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Kirchenbau in Wien und Berlin. Ausstellungen
Im Mittelpunkt zweier Ausstellungen im Dezember steht der Kirchenbau des 20. Jahrhunderts. Die Ausstellung "Heilige Zeiten" widmet sich dem breiten architektonischen Spektrum des Kirchenbaus der Nachkriegszeit in Wien. In Berlin würdigt die Ausstellung "Architektur und Religion" Leben und Werk des Kirchenbaumeisters Otto Bartning. [Abb. © TU Wien (Modell: C. Brenner, K. Kiesel). Fritz Wotruba, Zur Heiligsten Dreifaltigkeit, 1974-1976.]
Heilige Zeiten
Wiener Kirchenbau nach 1945.
Von Rudolf Schwarz bis Heinz Tesar
13. Dezember 2007 bis 14. Januar 2008
Architekturzentrum Wien, Halle F3
Die Ausstellung "Heilige Zeiten" thematisiert das breite architektonische Spektrum des Kirchenbaus der Nachkriegszeit in Wien. Im Zuge des innerkirchlichen Liturgiediskurses avancierte der christliche Sakralbau ab den 1950er Jahren zu einer international bedeutenden Bauaufgabe, mit der sich erstrangige Architekten wie Le Corbusier, Oscar Niemeyer oder Egon Eiermann auseinandersetzten. In Wien trat nach 1945 neben Altmeistern des Sakralbaus und arrivierten österreichischen Architekten vor allem auch eine Reihe junger Baumeister mit spektakulären Projekten hervor. Insbesondere in den 1960er und frühen 1970er Jahren führte die Auseinandersetzung mit den Richtlinien des Zweiten Vatikanums zu experimentellen räumlichen und gestalterischen Lösungen (Josef Lackner, Ottokar Uhl, Roland Rainer, Johannes Spalt, Fritz Wotruba). Ab den 1980er Jahren wurden diese zum Teil von gerichteten, traditionellen Raumschöpfungen abgelöst (Otto Häuselmayer).
Die Ausstellung ist das Ergebnis eines StudentInnenprojektes an der TU Wien unter Leitung von Ann Katrin Bäumler, Andreas Zeese und Fridolin Welte. Gezeigt wird eine Zusammenschau von acht charakteristischen Kirchenbauten der 1950er bis 1990er Jahre, u.a. präsentiert als Modellrekonstruktionen im Maßstab 1:50. Die Modelle ermöglichen dabei einen unmittelbaren, anschaulichen Vergleich. Der Eintritt ist frei.
Eröffnung: Mittwoch, 12. Dez. 2007, 19:00 Uhr
Architekturzentrum Wien
Architektur und Religion
Leben und Werk des Kirchenbaumeisters Otto Bartning
15. Dezember 2007 bis 20. Januar 2008
Berlin-Schöneberg
Die Otto Bartning-Arbeitsgemeinschaft Kirchenbau e.V. (OBAK) zeigt vom 15. Dezember 2007 bis 20. Januar 2008 die kleine Ausstellung "Architektur und Religion" über Leben und Werk des Kirchenbaumeisters OTTO BARTNING im Foyer der Kirchhofsverwaltung auf dem Alten Zwölf-Apostel-Kirchhof in Berlin-Schöneberg, Kolonnenstraße 24-25 - Bus 104, Haltestelle Naumannstraße oder 10 min. Fußweg vom S-Bahnhof Yorckstraße (Großgörschenstraße).
Eröffnet wird die Ausstellung am Freitag, 14. Dezember um 18 Uhr mit einem Vortrag von Dr. Jan Feustel (Wissenschaftspublizist und Vorstandsmitglied der OBAK) und Beamerpräsentation über Leben und Werk Otto Bartnings.
Öffnungszeiten der Ausstellung: Montag bis Freitag von 9 bis 16 Uhr, Sonnabend/Sonntag von 12 bis 16 Uhr. Geschlossen am 24., 25., 26. und 31.12.2007 sowie am 1.1.2008. Der Eintritt ist frei.
Otto Bartning lebte von 1883 bis 1959 und gilt als der bedeutendste evangelische Kirchenarchitekt des 20. Jahrhunderts. Aber auch über den Kirchenbau hinaus setzte er wichtige Impulse in Kirche und Gesellschaft.
"In unserer Zeit ökologischer und sozialer Krisen lehrt uns Bartning in seinen Bauten verantwortliches Handeln in der Gemeinschaft für die Gemeinschaft, lehrt uns Bescheidenheit im Umgang mit unserer Umwelt. Die Architektur Bartnings ist frei von Moden und Starallüren, aber immer auch eingebunden in ihre Zeit.", so Dr. Michael Siebenbrodt, Architekt und Leiter des Bauhaus-Museums in Weimar.
Otto Bartning-Arbeitsgemeinschaft Kirchenbau e.V.
Ev. Zwölf-Apostel-Kirchengemeinde
Kirche am Hohenzollernplatz in Berlin (Fritz Höger, 1933), © Foto: Klaus Kinold/München, 2005
Schätze! Kirchen des 20. Jahrhunderts
Moderne Kirchen sind Schätze mit vielen Gesichtern: Aussagekräftige Räume für geistliches Leben und gottesdienstliches Feiern. Prägende
Baukunstwerke in Dorf und Stadtteil. Spannende Orte voller Kultur und Geschichte(n).
Diesen besonderen Bauten widmen die Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst (DG), München, das Deutsche Liturgische Institut, Trier, und das EKD-Kirchbauinstitut, Marburg, ihre Wanderausstellung "Schätze! Kirchen des 20. Jahrhunderts".
Schätze! Kirchen des 20. Jahrhunderts
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