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Gestaltungswettbewerb 2010/2011
Einbandgestaltung eines Evangelistars
Kunstverein im Bistum Essen e. V.
in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Liturgischen Institut, Trier






Preisträger des „Ars liturgica“-Wettbewerbs

Nun stehen sie fest, die Sieger des „Ars liturgica“-Wettbewerbs, den der Kunstverein im Bistum Essen e. V. gemeinsam mit dem Deutschen Liturgischen Institut Trier in diesem Jahr zum ersten Mal ausgelobt hat. Es galt, einen künstlerischen Entwurf für den Einband eines Evangelistars, eines Evangelienbuches für den Gottesdienst, zu gestalten.
Nach Abwägung aller Kriterien beschloss die Jury, auf die Vergabe eines ersten Preises zu verzichten, da kein Objekt ihre Erwartungen vollkommen erfüllte. Die beiden zweiten Plätze entfielen auf die Entwürfe von Johannes Borst, Nürnberg, und Mechtild Bach, Aachen. Beide erhalten je 4000 Euro. Den dritten Preis erhielt Hannah Feldmeier, Stuttgart. An sie geht ein Preisgeld von 1000 Euro.

Aus den Entwürfen von 56 Künstlerinnen und Künstlern hatte die Jury unter der Leitung von Pater Dr. Philipp Reichling von der Prämonstratenser-Abtei in Duisburg-Hamborn schon im Sommer acht Entwürfe ausgewählt, die in die Realisierungsphase gingen. Sieben von ihnen wurden ausgeführt und lagen der Jury vor. Für die Gestaltung hatte jeder Künstler einen Buchblock und 500 Euro als Zuschuss zur Verfügung gestellt bekommen.

„Wir haben in einer mehrstündigen Sitzung darum gerungen, welche Entwürfe nun zu den besten gehören, aber den besten haben wir leider nicht gefunden“, so Projektleiter Reichling. Weil die beiden zweiten Plätze als gleichwertig, wenn auch sehr unterschiedlich in der Ausführung, angesehen wurden, wurde auch das Preisgeld auf beide gleich verteilt. Für den liturgischen Gebrauch in der Pfarrei St. Johann, Duisburg-Hamborn, wird aber nur ein Evangelistar in Frage kommen, und zwar das der Künstlerin Mechtild Bach.


Ausstellung bis zum 27. März 2011

In dem Pontifikalamt mit Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck am 27. Dezember, 17.00 Uhr, im Essener Dom wurde dieser Evangelieneinband zum ersten Mal benutzt. Im anschließenden Festakt zum 50-jährigen Bestehen des Kunstvereins im Bistum Essen wurden die Preise an die Künstler überreicht. Ebenfalls wurde in diesem Rahmen die Ausstellung „Ars Liturgica“ im Handschriftenraum der Domschatzkammer eröffnet, in der alle in die Endauswahl gekommenen Entwürfe der Öffentlichkeit noch bis zum 27. März 2011 präsentiert werden.
  Domschatzkammer Essen




Auswahlkriterien

Auswahlkriterien bei einer ersten Auswahlrunde waren praktische und liturgische Handhabbarkeit, ästhetische Stimmigkeit, inhaltlich-theologische Dimension, handwerkliche Qualität, Wert des Objektes als Unikat, Sorgfalt der handwerklichen Ausführung, Material und Arbeit mit dem Material, Verhältnis von Entwurf und Ausführung, Zusammenspiel von Fern- und Nahwirkung sowie materielle Beständigkeit und angemessene Pflegemöglichkeiten.


Jury

Der Jury für dieses Projekt des Kunstvereins gehörten an Dr. Friedhelm Hofmann, Bischof von Würzburg, Mitglied der Päpstlichen Kommission für Kulturgüter der Kirche; Prof. em. Volker Küster, Graphikdesign Schrift und Typographie, Universität Duisburg-Essen; Dr. Andreas Poschmann, Deutsches Liturgisches Institut, Trier; Dr. Claus Maywald, Bibliotheksleiter, Gutenberg-Museum, Mainz; Heinz-Peter Heidrich, Vorstandssprecher der Bank im Bistum Essen, Dr. Herbert Fendrich, DG Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst, München; Dr. Birgitta Falk, Kunstverein im Bistum Essen; Pater Dr. Philipp Reichling OPraem, Abtei Hamborn, Projektleiter ars liturgica und Pater Dominik Kitta OPraem, Pfarre St. Johann, Duisburg-Hamborn.

Die Jury mit den Siegerentwürfen: Pater Dr. Philipp Reichling, Professor Dr. Volker Küster, Bischof Dr. Friedhelm Hofmann, Dr. Birgitta Falk, Dr. Herbert Fendrich, Dr. Andreas Poschmann und Pater Dominik Kitta (v.l.n.r.). Foto: Domschatzkammer Essen


Veranstalter des Wettbewerbs ars liturgica
Kunstverein im Bistum Essen e. V.
in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Liturgischen Institut, Trier.











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