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Mai 2010


Schwerpunkt:

  • Stiefkinder? - Wort-Gottes-Feiern als Chance

    Aus dem Inhalt:

  • Erstkommunion
  • Wort-Gottes-Feier
  • Fronleichnam
  • „Initiation“ Ein Leitwort für den Weg zur Erstkommunion
  • Der Lebensraum als Ort der Feier Eine neue Form für Fronleichnam
  • Fronleichnam – Krankenkommunion
  • Fronleichnamsprozession unter Leitung von Laien
  • Pate oder Patin sein
  • Einführungen zu den Schriftlesungen - 5. Sonntag der Osterzeit C bis Pfingstmontag C


    Ich meine:

    Liebe Leserinnen und Leser,
    „zum Sonntagsfrühstück gibt es bei mir die Schriftlesungen des Tages“, berichtet ein Lektor im Freundeskreis. „Seitdem die Kinder aus dem Haus sind, hat sich das bei uns so eingebürgert: Meine Frau liest die Kirchenzeitung und ich nehme die ,Gemeindebibel‘ oder den ,Schott‘, lese den Text der Lesungen und die Kommentare dazu. Da habe ich schon viel Neues in alt bekannten Texten entdeckt. So höre ich nachher in der Kirche ganz anders zu und bin oft richtig gespannt auf die Predigt.Wenn sie gut ist, ist das noch einmal eine Bereicherung, wenn sie nur wiederholt, was man an dieser Stelle immer hört, fällt mir oft Vieles ein, was man jetzt eigentlich sagen könnte oder müsste.“ In Familien mit kleinen oder auch schon älteren Kindern wird so etwas nicht gehen – vielleicht lässt sich aber auch da gelegentlich spielerisch ein Bibeltext des Tages so zum Thema machen, dass die jungen Menschen Freude an der eigenen Interpretation bekommen. Tatsache ist: Sobald wir Bibeltexte nicht einfach als Lesungen im Gottesdienst über uns ergehen lassen, sondern selbst lesen und auf ihre Aussage für mich, für uns, befragen, tut sich daraus für uns etwas auf. Selbst ein sehr guter und verständiger Vortrag im Gottesdienst lässt oft nicht genügend Zeit, um ein Wort, das einen anspricht, oder einen Satz wirklich zu erfassen, und bis man zuhause nachschauen könnte, hat man den Impuls längst vergessen. Das Voraus- Lesen ist eine echte Vor-Bereitung, die den Gottesdienst selbst tiefer erleben lässt. Das gilt nicht nur von den Lesungen, sondern nicht weniger von den Gebeten, die als feste Formeln sonst allzu oft gleichsam an uns vorbeifließen, meint
    Ihr
    Eduard Nagel

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