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21. Dezember 2006

Leitartikel
Anerkennung und Ermutigung
50 Jahre „Institut Supérieur de Liturgie“ am Institut Catholique
(Martin Klöckener)

Inhalt

  • In memoriam Nikolaus Föhr
  • „Selig, die Frieden stiften.“ Jahresschlussgottesdienst mit Jahresrückblick
  • Erscheinung des Herrn bis 3. Sonntag im Jahreskreis (C)
  • „Letzte Ölung“ – auch noch 2006
  • Kirchen altersgerecht gestalten
  • Ein stimmiger Vollzug. Zu: „Ein falsches Signal“, gd 19/06

  • gd Auf zwei Minuten

    Das Plädoyer gegen den Dialog „Einen schönen Sonntag! – Danke, gleichfalls“ zur Entlassung am Ende der Eucharistiefeier hat einen Aufschrei ausgelöst. Es wurde verstanden als allzu harte Abgrenzung der Liturgie gegen den Alltag. Zwei Dinge mögen zur Klärung beitragen: Nichts war damit gesagt gegen den Brauch, die Vermeldungen abzuschließen mit einer Formulierung wie: „Ich wünsche Ihnen einen schönen Sonntag und eine gute Woche, und dazu erbitten wir jetzt Gottes Segen. – Der Herr sei mit euch. . . .“ Das ist eine organische Überleitung zu dem vorgesehenen Abschluss der Feier. Banal ist und bleibt jedoch der oben zitierte Dialog. Er entwertet den darauf folgenden liturgischen Gruß, den Segen und den Friedenswunsch, weil er die Verabschiedung vorwegnimmt und die liturgische Entlassung zu einem überflüssigen Anhängsel macht. Die liturgische Verabschiedung hat da zum Inhalt, was die Frucht des Gottesdienstes ist: den Segen und den Frieden Gottes und als Antwort der Gläubigen noch einmal eine Zusammenfassung ihres Beitrags zum Gottesdienst: „Dank sei Gott, dem Herrn!“ Dagegen ist der „schöne Sonntag – gleichfalls“ etwas, was Menschen einander gegenseitig zusprechen können. Zweitens ist mit der Kritik an diesem Dialog nichts dagegen gesagt, dass der Alltag im Gottesdienst präsent sein soll – aber welcher Alltag? Die „Freuden und Sorgen, Ängste und Nöte“, von denen ein Leser schreibt, haben natürlich ihren Platz im Gottesdienst – mehr als oft zum Ausdruck kommt. Aber gerade im Blick auf diese Dinge, die die Menschen zutiefst anrühren, ist der gegenseitige Wunsch „Schönen Sonntag! – Danke, gleichfalls“ banal im Vergleich zu dem, was die Liturgie dem Priester zum Abschluss in den Mund legt. Die Menschen suchen im Gottesdienst etwas, was ihren Alltag aufnimmt, verdichtet, deutet, übersteigt und überhöht. Sie erhoffen ein Wort, das ihnen sonst niemand sagt in einer Welt, in der von allem und über alles geredet wird, nur nicht von und über Gott. Der Gottesdienst bietet mehr als einen „schönen Sonntag“ und darum ist es enttäuschend, wenn den Teilnehmenden am Ende genau das zugesprochen wird, was sie auch auf der Straße hören können, meint

    Ihr Eduard Nagel

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