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praxis gottesdienst 2 vom Februar 2008
Ein Kind malt ein Fastentuch

Es ist immer wieder erstaunlich, was Frauen – und manchmal auch Männer – an Fantasie und Kreativität entwickeln, um die frohe Botschaft verkündigend und feiernd weiterzugeben. Der Satz, dass Liturgie alle Sinne erfassen müsse, ist zunächst abstrakt. Er wird ganz konkret, wenn in diesem Heft (praxis gottesdienst 2/2008) erzählt wird, wie eine Frau mit ihrem Patenkind über Jahre hinweg ein Fastentuch malt, das am Ende in der Kirche aufgehängt wird und dort viele Menschen anspricht.

Als mein Patenkind Marlene, mit dem ich viel Zeit verbringen konnte, in die Schule kam, begann ich, mit ihm ein Fastentuch zu gestalten. Dieses entstand in Teilen über einen Zeitraum von drei Jahren hinweg.

Wir begannen jeweils damit, dass ich einen Abschnitt aus der Passionsgeschichte erzählte und wir dann über den Inhalt und die Bedeutung der Erzählung sprachen. Schließlich begann Marlene, das Bild mit Wachskreide auf den aufgespannten Baumwollstoff zu malen. Wir verwendeten dazu eine spezielle Wachskreide, die hinterher durch Aufbügeln fixiert werden konnte.

Bei den Darstellungen flossen durchaus eigene Erfahrungen des Kindes mit ein. So fand der Opa, der erst kürzlich verstorben war, beim Abendmahl als Petrus einen Platz an der Seite des Herrn. Und sie selbst fand sich wieder in der Darstellung ihrer Namenspatronin Maria von Magdala bei der Begegnung mit dem Auferstandenen. (Amata Grüner)




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