vorhergehende Seitenächste Seite
Home
Wort
Gottes
Zur
Formen
Werkbuch
Bibel
Leseordnung
Fürbitten
Kontakt
Impressum
vorhergehende Seitenächste Seite
Oktober 2014
So Mo Di Mi Do Fr Sa
 1234
567891011
12131415161718
19202122232425
262728293031
November 2014
So Mo Di Mi Do Fr Sa
 1
2345678
9101112131415
16171819202122
23242526272829
30


   Der liturgische
   Taschenkalender 2014

    mehr

7. September 2014
23. Sonntag im Jahreskreis (A): Sonntag

Einführung
Ein „Schönes Wochenende!“ wünschen sich die Menschen in Betrieben bei Arbeitsschluss am Freitag. Wochenende, das bedeutet: zwei Tage, an denen man frei ist von den Zwängen des Alltags, tun, was man gerne tut, oder auch nichts. Christlicher Sonntag ist mehr: nicht nur äußeres Freisein von Verpflichtungen, sondern Abstand gewinnen zu den Dingen, die uns in Beschlag nehmen, wieder einmal sehen, was wirklich wichtig ist, den Blick erheben von dem, was uns unmittelbar umgibt, auf die Perspektiven unseres Lebens, auf unsere Berufung als Kinder Gottes, deren Zukunft die ewige Vollendung ist. Darum kommen wir hier zusammen, denn hier hören wir Gottes Wort, hier begegnen wir ihm selbst.

Fürbitten
„Was zwei von euch auf Erden gemeinsam erbitten, werden sie von meinem himmlischen Vater erhalten.“ Im Vertrauen auf dieses Wort Jesu beten wir jetzt:

- Für die Kirche: dass sie die Zeichen der Zeit zu erkennen und ihre Botschaft zu verkünden vermag, dass sie die Herzen der Menschen erreicht.

– Stille –
Gott, unser Vater.

- Für die Frauen und Männer, denen Macht anvertraut ist: dass sie Wege finden, Frieden, Gerechtigkeit und Sicherheit für alle zu schaffen.
- Für die von Leid Heimgesuchten: dass ihr Schicksal ein Kreuz ist, auf das die Auferstehung folgt.
- Für alle, die sich verloren vorkommen, die keinen Halt mehr haben: dass sie Menschen begegnen, denen sie vertrauen können und die ihnen vertrauen.

Gott, unser Vater. Du hast die Macht, alles zum Guten zu wenden. Auf dich bauen wir, heute und alle Tage unseres Lebens.



14. September 2014
Kreuzerhöhung: "Herr, erbarme dich"

Einführung
Manchmal haben wir Anlass zu sagen: „Muss ich mir das gefallen lassen?“ „Nein, nicht mit mir!“ Und immer wieder zerbrechen Beziehungen - zwischen Nachbarn, zwischen Freunden, ja selbst innerhalb von Familien -, weil einer nicht mehr erträgt, was ein anderer ihm zufügt.
So berechtigt es auch ist, sich gegen Unrecht zur Wehr zu setzen, stehen wir immer auch vor der Frage: Wie wäre es, wenn Gott uns Menschen gegenüber sagen würde: „Das geht zu weit. Das lasse ich mir nicht mehr gefallen!“ Im Vertrauen darauf, dass Gottes Geduld mit uns ohne Ende ist, dürfen wir gewiss sein, dass er unser ehrliches „Herr, erbarme dich unser“ immer wieder erhört.

Fürbitten
Lasst uns beten zu Gott, unserem barmherzigen Vater, der uns hört, wenn wir zu ihm rufen:

- Für alle Christen, die in Konfessionen gespalten sind, für die verschiedenen Gruppen in der Kirche, die sich mit dem Verständnis untereinander schwertun: Schenke ihnen die Gnade ständiger Hinkehr zu dir als ihrem Ursprung und Ziel.

– Stille –
Gott, unser Vater.

- Für die Journalisten und Medienschaffenden: Lass sie ihrer großen Verantwortung, die sie für die Gesellschaft haben, immer wieder bewusst werden.
- Für die Notleidenden auf der ganzen Welt, für die Opfer von Naturkatastrophen und von Kriegen: Erweise dich an ihnen als der liebende Vater.
- Für die Menschen, die nicht weiterwissen, weil sie Fehler gemacht und sich in Schuld verstrickt haben: Zeige dich ihnen als barmherziger Vater.

Gott, unser Vater, du lässt uns immer wieder von falschen Wegen umkehren und zu dir finden. Wir danken dir für deine Geduld, und preisen dich heute und alle Tage unseres Lebens.



21. September 2014
25. Sonntag im Jahreskreis: In dankbarer Freude

Einführung
Manchmal sind wir ganz zufrieden mit unserem Leben, manchmal aber plagen uns auch Gedanken wie: Warum geht es mir nicht auch so gut wie dem oder jenem? Der ist doch auch kein besserer Mensch. Und wenn uns etwas Schweres trifft, fragen wir vielleicht sogar. Wo bleibt denn Gott? Vielleicht ist diese Frage selbst schon nicht ganz richtig, und müssen wir eher sagen: Was hat Gott mir doch alles schon geschenkt in meinem Leben: die Liebe meiner Eltern, die Zuneigung von Freunden, Gesundheit und Schaffenskraft, Vergebung und Mut ... Der Blick auf das, was uns geschenkt ist, macht uns frei von kurzsichtigem Neid und lässt uns in dankbarer Freude Gott loben und preisen.

Fürbitten
Gott, unser Vater, will das Heil aller Menschen. Zu ihm wollen wir beten:

- Für die Kirche, auf die so viele arme und unterdrückte Menschen ihre ganze Hoffnung setzen.

– Stille –
Gott, unser Vater.

- Für die Mächtigen in Wirtschaft und Politik, von deren Entscheidungen die Sicherheit und das Wohlergehen ganzer Völker abhängen.
- Für die Armen, deren ganzes Leben von der Sorge um das tägliche Brot für sich und ihre Kinder geprägt ist.
- Für die Menschen in unserem Land, die keine Arbeit haben, und für alle, denen es am Notwendigsten fehlt.
- Für unsere verstorbenen Angehörigen und für alle Toten, deren keiner mehr gedenkt.

Gott, unser Vater, immer wieder tust du deine milde Hand auf und erfüllst alles, was lebt, mit deinem Segen. Dir danken wir, und dich preisen wir jetzt und in Ewigkeit.



28. September 2014
26. Sonntag im Jahreskreis: Schuld und Erbarmen

Einführung
Zu unserem Leben gehört, dass wir auch Fehler machen. Nicht immer tun wir das Gute, das wir tun könnten. Wir tun Menschen weh, verletzen sie. Wir lassen unser Herz gefangen nehmen von Belanglosigkeiten und von kleinlichem Egoismus. Es ist heute nicht modern, von Schuld zu sprechen, aber es gibt Schuld - im Leben eines jeden. Als Christen können und dürfen wir davon reden, können und dürfen wir auch unser eigenes Versagen anerkennen. Denn wir wissen, dass es auch das Erbarmen gibt, die Liebe Gottes, die uns hält und aufrichtet. Das erfahren wir in dieser Feier.

Fürbitten
Gott erbarmt sich, wenn Menschen sich von verkehrten Wegen abwenden. Darum bitten wir ihn:

- Für die Kirche, der das Werk der Versöhnung in Verkündigung und Sakrament aufgetragen ist, die aber zugleich selbst immer wieder der Reinigung bedarf.

– Stille –
Barmherziger Gott.

- Für Menschen, die Krieg führen, für die in Politik und Wirtschaft Einflussreichen, die von Macht und Besitzstreben verblendet sind, für die Soldaten, die im Kreislauf der Gewalt gefangen sind.
- Für jene, die an ihren nächsten Angehörigen schuldig geworden sind, für jene, die die Ehe gebrochen oder eine Familie zerstört haben.
- Für alle Opfer von Gewalt: die Völker, die im Krieg leben, die Machtlosen in den Ländern der Dritten Welt, für jene unter uns, denen Unrecht geschieht.
- Für unsere Verstorbenen.

Gott, unser Vater. Du erbarmst dich aller, die sich zu dir wenden: der Sünder, die umkehren, und der Notleidenden. Dir danken wir, und dich preisen wir, jetzt und in Ewigkeit.



5. Oktober 2014
27. Sonntag im Jahreskreis: Gottes Güte

Einführung
Wenn wir hier Sonntag für Sonntag zusammenkommen, so bringt jeder von uns sich selbst mit. Das heißt: Wir kommen zusammen mit unseren kleinen und großen Freuden, mit unseren Sorgen und Nöten, mit unseren Hoffnungen und Ängsten. Nicht alles, was wir gerne hätten und worum wir beten, geht in Erfüllung. Und manchmal wird es so sein, dass wir im Nachhinein erst erkennen, dass uns Gott mehr gegeben hat, als wir verdient, und Größeres, als wir erbeten hatten. Diese Erfahrung, die wir vielleicht auch schon einmal gemacht haben, mag uns helfen, uns jetzt wieder ganz in diese Feier hineinzugeben. Im Vertrauen auf seine Güte wollen wir jetzt den Herrn um sein Erbarmen bitten.

Fürbitten
Unser Herr Jesus Christus hat auf vielfältige Weise den Menschen geholfen, die ihn angerufen haben. Ihn wollen wir heute bitten:

- Für die Kirche, auf die in vielen Ländern die Armen ihre ganze Hoffnung setzen.

– Stille –
Christus, höre uns.

- Für die Völker der Dritten Welt, deren Probleme kaum lösbar erscheinen.
- Für all jene, deren menschliche Würde missachtet wird und die sich nach Gerechtigkeit und Zuwendung sehnen.
- Für die Kranken und für ihre Angehörigen, die um das Leben und um die Gesundheit ihrer Lieben bangen.
- Für unsere ausländischen Mitbürger, die in Sorgen leben um ihre eigene Zukunft und die ihrer Familien.
- Für unsere Verstorbenen, die ein Leben lang an Gott geglaubt und auf ihn gehofft haben.

Gott, unser Vater. Deinen Sohn hast du nicht im Tod gelassen, sondern auferweckt. Du vermagst alles zum Guten zu führen. Dir vertrauen wir, jetzt und in Ewigkeit.




12. Oktober 2014
28. Sonntag im Jahreskreis: Zum Gastmahl geladen

Einführung
Wenn wir etwas zu feiern haben - sei es einen Geburtstag, eine Hochzeit oder auch der Abschied von einem Menschen -, dann kommen wir zusammen und halten Mahl. Am gleichen Tisch sitzen, einander erzählen, Erfahrungen austauschen, miteinander essen, drückt Gemeinschaft aus und schafft neue Verbundenheit. Aber auch dort, wo es zunächst gar nichts zu feiern gibt, wo aber einer im Gespräch sich einem anderen öffnet oder wo er sein Brot mit dem teilt, der keines hat, entsteht Gemeinschaft.
Hierher, zu seinem Gastmahl, hat uns der himmlische Vater eingeladen. Hier teilt er mit uns, was sein ist: Im Wort, das verkündet wird, im Brot, das gebrochen, und im Wein, der getrunken wird, schenkt er uns seinen Sohn.

Fürbitten
Gott lädt alle Menschen an seinen Tisch. Aber nicht alle hören auf seinen Ruf. Darum beten wir:

- Für Frauen und Männer, die im seelsorgerlichen Dienst Gottes Einladung hinaustragen und auf Unverständnis, Misstrauen oder Ablehnung stoßen.

– Stille –
Christus, höre uns.

- Für die Mächtigen dieser Welt, die ohne Gott auszukommen meinen.
- Für die Journalisten in Fernsehen, Rundfunk und Presse, die mit ihren Berichten und Kommentaren Einfluss haben auf die öffentliche Meinung.
- Für die Menschen, die von Reichtum und Wohlstand ausgeschlossen sind und von Tag zu Tag nicht wissen, wovon sie leben sollen.
- Für alle, die taub geworden sind für die Frohe Botschaft.

Guter Gott. Du schenkst uns auf Erden, was wir zum Leben brauchen, als ein Zeichen jener Fülle, die du für uns bereithältst. Dir danken wir, und dich preisen wir, jetzt und in Ewigkeit.



19. Oktober 2014
29. Sonntag im Jahreskreis: Ich bin der Herr

Einführung
Es gibt viele Herren in dieser Welt, denen Menschen dienen. „Das Geld regiert die Welt", sagen wir beispielsweise. Oder wir sprechen von Konsumterror. Dem materiellen Wohlstand wird oft viel geopfert - im Leben des Einzelnen, im Familienleben, im Leben der Völker untereinander. Selbst dort, wo Freiheit und Menschenwürde zu den erklärten Zielen gehören, bleibt der Mensch verstrickt in Abhängigkeiten, die ihm bei der Verwirklichung im Wege stehen. Und alle Herren dieser Welt vermögen die Frage nach dem Sinn des Lebens aus sich heraus nicht zu beantworten.
Als Christen versammeln wir uns Sonntag für Sonntag, um uns neu auszurichten auf den, der der Herr unseres Lebens ist. Lassen wir uns von ihm neu ergreifen, und lassen wir uns neu aussenden in eine Welt, die noch immer auf ihren wahren Herrn wartet.

Fürbitten
Die Welt wartet auf Erlösung, auf das befreiende Wort der Frohen Botschaft. Das Werk der Verkündigung ist zwar der Auftrag des Herrn an die Kirche, aber dass der Einsatz der Menschen Frucht bringt, vermag nur er selbst zu schenken. Darum beten wir zu ihm:

- Wir beten für die Menschen, die ihr Leben einsetzen im Dienst der Verkündigung: für die Missionare, für die Bischöfe und Priester der jungen Kirchen und für ihre Helfer.

– Stille –
Christus, höre uns.

- Wir beten für die Politiker und Wirtschaftsfachleute in den Ländern der Dritten Welt, wo soziale Ungerechtigkeit und Naturkatastrophen auf den Menschen lasten.
- Wir beten für alle jungen Menschen, die nicht zufrieden sind mit Verhältnissen, in denen materieller Wohlstand das einzig Bestimmende zu sein scheint.
- Wir beten für die Menschen, die Not leiden, für die Kinder in den unterentwickelten Ländern und für alle, die nach einem erfüllten Leben hungern.

Gott, du vermagst alles zum Guten zu führen. Dir sei Ehre und Lobpreis jetzt und in Ewigkeit.



26. Oktober 2014
30. Sonntag im Jahreskreis: Mission heute

Einführung
„Überall ist euer Glaube an Gott bekannt geworden“, schrieb einst der heilige Paulus an die Gemeinde in Thessalonich (2. Lesung). Glaubensverkündigung, Glaubensweitergabe, Mission - das sind Dinge, die wir gerne den Profis überlassen: Priestern und Diakonen, Pastoral- und Gemeindereferentinnen und -referenten, Religionslehrern, Ordensleuten. Für Paulus, der sich der Bedeutung seiner eigenen Sendung durchaus bewusst war, war eines klar: Entscheidend für das Gelingen der Glaubensweitergabe ist das lebendige Zeugnis der einzelnen in ihrem Lebensbereich, das Beispiel, das sie geben, die Konsequenz, mit der sie ihr Christsein leben. Teilnahme am Gottesdienst ist ein solches Zeugnis, und sie soll uns Kraft geben für einen lebendigen und ansteckenden Glauben im Alltag.

Fürbitten
Die Weitergabe unseres Glaubens ist sehr schwierig geworden. Bitten wir Gott um seine Hilfe:

- Für alle, die die Weitergabe des Glaubens zu ihrem Beruf gemacht haben.

– Stille –
Gott, unser Vater.

- Für die Eltern, die sich um eine christliche Erziehung ihrer Kinder bemühen, für die Lehrer, die ihren Schülern christliche Werte zu vermitteln suchen.
- Für die Christen, die sich in ihrer Kirche und in ihren anerzogenen religiösen Gewohnheiten nicht mehr zu Hause fühlen, aber Sehnsucht haben nach einem geistlichen Leben.
- Für die Menschen, die der Kirche entfremdet sind, für die von ihr Enttäuschten oder an ihr Erbitterten.
- Für alle jene in der weiten Welt, deren materielle Not so groß ist, daß ihre Gedanken nur mehr dem Überleben gelten.

Gott, unser Vater. Dein Sohn hat seinen Jüngern aufgetragen, seine Botschaft in die Welt hinauszutragen, und hat ihnen dazu seinen Beistand verheißen. Auf diese Verheißung vertrauen wir, jetzt und in Ewigkeit.


 10 Leitsätze
zur Formulierung von Fürbitten


Weitere Hilfen:
 Mit der Not der Welt
vor Gott.
Inhalte und Formen
der Fürbitten

(Pastoralliturgische
Hilfe 11)
Deutsches Liturgisches Institut, Trier 2001, 69 Seiten.
Bestell-Nr. DLI 5011
Die Broschüre geht u.a. auf folgende Fragen ein: Was ist fürbittendes Gebet? Was hilft das Fürbittgebet? Wie werden die Fürbitten vorbereitet? Wie werden die Fürbitten formuliert? Wie geht man mit (gedruckten) Vorlagen um?

 Aktuelle Fürbitten (Bistum Trier)











Druckversion dieser Seite
© 2004-08 by Deutsches Liturgisches Institut