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November 2005

Inhalt
  • Beerdigung
  • Advent
  • Heiligabend

  • Advents-Spaziergang - Eine Wallfahrt mit 9–13-jährigen Jugendlichen
  • Texte und Rufe zum Anzünden der Adventskranz-Kerzen
  • Besuch an der Krippe - Ein gottesdienstliches Angebot für Familien
  • Neue Bücher für Kindergottesdienste
  • Einführungen zu den Schriftlesungen - Von Allerseelen bis zum 2. Adventssonntag B

  • Ich meine

    Liebe Leserinnen und Leser,

    vor einigen Wochen machte eine ungewöhnliche Aktion einer evangelischen Kirchengemeinde von sich reden: Da hat ein Pfarrer einen „seiner“ Sonntagsgottesdienste im Internet versteigern lassen. Der Mann, der ihn für 287 Euro ersteigert hat, darf sich nun „Lieder, Texte und das Thema“ wünschen. Im Hintergrund stand die Erfahrung, dass die Kirche immer leerer wird. – Ist das Ganze also eine innovative Werbe-Idee oder liegt hier ein grundsätzliches Missverständnis dessen vor, was ein sonntäglicher Gemeindegottesdienst eigentlich ist? Zugegeben, bei dem ersteigerten handelt es sich um einen evangelischen Gottesdienst, dessen Verständnis sich von einem katholischen grundlegend unterscheidet.
    Mir kommen da aber dennoch einige grundsätzliche Fragen, die auch so manchen katholischen Sonntagsgottesdienst betreffen: Kann man einen Gottesdienst als Schnäppchen anbieten wie ein abgelegtes Kleidungsstück oder einen nicht mehr gebrauchten Fernseher? Kann man für liturgische Feiern bezahlen? Kann ein Gottesdienst, dessen Gehalt und Gestalt von einem Einzelnen bestimmt wird, Feier und Wochenhöhepunkt einer ganzen Gemeinde sein? „Am 16. Oktober findet der versteigerte Gottesdienst mit einem spannenden Thema statt“, ist nun zu vernehmen, und mir drängt sich die Frage auf, ob sich wohl ein Thema feiern lässt ... Die Aktion weist aber auch auf tatsächliche Mängel in unserer Gottesdienstkultur hin: Wo übernimmt eine Gemeinde Verantwortung für ihre Sonntagsgottesdienste? Wo sind regelmäßig (verschiedene) Gruppen und Gemeindemitglieder an der Vorbereitung beteiligt? Wo werden Gottesdienste so gefeiert, dass Menschen angezogen werden? fragt Ihre
    Iris Maria Blecker

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