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Liturgie und Öffentlichkeit

Immer wussten die Christen - mehr oder weniger - um die "öffentliche" Bedeutung der Heilsgeheimnisse, die sie in der Liturgie feiern. So ist auch in unserer Zeit die Liturgie in vielfältiger Weise nach außen gerichtet, zum Zeugnis und Dienst und zum Heil der Welt. Allerdings konfrontieren uns heute die Massenmedien mit neuen Möglichkeiten und Herausforderungen.


Die internationale, ökumenische Vereinigung namhafter Liturgiewissenschaftler und -wissenschaftlerinnen aus nahezu allen christlichen Kirchen der Welt, die Societas Liturgica, wird sich bei ihrem 21. Kongress im nächsten Jahr in Palermo mit dem Thema "Liturgie und Öffentlichkeit" befassen.

Die Kongresse finden im Abstand von zwei Jahren statt. (Informationen zu Eindhoven (NL) 2003 und Dresden (D):
 http://www.societas-liturgica.org/?Congresses


21. Kongress der Societas Liturgica

Der 21. Kongress der Societas Liturgica, der vom 6. bis 11. August 2007 in Palermo, Sizilien, stattfinden wird, will sich den Fragen stellen, die sich ergeben, wenn die Liturgie und die Sakramente der Kirche mit dem "Außenraum" der Öffentlichkeit in Berührung kommen. Dieser "Außenraum" mögen unsere Städte sein mit ihren Straßen und Plätzen, es können aber auch Menschen sein, die nicht aktiv oder nur distanziert an der Liturgie teilnehmen: Suchende, Radiohörer und Fernsehzuschauer, Repräsentanten des öffentlichen Lebens, die in einem Gottesdienst anwesend sind, oder Andersgläubige, die eine christliche Kirche besuchen.

Nachdem der 20. Kongress in Dresden 2005 seinen Blick auf die verwandelnde und heilende Kraft der Liturgie in einer gebrochenen Welt gerichtet hat, wird der nächste Kongress versuchen, die theologischen und pastoralen Implikationen besser zu verstehen, die sich aus dem Öffentlichkeitsbezug der Liturgie ergeben.

Es sind vor allem drei Denkrichtungen, in die dieses Thema entfaltet werden soll:
1. die Beziehung zwischen Liturgie und Gesellschaft sowie zwischen Liturgie und Politik im Kontext der Medien, die die Liturgie auf ihre äußeren Erscheinungsformen reduzieren möchten, während sie doch zutiefst der Ort der Glaubensverkündigung und des Glaubensbekenntnisses ist;
2. die Bedeutung der großen und zentralen Symbole der Liturgie in einer Welt pluraler Ritenangebote, die oft jeder Beziehung zur Kirche entbehren;
3. die Begegnung mit kulturellen und religiösen Ausdrucksgestalten, die nach gottesdienstlichen Formen verlangen, welche für die Teilnehmenden integrierend und identitätsstiftend wirken.


 http://www.societas-liturgica.org/



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