  | | November 2010
- Schwerpunkt:
- Ratlosigkeit oder Chance? - Zur Zukunft der „Kindermette“
- Aus dem Inhalt:
- Heiligabend
- O-Antiphonen
- Krippe
- Adventskranz – Christbaum – Krippe - Heiligabend mit Kindern
- Buß- und Bettag
- Der Tag ist nicht mehr fern - Auszeiten im Advent mit den sieben O-Antiphonen
- Krippe damals – Krippe heute - Eine Adventsaktion – im Pfarrbrief vorgestellt
- Hörend lesen
- An Allerseelen
- Gedanken an Heiligabend
- Einführungen zu den Schriftlesungen - Vom 32. Sonntag im Jahreskreis C bis Unbefleckte Empfängnis
Ich meine:
Liebe Leserinnen und Leser,
der Vorschlag in dem Artikel auf S. 1– 3 in diesem Heft, die so genannte Kindermette nicht als eigentlichen Weihnachtsgottesdienst zu gestalten, sondern als letzte Vorbereitung auf die eigentliche Feier von Weihnachten, mag Ihnen vielleicht auf den ers - ten Blick unrealistisch vorkommen. Er ist ein Versuch, das allgemeine Unbehagen, das bei den engagierten Gemeindemitgliedern und Seelsorgern im Blick auf die üblichen Kindermetten besteht, ernst zu nehmen und darauf nicht nur mit Klagen zu reagieren. Er macht ein Angebot, das den Erwartungen der Teilnehmenden weit entgegenkommt: Da wird musiziert und es werden vertraute Lieder gesungen – viele Menschen können Advents- und Weihnachtslieder kaum auseinanderhalten und es geht ihnen mehr um die damit verbundene Stimmung. Es gibt eine richtige Einstimmung auf die Feier von Weih - nachten, die für viele wahrscheinlich ohnehin in der häuslichen Feier besteht. Das entspricht also dem, was sie in dieser Feier suchen. Und es spart die wirkliche Weihnachtsbotschaft nicht aus – diese wird auf einem Blatt für daheim mitgegeben. Das bedeutet: Es wird den Menschen zugetraut, dass sie selbst etwas tun. Wenn sie sich darauf einlassen, erleben sie – vielleicht zum ersten Mal –, dass sie miteinander etwas Religiöses tun können: aus der Heiligen Schrift lesen, beten, singen. Es braucht zweifellos Mut und viel Überzeugungsarbeit, um einen Versuch, wie er hier vorgestellt wird, zu wagen. Dennoch – hier könnte sich ein zukunftsträchtiges Feld auftun, und gerade wenn aufgrund neuer Strukturen ohnehin das Gottesdienstangebot nicht mehr bleiben kann, wie es ist, wäre der Vorschlag einen Versuch wert, meint
Ihr
Eduard Nagel
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