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Messbuchübersetzung

Das Bistum Chur informierte am 21.2.2011, dass mit Schreiben vom 6. Januar 2011 der Präfekt der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung, Antonio Kardinal Cañizares Llovera, Bischof Vitus Huonder die Ernennung in die Bischöfliche Kommission „Ecclesia celebrans“ mitgeteilt hat.

Die Kommission „Ecclesia celebrans“ hat u. a. die Aufgabe, die Revision der Übersetzung des römischen Messbuchs (ordentliche Form des einen römischen Ritus) in die deutsche Sprache zu koordinieren. Die Arbeitsergebnisse der Kommission sind nicht für die Öffentlichkeit bestimmt. Die „News“ auf der Homepage  www.ecclesiacelebrans.de enden im Jahr 2007.

Die Zeitschrift „Christ in der Gegenwart“ berichtete in ihrer Ausgabe vom 13. Februar 2011 von Übersetzungsproblemen im englischsprachigen Raum. Der irische Verband katholischer Priester habe die von der Bischofskonferenz und vom Vatikan erarbeitete Übersetzung als „sexistisch, archaisch, elitär und verworren“ kritisiert (vgl.  Radio Vatikan, 4.2.2011).

Die deutschen Bischöfe hatten bei der Herbstvollversammlung 2010 erklärt, dass die bisherigen Texte bereits den Anforderungen an eine authentische Übersetzung genügten. Kardinal Meisner, der Präsident der Kommission „Ecclesia celebrans“, wird von der Zeitschrift „Christ in der Gegenwart“ mit der Äußerung zitiert, dass die Bischöfe „die Letztverantwortlichen für die Liturgie in ihrem Sprachgebiet sind“. Die Zeitschrift vermutet, damit wolle der Kardinal gegenüber Rom andeuten, dass Eingriffe, die zu einer sprachlich und theologisch schlechten Fassung führen, nicht akzeptiert werden.



Die katholische internationale  Presseagentur kipa mit Sitz in Freiburg (Schweiz) berichtet dazu am 21.2.2011:

„Vorbehalte aus Deutschland
Die neuen deutschsprachigen Messbuchtexte sollen sich nach dem Willen der deutschen Bischöfe nicht wesentlich von den bisher geltenden Texten unterscheiden. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, erklärte im vergangenen Herbst, die bisherigen Texte genügten bereits den römischen Anforderungen nach einer authentischen Übersetzung der lateinischen Texte.
Die Bischöfe seien dagegen, die bei den Priestern und Gläubigen bewährten liturgischen Texte ohne Not durch fundamentale neue Übersetzungen zu verändern und ihre Akzeptanz in den Gemeinden zu gefährden. Dies gelte auch für die Einsetzungsworte bei der Wandlung. Hier seien die deutschen Bischöfe dafür, dass die theologisch korrekte Aussage "für alle" beizubehalten sei und nicht durch die enger am lateinischen Text liegende Variante "für viele" ersetzt wird.

Abt Holzherr: Zurück hinters Konzil
Der ehemalige Abt von Einsiedeln, Georg Holzherr, erklärte vergangenes Jahr in einem Interview mit der Presseagentur Kipa, mit dieser Kommission würde der Vatikan den Geist des Zweiten Vatikanischen Konzils hintergehen. Holzherr, der als Mitglied der Schweizer Bischofskonferenz für den Bereich Liturgie zuständig war, meinte, gemäss der nach dem Konzil gültigen Übersetzerinstruktion habe man sich im deutschsprachigen Raum gewissenhaft um treue, aber leicht verständliche Texte bemüht. Diese Arbeiten seien gegen Ende des letzten Jahrhunderts weit gediehenen, aber dann im Archiv gelandet.
Jetzt lägen aus Rom neue Instruktionen für die Übersetzungen vor. Es müsse alles möglichst wörtlich wiedergegeben werden. Damit bestehe die Gefahr, dass schwierige Ausdrücke oder lange Sätze das Verständnis unnötig erschwerten.“






 2010 Herbstvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz
 2010 Joachim Kardinal Meisner zur Übersetzung der Neuauflage des römischen Messbuches
 2010 Die Kommission „Quo principia“ überprüft die Arbeit der Kommission „Ecclesia celebrans“
 2004 Arbeit an der Revision des Deutschen Messbuchs beginnt








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