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28. Mai 2012


Leitartikel

Wortgottesdienst statt (als) Eucharistiefeier?
Prof. em. Dr. Lothar Roos, Pastoraltheologe, Bonn


Inhalt

  • „Lichträume“
  • Lesermeinungen zu: „Eine Frage des Überlebens“
  • „Zum Gloria, zum Sanctus“
  • Das Kirchenrecht zur Zelebrationshäufigkeit
  • Johannes der Täufer bis 13. Sonntag im Jahreskreis (B)


  • gd Auf zwei Minuten

    Liebe Leserin, lieber Leser,
    der Leitartikel in diesem Heft kam vom Vorsitzenden der Liturgiekommission der Deutschen Bischofskonferenz an die Redaktion unter Bezugnahme auf Gd 7/12 mit der nachdrücklichen Bitte um Veröffentlichung, „weil er das Problem Wortgottesdienste in einem größeren pastoralen und kirchenpolitischen Zusammenhang zur Darstellung bringt“. Tatsächlich kann gar nicht oft genug darauf hingewiesen werden, dass die Frage des Sonntagsgottesdienstes keineswegs nur eine Frage seiner Form und der liturgischen Gestaltung ist, sondern von höchster pastoraler und auch kirchenpolitischer Bedeutung. Nicht zuletzt darum war in Gd 7/12 in Form von drei kurzen Zitaten bischöflicher Aussagen dargestellt worden, dass unsere Frage von hoher kirchlicher Seite recht unterschiedlich beantwortet wird. Dass es diese Unterschiede gibt, hat zum einen sicher mit unterschiedlichen Ausgangslagen in den verschiedenen Bistümern zu tun, zum anderen aber auch mit der unterschiedlichen Einschätzung, was für die Zukunft des kirchlichen Lebens fruchtbringender sein wird: die gottesdienstliche Versammlung am Ort auch in einer gegenüber der Sonntagseucharistie defizitären Form und mit eher weniger Teilnehmenden als bei der Sonntagseucharistie oder die Vollform mit einer nach allen bisherigen Erfahrungen noch geringeren Gesamtzahl von Teilnehmenden. Zweifellos geht es dabei auch um die Stellung und die Bedeutung des Amtes und der Laien und – wohl nicht zuletzt – darum, dass Gott durch seine Kirche den Menschen nahe sein will, meint
    Ihr
    Eduard Nagel


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