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7. Dezember 2012


Leitartikel

  • Nur ein festlicher Dekor?
  • Zur wahren Symbolik des Weihrauchs
  • Michael Pfeifer, Aschaffenburg


    Inhalt

  • Pius-Parsch-Preis 2013
  • Pilgernde Monstranz
  • Das Hochgebet „Versöhnung“
  • Intentionen im Hochgebet
  • Predigtverweigerung
  • In memoriam Heinrich Haug
  • Erscheinung des Herrn (C) – Taufe des Herrn (C)
  • Wie ein Diakon?


  • gd Auf zwei Minuten

    Liebe Leserin, lieber Leser,
    in Gd 2/12 hatte ich gefragt, ob nicht durch die Hintertüre die Laienpredigt in die Eucharistiefeier eingeführt wird, wenn ein Priester die von einem Laien verfasste Predigt aus einer einschlägigen Zeitschrift vorliest. Nun erzählt jemand von einer Sonntagsmesse, der ein Priester vorstand, dessen Sprachkenntnisse zwar reichten, um das – den Gläubigen vertraute – Hochgebet einigermaßen verständlich vorzutragen, der aber beim Vorlesen einer Predigt völlig überfordert war, so dass die Feiergemeinde nicht nur nichts verstand, sondern einfach mit dem armen Mann mitlitt und nur auf das Ende seiner Qual wartete. Diese Art Martyrium ist sicher ein echtes Glaubenszeugnis, aber die Homilie in der Messfeier, „die Teil der Liturgie selbst ist und dem Priester oder dem Diakon vorbehalten wird“ (CIC can. 767 § 1), soll dazu dienen, „das Kirchenjahr hindurch aus dem heiligen Text die Glaubensgeheimnisse und die Normen für das christliche Leben darzulegen“ (ebd.) und ist „notwendig, um das christliche Leben zu stärken“ (AEM 41). Wie aber soll das geschehen, wenn der Vortragende einfach nicht über die notwendigen Kenntnisse der Sprache und des Sprechens verfügt – oder, als Deutschsprachiger, davon nur sehr unvollkommen Gebrauch macht und unverständlich spricht? Einfache Gläubige fragen sich vielleicht, ob das Vorlesen einer Predigt nicht jemand anvertraut werden könnte, der es kann; Fachleute könnten darüber diskutieren, ob das Vorlesen einer gedruckten Vorlage überhaupt eine Homilie im Sinn der einschlägigen Dokumente ist, meint
    Ihr
    Eduard Nagel

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