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04. März 2008

Leitartikel
Von großer Tragweite
Die Grundordnung des Römischen Messbuchs
Andreas Heinz


Inhalt
  • Erwachsenentaufe in besonderen Situationen
  • Liturgische Themen bei der Deutschen Bischofskonferenz
  • „Das ist der Tag . . .“. Vorschläge für eine Statio zu Beginn des Gottesdienstes am Ostermorgen
  • Der leere Tabernakel am Gründonnerstag
  • 3. bis 6. Sonntag der Osterzeit (A)
  • Reliquienehrung – einmal ökumenisch. Zu einer Feierstunde und Andacht im Halberstädter Dom



  • gd Auf zwei Minuten

    Im Werkbuch zur Kindertaufe berichtet ein Pfarrer, wie sich Sonntagseucharistie der Gemeinde und Tauffeier regelmäßig verbinden lassen, ohne erstere unangemessen zu belasten. Da findet die Taufe vor der Messfeier statt. Dazu wird auf den üblichen Wegen eingeladen. So ist, wie andernorts beim traditionellen Sammelrosenkranz, von Anfang an eine im Verlauf wachsende Gemeinde zugegen, in deren Mitte dann die Familien mit den neu getauften Kindern und ihren Gästen auch an der Eucharistiefeier teilnehmen. So wird nicht nur deutlich, dass die Taufe etwas mit der Gemeinde als der Kirche am Ort zu tun hat. Auf diese Weise erleben auch Menschen, die sonst am ehesten noch an Weihnachten oder bei einem Sterbefall mit Kirche und Gottesdienst in Berührung kommen, die Normalität einer sonntäglichen Gemeindeeucharistie. Wenn man die aktuell drängenden Probleme: Priestermangel, Strukturreformen, Konzentration auf die sonntägliche Eucharistiefeier und die Gewohnheiten beim Gottesdienstbesuch zusammen in den Blick nimmt, dann bieten sich Lösungen an, die die Interessen der treuen Sonntagsgemeinde mit denen der Anlass-Gottesdienst-Besucher verbinden. Selbstverständlich darf dabei die Sonntagsgemeinde nicht überfordert werden. Das wäre etwa dann der Fall, wenn die Sonntagsmesse auch noch zur Eucharistiefeier für die während der Woche Verstorbenen erklärt würde – mit entsprechenden Folgen für die Atmosphäre. Aber bei entsprechender Dosierung und sensibler Gestaltung kann es gelingen, die Routine der Sonntagsmesse so aufzubrechen, dass in ihr tatsächlich das Leben der Menschen vorkommt, wo es sie unmittelbar und zutiefst angeht. Die Menschen vor Augen, die anlassbezogen da sind, wird der Prediger und Vor-Beter manche altbekannte Bibelstelle und manchen Gebetstext selbst ganz neu sehen und damit anders umgehen als gewohnt – zunächst zum eigenen Gewinn und vielleicht als Offenbarung für die Kirchengewohnten wie für die Kirchenfremden. Wenn heute geradezu beschwörend immer wieder von den Chancen gesprochen wird, die der Umbruch unserer Tage mit sich bringe – vielleicht liegt eine davon in dieser Richtung, meint
    Ihr Eduard Nagel


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