  | | 2. April 2012
- Leitartikel
- Eine Frage des Überlebens
- Der regelmäßige Gottesdienst vor Ort als Ort des Glaubens
- Eduard Nagel
- Inhalt
- Konzelebration einschränken?
- Eine Pyxis für die Krankenkommunion von Isolierpatienten
- 1963: Konzelebration
- Moderne Orte des Glaubens. Die AKLjunior-Jahrestagung 2012 in Linz
- Christi Himmelfahrt bis 7. Sonntag der Osterzeit (B)
gd Auf zwei Minuten
Liebe Leserin, lieber Leser,
um Strukturreformen kommen wir nicht herum – egal, ob es künftig Pfarreiengemeinschaften oder Großpfarreien geben wird. Für das künftige christliche und kirchliche Leben als Christen entscheidend ist die Frage, ob und wie in den neuen Strukturen Menschen künftig sich regelmäßig versammeln, um Gottes Wort zu hören, ihn zu loben, ihr Leben ins Gebet zu nehmen. Ob also – in welcher Form auch immer – Gottesdienst gefeiert wird. Natürlich kommt dabei der sonntäglichen Eucharistie der erste Rang zu; sie ist durch nichts zu ersetzen. Aber was ist dort, wo jetzt noch eine Gemeinde lebt, mit einer bis heute offenen Kirche, wo aber sonntags kein Priester hinkommt? Welche Mühen sind den gutwilligen Menschen zumutbar, um zur nächsten Eucharistiefeier hinzufahren? Den Maßstab geben nicht die Verhältnisse vor, wie sie in Notzeiten geherrscht haben, in denen Glaube und Zusammenhalt einen ganz anderen Stellenwert hatten als in unserer Gesellschaft, sondern entscheidend ist die heutige Lebenswelt der betreffenden Menschen: Senioren mit ihrer (häufig eingeschränkten) Mobilität, Familien mit Kindern mit ihren sozialen Beziehungen und Verpflichtungen. Wenn noch bestehende Traditionen einfach gekappt werden und am Sonntag vor Ort in der Kirche nichts mehr stattfindet, wird diese bald überflüssig sein. Gottes Volk muss sich versammeln, um zu überleben, und wenn es an professionellen Hirten mangelt, sind die Helfer, die das ihnen Mögliche tun, umso höher zu schätzen, zu ermutigen und mit allen Mitteln zu unterstützen, meint
Ihr
Eduard Nagel
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