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30. April 2012


Leitartikel

Den Herrn will ich loben allezeit…
Zur Vorbereitung und Durchführung von Tagzeitenliturgien mit jungen Menschen
Nicole Menzel, Religionspädagogin B.A., Lüdinghausen


Inhalt

  • „Wir wollen … anrufen“
  • Beobachtungen bei einem diözesanen Segnungsgottesdienst
  • Gottesdienste anlässlich einer Gemeindefusion
  • Dreifaltigkeitssonntag (B) bis Fronleichnam (B)
  • Erster interaktiver Facebook-Gottesdienst


  • gd Auf zwei Minuten

    Liebe Leserin, lieber Leser,
    am Ostermontag sagt eine Frau, Mitte dreißig, die selten am Gottesdienst teilnimmt, nach dem „Osterhochamt“: „Gibt es an Ostern keine Predigt mehr?“ Nein, am Ostermontag gibt es, wie am Zweiten Weihnachtstag und am Pfingstmontag, keine Predigt. Warum? – Weil es immer schon so war. Auch dass heute, anders als vor 30 Jahren, am Ersten Feiertag in der Pfarrkirche keine Eucharistie gefeiert wird, kann dieses ewige Gesetz nicht erschüttern. Und ebenso spielt da keine Rolle, dass aus diesem Grund nicht wenige Menschen daran teilnehmen, die buchstäblich nur alle heiligen Zeiten zum Gottesdienst kommen. Dabei wäre es kein Problem, die gleiche Predigt zu halten wie am Tag zuvor in zwei anderen Kirchen – die gemeinsame Schnittmenge der Teilnehmenden wäre gering, wenn nicht gar null. Und die Mühe der Vorbereitung hätte sich gleich doppelt gelohnt. Bedenkt man, wie hoch der Stellenwert ist, den Menschen bei Umfragen zum Gottesdienst der Verkündigung und insbesondere der Predigt einräumen, fragt man sich wirklich: Müsste dem Priester nicht geradezu das Herz übergehen, wenn er selbst von der Freude über Jesu Auferstehung erfüllt ist und die Menschen vor sich sieht, die an diesem einen Tag mit der Erwartung kommen, ein Wort zu hören, das sie in ihrem Glauben stärkt, den sie selbst vielleicht als schwach und unsicher empfinden? Man kann sich als Kirchenmensch über vieles in der Kirche ärgern oder darunter leiden, an dieser Stelle aber liegt die Entscheidung und die Verantwortung ausschließlich bei jedem Priester selbst, meint
    Ihr
    Eduard Nagel


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