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2. Februar 2006

Leitartikel
Neue Satzung – gleiches Ziel
Das Deutsche Liturgische Institut e.V. erhält eine neue Satzung,
gründet eine Stiftung und verleiht Rupert Berger den Ehrenring
(Eduard Nagel)

Inhalt
  • Ergebnisse einer Umfrage zur Nutzung von Kirchen
  • In memoriam Adolf Adam
  • Der offene Ring. Erfahrungen auf Burg Rothenfels
  • Stehen, knien, sitzen
  • Aufgaben für den Sachausschuss Liturgie im Februar
  • Glaubenszeugen – Februar 2006
  • „Collecta“. Hinweise zu einer ars celebrandi (7)
  • Aschermittwoch bis 1. Sonntag der Vierzig Tage (B)

  • gd Auf zwei Minuten

    In der Fastenzeit des vergangenen Jahres machte eine Meldung über einen Zwischenfall am Aschermittwoch von sich reden. In einer norddeutschen Gemeinde hatten nach dem Empfang des Aschenkreuzes 70 Personen über Rötungen, Brennen und Hautreizungen auf der Stirn und im Gesicht geklagt und ärztliche Hilfe in Anspruch genommen. Nachfolgende Untersuchungen hatten dann ergeben, dass die Asche bereits am Vorabend mit Weihwasser angefeuchtet worden war und sich dadurch einGiftstoff entwickelt hatte. Nicht passieren kann so etwas, wenn Asche am Aschermittwoch als Asche verwendet wird und nicht als Schmiermittel. Sich Asche auf das Haupt streuen (lassen) – das ist doch das Symbol der Buße. Angeblich sind es die Frisuren der Frauen, die man durch das Aufstreuen nicht verunreinigen will, oder es sind die Hüte, die Frauen tragen, die dem Aufstreuen im Wege stehen. Aber was sagt ein Zeichen noch, wenn es dessen beraubt wird, was es gerade ausmacht? Asche auf das Haupt streuen heißt doch gerade, auf den vergänglichen Tand dieser Welt verzichten, Asche macht grau, nimmt Schönheit weg, die zur Eitelkeit verführen kann. Dafür darf auch der Hut vom Kopf abgenommen werden. Zwar gibt es auch aus der Geschichte Belege für den Brauch, Asche nicht aufzustreuen, sondern mit ihr ein Kreuz auf die Stirn zu zeichnen – aber da wird das echte Zeichen bereits stilisiert: Da ist es nur noch ein Hauch von Asche, aufgetragen mit dem Segensgestus des Kreuzzeichens – alles nicht einmal halb so schlimm wie damals, als man tatsächlich noch in Sack und Asche Buße tat. In der eingangs erwähnten Gemeinde wurde im Anschluss an die Untersuchung der Ursache versichert, im nächsten Jahr werde man weniger Wasser verwenden. Die Konsequenz könnte aber auch darin liegen, die Asche zu nehmen, wie sie ist: als feines Pulver, das zwischen den Fingern fast nicht zu halten ist und das, lästig wie Staub, sich schon durch einen Windhauch ausbreitet und damit etwas von der Wirkung tut, derentwegen Menschen vor Jahrtausenden auf die Idee kamen, sich mit Asche selbst zu bewerfen. Asche steht für Hinfälligkeit des Irdischen und für Verzicht auf Glanz – wofür aber steht eine schwarze Schminke, fragt
    Ihren Eduard Nagel

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