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3. August 2006

Leitartikel
Die Wort-Gottes-Feier
Das Konzept der offiziellen Bücher
(Wolfgang Schwartz)

Inhalt
  • Gottesdienst mit Kindern
  • Ökumenischer Pilgerweg
  • Einzug der Lektoren und Kommunionhelfer
  • Vielschichtig. Liturgische Bildung (3)
  • Gestanzt oder gebrochen?
  • 20. bis 23. Sonntag im Jahreskreis (B)
  • Und was bieten wir? Aus dem Prospekt eines Bestattungsunternehmens

  • gd Auf zwei Minuten

    Beim Friedensgruß drückt der Priester nicht nur den Messdiener/innen die Hand, sondern geht auch zu den Menschen in den ersten Bankreihen und wünscht ihnen herzlich den Frieden. Dann kehrt er zum Altar zurück. Beim Betreten des Altarraums begrüßt er mit einer Kniebeuge den eucharistischen Herrn und eilt – der Gesang des „Lamm Gottes .. .“ ist längst verklungen – in die Mitte des Altars, bricht schnell die große Hostie in zwei Teile und hält sie hoch: „Seht das Lamm Gottes ...“ Nach der Antwort der Gemeinde folgt die Brechung der Hostie in weitere Teile. Die Freundlichkeit und Zugewandtheit dieses Priesters kommt bei den Leuten gut an, und die Gemeinde darf dankbar sein für die gute Atmosphäre, die er verbreitet. Und doch spüren manche, dass da etwas nicht ganz stimmt: Das Geschehen am Altar, das mit der Gabenbereitung begonnen hat, wird plötzlich für einen Ausflug in die Gemeinde unterbrochen, dann diese seltsame Eile, die nicht mehr zulässt, die eine Hostie in acht, zwölf oder sechzehn Teile zu brechen, danach die Verzögerung durch die Fortsetzung der Brechung. Der Priester selbst scheint instinktiv zu spüren, dass er mit dem Verlassen des Altarraums auch dem Herrn den Rücken gekehrt hat, warum sonst macht er, gleichsam sich entschuldigend, beim Wiederbetreten eine Kniebeuge? Ist es nur kleinliche Rubrikenfuchserei, wenn man an solchen Dingen Anstoß nimmt, ist es nicht vielmehr die Frage nach dem Geschehen selbst, um das es geht? „Brotbrechen“ nannten die ersten Christen ihre Zusammenkunft am Sonntag, und in dem Essen von dem einen Brot fanden sie den innigsten Ausdruck ihrer Gemeinschaft – geradezu lächerlich wäre ihnen im Vergleich dazu ein Händedruck erschienen. Auf dieses Brechen lief das große Segensgebet des Priesters zu und aus dem Brechen folgte der Empfang – unmittelbar und ohne Ablenkung. Um die Gemeinschaft mit dem Herrn, die zugleich die Gemeinschaft untereinander begründet, ging es da, nicht um einen Austausch von Freundlichkeiten. So sehr man sich über die Friedensgeste untereinander unmittelbar vor dem Kommunionempfang freuen darf – sie sollte nicht so dominant werden, dass dahinter verblasst, wer uns jetzt begegnen will, meint

    Ihr Eduard Nagel

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