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Stellungnahme zu einigen Veröffentlichungen in Zusammenhang mit einer Instruktion zur Liturgie
Papst Johannes Paul II. hat in seiner am 17. April 2003 veröffentlichten Enzyklika "Ecclesia de Eucharistia" ein Dokument angekündigt, um - "auch mit Hinweisen rechtlicher Natur" - den "tiefen Sinn der liturgischen Normen zu bekräftigen" (Nr. 52).
Das italienische katholische Monatsmagazin "Jesus" hat in seiner Oktoberausgabe Auszüge bekannt gemacht, die aus einer solchen Instruktion stammen sollen und die für einigen Wirbel auch in der deutschen Öffentlichkeit gesorgt haben. Dabei ging es vor allem um die Rolle von Laien in der Leitung von Gottesdiensten und die Zulassung von Mädchen zum Mini-strantendienst.
Inzwischen wurde von verschiedenen kirchlichen Stellen darauf hingewiesen, dass es sich bei den zitierten Passagen um Referentenentwürfe vatikanischer Kurienmitarbeiter handelt, die von den zuständigen Kardinälen zurückgezogen wurden und mittlerweile überarbeitet und geändert worden seien.
Mehrere deutschsprachige Bistümer, so etwa Wien, Köln und Rottenburg-Stuttgart, haben sich in öffentlichen Erklärungen für Ministrantinnen ausgesprochen, da sich dieser Dienst bewährt habe und aus dem Leben der Gemeinden nicht mehr wegzudenken sei.
Insgesamt ist es schwierig, zu Gerüchten Stellung zu nehmen, die sich auf Dokumente beziehen, deren Quelle nicht ersichtlich und deren Wortlaut nicht bekannt ist. Dagegen haben sich die deutschen Bischöfe immer für den Dienst von Laien in der Liturgie eingesetzt und dafür eine eigene "Rahmenordnung für die Zusammenarbeit von Priestern, Diakonen und Laien im Bereich der Liturgie" erlassen, die unter dem Titel "Zum gemeinsamen Dienst berufen. Die Leitung gottesdienstlicher Feiern" am 8. Januar 1999 in der Reihe "Die deutschen Bischöfe" (Nr. 62) veröffentlicht wur-de.
Trier 07-10-2003
Prälat Dr. Eberhard Amon
Leiter des Deutschen Liturgischen Instituts
Pressemeldungen
Radio Vatikan 23.9.2003:
Der Vatikan plant neue Richtlinie gegen den Missbrauch der Liturgie
Kölnische Rundschau 23.9.2003:
Ministrantinnen als Ausnahme?
Rückschritt ins Mittelalter
Tagesspiegel 24.9.2003:
Vatikan will Tänze in Kirchen verbieten
Die Tagespost 25.9.2003:
Korrekturbedarf in der Liturgie
27.9.2003:
Kein Grund zur Panik
Stellungnahmen
1. Interview mit Prof. Dr. Albert Gerhards
Das domradio Köln befragte den Bonner Liturgiewissenschaftler zur geplanten Instruktion. Prof. Gerhards ist Mitglied des Deutschen Liturgischen Instituts e.V.
2. Rottenburg-Stuttgart: Bischof Fürst:
Ministrantinnen sind keine Fehlentwicklung
3. Wien: Auch weiterhin Ministrantinnen (ORF-Information)
Der Erstentwurf eines vatikanischen Dokuments über Missbräuche in der Liturgie wurde von den zuständigen Kardinälen zurückgewiesen.
4. Köln: Kardinal Meisner zu angeblichem Vatikanpapier
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