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13. Dezember 2007

Leitartikel
Krippe und Kreuz
Für eine authentisch christliche Feier von Weihnachten
Hans Späth


Inhalt
  • UNIVERSA LAUS-Kongress 2007
  • . . . denn er gibt euch Nahrung. Jahresschlussgottesdienst mit Jahresrückblick 2007
  • Fest des heiligen Stephanus bis Erscheinung des Herrn
  • Bis Lichtmess? Eine Frage zum Weihnachtsschmuck




  • gd Auf zwei Minuten

    Wenn wir an all jene denken, die ihr in eurem Herzen hierher mitgebracht habt, dann ist unsere Kirche voll, sagt der Priester bei einer Messfeier zu der – nicht allzu zahlreich – versammelten Gemeinde. Ist das nun ein billiger Trost? Tatsächlich ist es nur wenige Generationen her, dass in ländlichen Gegenden mit weiten Gottesdienstwegen der Gedanke der Stellvertretung noch eine sehr reale Bedeutung hatte und als Mindestmaß galt, dass wenigstens einer aus jedem Haus sonntags in der Kirche zu sein hatte. Freilich wurde damals noch bei jeder Messe zum Evangelium und zur Wandlung geläutet, so dass auch die Daheimgebliebenen mit ihren Gedanken und mit dem Herzen am zentralen Geschehen Anteil haben konnten. Ähnlich spricht man heute im Zusammenhang mit Rundfunk- und Fernsehübertragungen von Gottesdiensten von intentionaler Teilnahme. In beiden Fällen kommt es freilich auf den Wunsch der Betreffenden an, dass sie, wenn es nur möglich wäre, leiblich anwesend teilnehmen könnten. Genau das aber ist heute bei denen zuhause nicht ohne weiteres vorauszusetzen. Aber es gibt da noch einen anderen Gedanken: Damals wie heute tragen Menschen andere vor Gott – es gibt dafür sogar einen eigenen liturgischen Ort: die Fürbitten. Viel mehr, als darin zur Sprache kommen kann, bringen die Menschen, die da sind, tatsächlich in ihrem Herzen mit: z. B. ihre Kinder und Enkel, die eben am Sonntag den Weg zur Kirche nicht gehen. Soll das etwa vergebens sein? Und überdies: Waren es früher die weiten Wege, die manche an der leiblichen Teilnahme hinderten, so sind es heute andere Gründe wie Unsicherheit im Glauben oder gesellschaftliche Einflüsse (die früher eher zum Kirchenbesuch drängten, heute aber ihm entgegenstehen). Und nicht immer waren die leiblich Anwesenden auch mit ihrem Herzen so ganz dabei. Stellvertretung vor Gott gab es immer auch durch die Klöster, durch die Mönche und Nonnen, die in ihrem und durch ihr Gebet eine ganze Umgebung vor Gott trugen und den Glauben auch in widrigen Verhältnissen unerschütterlich lebendig hielten. Vielleicht sollten wir heute jenen, die kommen, öfter einmal sagen, welcher Segen sie für ihre Angehörigen und für unsere Gesellschaft sind, meint

    Ihr Eduard Nagel


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