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18. April 2017
Leitartikel
Orientierung und Zuversicht
Neue Wahrnehmungs- und Herangehensweisen: Ergebnisse eines Wettbewerbs zur Gestaltung eines Vortragekreuzes
Dr. Andreas Poschmann, Deutsches Liturgisches Institut, Trier
Inhalt
Über den Zaun geschaut. Die Karwoche im ambrosianischen Ritus – Teil 2
Priester in einem fremden Land.
Zehn Thesen zur Liturgiefeier
Christi Himmelfahrt (A) bis 7. Sonntag der Osterzeit (A)
gd EDITORIAL
Liebe Leserinnen und Leser,
wiederholt wurde in dieser Zeitschrift auf die aus liturgischer (und oftmals auch ästhetischer) Sicht mangelhafte Gestaltung von Osterkerzen hingewiesen, die man bei Kirchenausstattern fix und fertig bestellen kann. Schiffe, Fische, Bäume und andere Naturobjekte lassen leider auch noch im Jahr 2017 die obligatorischen und ausdrucksstarken Symbole Kreuz und Wachsnägel sowie Alpha und Omega zur Nebensache werden oder verdrängen diese Zeichen gleich ganz von der Wachsoberfläche. Ähnlich sieht es jedoch auch bei einem anderen zeichenhaften Gegenstand aus, der – im Gegensatz zur Osterkerze – sogar tausendfach in viele Kinderzimmer einzieht: Gemeint ist das kleine, meist aus Bronze gefertigte Kreuz, das Kindern im Rahmen ihrer Erstkommunionfeier als Andenken mit nach Hause gegeben wird. Grundsätzlich ist das eine gute Idee. Neben durchaus annehmbaren Gestaltungen mit dezidiert christlichem Inhalt oder biblischen Szenen finden sich jedoch im Verkauf etliche Modelle mit Leuchttürmen, Ballons, Schmetterlingen und Raupen – und auch die von den fragwürdigen Osterkerzen bekannten Motive, wie Regenbögen (sogar in polychromer Emaille!) und Schiffe, sind wieder dabei. Nett und gefällig möchte das alles sein, ja nicht zu christologisch oder gar soteriologisch. Aber ein bleibendes, d. h. auch im Erwachsenenalter ansprechendes Erinnerungsstück an das Mysterium, das wir in der Eucharistie stets aufs Neue feiern, sind ein Kreuz mit „Swimmy“, dem Fisch, oder mit einem Zweimaster mit voller Takelage bestimmt nicht.
Ihr Manuel Uder
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