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16. Februar 2006

Leitartikel
Ein Fest der Dankbarkeit
Gottesdienst feiern in einer säkularisierten Welt
(Bischof Kurt Koch)

Inhalt
  • Neue Materialien im Angebot des Deutschen Liturgischen Instituts
  • Gottvoll und erlebnisstark. Thesen zur „Qualitätssicherung“ der Gemeindemesse
  • Karsamstag – ein Vorbereitungstag
  • Nicht nur Worte. Bewegungselemente bei Wort-Gottes-Feiern
  • 2.bis 3.Sonntag der Vierzig Tage (B)

  • gd Auf zwei Minuten

    Im Advent hatte sich ein Leser in gd über ein festliches Weihnachtskonzert am 1. Adventssonntag im Mainzer Dom beschwert. Nun lese ich im Trierischen Volksfreund vom 17. Januar 2006 über ein geplantes Drei-Orgel-Event in zwei Kirchen: „Das Programm ist bemerkenswert weltlich und garantiert höchsten Unterhaltungswert: Das Bach-Konzert für drei Cembali in d-Moll ist ebenso vertreten wie das Menuett aus Mozarts ,Don Giovanni‘. Sogar Richard Wagner wird im Dom ertönen mit der Festmusik aus den ,Meistersingern‘.“ Ausführlich wird in dem Artikel geschildert, wie durch „modernste Übertragungstechnik“ ein „Orgel-Dreiklang dank kilometerlanger Leitung“ hergestellt werden soll. Pfarrer und Kirchenmusiker, die sich bemühen, mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln in der Liturgie und darüber hinaus in ihren Kirchen die Gläubigen durch eine angemessene Musik anzusprechen und ihnen ein geistliches Erlebnis zu vermitteln, werden sich angesichts von „Don Giovanni“ und „Meistersingern“ im Dom mehr als veräppelt vorkommen. Und wenn sie noch daran denken, was die „modernste Übertragungstechnik“ „zur akustischen Übertragung ohne Zeitverzögerung“ wohl kosten mag, wird ihnen auch einfallen, wie dankbar sie den Instrumentalisten sind, die oft um Gottes Lohn oder für ein geringes Honorar ihren Beitrag zu einem würdigen Gottesdienst oder Konzert leisten. In den letzten Jahren verdichtet sich die Einsicht, dass geistliche Musik gerade in einer säkularisierten Umwelt Chancen bietet, den Menschen etwas von dem zu vermitteln, was zum ureigensten Verkündigungsauftrag der Kirche gehört. Ein Spektakel, das unübersehbar als solches Eindruck machen soll (Überschrift in der Zeitung: „Gipfeltreffen der Orgeln – Beim Besuch der ,alten Dame‘ trifft die Welschnonnen-Orgel per LiveÜbertragung auf ihre Dom-Kolleginnen“), und ein Programm, das offenkundig nur nach Effekten hascht, sind weder des Raumes noch der Instrumente würdig, für die Tausende von gläubigen Menschen einst ihre Groschen und Taler, Pfennige und DMark, Cents und Euros gespendet haben, damit die Orgeln in ihrem Namen zu Gottes Lob und zur eigenen Erbauung erklingen, meint
    Ihr Eduard Nagel

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