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Juli 2004
- Inhalt
- Kirchenraum
- Fürbitten
- Taufkleid
- Mit geistlichem Gewinn - Zehn Orientierungspunkte zur Vorbereitung und Leitung von Gottesdiensten
- Mit dem zweiten sieht man besser - Von der Aufgabe der Fürbitten-Sprecher/innen
- Einladende(r) Kirche(nraum) - Wie Gemeinden Fernstehenden begegnen können
- Tagzeitengebet
- Lieber Liedanzeiger! - Brief eines Betroffenen
- Buch-Tipps und Hinweise
- Einführungen zu den Schriftlesungen - Vom 13. bis 18. Sonntag i. Jk. C
Ich meine
Liebe Leserinnen und Leser,
einmal im Jahr werden mancherorts Gemeindemitglieder, die jeden Sonntag miteinander Eucharistie feiern, gebeten, „anderswo die Messe zu besuchen“, weil die feierliche Erstkommunion ansteht. Die Gottesdienstgemeinde an diesem Tag besteht dann mehrheitlich aus Menschen, die kaum in der Lage sind, miteinander zu feiern: weil sie unsicher sind, nicht wissen, wann man steht, sitzt oder kniet und warum; weil sie Lieder nicht kennen, Gebete und Texte nicht verstehen; weil sie auf „Zuschauen“ eingestellt sind und nicht auf „Feiern“.
So entsteht für alle – für die Erstkommunionkinder, ihre Familien und auch für die nicht teilnehmende Gemeinde – der Eindruck, dass hier Familienfeiern stattfinden, aber keine Feier der Gemeinde. Dabei ist die Erstkommunion für jede Gemeinde ein höchst wichtiges Ereignis: Junge Menschen tun einen wichtigen Schritt auf ihrem Glaubensweg; sie werden in die Glaubens- und Feier-Gemeinschaft der Kirche aufgenommen, im Rahmen einer konkreten Ortsgemeinde.
Wie angenehm ist es da, zu erleben, dass eine Gemeinde ausdrücklich zum Erstkommunion-Gottesdienst eingeladen wird. „Wir freuen uns, Sie alle zu unserer Erstkommunionfeier begrüßen zu dürfen“, schallt es mir aus zwei Kindermündern entgegen.“
– Spontan fühle ich mich dann doch wieder unwohl und denke: Umgekehrt müsste es sein! Die Gemeinde muss die Kinder in ihrer Mitte begrüßen und ihrer Freude darüber Ausdruck verleihen. Die Präsenz der Gemeinde in der Feier schafft dann auch – so ganz nebenbei – für Gäste und Kinder eine Atmosphäre, in der sie sich sicher und geborgen fühlen können. Nur so wird die Glaubens- und Feiergemeinschaft auch sichtbar und spürbar,
meint Ihre
Iris Maria Blecker
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