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   Der liturgische
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6. April 2014
5. Sonntag der Fastenzeit (A): Hunger nach Leben

Einführung
Menschen, die alles haben möchten, was sie nur irgendwie bekommen können, bezeichnen wir manchmal als „lebenshungrig". In einer Gesellschaft, die geprägt ist von Wohlstand, sind es oft sehr oberflächliche Dinge, nach denen Menschen hungern: Urlaub in fernen Ländern, ein größeres Haus, ein komfortableres Auto. Für Menschen in unterentwickelten Ländern ist der Lebenshunger oft nichts anderes als die Sehnsucht nach einem Ende von Ausbeutung und Armut. Für den Menschen, der krank wird, ist Lebenshunger schlicht das Verlangen danach, noch eine Zeit der Gesundheit geschenkt zu bekommen. Die Fastenzeit will uns dazu helfen, unseren Lebenshunger in die richtigen Bahnen zu lenken, damit wir unsere ganze Hoffnung festmachen an dem, der die Fülle des Lebens selbst ist.

Fürbitten
Wir leben in einer Welt, die gezeichnet ist von Ungerechtigkeit und Tod. Darum wollen wir zum Herrn des Lebens rufen:

- Für die Kirche, die in ihrer Verkündigung und in ihrem Tun ein glaubwürdiges Zeugnis geben soll von der Hoffnung auf das ewige Leben.

– Stille –
Christus, höre uns.

- Für die Völker, die hungern nach Gerechtigkeit und die in ihrer Not angewiesen sind auf die Hilfe anderer.
- Für die unheilbar Kranken, die um den Sinn ihres Lebens und Leidens ringen.
- Für die Menschen, die in ihrem Lebenshunger nach immer neuen äußeren Werten greifen und dabei unglücklich bleiben.
- Für alle, deren Lebensweg in diesen Tagen zu Ende geht.

Herr, unser Gott, in dir ist die Fülle des Lebens. Führe uns alle zu dir, damit wir dich loben und dir danken, jetzt und in Ewigkeit.



13. April 2014
Palmsonntag (A): Der Weg Jesu

Einführung
Jeden Sonntag feiern wir das Gedächtnis von Tod und Auferstehung Jesu. Dieses Geheimnis ist aber so groß, dass es nicht in der Routine der ständigen Wiederholung verblassen darf. Und so entfaltet sich einmal im Jahr seine Feier über eine ganze Woche hin. Heute beginnen wir diese Feier, indem wir des Einzugs Jesu in Jerusalem unter dem Jubel seiner Anhänger gedenken. Und wir hören die Passion, die Geschichte seiner Verurteilung und seines Weges bis zur Hinrichtung. Stellen wir heute die Sorgen, die uns bedrücken, das Leid, das es in unserem Leben gibt, in den Hintergrund. Schauen wir auf Jesu letzten Weg, begleiten wir ihn bis zum Kreuz, damit wir auch für die Freude über seine Auferstehung bereit werden.

Fürbitten
Der Vater im Himmel hat seinen eigenen Sohn für das Heil der Welt hingegeben. Beten wir zu ihm um Heil für unsere Tage:

- Wir beten für die Kirche: für die Christen, die um ihres Glaubens willen verfolgt werden; für die Verkünder der frohen Botschaft, die missverstanden und abgelehnt werden.

– Stille –
Gott, unser Vater.

- Wir beten für die Mächtigen der Welt, denen in besonderer Weise die Sorge für Gerechtigkeit und Achtung vor der Würde aller Menschen aufgetragen ist.
- Wir beten für alle Menschen, die in diesen Tagen schwer leiden: für die Kranken, für jene, die von geliebten Menschen verraten wurden, für jene, die Ungerechtigkeit erdulden müssen.
- Wir beten für die Menschen in unserer Gemeinde, die Schuld auf sich geladen haben und den Weg zu Umkehr und Vergebung noch nicht finden.
- Wir beten für unsere Verstorbenen, die in der Hoffnung auf die Auferstehung gelebt haben.

Gott, unser Vater, in deine Hände legen wir unser ganzes Leben. Dich preisen wir jetzt und in Ewigkeit.



17. April 2014
Gründonnerstag - Hoher Donnerstag (A): Eine Erinnerung

Einführung
Häufig haben Menschen, denen der Tod vor Augen steht, den Wunsch, noch ihre Dinge zu ordnen, ihren Liebsten noch etwas Wichtiges zu hinterlassen, sei es ein Wort, sei es ein besonderer Gegenstand der Erinnerung. So setzte sich Jesus am Abend vor seinem Leiden noch einmal mit seinen Jüngern zusammen, sprach mit ihnen, wusch ihnen die Füße, um ihnen eindrücklich zu zeigen, was ihm wichtig war, und hinterließ ihnen ein Zeichen der Erinnerung: das Mahl, das die Seinen seitdem feiern - Sonntag für Sonntag, ja sogar Tag für Tag, und so auch wir, hier und jetzt.

Fürbitten
Am Abend vor seinem Leiden hat unser Herr jene Menschen um sich versammelt, die ihm besonders nahestanden. Darum beten wir heute:

- Für die Menschen, die die Nachfolge Christi zu ihrem Beruf und Lebensinhalt gemacht haben: Ordensleute, Priester und Diakone, Frauen und Männer im Gemeindedienst, in der Mission, in der Entwicklungshilfe.

– Stille –
Christus, höre uns.

- Für jene, die auf dem Weg der Nachfolge müde geworden sind oder an Enttäuschungen zerbrochen sind; für jene, die diesen Weg mit einem leeren Herzen weitergehen.
- Für alle Frauen und Männer, die in ihrer Familie, in der Gemeinde oder am Arbeitsplatz Zeugnis geben von ihrem christlichen Glauben, auch wenn sie in ihrer Umgebung kein Verständnis finden.
- Für alle, die in diesen Tagen den Tod vor Augen haben.

Gott, unser Vater. Du hast deinem Sohn die Angst am Ölberg, das Leiden und den Tod nicht erspart, aber du hast ihn auferweckt zu einem neuen Leben. Auf dich schauen wir in der Vergänglichkeit dieser Welt und schöpfen Vertrauen, durch Christus, unseren Herrn.



119/20. April 2014
Ostern - In der Nacht (A): Eine lange Heilsgeschichte

Fürbitten
In dieser Nacht, in der wir uns an die lange Heilsgeschichte Gottes mit seinem Volk erinnern, beten wir, dass er sein Werk weiterführe bis zur Vollendung:

- Auf vielfältige Weise ist heute das Werk der Schöpfung bedroht. Wir beten für die Wissenschaftler, deren Forschungen zum Heil und zum Unheil unserer Lebenswelt beitragen können, für die Politiker und die Mächtigen in der Wirtschaft, deren Entscheidungen von großer Tragweite sind, und für uns alle, denen die Schöpfung anvertraut ist.

– Stille –
Gott, du Licht des Lebens.

- Abraham hat sich einst ganz auf Gottes Wort eingelassen. Wir beten für die Kirche, die heute in einem gewaltigen Umbruch steht und in der mühsam um den rechten Weg gerungen wird.
- Durch Mose hat Gott einst das Volk Israel aus der Knechtschaft Ägyptens herausgeführt. Wir beten für jene, die heute in vielfältiger Knechtschaft stehen: die in Kriege verstrickten Völker, die zu Armut Verurteilten, die von politischen Systemen Unterdrückten und Ausgebeuteten.
- Der Prophet hat Jerusalem in der Verbannung neues Heil verkündet. Wir beten für die Menschen, die sich von Gott verlassen vorkommen; die unheilbar Kranken, die an den Rand der Gesellschaft Geratenen, die Angehörigen Verstorbener, die nicht wissen, wie es weitergehen soll.
- Einen neuen Bund ließ Gott seinem Volk verkünden, als dieses den alten gebrochen hatte. Wir beten für alle, die schuldig geworden sind und selbst den Weg zu Umkehr und Versöhnung nicht mehr finden.
- Viele Menschen suchen heute nach Orientierung und Halt. Wir beten für jene, die in neuen Heilslehren ihr Glück suchen, und für jene, die alle tieferen Fragen in sich betäuben.
- Als Christen verstehen wir uns als das neue Bundesvolk. Wir beten für alle Getauften: jene, die in dieser Nacht in die Kirche aufgenommen wurden, und für jene, die seit langem dazugehören: um einen lebendigen Glauben und den Mut zum Zeugnis in einer verständnislosen Umwelt.

„Ihr werdet mein Volk sein, und ich werde euer Gott sein", ließest du, Gott, einst durch den Propheten verkünden. Auf diese Verheißung bauen wir, und dich preisen wir, jetzt und in Ewigkeit.



20. April 2014
Ostern - Am Tag (A): Nicht zu fassen

Einführung
Es gibt Dinge im Leben, die so groß sind, dass man sie mit Worten nicht auszudrücken vermag. Etwa die Freude der Geburt eines Kindes, der Schmerz beim Verlust eines lieben Menschen. Zu diesen großen Dingen gehört auch die Auferstehung unseres Herrn. Das freudige Erschrecken, das Nicht-begreifen-Können, dass alles ganz anders ist als sonst, wenn ein Mensch gestorben ist, können wir nicht in Worte fassen - wir können es nur feiern. Im (festlichen) Ruf des „Kyrie eleison" - „Herr, erbarme dich" begrüßen wir den Auferstandenen in unserer Mitte.

Fürbitten
Heute, am Tag der Auferstehung unseres Herrn, beten wir für alle, die voll Sehnsucht auf Erlösung warten:

- Für alle, die benachteiligt, unterdrückt oder verfolgt werden, weil sie Christen sind.

– Stille –
Christus, du Auferstandener.

- Für die Völker, die im Krieg oder Bürgerkrieg leben und die keinen Ausweg aus dem Kreis von Hass und Vergeltung finden.
- Für die Menschen in unserer Gesellschaft, die nicht weiterwissen, weil sie in ihrem Beruf keine Zukunft mehr haben, weil ihre Familie auseinandergebrochen ist, weil Krankheit ihr Leben bedroht.
- Für alle, denen es an Sinn und Orientierung fehlt; für jene, die zwar getauft sind, aber nicht glauben; für alle, die schuldig geworden sind und im Unrecht verharren.
- Für unsere Verstorbenen, die in der Hoffnung auf Auferstehung aus diesem Leben geschieden sind.

Gott, unser Vater, du hast deinen Sohn auferweckt aus dem Tod. Du vermagst alles zum Guten zu wenden. Dich preisen wir, jetzt und in Ewigkeit.



21. April 2014
Ostermontag (A): Er ist bei uns

Einführung
„Der Herr hat euch in das Land geführt, wo Milch und Honig strömen." Mit diesen Worten beginnt die heutige Liturgie. Da könnte man fragen: Ja, sicher, uns geht es nicht schlecht, aber wenn wir rundum blicken: Ist das ein Land, wo Milch und Honig fließen?! Vielleicht geht es uns wie den Jüngern von Emmaus: Die Worte der Verheißung waren ihnen wohl bekannt, aber ihre Augen waren gehalten, so dass sie den Herrn selbst nicht erkannten, als er mit ihnen ging. Dass er bei ihnen war, erkannten sie, als er ihnen das Brot brach. Und eben dazu sind wir jetzt zusammengekommen, dass der Herr uns das Brot bricht.


Fürbitten
Die Jünger von Emmaus haben erfahren, dass der Herr bei ihnen war. Beten wir für die Menschen, die heute seiner Nähe besonders bedürfen:

- Für alle Frauen und Männer, die im Dienst der Verkündigung stehen, aber selbst im Glauben unsicher sind.

– Stille –
Christus, höre uns.

- Für alle, die sich für Gerechtigkeit und Frieden in dieser Welt einsetzen und unter Erfolglosigkeit leiden.
- Für die Menschen, die der Hilfe bedürfen, um überhaupt leben zu können.
- Für jene, die nach Orientierung für ihr Leben suchen, und für alle, die eine große Enttäuschung erfahren haben.
- Für die Gleichgültigen und Oberflächlichen.

Gott, unser Vater, du bist uns nahe, auch wenn wir es nicht spüren. Dafür danken wir dir durch Christus, unseren Herrn.



27. April 2014
2. Sonntag der Osterzeit - Weißer Sonntag (A): Berührend

Einführung
Der Weiße Sonntag rührt auf eigenartige Weise an unser Herz: Die festlichen Gewänder der Kinder sagen uns, daß dies ein wichtiger Tag für sie ist; in uns, den Älteren, werden Erinnerungen wach an die eigene Erstkommunion, an einen unbeschwerten Glauben, an einen besonders glücklichen Tag. Unter die frohen Gedanken mischen sich unter Umständen auch andere: an Fragen und Zweifel, die an die Stelle kindlicher Sicherheit getreten sind, an Umwege, die wir vielleicht gegangen sind. Oder wir fragen: Was mag aus dem Glauben dieser Kinder werden bis in zehn, in zwanzig, in dreißig Jahren? - Wir haben viel zu beten heute - für die Kinder, die heute zum erstenmal an unserer Tischgemeinschaft ganz teilhaben, und für uns selbst. Bitten wir unseren Herrn um sein Erbarmen.


Fürbitten
Wir beten zu unserem Herrn, der seinen Jüngern erschienen ist und ihnen seinen Beistand verheißen hat:

- Wir beten heute für unsere Erstkommunikanten, dass ihr Glaube an Christus weiter wachse und reife.

– Stille –
Herr, sende deinen Geist.

- Wir beten für die Familien der Erstkommunikanten, dass sie sich gegenseitig Zeugnis geben und helfen können auf dem Weg des Glaubens.
- Wir beten für alle, die an Ostern durch die Taufe in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen wurden, dass sie immer tiefer eindringen in das
Geheimnis Christi.
- Wir beten für jene Frauen und Männer, deren Beruf die Glaubensverkündigung ist, dass sie sich immer getragen wissen von Gottes mächtiger Hand.
- Wir beten für die Christen, deren Glaube schwach geworden oder erloschen ist, dass ein neuer Funke sie erfasst.

Gott, unser Vater. Deinen Sohn hast du auferweckt vom Tode, um uns ein neues Leben zu schenken. Dir danken wir und dich preisen wir, jetzt und in Ewigkeit.



4. Mai 2014
3. Sonntag der Osterzeit (A): Im Mahl gegenwärtig

Einführung
In den Tagen der Osterzeit hören wir viel von den Erscheinungen des Auferstandenen vor seinen Jüngern. Über diesen Erscheinungen liegt immer auch ein Geheimnis: Die Jünger haben Angst, sind sich nicht ganz sicher, ob der Herr wirklich bei ihnen ist. Mehr und mehr wird für sie die Gemeinschaft unter-einander und das Mahl zur Garantie seiner Gegenwart. Gemeinschaft untereinander und das von Jesus gestiftete Mahl - das ist der Ort, an dem auch wir uns immer wieder der Gegenwart unseres Herrn vergewissern können: Sonntag für Sonntag, wenn wir Eucharistie feiern.

Fürbitten
Wir Menschen brauchen den Herrn, der uns begleitet. Darum beten wir:

- Für alle, die sich ganz der Verkündigung verschrieben haben und oft ratlos sind, wie sie der Botschaft Jesu heute Gehör verschaffen sollen.

– Stille –
Herr, unser Gott.

- Für die Frauen und Männer, die großen Einfluß haben in Politik und Gesellschaft und nach Wegen suchen, Gerechtigkeit für alle und Frieden
zu verwirklichen.
- Für die Benachteiligten in dieser Welt: die Menschen in den Hungerländern, die Straßenkinder in den Städten Südamerikas, für alle, die ihre Heimat verloren haben.
- Für alle, die im Beruf gescheitert sind oder deren Familie zerbrochen ist, für alle Verzweifelten und Hoffnungslosen.
- Für die jungen Menschen, die mit Optimismus in die Zukunft blicken, und für jene, die unsicher sind und Angst haben.

Herr, unser Gott, du schenkst uns immer neu die Nähe deines Sohnes, damit wir in Sicherheit unseren Weg gehen können. Dafür danken wir dir, jetzt und in Ewigkeit.



11. Mai 2014
4. Sonntag der Osterzeit (A): Der gute Hirt

Einführung
Die Situation der Kirche kommt einem heute nicht besonders rosig vor: Die Zahl der regelmäßigen Kirchenbesucher ist in den letzten Jahren stark zurückgegangen, in den Medien wird häufig kein gutes Bild von der Kirche gezeichnet, auch im Bekanntenkreis ist es oft nicht leicht, als Christ Farbe zu bekennen, und weltweit gibt es viele Länder, in denen Christen unterdrückt und verfolgt werden. Ein Grund zur Resignation? Die Situation der Jünger Jesu war einst sicher nicht besser. Sie sind damals nach der Auferstehung des Herrn hinausgegangen in eine große, z.T. ausgesprochen feindliche Welt. Sie konnten dies im Vertrauen darauf, daß sie dabei geleitet wurden von ihrem Guten Hirten. Seine Gegenwart unter uns feiern wir jetzt, hier und heute.

Fürbitten
„Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben", hat Jesus einst gesagt. Im Vertrauen auf sein Wort bitten wir:

- Für die Kirche, die es schwer hat, in dieser Zeit die Frohe Botschaft glaubwürdig zu verkünden.

– Stille –
Jesus, du guter Hirt.

- Für alle, die sich mit ihrem ganzen Leben in den Dienst der Verkündigung gestellt haben.
- Für die Mächtigen dieser Welt, von deren Entscheidungen viel abhängt für das Zusammenleben der Völker.
- Für die vielen Menschen, deren Überzeugung missachtet und deren Würde mit Füßen getreten wird.
- Für alle, die sich verloren und verlassen vorkommen.

Gott, unser Vater, du hast uns deinen Sohn als den Guten Hirten gegeben. Dir danken wir, und dich preisen wir, jetzt und in Ewigkeit.



18. Mai 2014
5. Sonntag der Osterzeit (A): Weg, Wahrheit und Leben

Einführung
Ein Blick in die Welt zeigt uns täglich vielfältige Probleme: Denken wir nur an die Völker im Osten Europas. Oder denken wir an unsere Gesellschaft, in der eine immer größere Anzahl älterer Menschen der Zahl der Erwerbstätigen gegenübersteht. Probleme gibt es genug, und als Christen sind wir aufgerufen, an Lösungen mitzuwirken, damit alle in Frieden, in Sicherheit und in Würde leben können. Das verlangt von uns Konsequenzen im Zusammenleben in Familie und Nachbarschaft, dazu gehört u. U. materielle Unterstützung und unser Gebet. Eine Hilfe zum richtigen Tun ist für uns selbst diese Feier, in der wir uns neu ausrichten auf das, was wirklich wichtig ist, und in der wir erfahren dürfen, dass wir mit all unserem Mühen nicht allein sind. Denn hier begegnen wir dem Herrn, der von sich gesagt hat: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben."

Fürbitten
Angesichts der Nöte unserer Tage beten wir zu Gott, unserem Vater:

- Mache deine Kirche zu einem leuchtenden Zeichen für Wahrheit und Gerechtigkeit.

– Stille –
Gott, unser Vater.

- Zeige den Politikern Wege, um Frieden zu schaffen, wo Krieg herrscht, und Frieden zu erhalten, wo Spannungen ihn bedrohen.
- Nimm dich der Völker im Osten Europas an, die nach neuer Orientierung suchen.
- Erhalte den Frieden in unserer Gesellschaft, damit alle in Sicherheit und Würde leben können.
- Erbarme dich der Sterbenden, und führe ihr Leben zu einem guten Ende.

Gott, unser Vater, in deinem Haus gibt es viele Wohnungen. Bei dir sind wir geborgen. Dafür danken wir dir und preisen dich, jetzt und in Ewigkeit.



25. Mai 2014
6. Sonntag der Osterzeit (A): Gegen alle Widerstände

Einführung
Die Lesungen aus der Apostelgeschichte, die wir in der Osterzeit hören, geben ein Bild davon, wie bewegt die frühe Zeit der Kirche war. Spannungen um den Glauben und die rechte kirchliche Praxis kennzeichnen diese Phase ebenso wie Mißtrauen, Wider-stände und Verfolgungen von außen. Bis heute, und in unseren Tagen nicht weniger als damals, sind die Gläubigen Belastungen ausgesetzt. Innerkirchliche Auseinandersetzungen um den rechten Weg in unserer Zeit, Gleichgültigkeit und Unverständnis gegenüber der Frohen Botschaft in unserer Gesellschaft, blutige Verfolgungen in einem nie zuvor dagewesenen Ausmaß in vielen Teilen unserer Welt bestimmen das heutige Bild. Wenn wir jetzt miteinander das Gedächtnis des Herrn feiern, so tun wir das gemeinsam mit zahllosen Menschen auf der ganzen Welt, die sich wie wir um ein christliches Leben bemühen und dabei den Widerstand einer ungläubigen Welt erfahren.

Fürbitten
„Ich werde euch nicht als Waisen zurücklassen." Mit diesen Worten hat Jesus beim Letzten Abendmahl seinen Jüngern Hoffnung gemacht und sie versichert, er werde ihnen immer beistehen. Ihn bitten wir:

- Für die Christen, die um ihres Glaubens willen verfolgt und gequält werden, für jene, die wegen ihres mutigen Bekenntnisses in Gefängnissen festgehalten werden, und für ihre Angehörigen.

– Stille –
Herr, erbarme dich.

- Für die Staatsmänner, die im Christentum eine Gefahr für ihre Macht sehen, und für alle, die Christen verfolgen.
- Für die vielen Menschen, die es schwer haben, zu ihrem Glauben zu stehen, und für die Getauften, denen ihr christlicher Name nichts mehr bedeutet.
- Für die jungen Christen, die in ihrem Glaubensweg noch am Anfang stehen, vor allem für die Täuflinge und Erstkommunikanten dieses Jahres.

Gott, unser Vater, wir vertrauen auf deine Hilfe, die du uns zugesagt hast in Jesus Christus, deinem Sohn, unserem Herrn.



29. Mai 2014
Christi Himmelfahrt: Bleibende Gegenwart

Einführung
Am Ölberg in Jerusalem wird ein Stein gezeigt, in dem etwas wie ein Fußabdruck zu sehen ist. Hier sei Jesus in den Himmel aufgefahren und habe dabei diese Spur hinterlassen, heißt es. Fromme Phantasie versucht immer wieder, das Unaussprechliche und Unvorstellbare sichtbar, handfest zu machen. Aber das Geheimnis, dass Jesus in die Herrlichkeit seines Vaters eingegangen ist, lässt sich so nicht begreifen. Dennoch - Gott kommt unserem Bedürfnis nach Sichtbarem entgegen: Brot und Wein, über die in einem großen Dank- und Lobgebet die Worte Jesu beim Abendmahl gesprochen werden, sind wirkmächtige Zeichen seiner bleibenden Gegenwart unter uns. Wo Christen miteinander Eucharistie feiern, können sie sagen: Hier ist der Herr. Die Feier, zu der wir uns jetzt versammelt haben, ist das, was menschliche Phantasie in dem Stein am Ölberg vergebens sucht: Ort der Begegnung mit dem auferstandenen und verherrlichten Herrn.

Fürbitten
„Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch herabkommen wird", verhieß Jesus vor seinem Abschied den Jüngern. Auch heute bedürfen wir seines Beistandes. Darum bitten wir:

- Für alle, die in der Kirche ein Amt haben und darum in besonderer Weise berufen sind, Zeugen zu sein für den Herrn, bitten wir um einen festen Glauben und eine starke Liebe.

– Stille –
Christus, höre uns.

- Für alle Christen, die sich in ihrem Alltag mühen, ein Leben aus dem Glauben zu führen und ein Vorbild zu sein, bitten wir um Freude und Mut.
- Für die Menschen, die auf der Suche sind nach dem Sinn ihres Lebens und nach menschenwürdigen Bedingungen für alle, bitten wir um die rechte Erkenntnis und die Kraft zum Handeln.
- Für die Menschen, die innere oder äußere Not leiden, bitten wir um Linderung ihrer Leiden, um Trost und Hoffnung.

Herr, unser Gott, du stehst den Deinen bei. Dir danken wir und dich preisen wir jetzt und in Ewigkeit.


 10 Leitsätze
zur Formulierung von Fürbitten


Weitere Hilfen:
 Mit der Not der Welt
vor Gott.
Inhalte und Formen
der Fürbitten

(Pastoralliturgische
Hilfe 11)
Deutsches Liturgisches Institut, Trier 2001, 69 Seiten.
Bestell-Nr. DLI 5011
Die Broschüre geht u.a. auf folgende Fragen ein: Was ist fürbittendes Gebet? Was hilft das Fürbittgebet? Wie werden die Fürbitten vorbereitet? Wie werden die Fürbitten formuliert? Wie geht man mit (gedruckten) Vorlagen um?

 Aktuelle Fürbitten (Bistum Trier)











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