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März 2005

Inhalt
  • Österliche Bußzeit
  • Heilige Woche
  • Eucharistie

  • Farbenfroh und duftend - Blumenschmuck aus dem eigenen Kirchgarten
  • Erstkommunion-Feier
  • „Mitten im Karfreitag“ - Erfahrbare Passion – ein niederschwelliges Angebot
  • Mehr als Brot und Wein - Epiklese und Einsetzungsworte
  • Handgreiflicher Dienst der Liebe - Gestaltung der Gabenbereitung am Gründonnerstag
  • Einführungen zu den Schriftlesungen - Vom 4. Fastensonntag bis Ostersonntag A

  • Ich meine

    Liebe Leserinnen und Leser,

    kürzlich kam eine Frau rechtzeitig vor der Messfeier in die Sakristei und bot ihre Dienste als Kantorin an. Sie war zu Besuch in ihrem Heimatort und hatte früher hier regelmäßig den Kantorendienst getan.
    Seit einiger Zeit findet sich leider niemand mehr für diesen Dienst, der zugleich Verkündigung und Ausdruck der aktiven Teilnahme der Gemeinde an der Messfeier ist; zugleich Dienst für Gott und Dienst an der versammelten Gemeinde. Heute wird der Antwortpsalm meist vom Organisten gesungen, kommt quasi aus dem „Off“, von der Orgelempore herunter. An diesem Sonntagmorgen hatte sich die Frau mit dem Organisten besprochen und auf Antwortpsalm und Halleluja-Ruf vorbereitet. Nun wollte sie Kehrvers und Ruf mit dem Zelebranten absprechen, der als Pensionär im Wechsel mit dem Pfarrer den Messfeiern vorsteht. Der jedoch lehnte dankend ab, mit der Begründung, er hätte bereits ein Lied ausgesucht.
    Dieses Lied würde nicht so oft gesungen, man könne es der Gemeinde nicht vorenthalten. Eine Diskussion war schlecht möglich, und so wurde statt des vorgesehenen Antwortpsalms nach der ersten Lesung ein Lied gesungen, das an dieser Stelle gar nicht passte. Das Messbuch sieht den Ersatz des Antwortpsalms „durch einen anderen dazu geeigneten Gesang“ nur im Notfall vor.
    Schade, dass dieser „Notfall“ in vielen Gemeinden der Normalfall ist!
    Schade auch, dass die Liedform unsere Gottesdienste musikalisch dominiert! Und schade, dass motivierte Laien, auf diese Weise abgewiesen, die Lust und Freude am Liturgie-Feiern verlieren! Meint Ihre
    Iris Maria Blecker

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