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Lieder und Gesänge

Religiöse Gesänge
für Feiern, an denen Christen, Juden und Muslime teilnehmen

Der Herr segne und behüte uns (Unterwegs 117)
Der Himmel geht über allen auf (Wilhelm Willms / Peter Janssen)
Dona nobis pacem (Unterwegs 115; KG 597; EG 435; RG 334)
Gottes Regenbogen, seht, Halleluja (KG 602)
Herr, deine Güt ist unbegrenzt (nach Ps 36. GL 289; CG 406)
Herr, gib uns deinen Frieden (Unterwegs 116; EG 436)
Komm, Herr, segne uns (Unterwegs 199; EG 170; RG 343)
Laudate Dominum (RG 73)
Lobet und preiset ihr Völker, den Herrn (GL 282; KG 537; EG 337; RG 42)
Nada te turbe (RG 706)
Schweige und höre (Unterwegs 112; KG 600; EG ; RG 166)
Singt das Lied der Freude über Gott (nach Ps 148. GL 272; KG 180 [abweichende Melodie]; EG 305)
Verleih uns Frieden gnädiglich (GL 310; KG 589; EG 421; RG 332; CG 705)
Wer nur den lieben Gott lässt walten (GL 296; KG 541; EG 369; RG 681; CG 687)


Religiöse Gesänge
für Feiern, an denen Christen und Juden teilnehmen

1. Allgemeine Gesänge

Hewenu schalom alächäm (Unterwegs 114; EG 433; RG 168)
Schalom chaverim (Unterwegs 111; EG 434; RG 335)
Wohl denen, die da wandeln (GL 614; KG 551; EG 295; RG 76; CG 426)

2. Psalmlieder und alttestamentliche Gesänge

Danket dem Herrn, denn er ist gut. Halleluja (nach Dan 3. GL 281)
Dein Lob, Herr, ruft der Himmel aus (nach Ps 19. GL 263)
Erhör, o Gott, mein Flehen (Edith Stein nach Ps 61. GL 302; RG 37)
Herr, dir ist nichts verborgen (nach Ps 139. GL 292)
Kommt herbei, singt dem Herrn (nach Ps 95. GL 270; KG 43; CG 417)
König ist der Herr (nach Ps 99. GL 275 [abweichender Text]; KG 211; RG 56; CG 420)
Mein ganzes Herz erhebet dich (nach Ps 138. GL 264; KG 531; RG 92; CG 431)
Nun saget Dank und lobt den Herren (Str. 2+3 nach Ps 118. GL 269; KG 440; EG 294; RG 75; CG 425)
Wer unterm Schutz des Höchsten steht (nach Ps 91. GL 291; RG 49; CG 416)


Religiöse Gesänge
für Feiern, an denen Christen und Muslime teilnehmen

Großer Gott, wir loben dich (Strophe 1 "Großer Gott, wir loben dich"; Strophe 3 "Heilig, Herr Gott Zebaot!"; Strophe 11 "Herr, erbarm, erbarme dich"; GL 257 [abweichender Text in Str. 11]; KG 175; EG 331; RG 247; CG 509)
Heilig ist Gott in Herrlichkeit (GL 469; KG 107; RG 305; CG 491)
Ich steh vor dir, mit leeren Händen, Herr (GL 621; KG 544; EG 382; RG 213)
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Gebetstexte

Für eine christliche Feier, in der Muslime zu Gast sind:

1. Heilsgeschichtliches Lobgebet

Wir preisen dich, Gott,
Herr der Menschen in aller Welt,
du Barmherziger und Gütiger,
du König am Tage des Gerichtes.
[Q: Fatiha]

Lob sei dir, Schöpfer des Himmels und der Erde,
Lob sei dir,
der du zu uns Menschen gesprochen hast.
[Q: II. Vatikanisches Konzil]

Abraham, unser Vater im Glauben,
hat auf deine Stimme gehört
und sich deinem Willen unterworfen.
So ist er für alle Gläubigen das Vorbild des Gehorsams.
Im Glauben folgte er deinem Ruf:
er zog aus, ohne zu wissen, wohin.
[Q: Verehrung der Ahnen]

Er hoffte wider alle Hoffnung
und wurde zum Vater vieler Völker.
[Q: nach Röm 4,18]

Herr und Gott,
in deiner großen Barmherzigkeit
kommst du allen Menschen zu Hilfe,
damit sie dich suchen und finden können.
Immer wieder hast du den Menschen dein Heil angeboten
und sie durch die Propheten gelehrt,
dein Reich zu erwarten.
[Q: vgl. Viertes Eucharistisches Hochgebet]

Inmitten einer großen Schar von Zeugen
halten wir unseren Blick auf den gerichtet,
der die Gläubigen zur Vollendung führt.
[Q: nach Hebr 12,1-2]

Jesus, das Siegel der Heiligkeit,
dein Gesandter und dein Wort,
unser Meister und unser Bruder.
[Q: Koran]

Durch die Hingabe seines Lebens
hat er seinen Geist in unsere Herzen gesenkt,
den Geist,
der alle Menschen in dein Reich geleitet:
ein Reich des Lebens und der Wahrheit,
ein Reich der Gnade und Heiligkeit,
ein Reich der Gerechtigkeit,
der Liebe und des Friedens.
[Q: nach Präfation vom Königtum Christi, Christkönigssonntag]

[Q: Bistum Niamey, Mali]


2. Vergebungsbitte (nach einer Vorlage aus Südafrika)

Für die Sünde, die wir begingen,
als wir das Fremdsein, das uns trennt,
mehr betonten als das Menschliche,
das uns eint.

Für die Sünde, die wir begingen,
als wir es versäumten, Gottes Ebenbild
in jedem einzelnen Menschen anzuerkennen.

Akklamation: Herr, erbarme dich (gesungen)

Für die Sünde, die wir begingen,
als wir die Hilferufe der Menschen nicht beachteten.
Für die Sünde, die wir begingen,
als wir angesichts von Unrecht schwiegen.

Akklamation: Herr, erbarme dich (gesungen)

Für die Sünde, die wir begingen,
als wir es ablehnten, Verantwortung zu übernehmen.
Für die Sünde, die wir begingen,
als wir uns durch Vergessen davor schützen wollten,
Lehren aus unserer Vergangenheit zu ziehen.

Akklamation: Herr, erbarme dich (gesungen)

Für alle unsere Sünden, o Gott der Vergebung,
bitten wir dich:
vergib uns,
verzeihe uns,
gewähre uns Versöhnung mit dir und untereinander.

[Q: Menschen vor Gott. Gemeinsames Gebet der Christen und Muslime aus Anlass der Woche der ausländischen Mitbürger, am 1. Oktober 1988 im Erwin-Scharff-Haus Neu-Ulm]


3. Um Toleranz

O Gott, an dich wenden wir uns,
auf dich setzen wir unser Vertrauen,
von dir erflehen wir Beistand,
dich bitten wir:
Gib uns Glauben an dich
und leite uns durch deine Gesandten und Propheten.

Wir bitten dich auch:
Mache jeden von uns treu in seinem Glauben und seiner Religion;
ohne Enge, die uns selbst schadet,
ohne Fanatismus, der unseren Mitmenschen Unrecht zufügen könnte.

Wir bitten dich, Herr:
segne unser Zusammenleben
und bewirke,
dass Ehrlichkeit uns leite
dass Gerechtigkeit wir suchen
und Frieden finden.

O lebendiger, ewiger Gott, dir sei Herrlichkeit und Ehre. Amen.

[Q: nach Christian Van Nispen Tot Sevenaer, Le Caire]
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Für eine christliche Feier, in der Juden zu Gast sind:

1. Als Lesungen eignen sich die Bücher Genesis, Exodus, Richter, Rut, Tobit, Ijob, Kohelet, Hoheslied und Jesus Sirach (Ben Sira). Texte, die von der Erwartung des Messias sprechen oder von jüdischen Kultvorschriften, sollten hier nicht verwendet werden.

2. Psalmen sind ideal zum gemeinsam gesprochenen Gebet, da sie der gemeinsamen Tradition entstammen. Im Vorfeld sollte man sich auf eine geeignete Übersetzung verständigen.

Gesten, Gebärden, Symbole

1. Kerzen
Die Symbolkraft von brennenden Kerzen ist allgemeingültig: sie bringen Licht, ein wenig Wärme und verzehren sich selbst.
Sie können entzündet werden zur Fürbitte, indem alle Beteiligten oder die Vertreter der einzelnen Glaubensgemeinschaften ein Anliegen formulieren und eine Kerze aufstellen.
In kleineren Gruppen kann eine Kerze die Mitte eines Gebets-"Kreises" bilden; ihr Licht, das für alle gleich hell scheint, erinnert an die Gegenwart Gottes in der Welt: Gott will allen Menschen gleich nahe sein.

2. Friedensgruß
Besonders im gemeinsamen Gebet um Frieden sollte der Friedensgruß seinen Platz haben.
In unseren Breiten ist das Handgeben die natürlichste und neutralste Form eines jeden Grußes. Doch können Menschen, für die eine Umarmung oder ein Kuss natürlich sind, darin ein Zeichen der Distanz erkennen. Ferner sollte die im Islam gebotene Geschlechtertrennung beachtet werden - das geschlechterübergreifende Handgeben ist nicht allgemein üblich.
Eine andere Form kann die Weitergabe eines symbolischen Gegenstandes sein, etwa ein mit Ornamenten verziertes Kärtchen, auf das man seinen Namen schreiben und dem Nachbarn weitergeben kann, oder aber Blumen (s.u.) oder Wasser (s.u.).

3. Blumen
Als Zeichen der Zuneigung und Wertschätzung, oft auch zur Bekundung von Anteilnahme und schließlich als Symbol im Friedensgruß eignen sich Blumen.
Wenn die Teilnehmenden Blumen selbst mitbringen sollen, empfiehlt es sich, einige auf Reserve bereit zu halt, um die nicht auszuschließen, die keine Blumen mitgebracht haben.
Blumen können unterschiedlich verwendet werden: Bei einer Trauer- oder Gedenkfeier können sie an einer bestimmten Stelle abgelegt werden (Grab, Gedenkstein); als Symbol zum Friedensgruß werden sie anderen Teilnehmenden weitergegeben (Nebenmann/frau, gegenüber Sitzende/r)

4. Wasser
Wasser symbolisiert Leben und Reinigung, aber auch Vernichtung durch Ertrinken. In der christlichen Taufe kommen alle drei Bedeutungen zum Tragen.
In vielen Regionen werden wegen Wasserrechten Kriege geführt.
In der Wüste gilt die Oase als waffenfreies Territorium.
In einer multireligiösen Feier können die Teilnehmenden einen Becher des Leben spendenden Wassers ausschenken und weiterreichen. Dieses Zeichnen eignet sich auch als symbolische Geste zum Friedensgruß.

5. Weihrauch
Viele Religionen bedienen sich der Symbolkraft, die aus Wohlgeruch und aufsteigendem Rauch entstehen.
Im Fürbittgebet können alle Teilnehmenden für ihr Gebetsanliegen Weihrauchkörner auf eine glühende Kohle legen. Wie der Weihrauch emporsteigt, soll auch das Gebet sich zu Gott erheben.

6. Hände / Gebetshaltung
Verschiedene Gesten und Haltungen drücken das Verhältnis der Betenden zu ihrem Gott aus; das unterschiedliche Falten der Hände, das Erheben der Arme ebenso wie das Handgeben zum Friedensgruß sind klassische Gesten im christlichen Gottesdienst; ebenso das Stehen und Knien.
Für einzelne Elemente der Feier können gemeinsame Haltungen und Gesten vorgesehen werden. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass die vereinbarten Formen den natürlichen Formen des Alltags, der kultischen Betätigung und der rituellen Erlaubtheit entsprechen.
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