vorhergehende Seitenchste Seite
Home
Wort
Gottes
Zur
Formen
Werkbuch
Bibel
Leseordnung
Fürbitten
Kontakt
Impressum
vorhergehende Seitenchste Seite
Mai 2016
So Mo Di Mi Do Fr Sa
1234567
891011121314
15161718192021
22232425262728
293031
Juni 2016
So Mo Di Mi Do Fr Sa
 1234
567891011
12131415161718
19202122232425
2627282930


   Der liturgische
   Taschenkalender 2016

    mehr

3. April 2016
2. Sonntag der Osterzeit (C): Barmherzig

Einführung
Als Papst Johannes Paul II. den heutigen Tag zum „Sonntag der göttlichen Barmherzigkeit“ erklärte, stieß er damit nicht nur auf Zustimmung: „Was soll das, ausgerechnet an einem Tag, an dem wir doch noch die Auferstehung unseres Herrn feiern und der überdies als ‚Weißer Sonntag’ vielerorts sein eigenes Gepräge hat?“ So fragten manche.
Aber passt da nicht diese Botschaft gut dazu: Es war die göttliche Barmherzigkeit, die sich der menschlichen Ausweglosigkeit aus Sünde und Tod annahm und Gottes Sohn Mensch werden ließ. Dieses Werk kam in der Auferstehung Jesu zu seinem Höhepunkt, und es wird uns gegenwärtig hier in der Eucharistiefeier, an der heute viele Kinder zum ersten Mal voll teilnehmen dürfen. Dafür danken wir heute und preisen Gott.

Fürbitten
Der Auferstandene zeigt sich seinen Jüngern gegenüber barmherzig: Er gibt ihnen die Vollmacht, Sünden zu vergeben, und hat Geduld mit dem ungläubigen Thomas. So beten wir:

- Für die Völker, die verwickelt sind in die Spirale von Hass und Gewalt und keinen Ausweg finden aus Krieg und Terror.

– Stille –
Christus, höre uns.

- Für die Bischöfe und Priester, zu deren Amt es gehört, die Stimme zu erheben gegen Sünde und Unrecht, damit Umkehr und Versöhnung geschehen können.
- Für die Menschen, die sich schwer tun mit dem Glauben an die Auferstehung Christi und der Toten.
-Für die Kinder, die heute zum ersten Mal am Tisch des Herrn voll teilnehmen dürfen, und für alle, die für ihre religiöse Erziehung Verantwortung tragen.

Barmherziger Gott, durch deinen Sohn wissen wir, dass du dich der Schwachen und der Sünder annimmst. Darum preisen wir dich, heute und alle Tage unseres Lebens.



10. April 2016
3. Sonntag der Osterzeit (C): Im Mahl gegenwärtig

Einführung
In den Tagen der Osterzeit hören wir viel von den Erscheinungen des Auferstandenen vor seinen Jüngern. Über diesen Erscheinungen liegt immer auch ein Geheimnis: Die Jünger haben Angst, sind sich nicht ganz sicher, ob der Herr wirklich bei ihnen ist.
Mehr und mehr wird für sie die Gemeinschaft untereinander und das Mahl zur Garantie seiner Gegenwart. Gemeinschaft untereinander und das von Jesus gestiftete Mahl – das ist der Ort, an dem auch wir uns immer wieder der Gegenwart unseres Herrn vergewissern können: Sonntag für Sonntag, wenn wir Eucharistie feiern.

Fürbitten
Wir Menschen brauchen den Herrn, der uns begleitet. Darum beten wir:

- Für alle, die sich ganz der Verkündigung verschrieben haben und oft ratlos sind, wie sie der Botschaft Jesu heute Gehör verschaffen sollen.

– Stille –
Christus, höre uns.

- Für die Frauen und Männer, die großen Einfluss haben in Politik und Gesellschaft und nach Wegen suchen, Gerechtigkeit für alle und Frieden zu verwirklichen.

- Für die Benachteiligten in dieser Welt: die Menschen in den Kriegs- und Kriesengebieten, für alle, die ihre Heimat verloren haben.
- Für alle, die im Beruf gescheitert sind oder deren Familie zerbrochen ist, für alle Verzweifelten und Hoffnungslosen.
- Für die jungen Menschen, die mit Optimismus in die Zukunft blicken, und für jene, die unsicher sind und Angst haben.

Herr, unser Gott, du schenkst uns immer neu die Nähe deines Sohnes, damit wir in Sicherheit unseren Weg gehen können. Dafür danken wir dir, jetzt und in Ewigkeit.



17. April 2016
4. Sonntag der Osterzeit (C): Hirten

Einführung
Das Bild des guten Hirten, der seinen Schafen Sicherheit gibt und sie auf grüne Weide führt, gehört zu den schönsten Aussagen darüber, was Jesus für uns ist.
Lange wurde es fraglos übertragen auf die Priester. Infolge der Veränderungen in Bezug auf Autorität und Gehorsam hat das Bild des Pfarrers als des Hirten einen dicken Riss bekommen.
Trotzdem bleibt wahr: Christus ist und bleibt der gute Hirte. Damit sein Werk weitergeht, braucht er für die vielen kleinen Herden Hirten: Diese können jünger oder älter sein, Frauen und Männer, die sehen, wo heute geistliche Weiden sind, und die andere dorthin zu führen vermögen.
Unverzichtbar bleiben aber auch jene Hirten, die kraft des ihnen übertragenen Amtes in den Sakramenten verbindlich Heil zusagen können. Um Hirten aller Art, die Gottes Volk braucht, wollen wir heute besonders beten.

Fürbitten
Heute, am Guthirtensonntag, rufen wir zum Herrn:

- Wir beten für alle, die sich darauf eingelassen haben, anderen Hirten zu sein und die es in dieser Zeit schwer haben, die ihnen Anvertrauten dorthin zu führen, wo sie geistliche Nahrung finden.

– Stille –
Jesus, du guter Hirte.

- Für alle, die durch die Taufe zur Herde Christi gehören, aber den Kontakt zu ihr verloren haben.
- Für jene, die der besonderen Sorge eines Hirten bedürfen, weil sie tief verletzt sind oder weil sie sich in Schuld verfangen haben.
- Für die müde gewordenen Hirten und für jene, die an ihrer Aufgabe gescheitert sind.

Vater im Himmel, niemand kann deiner Hand jene entreißen, die zur Herde deines Sohnes gehören. Dafür preisen wir dich, in dieser Zeit und in Ewigkeit.



24. April 2016
5. Sonntag der Osterzeit (C): „Liebt einander!“

Einführung
Zu den schwierigsten Worten der Heiligen Schrift gehört wohl der einfache Satz Jesu: „Liebt einander! Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben.“
Wir weichen diesem Satz nicht ungern aus, denn wie soll das gehen? Da wehren sich doch unsere Gefühle dagegen. Vielleicht hilft es uns weiter, einmal hier in der Kirche den Blick nach rechts und nach links zu wenden. Da sind Menschen, die wir kennen, und solche, die wir nicht kennen, solche, die wir mögen und andere, bei denen uns das schwer fällt. Aber wenn wir uns selbst hier mit den anderen vor Gott sehen, wie stehen wir dann mit solchen negativen Gefühlen da? Sind wir nicht alle in gleicher Weise seiner Barmherzigkeit bedürftig?
Wagen wir den Blick nach links und rechts und schauen dann wieder zum Kreuz, auf ihn, der unser aller Erlöser und Herr ist. Kyrie eleison – Herr, erbarme dich (unser).

Fürbitten
Wir wissen um unsere Verantwortung füreinander und für diese Welt. Wir erfahren aber auch unsere Ohnmacht, alles zum Guten zu wenden. Darum beten wir:

- Wir beten für alle, die sich darauf eingelassen haben, anderen Hirten zu sein und die es in dieser Zeit schwer haben, die ihnen Anvertrauten dorthin zu führen, wo sie geistliche Nahrung finden.

– Stille –
Barmherziger Gott und Vater.

- Für die Frauen und Männer, die in Politik und in Wirtschaft viel zu sagen haben: um einen unbeugsamen Willen zu Gerechtigkeit und Frieden für alle.
- Für die Menschen in großer Not – für alle, die nicht genug haben, um täglich satt zu werden; für die Kinder, Frauen und Männern, die verwickelt sind in Kriege; für alle, die an Leib oder Seele tief verwundet sind: um das, was sie zum Überleben brauchen.
- Für die Menschen um uns mit ihren Ängsten und Sorgen – für die Kranken, für jene, die sich allein gelassen fühlen, für alle, die der Hilfe bedürfen: um ein Licht der Hoffnung und um die Zuwendung, die neuen Mut gibt.

Gott und Vater, deinen Sohn hast du auferweckt aus dem Tod und uns damit ein Zeichen gegeben für deine Liebe. Dafür danken wir dir, in dieser Zeit und in Ewigkeit.



1. Mai 2016
6. Sonntag der Osterzeit (C): Frieden

Einführung
Zu den Worten, die oft zu hören sind, gehört das vom „Frieden“. Meist wird es verwendet im Zusammenhang mit Krieg: Frieden als Abwesenheit von Krieg. Für Menschen in den Kriegsgebieten wäre solcher Friede sehr viel.
Wenn in der Heiligen Schrift und im Gottesdienst von Frieden die Rede ist, ist jedoch noch etwas anderes gemeint. „Meinen Frieden gebe ich euch“, sagt Jesus a Abend vor seinem Leiden. Und als Auferstandener grüßt er seine Jünger: „Friede sei mit euch.“ Er sagt dieses Wort also in ihre Situation der Angst und der Hoffnungslosigkeit hinein. Friede als Geborgenheit bei Gott, als Gewissheit, von ihm gehalten zu sein.
Die Sehnsucht nach diesem Frieden ist es, die uns allsonntäglich hier zusammenkommen lässt. Und die uns rufen lässt: Herr, erbarme dich (unser).

Fürbitten
„Euer Herz beunruhige sich nicht und verzage nicht“, sagt Jesus seinen Jüngern. Im Vertrauen auf ihn beten wir:

- Für die Nachfolger der Apostel, die Bischöfe, und alle, die zusammen mit ihnen Gottes frohe Botschaft verkünden und seine Gnade austeilen: um einen festen und lebendigen Glauben.

– Stille –
Christus, höre uns.

- Für alle, die sich in der Politik und Gesellschaft einsetzen für den Frieden unter den Völkern und für die Achtung vor den Menschen aller Rassen: um Beharrlichkeit und Geduld und um Segen für ihr Tun.
- Für die Menschen, die eine große Enttäuschung erfahren mussten, weil Beziehungen zerbrochen oder Lebenspläne gescheitert sind: um Trost und neuen Mut.
- Für unsere Gemeinde; für die Menschen unter uns, die große Sorgen haben, für alle, um deren Nöte wir wissen und die uns besonders am Herzen liegen.

Gott, Vater im Himmel, deinen Sohn hast du aus dem Tod errettet. Auf ihn schauen wir und für ihn danken wir dir, heute und alle Tage unseres Lebens.



5. Mai 2016
Christi Himmelfahrt (C): Was steht ihr da?

Einführung
„Was steht ihr da und schaut zum Himmel?“ Dieses Wort an die Jünger kann unser ganzes Leben bestimmen. So wahr unser Herr auferstanden und in den Himmel aufgefahren ist, so wahr ist auch seine Gegenwart auf dieser Erde: Jeden Tag in unseren Schwestern und Brüdern und hier und jetzt in dieser Feier will er uns begegnen: In seinem Wort und unter den Gestalten von Brot und Wein.
So begrüßen wir ihn: Herr, erbarme dich (unser).

Fürbitten
„Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf der Erde.“ Im Vertrauen auf dieses Wort Jesu tragen wir ihm unsere Bitten vor:

- Wir beten für die Apostel unserer Tage: für die Bischöfe und alle, die mit ihnen Zeugnis geben von der frohen Botschaft: um einen lebendigen und starken Glauben und um eine große Liebe zu den ihnen Anvertrauten.

– Stille –
Christus, unser König und Herr.

- Für die Völker im Lande Jesu, für ihre Machthaber und Politiker: um einen Ausweg aus Hass und Gewalt, um den Geist des Friedens und der Versöhnung, um Heilung der tiefen Wunden.
- Für die Menschen, die bittere Not leiden, weil Kriege oder Katastrophen die Grundlagen ihrer Existenz zerstört haben: um wirksame Hilfe und um neuen Mut zum Leben.
- Für die Menschen unter uns und um uns, die in großer Angst und Sorge sind, weil ihnen eine Krankheit oder das Zerbrechen einer Beziehung alle Sicherheit geraubt hat: um eine tiefe Gewissheit, in Gottes Hand geborgen zu sein.

Vater im Himmel, deinen Sohn hast du aus dem Tod errettet. Auf ihn schauen wir und für ihn danken wir dir, heute und alle Tage unseres Lebens.



8. Mai 2016
7. Sonntag der Osterzeit (C): Gegen alle Widerstände

Einführung
Die Lesungen aus der Apostelgeschichte, die wir in der Osterzeit hören, geben ein Bild davon, wie bewegt die frühe Zeit der Kirche war. Misstrauen und Widerstände bis hin zu blutiger Verfolgung von außen kennzeichnen diese Phase ebenso wie Spannungen um das rechte Verständnis und die entsprechende Praxis im Innern.
Bis heute ist es nicht viel anders: Die Gläubigen sind Belastungen ausgesetzt. Es gibt innerkirchliche Auseinandersetzungen um den rechten Weg in dieser Zeit, es gibt Gleichgültigkeit und Unverständnis gegenüber der frohen Botschaft in unserer Gesellschaft und es gibt in vielen Teilen der Welt Verfolgungen in einem nie zuvor gekannten Ausmaß.
Wenn wir jetzt das Gedächtnis des Herrn feiern, tun wir das gemeinsam mit zahllosen Menschen in der ganzen Welt, die sich wie wir um ein christliches Leben bemühen und sich dabei eins wissen mit unserem gemeinsamen Herrn Jesus Christus.

Fürbitten
„Vater, ich will, dass alle, die du mir gegeben hast, dort bei mir sind, wo ich bin.“ Mit diesen Worten hat Jesus seinen Jüngern Hoffnung gegeben und sie seines Beistands versichert. Ihn bitten wir:

- Für die Christen, die um ihres Glaubens willen verfolgt und gequält werden; für jene, die wegen ihres mutigen Bekenntnisses in Gefängnissen festgehalten werden, und für ihre Angehörigen.

– Stille –
Christus, erbarme dich.

- Für die Staatsmänner, die im Christentum eine Gefahr sehen für ihre Macht, und für alle, die Christen verfolgen.
- Für die Menschen, die es schwer haben, zu ihrem Glauben zu stehen, und für die Getauften, denen ihr christlicher Name nichts mehr bedeutet.
- Für die jungen Christen, die in ihrem Glaubensweg noch am Anfang stehen, vor allem für die Täuflinge, die Firmlinge und die Erstkommunikanten dies s Jahres.

Gott, unser Vater. Wir vertrauen auf deine Hilfe, die du uns zugesagt hast in Jesus Christus, deinem Sohn, unserem Herrn.



15. Mai 2016
Pfingstsonntag: Was alle verstehen

Einführung
Die Päpste der letzten Jahrzehnte haben uns an Fernsehbilder von Gottesdiensten mit Hunderttausenden von Menschen gewöhnt: An Pfingsten kann einem ein solches Bild einfallen: Menschenmassen, die begeistert sind von einem Geschehen, das für sie in einer fremden Sprache stattfindet.
Denn das wird ja der Kirche immer wieder vorgeworfen: Sie spreche heute eine Sprache, die niemand mehr verstehe. Offensichtlich wird da doch etwas verstanden. Vielleicht nicht jeder Wortlaut, aber das Wesentliche: dass hier etwas vor sich geht, was jeden von uns und uns alle gemeinsam angeht.
In dem großen Papstgottesdienst und ebenso hier und jetzt, wenn in unserer Mitte Christus gegenwärtig wird.

Fürbitten
Menschen aus allen Völkern verstehen die frohe Botschaft, weil sie die Kraft des Heiligen Geistes wie einen Sturm erfahren. Darum beten wir:

- Für Führer in den großen Religionen, für die Menschen, die sich ganz von ihrem Glauben leiten lassen: um die Gabe der Unterscheidung der Geister, damit sie Gottes Willen und die Wahrheit in der Überzeugung Andersgläubiger zu erkennen vermögen.

– Stille –
Lasset zum Herrn uns beten. (GL 181,1)

- Für die Mächtigen in der Politik und für jene, die auf die öffentliche Meinung großen Einfluss haben: um Achtung vor der Würde eines jeden Menschen und um ein gutes Urteil darüber, was notwendig und gut ist.
- Für die Menschen in leiblicher oder seelischer Not, hier unter uns, in unserer Gemeinde, in unserem Land und auf der ganzen Welt: um die Kraft und die Hilfe, die sie brauchen.
- Für alle, die Orientierung suchen, besonders für die jungen Menschen, die danach fragen, wofür sie leben sollen: um Klarheit im Denken und um ein großmütiges Herz für die richtigen Entscheidungen.

Allmächtiger Gott: Wie du am ersten Pfingstfest deinen Geist ausgegossen hat über die Apostel, so führst du durch deinen Geist die Kirche durch die Zeiten. Dafür danken wir dir und preisen dich, in dieser Zeit und in Ewigkeit.



16. Mai 2016
Pfingstmontag: Eine gemeinsame Wurzel

Einführung
Das Kommen des Heiligen Geistes am Pfingsten erinnert die Christen daran, dass alle Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften eine gemeinsame Wurzel haben.
Wo wird an diesem Tag auch die Trennung de Kirchen besonders schmerzlich erfahrbar. Sie ist eine offene Wunde am Leib Christi, zu deren Heilung wir das uns Mögliche tun müssen.
Doch bei all diesem Tun bleiben wir angewiesen auf die Hilfe dessen, der von sich gesagt hat, er sei der gute Hirt. Ihn bitten wir um sein Erbarmen.

Fürbitten
Wir Menschen sind aus uns heraus nicht fähig, die Not der Welt oder auch nur die Spaltung zwischen den christlichen Kirchen zu überwinden. Darum beten wir:

- Wir bitten um Gottes Erbarmen mit seinem Volk, dass alle, die es führen, die Einsicht, den Mut und die Kraft finden für die notwendigen Schritte zu einer wachsenden Einheit untereinander.

– Stille –
Gott, unser Vater.

- Wir beten für die Christen, die mutig Zeugnis ablegen für ihren Glauben: um Ausdauer und um Lohn für alles, was sie dafür erleiden.
- Für die Menschen, die täglich ums Überleben kämpfen: in Gebieten, wo Krieg herrscht, in den Armenvierteln großer Städte und dort, wo Naturkatastrophen die Lebensgrundlagen zerstört haben.
- Für die Menschen in unserer Umgebung, die nicht mehr wissen, wo sie Halt finden, weil eine Krankheit, das Zerbrechen einer Beziehung, der Tod eines lieben Menschen ihnen alle Sicherheit genommen haben.

Barmherziger Gott, dein Geist begleitet uns auf allen Wegen. Dafür danken wir dir, heute, alle Tage unseres Lebens und in Ewigkeit.



22. Mai 2016
Dreifaltigkeitssonntag (C): Lebendige Beziehungen

Einführung
Eltern und Kinder – wer diese beiden Wörter hört, denkt unwillkürlich an ganz konkrete Beziehungen: an Gemeinschaft, an Füreinander-da-Sein, vielleicht auch an Auseinandersetzungen und Spannungen.
Von Gott spricht die Heilige Schrift als von einem Vater und einem Sohn und dem Geist, der von diesen beiden ausgeht.
In Gott ist Gemeinschaft, sind Beziehungen, lebendige Spannungen – davon ist die Rede, wenn wir heute den Dreifaltigkeitssonntag feiern. Gott ist ein lebendiger Gott, der sich mitteilt, die göttlichen Personen einander und jetzt und hier auch uns, seinen Kindern.

Fürbitten
Zu Gott, in dem lebendige Gemeinschaft ist, beten wir:

- Für die christlichen Kirchen, die auf dem Weg zueinander in der Auseinandersetzung um die rechte Lehre und Ordnung stecken bleiben.

– Stille –
Dreifaltiger Gott.

- Für jene, denen Macht gegeben ist in dieser Welt, um sie für Frieden und Gerechtigkeit und zum Wohle aller einzusetzen.
- Für alle denen es am Notwendigen zu einem Leben in Würde fehlt.
- Für die Einsamen: die jungen Menschen, die sich von ihren Eltern nicht verstanden fühlen: für alle, deren Vertrauen enttäuscht wurde; für die Verlassenen.
- Für jene Menschen in unserer Gemeinde, deren Gespräch im engsten Familien- oder Freundeskreis verstummt ist, für alle, die sich mühen, gestörte Beziehungen zu heilen.

Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist. Von dir kommt alles Gute. Dir danken wir und dich preisen wir, jetzt und in Ewigkeit.



26. Mai 2016
Fronleichnam (C): „Gebt ihr ihnen zu essen“

Einführung
„Gebt ihr ihnen zu essen“, fordert Jesus zunächst seine Jünger auf, als diese ihn auf den Hunger der Menschen aufmerksam machen.
Dann aber wirkt er das Wunder der Brotvermehrung. So bringt das heutige Fest unsere Situation auf den Punkt. Wir sind hineingestellt in diese Welt und tragen Verantwortung für sie und füreinander.
Aber wir dürfen auch wissen: Wo unsere Kräfte nicht reichen, um den leiblichen und den geistlichen Hunger der Menschen zu stillen, ist der da, der sich selbst als das „Brot des Lebens“ bezeichnet hat. Er vermag satt zu machen im Überfluss.
Ihn tragen wir heute durch unsere Straßen, um zu zeigen, auf wen wir unserer Hoffnung setzen.
Dankbar und froh begrüßen wir ihn jetzt in unserer Mitte, wie es Christen seit alters tun: Kyrie eleison – Herr, erbarme dich (unser).

Fürbitten
„Gebt ihr ihnen zu essen“, fordert Jesus seine Jünger auf. Dann aber tut er doch das Entscheidende, um die Menschen satt zu machen. So bitten auch wir um seine Hilfe:

- Für unsere Kirche, die dafür da ist, das Brot des Lebens heute auszuteilen; für alle, die sich in ihrem Dienst selbst zu schwach fühlen, um den geistlichen Hunger der ihnen anvertrauten Menschen zu stillen.

– Stille –
Jesus, du Brot des Lebens.

- Für die Menschen in den Armutsgebieten der Erde, für die Völker, die in Kriege verwickelt sind und der Hilfe von außen bedürfen.
- Für alle, die von einer persönlichen Not bedrückt sind: die Schwerkranken und ihre Angehörigen; die Menschen, deren berufliche und materielle Existenz bedroht ist; die Opfer zerbrochener Beziehungen.
- Für unsere Gemeinde: für alle, die um ihren Glauben ringen; für jene, die Zeugnis geben von ihrer christlichen Überzeugung; für alle, die unser Gebet besonders brauchen.

Gott, deinen Sohn hast du hingegeben als Brot, das uns leben lässt. Für ihn danken wir dir, und wir preisen dich, in dieser Zeit und in Ewigkeit.



29. Mai 2016
9. Sonntag im Jahreskreis (C): Demut und Vertrauen

Einführung
Vor jedem Kommunionempfang beten wir: „Herr, ich bin nicht würdig, dass du eingehst unter mein Dach; aber sprich nur ein Wort, so wird meine Seele gesund.“ Diese Art Demut wird in unserer Welt des Fortschritts und der Selbstbehauptung des Menschen wenig geschätzt.
Es ist jedoch eine uralte Erfahrung, dass der Mensch aus sich allein heraus nicht alles vermag, dass er sich selbst und das Gelingen seines Tuns einem anderen, nämlich Gott, verdankt.
Mit der Demut geht der Glaube, das feste Vertrauen einher, dass Gott unsere Schwächen und Fehler auffängt und das vollendet, was wir nur bruchstückhaft schaffen können.
In dieser Haltung der Demut und des Vertrauens wollen wir nun Gottes Wort hören und sein Opfermahl feiern.

Fürbitten
Der römische Hauptmann hat den Christen ein Beispiel der Demut und des Vertrauens gegeben. Um diese Haltung gegenüber Gott und den Menschen beten auch wir:

- Für uns und alle Christen: Herr, bewahre uns vor Überheblichkeit und Selbstgenügsamkeit, stärke in uns die Demut, festige unseren Glauben und hilf uns, dich in Wort und Tat zu bekennen.

– Stille –
Herr, erbarme dich.

- Für unsere Kirche und alle christlichen Konfessionen: Herr, stärke uns im gemeinsamen Glauben, und mache uns offen füreinander und gegenüber den nichtchristlichen Religionen.
- Für die Politiker und Machthaber in Wirtschaft, Wissenschaft und Technik: Herr, lenke ihr Tun zum Wohl aller Menschen.
- Für die Unterdrückten und für alle, die unsicher sind und sich nichts zutrauen: Herr, stärke sie und gib ihnen Kraft aus dem Glauben.
- Für unsere Toten: Herr, lass sie teilhaben am ewigen Hochzeitsmahl.

Denn du, Herr, willst das Heil aller Menschen und schenkst uns dein Erbarmen. Dir sei Lobpreis und Ehre jetzt und in Ewigkeit.



 10 Leitsätze zur Formulierung von Fürbitten

Weitere Hilfen:

 Mit der Not der Welt vor Gott. Inhalte und Formen der Fürbitten
(Pastoralliturgische Hilfe 11)

Deutsches Liturgisches Institut, Trier 2001, 69 Seiten.
Bestell-Nr. DLI 5011

Die Broschüre geht u.a. auf folgende Fragen ein: Was ist fürbittendes Gebet? Was hilft das Fürbittgebet? Wie werden die Fürbitten vorbereitet? Wie werden die Fürbitten formuliert? Wie geht man mit (gedruckten) Vorlagen um?


 Aktuelle Fürbitten (Bistum Trier)






Druckversion dieser Seite
© 2004-15 by Deutsches Liturgisches Institut