  | | 16. Januar 2012
- Leitartikel
- Essen in der Kirche – Gottesdienst und Mahlkultur
- Bedenkliches und Bedenkenswertes
- Apl. Prof. Dr. Guido Fuchs, Hildesheim – Würzburg
- Inhalt
- Ökumenische Gottesdienste
- Die Eucharistische Anbetung
- Segne ihn. Gottesdienst zur Verabschiedung eines Geistlichen
- Tagung in Erfurt: „Laien leiten Liturgie“
- 6. – 7. Sonntag im Jahreskreis (B)
gd Auf zwei Minuten
Liebe Leserin, lieber Leser,
beim Blick in das Autorenverzeichnis von Werkbüchern und Predigtzeitschriften ist immer wieder festzustellen: Ein beträchtlicher Teil der Verfasser/innen, auch der Predigtvorschläge für Eucharistiefeiern, sind Laien. Ist das also die Hintertür, durch die die Laienpredigt bei der Messfeier doch noch ihren Weg findet: Der von einem Laien – Mann oder Frau – geschriebene Text wird vom Priester oder Diakon bei der Eucharistiefeier vorgelesen? Nun ist selbstverständlich klar: Die Predigt – oder besser: die Homilie – ist natürlich nicht das, was in einem Buch oder einem Heft steht, sondern das, was in der Feier selbst – auch als persönliches Glaubenszeugnis – von der zuständigen Person unmittelbar zu den Versammelten gesprochen wird. Und gute Gedanken zu einem Schrifttext zu haben, ist nicht an eine Weihe gebunden; darum ist es gut und recht, wenn kompetente Laien solche Überlegungen auch zu Papier bringen. Aber irgendwie kommt man doch ins Sinnieren über Aufgaben und Zuständigkeiten und darüber, von wem was wie wahrgenommen wird. Unweigerlich landet man dabei bei der Feststellung, dass es unbefriedigend ist, wenn der, der etwas zu sagen hat, das nicht tun darf, während der andere, der etwas sagen muss, nichts zu sagen hat und darum das vorliest, was jener andere geschrieben hat. Sicher spricht nichts dagegen, dass man sich Anregungen holt, wo man solche finden kann. Aber die von einer Kopie aus der Predigtzeitschrift abgelesene „Homilie“ ist und bleibt ein Plagiat, dem in der Regel auch anzumerken ist, dass hier nicht ein berufener Mensch etwas von dem mitteilt, was ihn als Glaubenden selbst bewegt, meint
Ihr
Eduard Nagel
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