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5. Oktober 2014
27. Sonntag im Jahreskreis: Gottes Güte

Einführung
Wenn wir hier Sonntag für Sonntag zusammenkommen, so bringt jeder von uns sich selbst mit. Das heißt: Wir kommen zusammen mit unseren kleinen und großen Freuden, mit unseren Sorgen und Nöten, mit unseren Hoffnungen und Ängsten. Nicht alles, was wir gerne hätten und worum wir beten, geht in Erfüllung. Und manchmal wird es so sein, dass wir im Nachhinein erst erkennen, dass uns Gott mehr gegeben hat, als wir verdient, und Größeres, als wir erbeten hatten. Diese Erfahrung, die wir vielleicht auch schon einmal gemacht haben, mag uns helfen, uns jetzt wieder ganz in diese Feier hineinzugeben. Im Vertrauen auf seine Güte wollen wir jetzt den Herrn um sein Erbarmen bitten.

Fürbitten
Unser Herr Jesus Christus hat auf vielfältige Weise den Menschen geholfen, die ihn angerufen haben. Ihn wollen wir heute bitten:

- Für die Kirche, auf die in vielen Ländern die Armen ihre ganze Hoffnung setzen.

– Stille –
Christus, höre uns.

- Für die Völker der Dritten Welt, deren Probleme kaum lösbar erscheinen.
- Für all jene, deren menschliche Würde missachtet wird und die sich nach Gerechtigkeit und Zuwendung sehnen.
- Für die Kranken und für ihre Angehörigen, die um das Leben und um die Gesundheit ihrer Lieben bangen.
- Für unsere ausländischen Mitbürger, die in Sorgen leben um ihre eigene Zukunft und die ihrer Familien.
- Für unsere Verstorbenen, die ein Leben lang an Gott geglaubt und auf ihn gehofft haben.

Gott, unser Vater. Deinen Sohn hast du nicht im Tod gelassen, sondern auferweckt. Du vermagst alles zum Guten zu führen. Dir vertrauen wir, jetzt und in Ewigkeit.




12. Oktober 2014
28. Sonntag im Jahreskreis: Zum Gastmahl geladen

Einführung
Wenn wir etwas zu feiern haben - sei es einen Geburtstag, eine Hochzeit oder auch der Abschied von einem Menschen -, dann kommen wir zusammen und halten Mahl. Am gleichen Tisch sitzen, einander erzählen, Erfahrungen austauschen, miteinander essen, drückt Gemeinschaft aus und schafft neue Verbundenheit. Aber auch dort, wo es zunächst gar nichts zu feiern gibt, wo aber einer im Gespräch sich einem anderen öffnet oder wo er sein Brot mit dem teilt, der keines hat, entsteht Gemeinschaft.
Hierher, zu seinem Gastmahl, hat uns der himmlische Vater eingeladen. Hier teilt er mit uns, was sein ist: Im Wort, das verkündet wird, im Brot, das gebrochen, und im Wein, der getrunken wird, schenkt er uns seinen Sohn.

Fürbitten
Gott lädt alle Menschen an seinen Tisch. Aber nicht alle hören auf seinen Ruf. Darum beten wir:

- Für Frauen und Männer, die im seelsorgerlichen Dienst Gottes Einladung hinaustragen und auf Unverständnis, Misstrauen oder Ablehnung stoßen.

– Stille –
Christus, höre uns.

- Für die Mächtigen dieser Welt, die ohne Gott auszukommen meinen.
- Für die Journalisten in Fernsehen, Rundfunk und Presse, die mit ihren Berichten und Kommentaren Einfluss haben auf die öffentliche Meinung.
- Für die Menschen, die von Reichtum und Wohlstand ausgeschlossen sind und von Tag zu Tag nicht wissen, wovon sie leben sollen.
- Für alle, die taub geworden sind für die Frohe Botschaft.

Guter Gott. Du schenkst uns auf Erden, was wir zum Leben brauchen, als ein Zeichen jener Fülle, die du für uns bereithältst. Dir danken wir, und dich preisen wir, jetzt und in Ewigkeit.



19. Oktober 2014
29. Sonntag im Jahreskreis: Ich bin der Herr

Einführung
Es gibt viele Herren in dieser Welt, denen Menschen dienen. „Das Geld regiert die Welt", sagen wir beispielsweise. Oder wir sprechen von Konsumterror. Dem materiellen Wohlstand wird oft viel geopfert - im Leben des Einzelnen, im Familienleben, im Leben der Völker untereinander. Selbst dort, wo Freiheit und Menschenwürde zu den erklärten Zielen gehören, bleibt der Mensch verstrickt in Abhängigkeiten, die ihm bei der Verwirklichung im Wege stehen. Und alle Herren dieser Welt vermögen die Frage nach dem Sinn des Lebens aus sich heraus nicht zu beantworten.
Als Christen versammeln wir uns Sonntag für Sonntag, um uns neu auszurichten auf den, der der Herr unseres Lebens ist. Lassen wir uns von ihm neu ergreifen, und lassen wir uns neu aussenden in eine Welt, die noch immer auf ihren wahren Herrn wartet.

Fürbitten
Die Welt wartet auf Erlösung, auf das befreiende Wort der Frohen Botschaft. Das Werk der Verkündigung ist zwar der Auftrag des Herrn an die Kirche, aber dass der Einsatz der Menschen Frucht bringt, vermag nur er selbst zu schenken. Darum beten wir zu ihm:

- Wir beten für die Menschen, die ihr Leben einsetzen im Dienst der Verkündigung: für die Missionare, für die Bischöfe und Priester der jungen Kirchen und für ihre Helfer.

– Stille –
Christus, höre uns.

- Wir beten für die Politiker und Wirtschaftsfachleute in den Ländern der Dritten Welt, wo soziale Ungerechtigkeit und Naturkatastrophen auf den Menschen lasten.
- Wir beten für alle jungen Menschen, die nicht zufrieden sind mit Verhältnissen, in denen materieller Wohlstand das einzig Bestimmende zu sein scheint.
- Wir beten für die Menschen, die Not leiden, für die Kinder in den unterentwickelten Ländern und für alle, die nach einem erfüllten Leben hungern.

Gott, du vermagst alles zum Guten zu führen. Dir sei Ehre und Lobpreis jetzt und in Ewigkeit.



26. Oktober 2014
30. Sonntag im Jahreskreis: Mission heute

Einführung
„Überall ist euer Glaube an Gott bekannt geworden“, schrieb einst der heilige Paulus an die Gemeinde in Thessalonich (2. Lesung). Glaubensverkündigung, Glaubensweitergabe, Mission - das sind Dinge, die wir gerne den Profis überlassen: Priestern und Diakonen, Pastoral- und Gemeindereferentinnen und -referenten, Religionslehrern, Ordensleuten. Für Paulus, der sich der Bedeutung seiner eigenen Sendung durchaus bewusst war, war eines klar: Entscheidend für das Gelingen der Glaubensweitergabe ist das lebendige Zeugnis der einzelnen in ihrem Lebensbereich, das Beispiel, das sie geben, die Konsequenz, mit der sie ihr Christsein leben. Teilnahme am Gottesdienst ist ein solches Zeugnis, und sie soll uns Kraft geben für einen lebendigen und ansteckenden Glauben im Alltag.

Fürbitten
Die Weitergabe unseres Glaubens ist sehr schwierig geworden. Bitten wir Gott um seine Hilfe:

- Für alle, die die Weitergabe des Glaubens zu ihrem Beruf gemacht haben.

– Stille –
Gott, unser Vater.

- Für die Eltern, die sich um eine christliche Erziehung ihrer Kinder bemühen, für die Lehrer, die ihren Schülern christliche Werte zu vermitteln suchen.
- Für die Christen, die sich in ihrer Kirche und in ihren anerzogenen religiösen Gewohnheiten nicht mehr zu Hause fühlen, aber Sehnsucht haben nach einem geistlichen Leben.
- Für die Menschen, die der Kirche entfremdet sind, für die von ihr Enttäuschten oder an ihr Erbitterten.
- Für alle jene in der weiten Welt, deren materielle Not so groß ist, daß ihre Gedanken nur mehr dem Überleben gelten.

Gott, unser Vater. Dein Sohn hat seinen Jüngern aufgetragen, seine Botschaft in die Welt hinauszutragen, und hat ihnen dazu seinen Beistand verheißen. Auf diese Verheißung vertrauen wir, jetzt und in Ewigkeit.



1. November 2014
Allerheiligen: Das gemeinsame Ziel

Einführung
Das Fest Allerheiligen ist gleichsam ein Blick in die Zukunft, ein Blick in den Himmel. Die vielen Heiligen, die wir beim Namen kennen, scheinen uns oft so anders als wir selbst - wir sind keine Märtyrer oder Apostel oder Einsiedler oder Bischöfe wie sie. An Allerheiligen feiern wir darum einmal all die Namenlosen, die ihren Weg gegangen sind: glaubend und manchmal auch unsicher oder zweifelnd, hoffend und auch wieder ängstlich und mutlos, liebend und auch schuldig an ihren Weggefährten. Ihr Weg hat sich vollendet, sie sind am Ziel, in der ewigen Herrlichkeit. Der Blick auf sie, die Unbekannten, lässt uns hoffen, dass auch unser Leben, unvollkommen, wie es ist, mit all den unerreichten Zielen, mit aller brüchigen Liebe und dem schwachen Glauben einst vollendet wird. Feiern wir das Fest aller Heiligen! Freuen wir uns, die wir selbst noch unterwegs sind, mit denen, die am Ziel sind!

Fürbitten
Zu Gott, der allen Menschen ein guter Vater ist, wollen wir rufen:

- Wir beten für die Gemeinschaft derer, die auf dem Weg sind zum ewigen Vater, um einen starken Glauben, um eine unerschütterliche Hoffnung, um eine starke Liebe.

– Stille –
Gott, unser Vater.

- Wir beten für die Menschen, die Verantwortung tragen für das Wohl der Völker, um einen unermüdlichen Willen zum Frieden.
- Wir beten für die Menschen, die an Leib oder Seele leiden, um Linderung ihrer Not und Trost aus dem Glauben.
- Wir beten für alle, die sich einsetzen für andere, für die Unscheinbaren und Namenlosen, denen keine Anerkennung für ihr Tun zuteil wird, um den Lohn Gottes.
- Wir beten für die Menschen, deren irdischer Weg zu Ende gegangen ist, um das Glück der ewigen Herrlichkeit.

Gott, unser Vater, deine Größe rühmen die Heiligen. Deine Güte preisen auch wir, jetzt und alle Tage unseres Lebens.



2. November 2014
Allerseelen: In Gottes Hand

Einführung
Einmal im Jahr kommen wir zusammen, um unserer Verstorbenen zu gedenken. Da erinnern wir uns der Menschen, die von uns gegangen sind: jener, die von heute auf morgen mitten aus dem Leben herausgerissen wurden, und jener, die nach langem Leiden endlich zu ihrem Ziel gekommen sind. Wir denken an die Menschen, die uns nahegestanden haben: die uns glücklich gemacht haben und an denen wir uns gerieben haben. So unterschiedlich wie wir selbst, so unterschiedlich sind die Erinnerungen: Dankbarkeit kann sich mit Bitterkeit mischen, und bei manchen gehen an diesem Tag alte Wunden wieder auf. Als Christen glauben wir, dass wir alle in Gottes Hand sind: jene, die uns vorausgegangen sind, und wir, die wir noch unterwegs sind.

Fürbitten
Am heutigen Tag beten wir besonders für die Verstorbenen:

- Wir beten für alle, die uns nahegestanden haben und deren Leben in dieser Welt zu Ende gegangen ist: Gott vergelte ihnen das Gute, das sie getan haben.

– Stille –
Gott, unser Vater.

- Wir beten für die Toten der Kriege im Nahen Osten und in der Ukraine: die Kinder, Frauen und Männer.
- Wir beten für alle, die in diesem Jahr plötzlich aus dem Leben gerissen wurden.
- Wir beten für alle, deren Leben sich in einem erwarteten Tod vollendet hat.
- Wir beten für den Menschen aus unserer Mitte, der als nächster aus diesem Leben scheiden wird.

Gott, in deiner Hand wissen wir alle geborgen: die Verstorbenen und uns, die wir noch auf dieser Welt unterwegs sind. Dich preisen wir, jetzt und in Ewigkeit.



9. November 2014
Weihetag der Lateranbasilika: Dem Himmel nahe

Einführung
Kirchengebäude drücken unsere Sehnsucht nach dem Himmel aus. Wenn sich unsere Gemeinschaft heute versammelt, miteinander betet, das Wort Gottes hört und Eucharistie feiert, sehen wir den Himmel offen. Gott kommt zu uns und nimmt uns hinein in seine Gemeinschaft mit den Engeln, Heiligen und Verstorbenen. Dann haben wir einen kleinen Anteil am Himmel, unsere Sehnsucht wird gelindert. Wir werden gestärkt für den Weg, an dessen Ende unser Sehnen vollends gestillt werden wird.

Fürbitten
„Gott ist uns Zuflucht und Stärke, ein bewährter Helfer in allen Nöten.“ Deshalb wollen wir ihn voll Vertrauen bitten:

- Dass die Priester und Seelsorger den Dienst in deinem Haus treu erfüllen.

– Stille –
Himmlischer Vater.

- Dass die Gläubigen deine Gegenwart auch außerhalb deines Hauses spüren.
- Dass die an Krankheit, Hunger und Durst Leidenden Heilung an Körper und Seele erfahren dürfen.
- Dass die Verstorbenen eine Wohnung in den Häusern deiner Gottesstadt finden.

Vater im Himmel, durch deinen Geist hast du uns geheiligt und durch deinen Sohn erlöst. Dich beten wir an, hier und in allen deinen Kirchen auf der ganzen Erde, und wir preisen dich, der du lebst und herrschst in Ewigkeit.



16. November 2014
33. Sonntag im Jahreskreis (A): Wie ein Dieb in der Nacht

Einführung
Sicherheit ist eines jener Wörter, die bei uns besonders groß geschrieben werden. Aber alle Vorschriften, die Sicherheit garantieren sollen, alle Versicherungen, die wir gegen mögliche Widerfahrnisse abschließen, vermögen nicht zu verhindern, dass unser Leben doch immer wieder anders verläuft, als wir es geplant hatten. Der Mensch verfügt eben letztlich nicht über sich selbst, sein Leben ist, so wie es ist, ein Geschenk Gottes. Wir wissen oft nicht, was uns zum Guten dient, und manches, was uns zunächst als Bedrohung erschien, weil es uns aus falscher Sicherheit herausgerissen hat, oder als Ungerechtigkeit, offenbart sich im Rückblick als ein Stück Heilsweg. Darum ist es richtig, Gott zu danken für das, was er uns schenkt. Wir sind hier zusammengekommen, um wieder das Wort Gottes zu hören, das uns Wegweisung ist zu unserem Heil, und um Gott dankbar neu unser Leben anzuvertrauen.

Fürbitten
Zu unseren Grunderfahrungen gehört, dass wir unser Leben letztlich nicht selbst bestimmen, sondern immer nur neu empfangen können. Darum wollen wir vor Gott hintragen, was uns am Herzen liegt.

- Wir beten für alle, die in der Kirche ein Amt der Verkündigung ausüben, um einen lebendigen Glauben und um das rechte Wort.

– Stille –
Gott, unser Vater.

- Wir beten für unser Land und für die Politiker um den Geist der Einheit und des Friedens.
- Wir beten für die Menschen in unserer Gesellschaft, die benachteiligt sind, für die Arbeitslosen, für die ausländischen Mitbürger, für die Behinderten, dass ihre Probleme eine menschenwürdige Lösung finden.
- Wir beten für die Alkoholkranken, die Drogensüchtigen und für alle, die am Rande der Gesellschaft leben, dass sie Trost finden im Glauben.
- Wir beten für die Menschen, die plötzlich und unvorbereitet aus dem Leben gerissen werden, um einen guten Tod.

Gott, unser Vater, von dir kommen alle guten Gaben. Dir danken wir jetzt und allezeit.



23. November 2014
Christkönigssonntag (A): Zeige deine Macht

Einführung
Das Fest Christkönig, das wir heute feiern, habe besser in eine Zeit gepasst, als es noch echte Könige gab, hört man manchmal. Vielleicht ist es umgekehrt: Vielleicht war damals das Bild von Christus als einem König für manchen kleinen Mann ein Schreckensbild, denn nicht alle Könige waren milde. Was aber mit Christkönig gemeint ist, ist heute nicht weniger aktuell denn je: In der Heillosigkeit und Hilflosigkeit, in der wir uns befinden angesichts einer aus dem Gleichgewicht geratenen Natur, angesichts schier unüberwindlicher Probleme mit dem Hunger in der Welt, angesichts von Kriegen, die keiner will und keiner zu beenden weiß, liegt uns nichts näher als der Ruf an den, der am Beginn dieser Welt stand: „Komm, zeige deine Macht, nimm die Zügel dieser Welt in deine Hand, führe uns alle zusammen in deinem Reich der Wahrheit, der Liebe und des Friedens!“ In diesem Sinn wollen wir jetzt zu ihm rufen.

Fürbitten
Wir wollen zu unserem Herrn Jesus Christus rufen, dem König der Welt, der alles zum Guten zu lenken vermag:

- Für alle, die zum Leitungsamt in der Kirche berufen sind und die nach Wegen suchen, die rohe Botschaft heute glaubwürdig zu verkünden.

– Stille –
Christus, höre uns.

- Für alle Menschen, die in den verschiedenen Kirchen an Christus, den Herrn, glauben und um Einheit untereinander ringen.
- Für die Mächtigen der Erde, denen die Macht anvertraut ist zum Wohle ihrer Mitmenschen.
- Für die Notleidenden, die Armen, die Kranken und Einsamen, die auf einen Erlöser warten.
- Für die Verstorbenen, die im Glauben und in der Hoffnung auf die ewige Vollendung ihren Lebensweg gegangen sind.

Herr, unser Gott, komm mit deiner ganzen Macht, vollende die Welt, dass wir dich auf immer loben und preisen können.



30. November 2014
1. Adventssonntag (B): Reiß den Himmel auf

Einführung
Es liegen viele Ungewissheiten über unserem Leben: über dem persönlichen wie über dem unserer Gesellschaft. Zukunftsangst und Pessimismus sind für viele nicht nur ein Schlagwort, sondern harte Wirklichkeit. Damit ähnelt unsere Situation jener des Volkes Israel zur Zeit des Propheten Jesaja. Verstrickt in selbstgesuchte Irrwege, bedroht und unterdrückt von fremden Mächten, ruft es mit der Stimme dieses Propheten: „Warum lässt du uns von deinen Wegen abirren? - Reiß den Himmel auf und komm herab.“ Das ist auch unser Ruf.
Aber hier und jetzt steht uns der Himmel offen: im Wort der Heiligen Schrift, unter den Zeichen von Brot und Wein kommt der Herr zu uns herab. Wenden wir uns ihm jetzt mit ganzem Herzen zu.

Fürbitten
Am Beginn der Adventszeit, in der wir uns vorbereiten auf die Feier der Ankunft Christi, rufen wir zu ihm, unserem Herrn:

- Für unsere Kirche, die aus Menschen besteht und von Menschen geführt wird. Mache sie zu einem Zeichen der Hoffnung, zu einem leuchtenden Licht unter den Völkern.

– Stille –
Komm, Herr Jesus.

- Für die Regierenden und für unser Volk und Heimatland: Führe die vielfältigen Bemühungen um Gerechtigkeit für alle zu einem guten Gelingen.
- Für die Arbeitslosen und für jene, die kaum das Notwendige zum Leben haben: Gib sie nicht der Mutlosigkeit und Verzweiflung preis.
- Für uns selbst und für alle, mit denen wir Tag für Tag zusammenleben: Erfülle uns mit froher Zuversicht auf dein Kommen.

Guter Gott, dich bitten wir: Dein Sohn komme zu uns und führe uns auf allen unseren Wegen: heute und alle Tage unseres Lebens.



 10 Leitsätze
zur Formulierung von Fürbitten


Weitere Hilfen:
 Mit der Not der Welt
vor Gott.
Inhalte und Formen
der Fürbitten

(Pastoralliturgische
Hilfe 11)
Deutsches Liturgisches Institut, Trier 2001, 69 Seiten.
Bestell-Nr. DLI 5011
Die Broschüre geht u.a. auf folgende Fragen ein: Was ist fürbittendes Gebet? Was hilft das Fürbittgebet? Wie werden die Fürbitten vorbereitet? Wie werden die Fürbitten formuliert? Wie geht man mit (gedruckten) Vorlagen um?

 Aktuelle Fürbitten (Bistum Trier)











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