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Juni 2003

Inhalt
  • Ökumene
  • Glaubensbekenntnis
  • Lektorendienst

  • Zum Seg(n)en berufen
  • „Ich glaube an Gott!“ - Wenn Christen ihren Glauben bekennen
  • „ . . . damit alle eins sind“ - Wie ökumenisch Gottesdienst feiern?
  • Stehen vor Gott - Körpersprache im Gottesdienst
  • Einführungen zu den Schriftlesungen - Von 7. Sonntag der Osterzeit bis zum 12. Sonntag im Jahreskreis B
  • Multireligiöse Feiern

  • Ich meine

    Liebe Leserinnen und Leser,

    sie haben keine Münder, die Menschen, die in der Fronleichnamsprozession ihrem Herrn Jesus Christus folgen. So jedenfalls hat sie der Cartoonist Thomas Plaßmann gezeichnet. Die Schultern hochgezogen, verpackt in Mäntel, mit Kragen vor den Ohren, Hüten vor den Augen und Zetteln vor den Gesichtern laufen sie wie Herdenvieh durch die Straßen: mehr auf sich selbst fixiert als auf Jesus Christus im eucharistischen Brot, der ihnen voran getragen wird. Rechts im Bild ist einer, der sich das Geschehen anschaut – etwas ratlos, wie es scheint: ein Außen-Stehender. Er wird von den einen gar nicht wahrgenommen, von anderen ängstlich (!) und misstrauisch beäugt. Sieht so „Kirche auf dem Weg“, „pilgerndes Gottesvolk“ aus? Blind, taub und stumm gegenüber der nächsten Umgebung? Sicher, Cartoons übertreiben, aber ein Körnchen Wahrheit steckt immer drin! Nehmen wir es als humorvolle Aufforderung: Wir Christen sollen uns unserer Umgebung stellen – mit Augen und Ohren, mit Herz, Hand und Mund. So ist es uns aufgegeben: „Seid stets bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen, der nach der Hoffnung fragt, die euch erfüllt!“ (1 Petr 3,15b). Diese Hoffnung sollte man uns ansehen können: „Bessere Lieder müssten sie mir singen, dass ich an ihren Erlöser glauben lerne; erlöster müssten mir seine Jünger aussehen!“ (Friedrich Nietzsche) Wissen wir doch Christus in unserer Mitte.Wenn wir darauf vertrauen, können wir wirklich einander zum Segen werden – nicht nur auf dem Kirchentag und nicht nur an Fronleichnam, meint Ihre

    Iris Maria Blecker

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