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Januar 2006

Inhalt
  • Kirchenraum
  • Krankenkommunion
  • Liturgischer Gruß

  • Der Weihnachtsmann - Eine Kunstfigur mit alten christlichen Wurzeln
  • Kinder erkunden ihre Kirche - Wie ein ungewöhnlicher Kirchenführer entsteht
  • „Unsere Hilfe ist im Namen des Herrn . . .“ - Zur Bedeutung eines liturgischen Grußes
  • Fürbitten am Fest Darstellung des Herrn
  • Fest-Ankündigung 2006
  • Einführungen zu den Schriftlesungen - Von Neujahr bis zum 4. Sonntag i. Jk. B

  • Ich meine

    Liebe Leserinnen und Leser,

    „Die Kirche befriedigt nicht Erwartungen, sondern feiert Geheimnisse.“ So lautet ein berühmt gewordener Satz des früheren Mailänder Erzbischofs Kardinal Martini.Weise Worte, vor allem für Menschen, die im Bereich der Gestaltung liturgischer Feiern tätig sind! Erliegen wir nicht allzu oft der Versuchung, unsere Arbeit aus der Sicht der Planer und Versorger zu betrachten, anstatt ausgehend vom Wesen liturgischer Feier? Sprechen wir nicht allzu oft von Gottesdiensten als „Angebot“ statt als „Feier“? Steht nicht oft in Ankündigungen „Gottesdienst für“ anstatt „mit“? Betrachten wir die „Mitfeiernden“ nicht viel zu oft als „Gottesdienst-Teilnehmer“ oder gar “-Besucher“? Sicher,Wortwahl ist das eine, Liturgie-Feiern das andere. Aber Worte schaffen Bewusstsein, und wenn wir sie oft lesen bzw. hören, hat das Einfluss auf unser Gottesdienstverständnis. – „Die Kirche befriedigt nicht Erwartungen, sondern feiert Geheimnisse.“ Wäre das nicht ein schöner Leitsatz für die Arbeit in den Liturgie-Kreisen im kommenden Jahr? Wir sind aufgerufen, nicht zu planen, zu organisieren, zu rationalisieren, sondern zu feiern: zweckfrei, sinnlich, ästhetisch und wohltuend. Und wir feiern „Geheimnisse“: Gottes Wirken ander Welt und den Menschen entzieht sich unserer Planbarkeit,Machbarkeit und unserer Logik. Gott selbst ist der Handelnde. In der Weihnachtszeit kann wie in kaum einer anderen Festzeit eindrücklich und mit allen Sinnen erfahren werden, was Feiern meint, und wie groß das Geheimnis unseres Glaubens ist: „Er, der unsichtbare Gott, ist sichtbar als Mensch erschienen“ (II.Weihnachts-Präfation).
    meint Ihre
    Iris Maria Blecker

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