  | | 24. Januar 2008
- Leitartikel
- Den Glauben weitergeben
- Zur Neuausgabe von „Die Feier der Kindertaufe“
- Winfried Haunerland
- Inhalt
- Internationale Liturgische Kongresse in Bose/Italien
- Gemeinsame Feier der Krankensalbung in Gemeindegottesdiensten
- Im Hochgebet? Der richtige Ort zur Nennung von Mess-Intentionen
- Aufgaben für den Sachausschuss Liturgie im Februar
- Nur Nostalgie? Zur liturgiepädagogischen Funktion von Latein als Liturgiesprache
- 4. bis 5. Sonntag der Quadragesima (A)
- Glaubenszeugen des 20. Jahrhunderts – Februar 2008
gd Auf zwei Minuten
Das Erscheinen des revidierten Ritualeteils „Die Feier der Kindertaufe“ ist ein besonderes Ereignis, denn dieses Buch ist das erste einer neuen Generation liturgischer Bücher. Mit der Fünften Instruktion „zur ordnungsgemäßen Ausführung der Konstitution des Zweiten Vatikanischen Konzils über die heilige Liturgie“ (zu Art. 36 der Konstitution) „Der Gebrauch der Volkssprache bei der Herausgabe der Bücher der römischen Liturgie LITURGIAM AUTHENTICAM“ vom 28. März 2001 hat die Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung sehr detailliert Kriterien vorgegeben, nach denen in Zukunft die lateinischen liturgischen Bücher in die Volkssprachen zu übertragen sind. Das Grundanliegen der Instruktion ist die Wahrung der Einheit innerhalb der weltweiten katholischen Kirche angesichts vielfältiger Bemühungen um Inkulturation in den ersten Jahrzehnten nach dem Konzil. „Die Feier der Kindertaufe“ ist nun das Beispiel, an dem zum ersten Mal sichtbar wird, zu welchem Ergebnis das Ringen um das Gleichgewicht zwischen ortskirchlichen Erfordernissen und Wünschen auf der einen Seite und gesamtkirchlichen Notwendigkeiten und Vorstellungen auf der anderen in der heutigen Situation führt. Dass es inhaltlich zu keinen großen Veränderungen gekommen ist, sondern nur kleinere, begründete Korrekturen vorgenommen wurden, geht aus der Einführung hervor. Spannend ist der Vergleich der neuen mit der alten sprachlichen Fassung, zum einen weil sich die Sprache seit Anfang der 70-er Jahre weiterentwickelt hat und zum anderen weil inzwischen eine bewusste Suche nach einer eigenen deutschen Sakralsprache eingesetzt und die Instruktion dazu Vorgaben gemacht hat. Da können die Erfahrungen mit dem neuen Buch vielleicht hilfreich sein für die Arbeit am Messbuch, die derzeit im Gange ist. Nicht weniger wichtig als diese Dinge ist noch ein anderer Aspekt: Das neue Buch kann und muss ein Anlass sein, die pastoralen Bemühungen um die Eingliederung der Kinder in die Kirche zu überdenken und zu fördern, damit nicht in wenigen Jahren freie Ritendesigner bei der Geburt wie bereits mehr und mehr bei Trauung und Bestattung der Kirche in der Lebensbegleitung den Rang ablaufen, meint
Ihr Eduard Nagel
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