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   Der liturgische
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6. Juli 2014
14. Sonntag im Jahreskreis (A): „… die ihr euch plagt“

Einführung
„Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen.“ Wenn wir uns Sonntag für Sonntag hier versammeln, so ist das wie eine Antwort auf die Einladung Jesu. Viele von uns plagen sich und haben Lasten zu tragen: in der Familie, im Beruf, mit sich selbst und dem eigenen Leben. „Ich werde euch Ruhe verschaffen“ - durch das heilende Wort, das uns hier gesagt wird, durch die Speise, in der uns Christus selbst geschenkt wird.

Fürbitten
Die Menschen, die sich plagten und die beladen waren mit schweren Lasten, haben Jesus sein Leben lang besonders am Herzen gelegen. Darum bitten wir ihn:

- Die Menschen, die sich plagten und die beladen waren mit schweren Lasten, haben Jesus sein Leben lang besonders am Herzen gelegen. Darum bitten wir ihn:

– Stille –
Christus, höre uns.

- Für die Menschen in den Kriegsgebieten, deren materielle Existenz vernichtet ist, und für jene, die innerlich zerbrochen sind.
- Für die Frauen, Männer und Kinder, deren Familien nicht mehr von Verständnis, Fürsorge und Liebe geprägt ist, sondern von Egoismus und Ablehnung.
- Für die Kranken in Kliniken und zu Hause und für alle, die sie pflegen und auf ihrem Weg begleiten.
- Für die Menschen unter uns, die leiden, ohne dass wir etwas davon ahnen.

Gott, unser Vater. Weil du uns deinen Sohn geschenkt hast, wissen wir, dass du alles zum Guten führst. Dir danken wir, und dich preisen wir, jetzt und in Ewigkeit.



13. Juli 2014
15. Sonntag im Jahreskreis (A): Frohbotschaft für uns

Einführung
Die Heilige Schrift handelt wiederholt davon, dass viele Menschen zusammenströmten, um Jesus reden zu hören. Offensichtlich verstand er es, von Dingen zu reden und Fragen anzusprechen, die diesen Menschen wichtig waren, und ihnen zu sagen, was ihnen gut tat. Wenn wir hier Sonntag für Sonntag zusammenkommen, tun wir uns vielleicht manchmal schwer, hinter den rituellen Formen und in der Sprache der Heiligen Schrift die gleiche froh machende Botschaft zu hören, die Jesus einst lebendig vor seinen Zuhörern ausbreitete. Aber es ist die gleiche Botschaft, die hier zu uns gesagt wird. An uns, an unserer Art zu feiern, an unserem Uns-Einlassen auf das, was wir hören und was hier geschieht, liegt es, diese Botschaft auch heute lebendig werden zu lassen: in uns und durch uns.

Fürbitten
Unser Herr Jesus Christus hat uns gelehrt, auf den Vater im Himmel zu vertrauen. Ihn, von dem alles Gute ausgeht, bitten wir:

- Für die Verkünder des Glaubens: Gib, dass ihr Wort auf guten Boden fällt und reiche Frucht bringt.

– Stille –
Gott, unser Vater.

- Für die Regierenden: Schenke ihren Bemühungen um Frieden Erfolg.
- Für die Menschen in den Dürregebieten der Erde: Lass die Früchte der Erde wieder gedeihen, damit die Hungersnöte ein Ende finden.
- Für die jungen Menschen: Führe sie zum Glauben an dich, damit ihr Leben einen Sinn und eine Mitte findet.
- Für unsere Verstorbenen: Vergilt ihnen das Gute, das sie getan haben.

Gott, unser Vater, wir können nur säen, du aber gibst das Wachsen und das Gedeihen. Dich preisen wir jetzt und in Ewigkeit.




20. Juli 2014
16. Sonntag im Jahreskreis (A): „Genießen“

Einführung
In diesen Tagen und Wochen beginnt für viele der Urlaub. In riesigen Blechkarawanen ziehen sie in den sonnigen Süden, andere legen Tausende Kilometer wie in einem großen Sprung mit dem Flugzeug zurück. Alle wollen: abschalten, ausspannen, weg vom Alltag, hinein in eine Welt, die keine Pflichten und Mühen kennt, genießen statt arbeiten. Die Menschen folgen damit auf ihre Art dem Beispiel Gottes, der nach sechs Tagen der Schöpfung am siebten ruhte. Ruhte, das heißt in erster Linie: Er sah seine Schöpfung an und freute sich an ihr. Genießen, was wir geschaffen haben und was uns geschenkt ist, das tun wir auch, wenn wir als Christen Sonntag feiern: wir richten unseren Blick auf Wesentliches und lassen uns beschenken von Gottes Gegenwart.

Fürbitten
Wir Menschen brauchen Orte des Aufatmens und der Erholung. Darum beten wir:

- Für alle, die im Weinberg des Herrn arbeiten und in der Hitze des Tages müde geworden sind.

– Stille –
Christus, höre uns.

- Für die Frauen und Männer, die sich in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft für das Wohl anderer einsetzen und deren guter Wille missverstanden oder ausgenutzt wird.
- Für die Menschen, die um das tägliche Brot kämpfen müssen, und für jene, denen es ganz versagt bleibt.
- Für die Frauen und Männer, die sich um Leib und Seele anderer kümmern: in Krankenhäusern, in der Sozialarbeit oder ganz einfach zu Hause.
- Für alle in unserer Gemeinde, deren Kräfte erschöpft sind.

Gott, unser Vater. Deine Kinder dürfen wir sein. Dafür danken wir dir und preisen dich, jetzt und in Ewigkeit.




27. Juli 2014
17. Sonntag im Jahreskreis (A): Ein Schatz

Einführung
Es kostet vielleicht manchmal eine gewisse Überwindung, zur Messe zu gehen. Wenn wir uns trotzdem immer wieder dazu auf den Weg machen, so mag das verschiedene Gründe haben. Machen wir uns jetzt, am Beginn der Feier, einmal bewusst, welcher Schatz uns hier geschenkt ist: Hier dürfen wir sehen und erfahren, dass wir als Glaubende nicht allein sind. Hier wird uns Gottes Wort verkündet, hier hören wir, was er Großes getan hat und bis heute tut. Hier dürfen wir schließlich ihn, unseren Herrn, selbst empfangen unter den Gestalten von Brot und Wein als Speise für unseren Weg durchs Leben. Begrüßen wir ihn jetzt unter uns mit dem Ruf, mit dem ihn seit 2000 Jahren die Christen begrüßen: Kyrie eleison - Herr, erbarme dich.

Fürbitten
Gott, unser Vater, um der Welt die Fülle des Lebens schenken, hast du deinen Sohn hingegeben. Wir bitten dich:

- Für die Christen: Erfülle sie mit Freude über die Erlösung, und mache sie zu lebendigen Zeugen deiner Frohen Botschaft.

– Stille –
Gott, unser Vater.

- Für die Mächtigen dieser Welt: Gib ihnen Achtung vor dem Leben eines jeden Menschen, und stärke in ihnen den Willen zum Frieden.
- Für die Verhungernden und Notleidenden in aller Welt: Komm ihnen zu Hilfe, und schenke ihnen, was sie zum Leben brauchen.
- Für uns selbst und die Menschen, mit denen wir zusammenleben: Bewahre uns vor falscher Sicherheit und Sattheit, und mache uns lebendig durch deinen Geist.
- Für unsere Verstorbenen: Schenke ihnen das ewige Leben in der Gemeinschaft mit dir.

Gott, du bist der Ursprung und Erhalter allen Lebens. Dich preisen wir durch deinen Sohn Jesus Christus in der Einheit des Heiligen Geistes jetzt und Ewigkeit.



3. August 2014
18. Sonntag im Jahreskreis (A): „Er erbarmt sich“

Einführung
Es gibt Situationen in unserem Leben, in denen wir meinen, wir seien am Ende. Von Jesus heißt es im Evangelium einmal: „Als er die vielen Menschen sah, hatte er Mitleid mit ihnen und heilte die Kranken, die bei ihnen waren.“ Die Feier der Messe ist für uns immer wieder ein Ort der Begegnung mit unserem Herrn. Wir sind heute die Scharen, die zu ihm kommen. Auf uns sieht er mit seinem erbarmenden Blick. Er sieht die Lasten, die wir zu tragen haben, die Verletzungen, die vielleicht kein anderer sieht. Er sieht unsere Sorgen, unsere Ängste; er sieht, was uns krank macht. Hier ist der Ort, an dem er sich zu uns neigt und uns heilt.

Fürbitten
Unser Herr Jesus Christus hat einst Brot an die Leute ausgeteilt, bis alle satt waren. Auch heute hungern die Menschen nach dem täglichen Brot für Leib und Seele. Darum bitten wir:

- Für die Nachfolger der Apostel und ihre Mitarbeiter, die nicht aus Eigenem die ihnen anvertrauten Menschen satt machen, sondern nur weitergeben können, was sie selbst empfangen.

– Stille –
Herr, erbarme dich.

- Für die Menschen, die Verantwortung tragen für das Wohl ihrer Mitmenschen und die oft ratlos sind angesichts der großen Probleme der Welt.
- Für die Eltern, die ihren Kindern nicht genug zu essen geben können, und für ihre Kinder.
- Für die Menschen in unserer Gesellschaft, die durch den Materialismus satt und selbstzufrieden geworden sind.

Herr, unser Gott, du gibst allen Speise zur rechten Zeit. Du öffnest deine Hand und sättigst alles, was da lebt, mit Segen.



10. August 2014
19. Sonntag im Jahreskreis (A): In sehr einfachen Dingen

Einführung
Zweifellos kann man in großen Ereignissen der Weltgeschichte oder auch unserer Tage als Glaubender Spuren Gottes entdecken. Und manchmal wünschen wir uns, Gottes Hand möge noch deutlicher erkennbar sein, so dass alle sehen müssen, wer da am Werk ist. Aber dieser Wunsch geht nicht in Erfüllung, und er kann es wohl auch nicht. Erkenntnis Gottes, Erfahrung seiner Gegenwart, die Sicherheit, von seiner Hand geführt und von seiner Liebe gehalten zu sein - all das kommt nicht mit Blitz und Donner und macht keine Schlagzeilen. Gott begegnet in Stille und in sehr einfachen Dingen: in der Begegnung zweier Menschen, in seinem von Menschen weitergegebenen Wort, unter den bescheidenen Gestalten von Brot und Wein, hier, unter uns, in dieser Stunde. Öffnen wir uns für ihn!

Fürbitten
Als Petrus im See zu versinken drohte, rief er Jesus um Hilfe. In dem gleichen Glauben und Vertrauen bitten wir heute:

- Für die Nachfolger der Apostel und ihre Mitarbeiter: den Papst, die Bischöfe, Priester, Diakone, für die Missionare in aller Welt, denen der Schatz des Evangeliums zur Weitergabe anvertraut ist.

– Stille –
Christus, höre uns.

- Für die Millionen von Menschen, die täglich in Unsicherheit und Angst leben und nach Gerechtigkeit und Frieden hungern.
- Für die Menschen, die blind sind für den tieferen Sinn ihres Lebens und für die Not ihrer Mitmenschen.
- Für die jungen Menschen, die noch viel von ihrem Leben erwarten, und für die Älteren, die die Grenzen ihrer Möglichkeiten im Leben spüren.

Gott, unser Vater, in deinem Sohn schenkst du denen das Heil, die auf dich vertrauen. Dir danken wir jetzt und zu aller Zeit.



15. August 2014
Mariä Aufnahme in den Himmel: Was wird aus uns?

Einführung
Es gibt Fragen, die für unser Leben von ganz entscheidender Bedeutung sind, denen wir uns dennoch nur selten stellen. Zu diesen Fragen gehört auch: Was wird aus uns, wenn wir eines Tages sterben? Die Antworten, die wir uns selbst und anderen geben, bleiben meist sehr vage und unsicher. Eine Antwort, die uns weiterführt, gibt uns die Kirche im heutigen Fest. Heute feiern wir, dass es außer dem menschgewordenen Gottessohn selbst einen Menschen gebt, der sein endgültiges Ziel bereits erreicht hat. Maria, die Mutter unseres Herrn, wurde mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen. Das ist die Antwort Gottes auf unsere Fragen. Und wir verstehen diese Antwort, wenn wir jetzt wirklich feiern. Dann verbindet sich mit der Freude über die Vollendung des Lebens der Gottesmutter die Vorfreude auf die Vollendung unseres eigenen Lebens.

Fürbitten
Im Vertrauen auf Maria, unsere Fürsprecherin, die das menschliche Leben mit seinen Nöten und Sorgen kennt, beten wir zu unserem Vater im Himmel:

- Nimm auch heute Menschen in deinen besonderen Dienst und gib ihnen Kraft für ihre Aufgaben.

– Stille –
Gott, unser Vater.

- Erschüttere die Mächtigen dieser Welt und verhilf denen zum Durchbruch, die sich für Frieden und Gerechtigkeit für alle einsetzen.
- Nimm dich derer an, die leiden und sich nicht selbst helfen können.
- Erfülle die jungen Menschen mit Hoffnung für die Zukunft und mit dem Mut, Neues zu wagen.
- Nimm unsere Verstorbenen auf in dein Reich.

Gott, unser Vater. Mit Maria preisen wir dich in deiner Größe, jetzt und in Ewigkeit.



17. August 2014
20. Sonntag im Jahreskreis (A): Alle dürfen kommen

Einführung
Manchmal kann man Sätze hören wie: „Was hat eigentlich der oder jene in der Kirche verloren?“ Oder: „Die Leute, die sonntags in die Kirche gehen, sind auch nicht besser als andere.“ Solche Worte sollen uns nicht entmutigen. Jesus hat sich denen zugewandt, die zu ihm kamen. Für ihn waren nicht Herkunft und eine weiße Weste entscheidend, sondern der Mensch, der vor ihm stand und ihn um sein Erbarmen bat. Das gibt auch uns Zuversicht: Was immer uns bedrückt und belastet, wir dürfen hierher kommen, um Gottes heilendes Wort zu hören und seine Zuwendung zu erfahren. Bitten wir den Herrn um sein Erbarmen.

Fürbitten
Auf vielfältige Weise hat Gott im Laufe der Geschichte gezeigt, dass er Menschen, die seiner Hilfe bedürfen, nicht im Stich lässt. Ihn bitten wir:

- Für alle, denen die Verkündigung anvertraut ist und die nach Wegen suchen, wie die Frohe Botschaft heute wirksam verkündet werden kann.

– Stille –
Herr, unser Gott.

- Für jene, die über andere zu richten haben und die so dem inneren Elend vieler Menschen begegnen und von deren Wort oft viel für andere abhängt.
- Für die Menschen, denen es am Notwendigsten fehlt und die keine Hoffnung auf eine bessere Zukunft haben.
- Für die Menschen in unserem Land, die äußere oder innere Not leiden: für die Kranken, die Behinderten, die Alkohol- und Drogenabhängigen, für die Arbeitslosen und ihre Familien.

Herr, unser Gott, in deiner Hand liegen die Geschicke der Menschen. Führe alles zu einem guten Ende, damit einst alle dich loben und preisen.



24. August 2014
21. Sonntag im Jahreskreis (A): Für wen haltet ihr mich?

Einführung
Angenommen, vor der Kirche draußen hätte vorhin, als Sie hereingekommen sind, jemand mit einem Mikrophon gestanden und gefragt: Was halten Sie von Jesus? Was bedeutet er Ihnen? Wahrscheinlich wären Sie angesichts dieser Frage zunächst platt gewesen und hätten vielleicht dann ein paar Schlagworte genannt, die uns geläufig sind: Jesus war ein guter Mensch, ein Helfer der Schwachen, Jesus ist unser Bruder, der Messias, der Sohn Gottes. Sonntag für Sonntag kommen wir zusammen, um das Gedächtnis Jesu zu feiern. Was bedeutet er uns wirklich? Stellen wir uns nun am Beginn der Feier dieser Frage, bevor wir ihn mit dem Ruf des „Kyrie“, des „Herr, erbarme dich“, in unserer Mitte begrüßen.

Fürbitten
Unser Herr Jesus Christus hat in seinem irdischen Leben Leid und Kreuz erfahren. Zu ihm rufen wir voll Vertrauen in den Anliegen unserer Tage:

- Wir beten für die Menschen, die der Herr in seine besondere Nachfolge gerufen hat als Diakone, Priester oder Ordensleute.

– Stille –
Christus, höre uns.

- Wir beten für die Menschen, die körperliches Leid zu tragen haben, weil sie krank oder behindert sind, und für jene, die innerlich leiden.
- Wir beten für die Völker der Erde, die auf der Suche sind nach der Gerechtigkeit und nach einem friedlichen Zusammenleben.
- Wir beten für alle, die in ihrem Hunger nach einem erfüllten Leben auf Irrwege geraten sind und vergebens nach Glück suchen.
- Wir beten für unsere Verstorbenen, die an den Herrn geglaubt und auf ihn gehofft haben.

Auf dich, unseren Herrn, vertrauen wir, und dich preisen wir jetzt und in Ewigkeit.



31. August 2014
22. Sonntag im Jahreskreis (A): Das Kreuz annehmen

Einführung
Manchmal stehen wir vor der Frage: Wie kann Gott nur so etwas zulassen? Das Elend der Menschen in den Kriegsgebieten? Das Verhungern Hunderttausender in Afrika? Oder die tödliche Krankheit einer jungen Mutter? Den Unfall, der eine Urlauberfamilie zerstört? Gottes Wege sind oft unverständlich. Seine Antwort auf unsere Fragen hat Gott in seinem Sohn gegeben, der nur Gutes tat und trotzdem verhaftet, verurteilt, gekreuzigt wurde. Der dann aber auferstand. Dieses Geschehen wird jetzt unter uns gegenwärtig. Indem wir die heilige Messe feiern, lassen wir uns darauf ein, dass auch unsere Welt und unser persönliches Leben unter dem Gesetz von Kreuz, Tod und Auferstehung stehen.

Fürbitten
Beten wir heute für die Menschen, deren Leben in besonderer Weise vom Kreuz gezeichnet ist:

- Für die Männer, Frauen und Kinder, die wehrlos der Gewalt ausgeliefert sind.

– Stille –
Herr, erbarme dich.

- Für alle, die ihre Existenz in die Nachfolge Christi gesetzt haben und unter ihrer eigenen Unvollkommenheit leiden.
- Für jene, die sich in Staat und Gesellschaft für das Wohl anderer einsetzen und kein Verständnis finden.
- Für die Schwerkranken und ihre Angehörigen, für die Behinderten und für jene, die sich ihrer annehmen.
- Für jene, die in dieser Woche aus dem Leben gerissen wurden, und für ihre Hinterbliebenen.

Gott, unser Vater. Deinen Sohn hast du nicht im Tod gelassen, sondern auferweckt. Du vermagst alles zum Guten zu führen. Dir vertrauen wir, jetzt und in Ewigkeit.



7. September 2014
23. Sonntag im Jahreskreis (A): Sonntag

Einführung
Ein „Schönes Wochenende!“ wünschen sich die Menschen in Betrieben bei Arbeitsschluss am Freitag. Wochenende, das bedeutet: zwei Tage, an denen man frei ist von den Zwängen des Alltags, tun, was man gerne tut, oder auch nichts. Christlicher Sonntag ist mehr: nicht nur äußeres Freisein von Verpflichtungen, sondern Abstand gewinnen zu den Dingen, die uns in Beschlag nehmen, wieder einmal sehen, was wirklich wichtig ist, den Blick erheben von dem, was uns unmittelbar umgibt, auf die Perspektiven unseres Lebens, auf unsere Berufung als Kinder Gottes, deren Zukunft die ewige Vollendung ist. Darum kommen wir hier zusammen, denn hier hören wir Gottes Wort, hier begegnen wir ihm selbst.

Fürbitten
„Was zwei von euch auf Erden gemeinsam erbitten, werden sie von meinem himmlischen Vater erhalten.“ Im Vertrauen auf dieses Wort Jesu beten wir jetzt:

- Für die Kirche: dass sie die Zeichen der Zeit zu erkennen und ihre Botschaft zu verkünden vermag, dass sie die Herzen der Menschen erreicht.

– Stille –
Gott, unser Vater.

- Für die Frauen und Männer, denen Macht anvertraut ist: dass sie Wege finden, Frieden, Gerechtigkeit und Sicherheit für alle zu schaffen.
- Für die von Leid Heimgesuchten: dass ihr Schicksal ein Kreuz ist, auf das die Auferstehung folgt.
- Für alle, die sich verloren vorkommen, die keinen Halt mehr haben: dass sie Menschen begegnen, denen sie vertrauen können und die ihnen vertrauen.

Gott, unser Vater. Du hast die Macht, alles zum Guten zu wenden. Auf dich bauen wir, heute und alle Tage unseres Lebens.



14. September 2014
Kreuzerhöhung: "Herr, erbarme dich"

Einführung
Manchmal haben wir Anlass zu sagen: „Muss ich mir das gefallen lassen?“ „Nein, nicht mit mir!“ Und immer wieder zerbrechen Beziehungen - zwischen Nachbarn, zwischen Freunden, ja selbst innerhalb von Familien -, weil einer nicht mehr erträgt, was ein anderer ihm zufügt.
So berechtigt es auch ist, sich gegen Unrecht zur Wehr zu setzen, stehen wir immer auch vor der Frage: Wie wäre es, wenn Gott uns Menschen gegenüber sagen würde: „Das geht zu weit. Das lasse ich mir nicht mehr gefallen!“ Im Vertrauen darauf, dass Gottes Geduld mit uns ohne Ende ist, dürfen wir gewiss sein, dass er unser ehrliches „Herr, erbarme dich unser“ immer wieder erhört.

Fürbitten
Lasst uns beten zu Gott, unserem barmherzigen Vater, der uns hört, wenn wir zu ihm rufen:

- Für alle Christen, die in Konfessionen gespalten sind, für die verschiedenen Gruppen in der Kirche, die sich mit dem Verständnis untereinander schwertun: Schenke ihnen die Gnade ständiger Hinkehr zu dir als ihrem Ursprung und Ziel.

– Stille –
Gott, unser Vater.

- Für die Journalisten und Medienschaffenden: Lass sie ihrer großen Verantwortung, die sie für die Gesellschaft haben, immer wieder bewusst werden.
- Für die Notleidenden auf der ganzen Welt, für die Opfer von Naturkatastrophen und von Kriegen: Erweise dich an ihnen als der liebende Vater.
- Für die Menschen, die nicht weiterwissen, weil sie Fehler gemacht und sich in Schuld verstrickt haben: Zeige dich ihnen als barmherziger Vater.

Gott, unser Vater, du lässt uns immer wieder von falschen Wegen umkehren und zu dir finden. Wir danken dir für deine Geduld, und preisen dich heute und alle Tage unseres Lebens.



21. September 2014
25. Sonntag im Jahreskreis: In dankbarer Freude

Einführung
Manchmal sind wir ganz zufrieden mit unserem Leben, manchmal aber plagen uns auch Gedanken wie: Warum geht es mir nicht auch so gut wie dem oder jenem? Der ist doch auch kein besserer Mensch. Und wenn uns etwas Schweres trifft, fragen wir vielleicht sogar. Wo bleibt denn Gott? Vielleicht ist diese Frage selbst schon nicht ganz richtig, und müssen wir eher sagen: Was hat Gott mir doch alles schon geschenkt in meinem Leben: die Liebe meiner Eltern, die Zuneigung von Freunden, Gesundheit und Schaffenskraft, Vergebung und Mut ... Der Blick auf das, was uns geschenkt ist, macht uns frei von kurzsichtigem Neid und lässt uns in dankbarer Freude Gott loben und preisen.

Fürbitten
Gott, unser Vater, will das Heil aller Menschen. Zu ihm wollen wir beten:

- Für die Kirche, auf die so viele arme und unterdrückte Menschen ihre ganze Hoffnung setzen.

– Stille –
Gott, unser Vater.

- Für die Mächtigen in Wirtschaft und Politik, von deren Entscheidungen die Sicherheit und das Wohlergehen ganzer Völker abhängen.
- Für die Armen, deren ganzes Leben von der Sorge um das tägliche Brot für sich und ihre Kinder geprägt ist.
- Für die Menschen in unserem Land, die keine Arbeit haben, und für alle, denen es am Notwendigsten fehlt.
- Für unsere verstorbenen Angehörigen und für alle Toten, deren keiner mehr gedenkt.

Gott, unser Vater, immer wieder tust du deine milde Hand auf und erfüllst alles, was lebt, mit deinem Segen. Dir danken wir, und dich preisen wir jetzt und in Ewigkeit.



28. September 2014
26. Sonntag im Jahreskreis: Schuld und Erbarmen

Einführung
Zu unserem Leben gehört, dass wir auch Fehler machen. Nicht immer tun wir das Gute, das wir tun könnten. Wir tun Menschen weh, verletzen sie. Wir lassen unser Herz gefangen nehmen von Belanglosigkeiten und von kleinlichem Egoismus. Es ist heute nicht modern, von Schuld zu sprechen, aber es gibt Schuld - im Leben eines jeden. Als Christen können und dürfen wir davon reden, können und dürfen wir auch unser eigenes Versagen anerkennen. Denn wir wissen, dass es auch das Erbarmen gibt, die Liebe Gottes, die uns hält und aufrichtet. Das erfahren wir in dieser Feier.

Fürbitten
Gott erbarmt sich, wenn Menschen sich von verkehrten Wegen abwenden. Darum bitten wir ihn:

- Für die Kirche, der das Werk der Versöhnung in Verkündigung und Sakrament aufgetragen ist, die aber zugleich selbst immer wieder der Reinigung bedarf.

– Stille –
Barmherziger Gott.

- Für Menschen, die Krieg führen, für die in Politik und Wirtschaft Einflussreichen, die von Macht und Besitzstreben verblendet sind, für die Soldaten, die im Kreislauf der Gewalt gefangen sind.
- Für jene, die an ihren nächsten Angehörigen schuldig geworden sind, für jene, die die Ehe gebrochen oder eine Familie zerstört haben.
- Für alle Opfer von Gewalt: die Völker, die im Krieg leben, die Machtlosen in den Ländern der Dritten Welt, für jene unter uns, denen Unrecht geschieht.
- Für unsere Verstorbenen.

Gott, unser Vater. Du erbarmst dich aller, die sich zu dir wenden: der Sünder, die umkehren, und der Notleidenden. Dir danken wir, und dich preisen wir, jetzt und in Ewigkeit.


 10 Leitsätze
zur Formulierung von Fürbitten


Weitere Hilfen:
 Mit der Not der Welt
vor Gott.
Inhalte und Formen
der Fürbitten

(Pastoralliturgische
Hilfe 11)
Deutsches Liturgisches Institut, Trier 2001, 69 Seiten.
Bestell-Nr. DLI 5011
Die Broschüre geht u.a. auf folgende Fragen ein: Was ist fürbittendes Gebet? Was hilft das Fürbittgebet? Wie werden die Fürbitten vorbereitet? Wie werden die Fürbitten formuliert? Wie geht man mit (gedruckten) Vorlagen um?

 Aktuelle Fürbitten (Bistum Trier)











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