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21. August 2003
- Leitartikel
- Mit Liedern verkündigen?
- Zu Liedern und Psalmliedern anstelle des Antwortpsalms
- (Guido Fuchs)
- Inhalt
- Kindern etwas zumuten
- Neue Ministrantenpastoral der Erzdiözese Wien
- Kommunionempfang Zöliakiekranker
- Neuer GL-Diözesanteil der Erzdiözese München und Freising
- Ein Faltblatt zur Gewinnung von Kantorinnen und Kantoren
- 25.–26. Sonntag im Jahreskreis (B)
gd Auf zwei Minuten
Der Zufall führt manchmal Dinge zusammen, dass man sich fragt: Warum habe ich nicht schon längst den Zusammenhang gesehen? So ging es mir, als mir am gleichen Tag eine Radiosendung über neue Rituale – mit dem Beispiel der Segnung für Verliebte in Erfurt – und eine Frage zu einem Schuljahr-Eröfffnungsgottesdienst für Einschulende begegnete.
Liegt es nicht nahe, Einschulende, für die an diesem Tag ein neuer Lebensabschnitt beginnt – mit Folgen für das ganze spätere Leben – einzeln ganz persönlich zu segnen? Es sind noch immer viele Schulen – Grund- und weiterführende Schulen – die bei diesem Anlass den Tag mit einem Gottesdienst beginnen. Sicher ist die Nähe der Kinder (und ihrer Eltern und Lehrer) zu Kirche und Glauben sehr unterschiedlich, und es wäre zweifellos eine Überforderung, würde man sie einfach mehr oder weniger unfreiwillig mit einer Handauflegung gleichsam überfallen. Aber könnte das Angebot eines ganz persönlichen Segens nicht Inhalt und Struktur eines solchen Gottesdienstes bestimmen?
Wie aktuell das Thema „Segen – segnen“ ist, hat der Ökumenische Kirchentag gezeigt. Vom Schlussgottesdienst könnte man auch die Anregung nehmen, Taufgedächtnis und Segen miteinander zu verbinden: „Du bist getauft – Gott segne dich – du sollst ein Segen sein!“ Diese drei Sätze haben eine innere Logik. Möglicherweise ließe ein solcher Gottesdienst die jungen Menschen erfahren, dass Glaube und Kirche zutiefst mit ihrem Leben zu tun haben, dass sich Kirche für sie als Menschen interessiert, ihnen gut will. Wenn dabei auch noch Lehrer/innen, die sich als Christen bekennen, mitwirkten, könnte das ein sehr starkes Zeichen der Verantwortung sein, deren sie sich in ihrem Beruf bewusst sind. Oder wenn bei diesem Gottesdienst auch Lehrpersonen vorträten und sich segnen ließen – was hätte das für Auswirkungen darauf, wie sie ihren Beruf ausüben? Und wie sie von ihren Schülern gesehen werden? Wahrscheinlich gibt es solche Gottesdienste zum Schulbeginn längst schon da und dort und wären Erfahrungen damit auch anderswo von Interesse. Im Übrigen passt so etwas nicht nur am Schulanfang, sondern am Beginn eines jeden neuen Lebensabschnitts, meint
Ihr Eduard Nagel
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