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   Der liturgische
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1. März 2015
2. Fastensonntag (B): Verwandelt

Einführung
Auf dem Weg unseres Lebens begegnet uns manche Mühsal, es werden oft hohe Forderungen an uns gestellt, wir erleben Leid und Niederlagen. Wir sind manchmal bedrückt und mutlos. Immer wieder aber gibt es auch Stunden, in denen uns im Dunkel ein Licht aufleuchtet, in denen wir etwas ahnen dürfen von der Herrlichkeit, zu der wir als Menschen und Christen berufen sind. Auch die Fastenzeit steht in dieser Spannung: Das Verstricktsein in Schwachheit und Schuld steht uns vor Augen, und zugleich strecken wir uns schon aus nach dem österlichen Licht der Auferstehung. Das Gleiche erleben wir in jedem Gottesdienst: Mit dem Staub des Alltags kommen wir hierher, beladen mit vielerlei Nöten und Sorgen. Das Wort Gottes und die Gegenwart unseres Herrn unter den Gestalten von Brot und Wein lassen uns etwas ahnen von dem größeren Leben, das seit der Taufe in uns ist und das sich uns einst in seiner ganzen Fülle erschließen wird.

Fürbitten
Gott, unser Vater, lässt die Seinen in der Not nicht allein. Er gibt Licht und Kraft auf dem Weg. Wir bitten ihn:

- Für die Kirche: Erleuchte die Gläubigen mit deinem Geist. Schenke ihnen Hoffnung und Freude aus dem Glauben.

– Stille –
Gott, unser Vater.

- Für die Regierenden und Mächtigen der Erde: Lenke ihre Gedanken zum Guten. Gib ihnen Phantasie und Mut bei der Suche nach Frieden.
- Für die Notleidenden in der Welt: Sättige die Hungernden. Stärke die Schwachen, und befreie die schuldlos Gefangenen.
- Für die Notleidenden in der Welt: Sättige die Hungernden. Stärke die Schwachen, und befreie die schuldlos Gefangenen.
- Für unsere Gemeinde: Schenke den Einsamen Geborgenheit. Lass die jungen Menschen zu dir finden, und sei uns allen Licht auf dem Weg.
- Für unsere Verstorbenen: Lass sie Frieden finden bei dir und dich schauen von Angesicht zu Angesicht.

Du, unser Vater, dir danken wir für alle guten Gaben. Wir preisen dich jetzt und dereinst, wenn wir dich schauen dürfen in deiner Herrlichkeit.



8. März 2015
3. Fastensonntag (B): Gesetz und Freiheit

Einführung
Gesetze, Gebote sind wichtig für unser Leben, manchmal sogar notwendig. Sie schaffen Sicherheit. Aber sie geben aus sich heraus noch kein neues Leben. Der Tempel war für die Menschen des Alten Bundes Jahrhunderte lang der Ort, wo sie die Sicherheit hatten, dass Gott ein Gott für Menschen ist. Dennoch konnte daraus eine Markthalle werden. Die Fastenzeit ist für uns eine Zeit, in der wir aus jeder falschen Sicherheit umkehren sollen: weg von dem, was uns unfrei, unmenschlich, unerlöst macht, hin zu Gott, der für uns Heil und Leben ist: Genau das geschieht auch immer, wenn wir Gottesdienst feiern. Wir dürfen heraustreten aus dem Schmutz und der Last des Alltags und erfahren, zu welch großer Würde wir als Christen gerufen sind.

Fürbitten
Auf vielerlei Weise wirkt Gott in dieser Welt zum Heil der Menschen. Darum tragen wir voll Vertrauen die Nöte unserer Tage vor ihn hin:

- Schenke den Gläubigen und ihren Hirten den Mut, überall für das Gute einzutreten, und die Kraft, sich selbst immer neu zu dir hinzukehren.

– Stille –
Gott, unser Heil und unsere Hilfe.

- Lenke die Regierenden bei ihrer Arbeit für Gerechtigkeit und Frieden, und stifte Versöhnung, wo Krieg herrscht.
- Erbarme dich der Hungernden und Notleidenden, und segne das Werk aller, die sich in Mission und Entwicklungshilfe für andere einsetzen.
- Tröste die Traurigen unter uns, gib den Sündern die Kraft zur Umkehr, und führe uns alle in dieser Fastenzeit näher zu dir hin.
- Nimm alle Verstorbenen, auch wenn kein Mensch mehr ihrer gedenkt, in deinen ewigen Frieden auf.

Gott, unser Vater, erhöre unser Beten, und schenke uns dein Heil. So bitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn.




15. März 2015
4. Fastensonntag - Laetare (B): Umorientierung

Einführung
Immer wieder kommt es vor, dass Menschen nach einer schweren Krankheit oder nach dem Verlust eines lieben Menschen sagen: Für mich hat sich das ganze Leben verändert. Jetzt sind mir ganz andere Dinge wichtig als vorher. Es ist eine Tragik, dass wir oft erst durch schwere Schicksalsschläge merken, dass wir geradezu blind sind für das Wesentliche. Es kann auch anders gehen: Wenn wir uns Zeit nehmen, um einmal in Ruhe über uns und unser Leben nachzudenken, wenn wir uns ansprechen lassen von einem Wort der Heiligen Schrift, dann kann es durchaus auch sein, dass uns die Augen aufgehen und dass wir neue Orientierung finden. Die bevorstehende Feier von Ostern kann uns ein Anlass sein, einmal in uns zu gehen. Das Wort Gottes, das wir jetzt wieder hören, und die Begegnung mit unserem Herrn unter den Gestalten von Brot und Wein können uns geben, was wir brauchen.

Fürbitten
Zu Gott, der uns in seinem Sohn Orientierung gibt, rufen wir in den Anliegen unserer Zeit:

- Wir beten für alle Christen, die in ihrem Glauben unsicher sind und nach Wahrheit und Halt suchen.

– Stille –
Gott, du Licht und Wahrheit.

- Wir beten für alle, die sich um die Weitergabe des Glaubens mühen – als Priester oder Diakone, als Ordensleute oder Katecheten, als Laien im Gemeindedienst oder als Eltern – und die nicht wissen, wie sie es richtig machen können.
- Wir beten für jene Frauen und Männer, die nach Wegen suchen, um Frieden zwischen den Völkern und mehr Gerechtigkeit zwischen Arm und Reich zu schaffen.
- Wir beten für alle, die kein Licht sehen in ihrem Leben: die Opfer von Krieg und Gewalt, die Verhungernden in Afrika, die Gescheiterten in unserer Gesellschaft.
- Wir beten für die Menschen, mit denen wir zusammenleben, für jene, die gefangen sind in den alltäglichen Nöten, und für jene, die in einer schwerwiegenden Entscheidung stehen.

Gott, unser Vater, du schenkst Licht und Klarheit. Auf dich schauen wir, und dir vertrauen wir, jetzt und in Ewigkeit.



22. März 2015
5. Fastensonntag (B): Was hat Gott davon?

Einführung
„Was habe ich davon?“ fragt man oft, auch wo es um menschliche Beziehungen geht. Wie tief diese Einstellung geht, wird dort deutlich, wo Ehen auseinanderbrechen, weil ein Partner meint, er „habe nichts mehr vom anderen“ oder „er habe woanders mehr davon“. Wir spüren, wie ungenügend dieses Etwas-davon-haben-Wollen dort ist, wo es um Wesentliches geht. Wir spüren dies auch, wenn wir einmal fragen: Was hat eigentlich Gott davon, dass er den Menschen geschaffen, dass er uns ins Leben gerufen hat, ausgestattet mit der Freiheit? Wie wenig er diese Frage stellt, sehen wir, wenn wir in diesen Tagen der Fastenzeit betrachten, wie weit Gott in seiner Liebe zum Menschen gegangen ist - bis hin zur Hingabe seines Sohnes in den Tod, nur um uns Menschen aus der selbstverschuldeten Katastrophe der Sünde zu retten. Auf diese Liebe und auf unser Versagen wollen wir jetzt unseren Blick richten.

Fürbitten
Jesus Christus hat um unseretwillen sein Leben hingegeben. Zu ihm dürfen wir voll Vertrauen beten:

- Für uns Christen, die oft festgefahren sind in Gewohnheiten und Sicherheiten und darum immer wieder der Umkehr bedürfen.

– Stille –
Herr, erbarme dich.

- Für alle, die einen geistlichen Beruf haben oder die als Laien im Dienst der Verkündigung stehen und immer neu in ihrem Glauben herausgefordert sind.
- Für die Politiker, die der Spannung ausgesetzt sind zwischen einem selbstlosen Einsatz zum Wohle aller und eigenen Interessen und Machtansprüchen.
- Für alle, deren Leben dunkel ist: für die von Zweifeln Geplagten, für die von Schickschalsschlägen tief Getroffenen.
- Für alle, deren Leben hier zu Ende geht, und für unsere Verstorbenen.

Bleibe bei uns, Herr, alle Tage, und beschütze uns auf allen Wegen.



29. März 2015
Palmsonntag (B): Ein Glanz über der Finsternis

Einführung
Die Palmprozession und die Lesung der Leidensgeschichte unseres Herrn prägen das Gesicht des Palmsonntags. In dem triumphalen Einzug Jesu in Jerusalem leuchtet über der Finsternis des Untergangs am Kreuz bereits etwas auf vom Glanz der Auferstehung. Auch über unserem Leben steht diese Spannung: Es ist geprägt von Vergänglichkeit und Ohnmacht, und es ist auch geprägt von Hoffnung und Jubel. Gehen wir in diesen Tagen den Weg mit unserem Herrn: Vom Ölberg nach Jerusalem, von Jerusalem nach Golgota, vom Grab zur Auferstehung. Gehen wir ihn im Wissen, dass dies zugleich unser eigener Weg ist, auf dem uns unser Herr begleitet.

Fürbitten
Wenn wir in diesen Tagen in besonderer Weise des Leidens unseres Herrn gedenken, wollen wir auch für jene Menschen beten, die heute leiden.

- Christen werden in vielen Ländern verfolgt, weil sie sich für ihren Glauben und für das Wohl ihrer Mitmenschen einsetzen.

– Stille –
Für sie beten wir: Herr, erbarme dich.

- Es ist für Politiker oft schwer, für die Würde und das Lebensrecht aller Menschen einzutreten.
- Viele Menschen leiden leibliche oder seelische Not – in unserem Land und auf der weiten Welt.
- Auch unter uns leben Menschen, die in Schuld verstrickt sind und keinen Ausweg daraus finden.

Herr, unser Gott, du hast Leid und Tod überwunden. Auf dich hoffen wir, jetzt und alle Tage unseres Lebens.



2. April 2015
Gründonnerstag - Messe vom Letzten Abendmahl (B): Was Gott für uns getan hat

Einführung
Das Abendmahl, das Jesus am Abend vor seinem Leiden mit seinen Jüngern feierte, war ein Paschamahl. Beim Paschamahl gedachten – und gedenken bis heute – die Juden des machtvollen Wirkens Gottes in der Geschichte. In Zeiten größter Not richteten sie sich daran auf, dass Gott einst ihre Väter aus Ägypten durch alle Gefahren der Wüste hindurch bis ins Gelobte Land geführt hatte. Wir gedenken heute und in diesen Tagen dessen, was Gott für uns getan hat. Das soll uns aufrichten angesichts all der Bedrohungen, die wir in uns selbst und in unserer Welt erfahren.

Fürbitten
Beim letzten Mahl im Kreise seiner Jünger hat Jesus für sie gebetet. Mit ihm wollen wir zu unserem Vater im Himmel rufen:

- Für alle, die heute Jesu Jünger und berufen sind, Zeugnis zu geben in einer glaubensfeindlichen Welt.

– Stille –
Unser Vater im Himmel.

- Für alle, denen Macht anvertraut ist und von deren Wirken es abhängt, ob Gerechtigkeit und Frieden in dieser Welt Wirklichkeit werden.
- Für die Menschen, die in Angst und Elend leben.
- Für alle Christen, die von ihren Mitchristen im Stich gelassen werden, und für alle, die versagen.
- Für die Menschen, deren Lebensweg zu Ende geht, und für alle, die ihnen nahestehen.

Gott, unser Vater, die Hingabe deines Sohnes ist unser Heil. Dir danken wir und dich preisen wir, jetzt und zu aller Zeit.



4./5. April 2015
Hochfest der Auferstehung des Herrn - In der Nacht: Den Tod besiegt

Fürbitten
Christus, unser Herr, ist Sieger über Leid und Tod. Bei der Feier seiner Auferstehung rufen wir ihn an in den großen Anliegen der Welt:

- Für alle Christen bitten wir um das Geschenk der österlichen Freude, ganz besonders für die Verkünder der Frohbotschaft und für die um des Glaubens willen Verfolgten.

– Stille –
Herr, erbarme dich.

- Für die Völker der Erde, die den Herrn noch nicht kennen, für jene, die in Angst leben vor Göttern und Dämonen, und für jene, deren Leben vom Materialismus gezeichnet ist.
- Für die Menschen, die Not leiden an Leib und Seele, für die Hungernden, für die Unterdrückten, für die Kranken, die Einsamen und Hoffnungslosen in unserer Gesellschaft.
- Für alle Menschen, die einen Sinn suchen für ihr Leben, für die Älteren, deren Zeit sich neigt, für die Jungen, die nach Orientierung verlangen, für uns alle, deren Hoffnung die Auferstehung ist.
- Für unsere Welt, die gute Schöpfung, beten wir, die heute bedroht ist durch den Drang der Menschen, sie zu beherrschen, und durch die Gier unserer Zeit und Gesellschaft, alles nur für sich haben zu wollen.

Gott, unser Vater, in der Auferstehung deines Sohnes hast du uns geoffenbart, zu welcher Herrlichkeit du den Menschen berufen hast. Durch ihn preisen wir dich jetzt und in Ewigkeit.



5. April 2015
Hochfest der Auferstehung des Herrn - Am Tag (B): Der Herr ist erstanden

Einführung
„Ich bin erstanden und bin immer bei dir. Halleluja.“ Mit diesen Worten des Auferstandenen beginnt die Kirche ihren Gottesdienst am Ostermorgen. Die Auferstehung unseres Herrn vor 2000 Jahren wirkt weiter bis heute und in alle Zukunft. Der Herr ist bei uns auf unseren Wegen durch diese Welt, die man oft als Tal der Tränen bezeichnet hat. Er ist bei uns in allen dunklen Stunden als der, der selbst den Tod besiegt hat. Alle Trostlosigkeit und Hoffnungslosigkeit, alle Vergeblichkeit und Vergänglichkeit sind nur mehr Durchgangsstadien auf dem Weg zur letzten, endgültigen Herrlichkeit. Lasst uns darum unseren Herrn preisen.

Fürbitten
Jesus, Christus, der Auferstandene, kann unser Leben neu machen. Darum bitten wir:

- Um die rechte Osterfreude für alle Christen: um Lebensmut, Zuversicht und Hoffnung aus dem Glauben an die Auferstehung.

– Stille –
Christus, höre uns.

- Um das Licht des Ostermorgens für alle, die den Glauben verloren haben oder keinen Sinn mehr sehen in ihrem Leben.
- Um Frieden für die Völker, um Versöhnung zwischen denen, die Krieg führen, um Heilung ihrer Wunden für alle, die an Leib und Seele verletzt sind.
- Um Erlösung von Schmerzen und Ängsten für alle Kranken und um Kraft und Geduld für jene, die sie pflegen.
- Um die Teilnahme am Gastmahl des ewigen Lebens für unsere Verstorbenen.

Gott des Lebens. Wir danken dir, dass du deinen Sohn vom Tod zum Leben geführt und uns die Hoffnung gegeben hast, dass wir mit ihm auferstehen werden. Dich preisen wir heute und alle Tage und in Ewigkeit.



6. April 2015
Ostermontag (B): Er ist bei uns

Einführung
„Der Herr ist vom Tod auferstanden, wie er gesagt hat.“ Wie schwer fiel es den Jüngern, diese Worte am Grab Jesu zu glauben. Erst nach und nach begriffen sie, was das hieß: dass mit dem Tod Jesu nicht alles zu Ende war, dass er nach wie vor bei ihnen war, ja dass für sie die große Zeit ihrer Sendung erst anfing. Aber als sie es begriffen hatten, konnten keine Mühen und Gefahren sie mehr daran hindern, die frohe Botschaft in ihre Umgebung, in die ganze Welt hinauszutragen. Wir feiern jedes Jahr Ostern, damit auch unser Herz mehr und mehr begreife, da im Tiefsten alles ganz anders ist, als der Augenschein uns oft meinen lässt. Sonntag für Sonntag feiern wir ein „kleines Ostern", hören wir Worte aus der Heiligen Schrift, beten miteinander und füreinander und begegnen unserem Herrn im heiligen Mahl, damit auch wir mehr und mehr erfüllt werden von der Gewissheit, dass ER bei uns ist.

Fürbitten
Jesus Christus, der Auferstandene, geht mit uns auf allen Wegen dieses Lebens. Zu ihm beten wir:

- Für alle, die sich als Politiker und Mächtige in Wirtschaft und Gesellschaft einsetzen für das Wohl aller, die von ihnen abhängig sind.

– Stille –
Jesus, du Auferstandener.

- Für alle Frauen und Männer, die in der Kirche, in Schulen, Kindergärten und Familien versuchen, den Glauben weiterzugeben.
- Für die jungen Menschen, die noch unsicher sind, welchen Weg sie persönlich und im Beruf gehen sollen.
- Für alle, die ohne Freude durch ihr Leben gehen, weil Hoffnungen enttäuscht wurden oder Beziehungen zerbrochen sind.
- Für unsere Gemeinde, die sich immer wieder hier versammelt, um neue Orientierung und Kraft für den Alltag zu finden.

Gott, du hast uns deinen Sohn als Begleiter auf unserem Weg gegeben. Dir danken wir und dich preisen wir, jetzt und in Ewigkeit.



12. April 2015
2. Sonntag der Osterzeit (B): Gemeinsam glauben

Einführung
„Religion ist Privatsache“ - wer hat das nicht schon gehört? Die Erfahrung lehrt uns, dass es für unseren Glauben gut und wichtig ist, dass er nicht nur in der Ecke des Privatlebens steht, sondern dass wir auch Glaubensgemeinschaft erfahren: in der Familie, im Freundeskreis, am Sonntag, wenn wir hier in der Kirche Gleichgesinnte treffen. Das Wissen um den Glauben unserer Mitmenschen gibt uns Sicherheit und Vertrauen, es stärkt unseren eigenen Glauben. Die Kinder, die heute zur ersten heiligen Kommunion kommen, bedürfen unserer Glaubensgemeinschaft, und uns tut ihr noch junger Glaube gut. Danken wir heute für das Geschenk, dass wir glauben und aus der Feier des Gottesdienstes immer wieder Kraft schöpfen dürfen!

Fürbitten
In der Gemeinschaft der versammelten Jünger begegnete Thomas dem Auferstandenen. Es ist die Gemeinschaft der Kirche, die auch heute den Glauben der einzelnen trägt. In der Gemeinschaft der Gläubigen beten wir in den großen Anliegen der Kirche und der Welt:

- Für die Kirche, die heute in einer von ungelösten Fragen und Problemen gezeichneten Welt die Botschaft von Kreuz und Auferstehung zu verkünden hat.

– Stille –
Du Gott, der Heil und Leben schenkt.

- Für die Völker, die heimgesucht sind von Kriegen und Naturkatastrophen, und für die Regierenden, die nach Auswegen aus der Not suchen.
- Für die Kinder in unseren Gemeinden, die heute zum ersten Mal ganz an der Tischgemeinschaft des Herrn Anteil erhalten, für ihre Eltern und Geschwister, für alle, die ihnen Vorbild sind.
- Für die Menschen, die innerlich leiden, die nicht weiter wissen, für alle, die um ihren Glauben ringen.

Herr, unser Gott, im Geheimnis des Todes und der Auferstehung deines Sohnes hast du die Welt heil gemacht. Dir danken wir, und dich preisen wir jetzt und in Ewigkeit.



19. April 2015
3. Sonntag der Osterzeit (B): Jesu neue Gegenwart

Einführung
Im Denken, Reden und Tun vieler Menschen unserer Tage kommt Gott kaum oder gar nicht vor. Es scheint ihn für sie nicht zu geben. Auch für uns Christen ist es nicht immer leicht, im Alltag Gottes Gegenwart zu spüren. Das ist seit Jesu Tod und Auferstehung so. Selbst für die Jünger war es in den Tagen nach der Auferstehung schwer, die Gegenwart ihres Herrn zu begreifen. Langsam nur verstanden sie, dass seine leibliche Gegenwart abgelöst worden war durch die Gegenwart im Wort der Heiligen Schrift und im heiligen Mahl der Eucharistie. Uns steht das gleiche Angebot Gottes wie ihnen offen: Hier und jetzt ist der Herr unter uns.

Fürbitten
Gott, der alles zum Guten führen kann, bitten wir:

- Für alle in der Kirche, denen die Verkündigung des Evangeliums anvertraut ist.

– Stille –
Gott, unser Vater.

- Für alle, die in Politik und Wirtschaft, in politischen Parteien und Interessenverbänden für ein gerechtes und friedliches Miteinander Verantwortung tragen.
- Für die Menschen, die als Opfer von Kriegen und ungerechten Systemen an Leib und Seele Not leiden.
- Für die Frauen und Kinder in den Entwicklungsländern, die ausgebeutet und ihrer Würde beraubt werden.
- Für die Christen in unserer Gemeinde, die nicht mehr beten.

Gott, unser Vater, durch deinen Sohn und im Heiligen Geist bist du immer bei uns. Dir sei Lob und Dank in Ewigkeit.



26. April 2015
4. Sonntag der Osterzeit (B): Hirten

Einführung
Jedes Jahr einmal macht die Kirche die geistlichen Berufe zum Thema. Sie tut dies an dem Sonntag, an das Evangelium von Jesus, dem guten Hirten gelesen wird. Damit deutet sie an, was ihr wichtig ist: dass es immer wieder und in jeder Zeit Menschen gibt, die die Sorge um das geistliche Wohl ihrer Mitmenschen zum Inhalt ihres Lebens machen und die anderen im Glauben vorangehen. Wie vieles andere in der Kirche ist heute auch das Bild des Diakons und des Priesters und das Bild der Ordensfrau, des Ordensmannes in einer Krise. In der Unsicherheit unserer Tage wollen wir jetzt Ausschau halten nach dem, der uns Orientierung geben kann, in um seine Führung bitten.

Fürbitten
In der Ratlosigkeit unserer Tage wenden wir uns an unseren Herrn, den Hirten, der seine Schafe kennt und sich ihrer Nöte annimmt:

- Wir bitten unseren Herrn für seine Kirche, in der es Spannungen gibt und Uneinigkeiten über den richtigen Weg für die Zukunft.

– Stille –
Christus, höre uns.

- Für die Frauen und Männer, die im pastoralen Dienst stehen: für die Gemeindereferentinnen und -referenten, für die Pastoralreferentinnen und -referenten, für die Diakone und Priester.
- Für alle, die sich mühen, den Glauben weiterzugeben: in Familie und Gemeinde, in kirchlichen Verbänden und Gruppen.
- Für alle Menschen, die in leiblichen und seelischen Nöten auf einen guten Hirten warten.

Gott, du leitest uns durch Jesus, den guten Hirten. Dafür danken wir, und wir preisen dich, jetzt und allezeit.


 10 Leitsätze
zur Formulierung von Fürbitten


Weitere Hilfen:
 Mit der Not der Welt
vor Gott.
Inhalte und Formen
der Fürbitten

(Pastoralliturgische
Hilfe 11)
Deutsches Liturgisches Institut, Trier 2001, 69 Seiten.
Bestell-Nr. DLI 5011
Die Broschüre geht u.a. auf folgende Fragen ein: Was ist fürbittendes Gebet? Was hilft das Fürbittgebet? Wie werden die Fürbitten vorbereitet? Wie werden die Fürbitten formuliert? Wie geht man mit (gedruckten) Vorlagen um?

 Aktuelle Fürbitten (Bistum Trier)











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