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April 2012


Schwerpunktthemen:


  • Karfreitag
  • Bestattungskultur
  • Gottesdienste im Internet



    Aus dem Inhalt:


  • Eine schlichte Liturgie - Zur Feier des Karfreitags
  • Kult
  • Bestattungskultur im Wandel
  • Im Internet Gottesdienst feîern - Eine Kloster-Komplet im World Wide Web
  • Hauskommunion für Kranke an Fronleichnam
  • Einführungen zu den Schriftlesungen - Von Karfreitag bis 3. Sonntag der Osterzeit (B)
  • Liturgie im Fernkurs - Ein Erfahrungsbericht




    Ich meine:

    Liebe Leserinnen und Leser,
    im aktuellen Katalog eines „Spezialisten für Kirchenbedarf“ wird man auf ein besonderes Angebot hingewiesen: Kerzen- und Blumenhalter für Kirchenbänke. Laut Werbetext handelt es sich dabei um „praktische und brandsichere Kerzenhalter“, die durch einen „einfachen Handgriff“ in eine „schöne Blumenvase“ verwandelt und mittels Lochbohrung in den Kirchenbänken verankert werden können. Versprochen wird, dass man mit Hilfe dieser Halter in den Kirchenraum eine „unvergessliche Stimmung zu allen festlichen Anlässen des Jahres“ zaubern könne, z. B. an „Karfreitag, Ostern, Weihnachten, Erntedankfest, Hochzeiten, Taufen usw.“ – Moment mal … Karfreitag? Welche Art von Stimmung sollte denn bitte an diesem Tag durch die Verwendung von kombinierten Kerzen- und Blumenhaltern erzeugt werden? Bei einer schlicht gestalteten Feier, welche das Leiden und Sterben des Herrn ins Zentrum stellt? Eine stimmungsvolle, d. h. in sich stimmige Feier entsteht nicht erst dadurch, dass der Kirchenraum geschmückt wird, sondern in erster Linie durch eine entsprechend vorbereitete Liturgie. Bevor man sich Kirchen„bedarf“ zulegt – und mag er auf den ersten Blick noch so innovativ und praktisch erscheinen – ist zunächst einmal die Frage zu stellen: Bedürfen wir eines solchen überhaupt, um würdig Gottesdienst feiern zu können? Hiervon einmal abgesehen, ist es bedenklich, wenn man für Gegenstände, die überhaupt nicht notwendig sind, jahrhundertealte oder aber neue Kirchenbänke anbohren muss, meint Ihr
    Manuel Uder



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