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Januar 2010


Schwerpunkt:

  • Die „Heiligen Drei Könige““

    Aus dem Inhalt:

  • Lektoren
  • Weihrauch
  • In Bildern verkündigen
  • Kerzen im Gottesdienst
  • Sich gegenseitig Gottes Wort zusagen
  • Damit es duftet Vom richtigen Umgang mit Weihrauch
  • Eucharistie Zwei Eucharistiefeiern als Weggottesdienste
  • Gottes Wort – Mensch geworden
  • Weihwasser
  • Gedenktag der Opfer des Nationalsozialismus
  • Einführungen zu den Schriftlesungen - Vom Neujahrstag bis zum Fest der Bekehrung des hl. Paulus




    Ich meine:

    Liebe Leserinnen und Leser,
    wenn Kinder lesen lernen, kommt irgendwann einmal der Abend, an dem Mutter oder Vater vor dem Schlafengehen das Kind auffordert: Heute liest du einmal mir eine Geschichte vor.Wenn dann das Kind buchstabierend sich Wort für Wort den Text erarbeitet,muss man vielleicht am Satzende noch einmal fragen: Was war jetzt da? Schon sehr bald aber wird das Kind ganz von selbst ein Wort oder eine Phrase oder einen Satz wiederholen oder sogar mit eigenen Worten noch einmal das Gelesene wiedergeben, weil ihm als Bild vor Augen steht, wovon es zuvor gelesen hat. Tatsächlich unterscheiden sich gute Vorleser vor allem dadurch von schlechten, dass sie das, was sie lesen, vor ihren inneren Augen sehen und, was sie sehen, den Zuhörenden mitteilen. Der Artikel auf dieser Seite handelt genau davon, und darum sei er allen, die den Lektoren- oder Vorbeterdienst versehen, ans Herz gelegt. Die Betonung, das Tempo, die Pausen ergeben sich ganz von selbst, wenn man sich als Leser in Gedanken vor Augen stellt, was man gerade liest. Es braucht freilich zunächst Übung, aber dann macht es Freude, die Bilder zu entdecken, die die biblischen Texte bereithalten. Gerade routinierte Vorleser erliegen leicht der Versuchung, über den Text hinwegzulesen – zum eigenen Schaden und zum Nachteil derer, die auf das Hören angewiesen sind. Die Priester und Diakone sind zu beneiden, weil sie das Evangelium und damit sehr anschauliche Geschichten vorlesen dürfen. Aber auch die alttestamentlichen Lesungen und bei genauerem Hinsehen selbst die neutestamentlichen Briefe sind voll von Bildern – man muss sie nur sehen, meint
    Ihr
    Eduard Nagel

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