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   Der liturgische
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5. Mai 2013
6. Sonntag der Osterzeit (C): „Frieden!“

Einführung
Zu den Worten, die oft zu hören sind, gehört das vom „Frieden“. Meist wird es verwendet im Zusammenhang mit Krieg: Frieden als Abwesenheit von Krieg. Für Menschen in den Kriegsgebieten wäre solcher Friede sehr viel.
Wenn in der Heiligen Schrift und im Gottesdienst von Frieden die Rede ist, ist jedoch noch etwas anderes gemeint. „Meinen Frieden gebe ich euch“, sagt Jesus am Abend vor seinem Leiden. Und als Auferstandener grüßt er seine Jünger: „Friede sei mit euch.“ Er sagt dieses Wort also in ihre Situation der Angst und der Hoffnungslosigkeit hinein. Friede als Geborgenheit bei Gott, als Gewissheit, von ihm gehalten zu sein.
Die Sehnsucht nach diesem Frieden ist es, die uns allsonntäglich hier zusammenkommen lässt. Und die uns rufen lässt: Herr, erbarme dich (unser).

Fürbitten
„Euer Herz beunruhige sich nicht und verzage nicht“, sagt Jesus seinen Jüngern. Im Vertrauen auf ihn beten wir:

- Für die Nachfolger der Apostel, die Bischöfe, und alle, die zusammen mit ihnen Gottes frohe Botschaft verkünden und seine Gnade austeilen: um einen festen und lebendigen Glauben.

– Stille –
Christus, höre uns.

- Für alle, die sich in der Politik und Gesellschaft einsetzen für den Frieden unter den Völkern: um Beharrlichkeit und Geduld und um Segen für ihr Tun.
- Für die Menschen, die eine große Enttäuschung erfahren mussten, weil Beziehungen zerbrochen oder Lebenspläne gescheitert sind: um Trost und neuen Mut.
- Für unsere Gemeinde; für die Menschen unter uns, die große Sorgen haben, für alle, um deren Nöte wir wissen und die uns besonders am Herzen liegen.

Gott, Vater im Himmel, deinen Sohn hast du aus dem Tod errettet. Auf ihn schauen wir und für ihn danken wir dir, heute und alle Tage unseres Lebens.



9. Mai 2013
Christi Himmelfahrt: Was steht ihr da?

Einführung
„Was steht ihr da und schaut zum Himmel?“ Dieses Wort an die Jünger kann unser ganzes Leben bestimmen. So wahr unser Herr auferstanden und in den Himmel aufgefahren ist, so wahr ist auch seine Gegenwart auf dieser Erde: Jeden Tag in unseren Schwestern und Brüdern und hier und jetzt in dieser Feier will er uns begegnen: In seinem Wort und unter den Gestalten von Brot und Wein.
So begrüßen wir ihn: Herr, erbarme dich (unser).

Fürbitten
„Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf der Erde.“ Im Vertrauen auf dieses Wort Jesu tragen wir ihm unsere Bitten vor:

- Wir beten für die Apostel unserer Tage: für die Bischöfe und alle, die mit ihnen Zeugnis geben von der frohen Botschaft: um einen lebendigen und starken Glauben und um eine große Liebe zu den ihnen Anvertrauten.

– Stille –
Christus, unser König und Herr.

- Für die Völker im Lande Jesu, für ihre Machthaber und Politiker: um einen Ausweg aus Hass und Gewalt, um den Geist des Friedens und der Versöhnung, um Heilung der tiefen Wunden.
- Für die Menschen, die bittere Not leiden, weil Kriege oder Katastrophen die Grundlagen ihrer Existenz zerstört haben: um wirksame Hilfe und um neuen Mut zum Leben.
- Für die Menschen unter uns und um uns, die in großer Angst und Sorge sind, weil ihnen eine Krankheit oder das Zerbrechen einer Beziehung alle Sicherheit geraubt hat: um eine tiefe Gewissheit, in Gottes Hand geborgen zu sein.

Vater im Himmel, deinen Sohn hast du aus dem Tod errettet. Auf ihn schauen wir und für ihn danken wir dir, heute und alle Tage unseres Lebens.



12. Mai 2013
7. Sonntag der Osterzeit (C): Gegen alle Widerstände

Einführung
Die Lesungen aus der Apostelgeschichte, die wir in der Osterzeit hören, geben ein Bild davon, wie bewegt die frühe Zeit der Kirche war. Misstrauen und Widerstände bis hin zu blutiger Verfolgung von außen kennzeichnen diese Phase ebenso wie Spannungen um das rechte Verständnis und die entsprechende Praxis im Innern.
Bis heute ist es nicht viel anders: Die Gläubigen sind Belastungen ausgesetzt. Es gibt innerkirchliche Auseinandersetzungen um den rechten Weg in dieser Zeit, es gibt Gleichgültigkeit und Unverständnis gegenüber der frohen Botschaft in unserer Gesellschaft und es gibt in vielen Teilen der Welt Verfolgungen in einem nie zuvor gekannten Ausmaß.
Wenn wir jetzt das Gedächtnis des Herrn feiern, tun wir das gemeinsam mit zahllosen Menschen in der ganzen Welt, die sich wie wir um ein christliches Leben bemühen und sich dabei eins wissen mit unserem gemeinsamen Herrn Jesus Christus.

Fürbitten
„Vater, ich will, dass alle, die du mir gegeben hast, dort bei mir sind, wo ich bin.“ Mit diesen Worten hat Jesus seinen Jüngern Hoffnung gegeben und sie seines Beistands versichert. Ihn bitten wir:

- Für die Christen, die um ihres Glaubens willen verfolgt und gequält werden; für jene, die wegen ihres mutigen Bekenntnisses in Gefängnissen festgehalten werden, und für ihre Angehörigen.

– Stille –
Christus, erbarme dich.

- Für die Staatsmänner, die im Christentum eine Gefahr sehen für ihre Macht, und für alle, die Christen verfolgen.
- Für die Menschen, die es schwer haben, zu ihrem Glauben zu stehen, und für die Getauften, denen ihr christlicher Name nichts mehr bedeutet.
- Für die jungen Christen, die in ihrem Glaubensweg noch am Anfang stehen, vor allem für die Täuflinge, die Firmlinge und die Erstkommunikanten dieses Jahres.

Gott, unser Vater. Wir vertrauen auf deine Hilfe, die du uns zugesagt hast in Jesus Christus, deinem Sohn, unserem Herrn.



19. Mai 2013
Pfingsten - Am Tag (C): Was alle verstehen

Einführung
Die Päpste der letzten Jahrzehnte haben uns an Fernsehbilder von Gottesdiensten mit Hunderttausenden von Menschen gewöhnt: An Pfingsten kann einem ein solches Bild einfallen: Menschenmassen, die begeistert sind von einem Geschehen, das für sie in einer fremden Sprache stattfindet.
Denn das wird ja der Kirche immer wieder vorgeworfen: Sie spreche heute eine Sprache, die niemand mehr verstehe. Offensichtlich wird da doch etwas verstanden. Vielleicht nicht jeder Wortlaut, aber das Wesentliche: dass hier etwas vor sich geht, was jeden von uns und uns alle gemeinsam angeht.
In dem großen Papstgottesdienst und ebenso hier und jetzt, wenn in unserer Mitte Christus gegenwärtig wird.

Fürbitten
Menschen aus allen Völkern verstehen die frohe Botschaft, weil sie die Kraft des Heiligen Geistes wie einen Sturm erfahren. Darum beten wir:

- Für Führer in den großen Religionen, für die Menschen, die sich ganz von ihrem Glauben leiten lassen: um die Gabe der Unterscheidung der Geister, damit sie Gottes Willen und die Wahrheit in der Überzeugung Andersgläubiger zu erkennen vermögen.

– Stille –
Sende aus deinen Geist, und das Antlitz der Erde wird neu. (Gl 253,1)

- Für die Mächtigen in der Politik und für jene, die auf die öffentliche Meinung großen Einfluss haben: um Achtung vor der Würde eines jeden Menschen und um ein gutes Urteil darüber, was notwendig und gut ist.
- Für die Menschen in leiblicher oder seelischer Not, hier unter uns, in unserer Gemeinde, in unserem Land und auf der ganzen Welt: um die Kraft und die Hilfe, die sie brauchen.
- Für alle, die Orientierung suchen, besonders für die jungen Menschen, die danach fragen, wofür sie leben sollen: um Klarheit im Denken und um ein großmütiges Herz für die richtigen Entscheidungen.

Allmächtiger Gott: Wie du am ersten Pfingstfest deinen Geist ausgegossen hat über die Apostel, so führst du durch deinen Geist die Kirche durch die Zeiten. Dafür danken wir dir und preisen dich, in dieser Zeit und in Ewigkeit.



20. Mai 2013
Pfingstmontag (C): Eine gemeinsame Wurzel

Einführung
Das Kommen des Heiligen Geistes am Pfingsten erinnert die Christen daran, dass alle Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften eine gemeinsame Wurzel haben.
Wo wird an diesem Tag auch die Trennung de Kirchen besonders schmerzlich erfahrbar. Sie ist eine offene Wunde am Leib Christi, zu deren Heilung wir das uns Mögliche tun müssen.
Doch bei all diesem Tun bleiben wir angewiesen auf die Hilfe dessen, der von sich gesagt hat, er sei der gute Hirt. Ihn bitten wir um sein Erbarmen.

Fürbitten
Wir Menschen sind aus uns heraus nicht fähig, die Not der Welt oder auch nur die Spaltung zwischen den christlichen Kirchen zu überwinden. Darum beten wir:

- Wir bitten um Gottes Erbarmen mit seinem Volk, dass alle, die es führen, die Einsicht, den Mut und die Kraft finden für die notwendigen Schritte zu einer wachsenden Einheit untereinander.

– Stille –
Gott, unser Vater.

- Wir beten für die Christen, die mutig Zeugnis ablegen für ihren Glauben: um Ausdauer und um Lohn für alles, was sie dafür erleiden.
- Für die Menschen, die täglich ums Überleben kämpfen: in Gebieten, wo Krieg herrscht, in den Armenvierteln großer Städte und dort, wo Naturkatastrophen die Lebensgrundlagen zerstört haben.
- Für die Menschen in unserer Umgebung, die nicht mehr wissen, wo sie Halt finden, weil eine Krankheit, das Zerbrechen einer Beziehung, der Tod eines lieben Menschen ihnen alle Sicherheit genommen haben.

Barmherziger Gott, dein Geist begleitet uns auf allen Wegen. Dafür danken wir dir, heute, alle Tage unseres Lebens und in Ewigkeit.



26. Mai 2013
Dreifaltigkeitssonntag(C): Lebendige Berziehungen

Einführung
Eltern und Kinder – wer diese beiden Wörter hört, denkt unwillkürlich an ganz konkrete Beziehungen: an Gemeinschaft, an Füreinander-da-Sein, vielleicht auch an Auseinandersetzungen und Spannungen.
Von Gott spricht die Heilige Schrift als von einem Vater und einem Sohn und dem Geist, der von diesen beiden ausgeht.
In Gott ist Gemeinschaft, sind Beziehungen, lebendige Spannungen – davon ist die Rede, wenn wir heute den Dreifaltigkeitssonntag feiern. Gott ist ein lebendiger Gott, der sich mitteilt, die göttlichen Personen einander und jetzt und hier auch uns, seinen Kindern.

Fürbitten
Zu Gott, in dem lebendige Gemeinschaft ist, beten wir:

- Für die christlichen Kirchen, die auf dem Weg zueinander in der Auseinandersetzung um die rechte Lehre und Ordnung stecken bleiben.

– Stille –
Dreifaltiger Gott.

- Für jene, denen Macht gegeben ist in dieser Welt, um sie für Frieden und Gerechtigkeit und zum Wohle aller einzusetzen.
- Für alle denen es am Notwendigen zu einem Leben in Würde fehlt.
- Für die Einsamen: die jungen Menschen, die sich von ihren Eltern nicht verstanden fühlen: für alle, deren Vertrauen enttäuscht wurde; für die Verlassenen.
- Für jene Menschen in unserer Gemeinde, deren Gespräch im engsten Familien- oder Freundeskreis verstummt ist, für alle, die sich mühen, gestörte Beziehungen zu heilen.

Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist. Von dir kommt alles Gute. Dir danken wir und dich preisen wir, jetzt und in Ewigkeit.



30. Mai 2013
Hochfest des Leibes und Blutes - Fronleichnam: „Gebt ihr ihnen zu essen“

Einführung
„Gebt ihr ihnen zu essen“, fordert Jesus zunächst seine Jünger auf, als diese ihn auf den Hunger der Menschen aufmerksam machen.
Dann aber wirkt er das Wunder der Brotvermehrung. So bringt das heutige Fest unsere Situation auf den Punkt. Wir sind hineingestellt in diese Welt und tragen Verantwortung für sie und füreinander.
Aber wir dürfen auch wissen: Wo unsere Kräfte nicht ausreichen, um den leiblichen und den geistlichen Hunger der Menschen zu stillen, ist der da, der sich selbst als das „Brot des Lebens“ bezeichnet hat. Er vermag satt zu machen im Überfluss.
Ihn tragen wir heute durch unsere Straßen, um zu zeigen, auf wen wir unserer Hoffnung setzen.
Dankbar und froh begrüßen wir ihn jetzt in unserer Mitte, wie es Christen seit alters tun: Kyrie eleison – Herr, erbarme dich (unser).

Fürbitten
„Gebt ihr ihnen zu essen“, fordert Jesus seine Jünger auf. Dann aber tut er doch das Entscheidende, um die Menschen satt zu machen. So bitten auch wir um seine Hilfe:

- Für unsere Kirche, die dafür da ist, das Brot des Lebens heute auszuteilen; für alle, die sich in ihrem Dienst selbst zu schwach fühlen, um den geistlichen Hunger der ihnen anvertrauten Menschen zu stillen.

– Stille –
Jesus, du Brot des Lebens.

- Für die Menschen in den Armutsgebieten der Erde, für die Völker, die in Kriege verwickelt sind und der Hilfe von außen bedürfen.
- Für alle, die von einer persönlichen Not bedrückt sind: die Schwerkranken und ihre Angehörigen; die Menschen, deren berufliche und materielle Existenz bedroht ist; die Opfer zerbrochener Beziehungen.
- Für unsere Gemeinde: für alle, die um ihren Glauben ringen; für jene, die Zeugnis geben von ihrer christlichen Überzeugung; für alle, die unser Gebet besonders brauchen.

Gott, deinen Sohn hast du hingegeben als Brot, das uns leben lässt. Für ihn danken wir dir, und wir preisen dich, in dieser Zeit und in Ewigkeit.



2. Juni 2013
9. Sonntag im Jahreskreis (C): Demut und Vertrauen

Einführung
Vor jedem Kommunionempfang beten wir: „Herr, ich bin nicht würdig, dass du eingehst unter mein Dach; aber sprich nur ein Wort, so wird meine Seele gesund.“ Diese Art Demut wird in unserer Welt des Fortschritts und der Selbstbehauptung des Menschen wenig geschätzt.
Es ist jedoch eine uralte Erfahrung, dass der Mensch aus sich allein heraus nicht alles vermag, dass er sich selbst und das Gelingen seines Tuns einem anderen, nämlich Gott, verdankt.
Mit der Demut geht der Glaube, das feste Vertrauen einher, dass Gott unsere Schwächen und Fehler auffängt und das vollendet, was wir nur bruchstückhaft schaffen können.
In dieser Haltung der Demut und des Vertrauens wollen wir nun Gottes Wort hören und sein Opfermahl feiern.

Fürbitten
Der römische Hauptmann hat den Christen ein Beispiel der Demut und des Vertrauens gegeben. Um diese Haltung gegenüber Gott und den Menschen beten auch wir:

- Für uns und alle Christen: Herr, bewahre uns vor Überheblichkeit und Selbstgenügsamkeit, stärke in uns die Demut, festige unseren Glauben und hilf uns, dich in Wort und Tat zu bekennen.

– Stille –
Herr, erbarme dich.

- Für unsere Kirche und alle christlichen Konfessionen: Herr, stärke uns im gemeinsamen Glauben, und mache uns offen füreinander und gegenüber den nichtchristlichen Religionen.
- Für die Politiker und Machthaber in Wirtschaft, Wissenschaft und Technik: Herr, lenke ihr Tun zum Wohl aller Menschen.
- Für die Unterdrückten und für alle, die unsicher sind und sich nichts zutrauen: Herr, stärke sie und gib ihnen Kraft aus dem Glauben.
- Für unsere Toten: Herr, lass sie teilhaben am ewigen Hochzeitsmahl.

Denn du, Herr, willst das Heil aller Menschen und schenkst uns dein Erbarmen. Dir sei Lobpreis und Ehre jetzt und in Ewigkeit.



9. Juni 2013
10. Sonntag im Jahreskreis (C): Unerhört?

Einführung
Wohl jede und jeder von uns hat sich irgendwann einmal schon gefragt, was Beten eigentlich nütze. Denn die Erfahrung zeigt doch, dass so Vieles, um das wir bitten, nicht geschieht. Trotzdem haben wir das Gebet nie aufgegeben. Warum?
Es mag viele Gründe geben. Vielleicht, dass wir immer wieder auch spüren, dass Gebet etwas anderes ist, als eigene Vorstellungen und Wünsche durchzusetzen.
Oder dass wir auf eine andere Weise beschenkt wurden, als wir uns vorgestellt hatten.
Oder dass anderes wichtiger war als das, worum wir gebetet hatten.
Und vielleicht haben wir schon einmal ganz deutlich die Wirkung unseres Gebets erfahren.
Ähnlich ist es hier im Gottesdienst, zu dem wir auch mit Erwartungen und Hoffnungen kommen und wo uns der Tisch des Wortes und der Tisch des Brotes bereitet werden.

Fürbitten
„Als der Herr die Frau sah, hatte er Mitleid mit ihr“, heißt es im Evangelium. Jesus sieht die Not und erbarmt sich. So beten wir voll Vertrauen:

- Für die Menschen, denen das tägliche Brot fehlt: in den Hungergebieten Afrikas, in den Slums der Großstädte Südamerikas und Asiens.

– Stille –
Herr, erbarme dich.

- Für die Frauen und Männer, die alles verlassen haben, um Jesus nachzufolgen, und die um ihren Glauben und ihren Lebensstil ringen.
- Für alle, die schuldig geworden sind und sich selbst nicht vergeben können.
- Für die Menschen, deren Leid kein Ende nimmt: die aus ihrer Heimat Vertriebenen, für die Opfer von Kriegen und Bürgerkriegen.
- Für alle, deren irdischer Weg in diesen Tagen zu Ende geht.

Gott, du bist für uns wie ein guter Vater und eine starke Mutter. Bei dir finden wir Zuflucht in allen Nöten. Dafür danken wir dir und preisen dich, jetzt und in Ewigkeit.



16. Juni 2013
11. Sonntag im Jahreskreis (C): Wie viel Heil?

Einführung
Kein Mensch kann sagen, wie viel Gutes hier in unserer Kirche schon an Menschen geschehen ist: wie viel Trost ausgegangen ist von Worten, die hier verkündet wurden, wie viel Frieden, wie viel Freude Menschen hier gefunden haben im Gebet, im Empfang eines Sakramentes.
Wir wissen auch nicht, wie viele schon hierher gekommen sind, um Gott zu danken für die Gesundheit, für die Rettung aus einer Not, für erfahrene Vergebung, für das Glück der Liebe eines Menschen.
Jeder und jede von uns kann nur Rückschau halten auf das eigene Leben: Was habe ich in der Kirche, im Gebet hier, in einem Gottesdienst schon einmal empfangen? Bei vielen von uns wird es mehr sein, als wir im Allgemeinen denken.
Und das alles fließt jetzt zusammen, wenn wir in dieser Feier gemeinsam Gott danken und ihn preisen.

Fürbitten
Mit nichts als ihrem Vertrauen kam die Frau beim Gastmahl des Pharisäers zu Jesus. Ihr Glaube hat ihr geholfen. Lasst uns heute um Jesu Erbarmen rufen.

- Für die Menschen, die, schuldig oder unschuldig, an Leib und Seele so verwundet sind, dass sie von den anderen gemieden werden.

– Stille –
Jesus, hab Erbarmen!

- Für die Kirche, die den Auftrag hat zu vergeben und zu versöhnen, deren Dienst aber heute wenig gesucht wird.
- Für die Menschen, die aus ihrer Heimat vertrieben wurden und gegenüber deren Not wir so machtlos sind.
- Für die Fremden, die in unser Land kommen und auf Sicherheit und eine gute Zukunft hoffen.
- Für die Menschen, mit denen wir im Alltag zusammenkommen und von deren Ängsten und Sorgen wir oft wenig wissen.

Gott, wer auf dich vertraut, wird heil. Für alles Gute, das wir empfangen haben, danken wir dir und preisen dich, heute und alle Tage unseres Lebens.



23. Juni 2013
12. Sonntag im Jahreskreis (C): Bessere Menschen?

Einführung
Sind Christen, die regelmäßig am Sonntagsgottesdienst teilnehmen, bessere Menschen?
Es wird schwer sein, auf diese Frage eine verlässliche Antwort zu geben. Wahrscheinlich kann man gar nicht die einen gegen die anderen ausspielen.
Eines aber kann man wohl sagen: Wenn wir uns regelmäßig zum Gottesdienst versammeln, so bleibt das nicht ohne Wirkung.
Hier hören wir Gottes Wort, das uns tröstet und gut tut, das uns in Frage stellt und Weisung gibt.
Hier treten wir im Gebet in ein Gespräch mit Gott ein.
Und hier erleben wir Gemeinschaft mit Gott, wenn er sich uns schenkt unter den Gestalten von Brot und Wein. Das verändert unser Leben und durch uns vielleicht auch ein Stück weit das Leben jener, die uns nahe stehen.

Fürbitten
Die Welt ist voller Probleme, die wir aus uns heraus nicht zu lösen vermögen. Bitten wir den Herrn um seinen Beistand.

- Wir beten für die Menschen, die in der Öffentlichkeit das Sagen haben, vor allem für die Journalisten in Fernsehen, Internet, Rundfunk und Presse, um eine hohe Achtung vor der Würde eines jeden Menschen.

– Stille –
Christus, höre uns.

- Für die Vertreter der Kirche, die im Rampenlicht der Öffentlichkeit stehen, um das rechte Wort und um den Mut zu einem glaubwürdigen Zeugnis.
- Für alle, die an ihrem Platz und in ihrer Umgebung in Wort und Tat ihre christliche Überzeugung zum Ausdruck bringen.
- Für die Menschen, die ein schweres Los zu tragen haben: eine schwere Krankheit oder eine Behinderung, eine tiefe Enttäuschung, den Verlust eines geliebten Menschen.
- Für die jungen Menschen, die noch auf der Suche sind nach dem, was für sie gut ist.

Gott, in deinem Sohn bist du uns nahe gekommen. Für ihn danken wir dir und preisen dich, jetzt und in Ewigkeit.



30. Juni 2013
13. Sonntag im Jahreskreis (C): Spannend wie die Liebe

Einführung
Wer die Heilige Schrift liest, stößt unweigerlich auf eine gewaltige Spannung: Da gibt es Stellen, die von der unendlichen Geduld Gottes mit Menschen sprechen, und oft nur wenige Verse danach stehen Forderungen an die Jünger, die fast Übermenschliches verlangen.
Was auf den ersten Blick wie ein Widerspruch aussieht, passt bei genauerem Zusehen durchaus zusammen: Immer geht es um Beziehung, um die Beziehung Gottes zu den Menschen, eine Beziehung, die geprägt ist von Liebe. Und Liebe gibt einerseits Freude, Geborgenheit und Sicherheit, fordert aber andererseits auch heraus zur Hingabe bis zum Äußersten.
Wie weit das gehen kann, hat Jesus vorgelebt, als er sich für seine Liebe ans Kreuz schlagen ließ. Wer es mit ihm zu tun hat, darf dieser Liebe gewiss sein.

Fürbitten
Mit dem Sommer verbindet sich für viele Menschen der Gedanke an Urlaub, Erholung und vollen Genuss des Lebens. Dabei geraten leicht jene Menschen aus dem Blick, denen diese Freuden versagt bleiben. So beten wir:

- Für die Menschen, denen die Sonnenhitze das Land ausdörrt und die Ernte vernichtet.

– Stille –
Gott des Lebens.

- Für die Menschen in unserem Land, die als Arbeitslose, als Kinderreiche oder als Alleinerziehende in der Wohlstandsgesellschaft am Rande stehen.
- Für alle, die für sich und ihre Beziehungen große Hoffnungen in die Wochen des Urlaubs setzen.
- Für die Opfer des Tourismus: die Menschen, die bis zur körperlichen und seelischen Erschöpfung arbeiten müssen, um anderen einen schönen Urlaub zu ermöglichen, für die in Kinderarbeit und Prostitution Ausgebeuteten.
- Für alle, die sich um das geistliche Wohl ihrer Schwestern und Brüder kümmern: im seelsorglichen Gemeindedienst, in der Tourismuspastoral oder einfach als lebendige Zeugen eines christlichen Lebens.

Von dir, Gott, kommt alles Leben und alle Freude. Auf dich schauen wir, dir danken wir, und dich preisen wir, heute und alle Tage unseres Lebens.


 10 Leitsätze
zur Formulierung
von Fürbitten


Weitere Hilfen:
 Mit der Not der Welt
vor Gott.
Inhalte und Formen
der Fürbitten

(Pastoralliturgische
Hilfe 11)
Deutsches Liturgisches Institut, Trier 2001, 69 Seiten.
Bestell-Nr. DLI 5011
Die Broschüre geht u.a. auf folgende Fragen ein: Was ist fürbittendes Gebet? Was hilft das Fürbittgebet? Wie werden die Fürbitten vorbereitet? Wie werden die Fürbitten formuliert? Wie geht man mit (gedruckten) Vorlagen um?

 Aktuelle Fürbitten (Bistum Trier)











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