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Juni 2010


Schwerpunkt:

  • Bereichert und dankbar - „Liturgie im Fernkurs“ – Teilnehmer/innen berichten

    Aus dem Inhalt:

  • Eröffnung
  • Musik
  • Frauengottesdienste
  • „Wir beginnen im Namen des Vaters ...“ Ein Missverständnis
  • Herz-Jesu-Verehrung
  • Ökumene
  • Musik in der Kirche - Regeln für Musizierende in katholischen Kirchen
  • Schulmessen
  • Lobpreis an Pfingsten
  • Gebet und Segen vor einer Fahrt
  • Frauen feiern - Beobachtungen zu einem Buch
  • Einführungen zu den Schriftlesungen - Vom Dreifaltigkeitssonntag (C) bis 13. Sonntag im Jahreskreis (C)



    Ich meine:

    Liebe Leserinnen und Leser,
    in manchen Gemeinden wird die Messfeier für einen Verstorbenen oder auch die eigentliche Begräbnisfeier als „Auferstehungsfeier“ bezeichnet.Was damit gemeint ist, ist zunächst klar: Es soll die christliche Auferstehungshoffnung deutlich zum Ausdruck gebracht werden. Bei näherem Zusehen kommen Fragen auf: Was wird genau gefeiert? Die Auferstehung Christi – da ist der Ausdruck „Eucharistiefeier“ für die Messe treffender, weil sich darin unser Lob und Dank für die Leiden, Tod und Auferstehung umfassende Heilstat ausdrückt. Die Auferstehung des Verstorbenen? Noch sind wir auf Erden in der Situation der Hoffnung; darum beten wir für den Verstorbenen; für einen Auferstandenen zu beten wäre ohne Sinn. Ist es angesichts der Glaubensunsicherheit selbst unter Getauften redlich, lauthals „Auferstehung“ zu „feiern“? „Auferstehungsfeier“ kann den Hinterbliebenen, deren eigenes Leben vielleicht durch einen allzu frühen Tod gerade aus den Fugen gerät, mitunter mehr weh tun, weil der Verstorbene in der Feier eben nicht wieder aufsteht, als eine redliche Bezeichnung dessen, was da gerade geschieht. Es ist gut und richtig, dass wir nicht einfach „Trauerfeier“ sagen, weil wir es als gläubige Christen nicht bei der Trauer belassen können und wollen. Aber es ist auch nicht hilfreich, den Mund zu voll zu nehmen. Der Sache selbst und vor allem den beteiligten Personen werden am besten Bezeichnungen gerecht, die das zum Ausdruck bringen, was da erfahrbar geschieht: „Begräbnis(feier)“, „Bestattung“, „Beisetzung“, „Feier der Verabschiedung“, „Verabschiedung vor der Einäscherung“, „Eucharistiefeier“, meint
    Ihr
    Eduard Nagel

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