vorhergehende Seiten�hste Seite
Home
Das
Die
Informationen
Projekte
Publikationen
Onlinepublikationen
Gottesdiensthilfen
Zeitschrift
praxis
border=0
Liturgisches
Liturgische
Kontakte
Suchen
Impressum
vorhergehende Seiten�hste Seite

22. Februar 2007

Leitartikel
Wer will was?
Zur Frage der allgemeinen Wiederzulassung des vorkonziliaren Messritus
(Eduard Nagel)

Inhalt

  • Ökumene – ein langsamer Prozess
  • Lutherischer Gebetsgottesdienst in St. Paul vor den Mauern
  • „. . . der Schatz – statt gehoben vom Zeitgeist vergraben“. Eine Stellungnahme zum Artikel „Wer will was?“ in diesem Heft
  • „ . . . für alle . . .“ – „. . . für viele . . .“?
  • Ein „Zeichen des Friedens“
  • Aufgaben für den Sachausschuss Liturgie im März
  • Palmsonntag bis Gründonnerstag



  • gd Auf zwei Minuten

    In diesem Heft ist der Brief einer Frau abgedruckt, die bei der Messfeier nach der früheren Fassung des Römischen Ritus ihre Zuflucht sucht. Wie es zu diesem Brief kam, ist dort nachzulesen. In gd aufgenommen wurde er, weil er ohne Polemik darstellt, wie jemand aus diesen Kreisen empfindet. Wir reden ja in solchen Fragen meistens übereinander und häufig gegeneinander; aber es fehlt am Reden miteinander. Oft ist das auch schwierig, weil Verletzungen und Animositäten das Klima vergiftet haben. Vieles ist, auf beiden Seiten, geprägt von Pauschalurteilen und Unterstellungen, häufig auch von Misstrauen. Ein kleiner Vertrauensvorschuss hat genügt, um mit der Frau in ein Gespräch zu kommen. Ein solches Gespräch ist sinnvoll, unabhängig davon, ob und in welchem Umfang die derzeit laufenden Propaganda-Kampagnen gewisser Kreise zugunsten einer Wiederzulassung der früheren Form des Römischen Ritus Erfolg haben werden. Die Täuschung mit dem „Manifest“ oder der Aufruf zu Briefen an den Papst, die nicht einmal die Namen der Unterzeichner tragen müssen, zeigen, welche Mittel hier zum Einsatz kommen. Solche Machenschaften dürfen aber umgekehrt nicht dazu führen, dass wir die Augen davor verschließen, dass in der Feier der erneuerten Liturgie da und dort manches im Argen liegt. Frau B. findet in der früheren Form des Ritus die geistliche Tiefe, die Stille, die Mystagogie, die im Glauben erfassen lässt, was da geschieht. Gregorianik und Latein spielen dabei eine gewisse Rolle, mehr aber noch ist es ein Handeln des Priesters und ein Verhalten der Gemeinde, das etwas von der Heiligkeit des Geschehens erahnen lässt. Das aber ist kein Privileg der „alten Messe“, und eine breite Wiederzulassung des Ritus von 1962 brächte keineswegs automatisch mehr geistliche Tiefe. Es entstünde nur noch mehr Streit, Chaos, Verwirrung und Verbitterung. Für alle Seiten hilfreich ist die spirituelle Durchdringung der Feier der Eucharistie. Wo sie geschieht, erübrigt sich von selbst ein Großteil der Kritik am heutigen Ordo und das erleichtert zugleich die Gelassenheit und Toleranz gegenüber jenen Menschen, die aus frommer Sehnsucht und nicht um kirchenpolitischer Ziele willen am Ritus von 1962 hängen, meint

    Ihr Eduard Nagel

      Inhalt       Archiv       Themen       Profil       Bezug       Kontakt zur Redaktion



    Druckversion dieser Seite
    © 2004-16 by Deutsches Liturgisches Institut


    [Home] [Das Institut] [Die Bibliothek] [Informationen]
    [Projekte] [Publikationen] [Kontakte][Suchen & Finden] [Impressum]