf dem uns unser Herr begleitet.

Fürbitten
Wenn wir in diesen Tagen in besonderer Weise des Leidens unseres Herrn gedenken, wollen wir auch für jene Menschen beten, die heute leiden.

- Christen werden in vielen Ländern verfolgt, weil sie sich für ihren Glauben und für das Wohl ihrer Mitmenschen einsetzen.

– Stille –
Für sie beten wir: Herr, erbarme dich.

- Es ist für Politiker oft schwer, für die Würde und das Lebensrecht aller Menschen einzutreten.
- Viele Menschen leiden leibliche oder seelische Not – in unserem Land und auf der weiten Welt.
- Auch unter uns leben Menschen, die in Schuld verstrickt sind und keinen Ausweg daraus finden.

Herr, unser Gott, du hast Leid und Tod überwunden. Auf dich hoffen wir, jetzt und alle Tage unseres Lebens.



 10 Leitsätze
zur Formulierung von Fürbitten


Weitere Hilfen:
 Mit der Not der Welt
vor Gott.
Inhalte und Formen
der Fürbitten

(Pastoralliturgische
Hilfe 11)
Deutsches Liturgisches Institut, Trier 2001, 69 Seiten.
Bestell-Nr. DLI 5011
Die Broschüre geht u.a. auf folgende Fragen ein: Was ist fürbittendes Gebet? Was hilft das Fürbittgebet? Wie werden die Fürbitten vorbereitet? Wie werden die Fürbitten formuliert? Wie geht man mit (gedruckten) Vorlagen um?

 Aktuelle Fürbitten (Bistum Trier)











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