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27. Dezember 2007

Leitartikel
Psalmbrücke
Leben zwischen Psalm 95 und Nunc dimittis
Gunda Brüske


Inhalt
  • Anregungen zur Feier von Brauchtums- und Mundartmessen
  • Glaubenszeugen - Januar 2008
  • Lesungen an Heiligengedenktagen
  • Taufe des Herrn bis 4. Sonntag im Jahreskreis (A9



  • gd Auf zwei Minuten

    Erster Adventssonntag – einer jener Gottesdienste, die diesen Namen vor allem kraft der Konsekrationsvollmacht des Vorstehers verdienen. Es ging darin um die Vorstellung der Erstkommunionkinder und um „Leben“. Den Kindern, die man mit einer Ausnahme nie in der Kirche sieht, kam die Rolle zu, den Versammelten – Gläubigen und Ungläubigen – „Impulse“ zu geben. Dafür sagten sie, was sie unter „Leben“ verstehen: Familie, Fußball, Tiere, Sonne, Freunde, Spaß, .. . – ein religiös anmutendes Wort war nicht dabei. Mindestens für die Gläubigen könnte das ein „Impuls“ gewesen sein, darüber nachzudenken, warum ihnen, die sie gekommen waren, um in der Feier des Gottesdienstes in den Advent einzutreten, so etwas zugemutet wird. Das einzig Adventliche kam von musikalischer Seite: Die Leiterin des Kinderchores hatte es sich nicht nehmen lassen, mit ihren Chor-Kindern und den kirchengewohnten Teilnehmenden das zu singen, was sie an diesem Tag sonst auch gesungen hätte. Die Oberhoheit über die musikalische Gestaltung auch solcher Gottesdienste hatte sie vor Jahren gegenüber dem für die Erstkommunionvorbereitung zuständigen Gemeindereferenten durchgesetzt. Apropos durchsetzen: Der Pfarrer gab auf die Nachfrage, warum er zwei Lesungen und einen Antwortpsalm durch eine Wald- und Wiesengeschichte und die Homilie durch eine Frage-Antwort-Wiederholung besagter Geschichte durch den Gemeindereferenten ersetzen ließ, zur Antwort: „Ich werde mich doch nicht mit dem Gemeindereferenten anlegen.“ Das war zwar ehrlich, aber doch enttäuschend bei einem Mann, der gerade als Vorsteher und Prediger bei den Gläubigen hoch angesehen und beliebt ist. Letztlich ist also der Burgfriede wichtiger als Gottes Wort im Gottes-Dienst, das Kirchenjahr und was das Messbuch sonst verbindlich vorschreibt. Und nicht zuletzt: Was für ein Bild bekommen die fremden Gäste von der Kirche, wenn ihnen im Gottesdienst Gottes Wort – außer im vorgelesenen Evangelium – erspart bleibt und eine anspruchslose Wald-Geschichte vorgelesen und vorgekaut wird? Wofür sollten da die Kinder und ihre Eltern, wenn ihr Fest vorbei ist, auch nur noch ein einziges Mal einen Gottesdienst besuchen, fragt
    Ihr Eduard Nagel


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