I.
Der Zusammenhang zwischen der Eucharistiefeier und der
Verehrung des Allerheiligsten außerhalb der Messe
II.
Zweck der Aufbewahrung der Eucharistie
III.
Ort für die Aufbewahrung der Eucharistie
IV.
Vollmachten der Bischofskonferenzen
I.
Der Zusammenhang zwischen der Kommunion außerhalb der
Messe und dem Messopfer
II.
Gelegenheiten für die Spendung der heiligen Kommunion
außerhalb der Messe
III.
Der Spender der heiligen Kommunion
IV.
Der Ort der Kommunionspendung außerhalb der Messe
V.
Einige Hinweise für die Spendung der heiligen Kommunion
VI.
Voraussetzungen für den Empfang der heiligen Kommunion
2. Ritus mit kurzem Wortgottesdienst
1. Der gewöhnliche Ritus der Krankenkommunion
2. Der kleine Ritus der Krankenkommunion
3. Die Spendung der Wegzehrung
I.
Aussetzung und eucharistischer Segen
II.
Eucharistische Prozessionen
III.
Eucharistische Kongresse
I.
Weitere Begrüßungsformel
II.
Weitere Formen des Allgemeinen Schuldbekenntnisses
III.
Hymnen
IV.
Antiphonen
V.
Responsorien
VI.
Gebete nach der Kommunion
VII. Gebete für den Segen mit dem Allerheiligsten
Prot. Nr. 900/73
Das Sakrament der Eucharistie hat Christus der Kirche,
seiner geliebten Braut, zur geistlichen Nahrung der Gläubigen und als
Unterpfand des ewigen Lebens geschenkt. Dieses Sakrament nimmt die Kirche in
Glaube und Liebe an.
Die Feier der Eucharistie im Messopfer ist in Wahrheit
Ursprung und Ziel der Verehrung, die dem Altarsakrament außerhalb der Messe
erwiesen wird. Die eucharistischen Gestalten werden nach der Messe vor allem
deshalb aufbewahrt, damit die Gläubigen, die der Messe nicht beiwohnen können,
besonders die Kranken und die Betagten, durch die sakramentale Kommunion mit
Christus und seinem Opfer, das in der Messe dargebracht wird, vereinigt werden.
Die Aufbewahrung der eucharistischen Gestalten für den
Kommunionempfang führte zu dem Brauch, dieses Sakrament zu verehren und ihm
Anbetung zu erweisen, die allein Gott gebührt. Dieser eucharistische
Anbetungskult ist einwandfrei und zuverlässig begründet. Eine Reihe
öffentlicher und gemeinschaftlicher Formen dieses Kultes ist sogar von der
Kirche selbst eingerichtet worden.
Nach der Erneuerung des Mess-Ritus wurden durch die
Instruktion EUCHARISTICUM MYSTERIUM vom 25. Mai 1967 Normen vorgelegt „für die
praktische Ordnung der Verehrung, die diesem Sakrament auch nach der Messe
geschuldet wird, desgleichen die Regeln, nach denen diese Verehrung mit der
rechten Ordnung der Feier des Messopfers im Sinne der Vorschriften des Zweiten
Vatikanischen Konzils und der anderen einschlägigen Dokumente des Apostolischen
Stuhls in Einklang gebracht werden“.
Daraufhin hat die Kongregation für den Gottesdienst diese Riten DE SACRA
COMMUNIONE ET DE CULTU MYSTERII EUCHARISTICI EXTRA MISSAM erarbeitet.
Papst Paul VI. hat sie approbiert und sie jetzt als „editio
typica“ veröffentlichen lassen. Sie treten an die Stelle der bisherigen Riten
im Römischen Rituale und können sofort in lateinischer Sprache verwendet
werden, in der Volkssprache von dem Tage an, den die Bischofskonferenzen
bestimmen, und zwar nach der Übersetzung in die Volkssprache und nach der
Konfirmierung durch den Apostolischen Stuhl.
Alle entgegenstehenden Verfügungen sind hiermit aufgehoben.
Am Sitz der Gottesdienstkongregation, 21. Juni 1973,
Hochfest Fronleichnam.
Viertes Kapitel
Texte für
kommunionspendung und
eucharistie-verehrung
ausserhalb der messe
I. Schriftlesungen
und Antwortgesänge
LESUNGEN AUS DEM ALTEN TESTAMENT
113. Gen 14,18-20ab
Er brachte Brot und Wein heraus
Lesung
aus dem Buch
Génesis.
In jenen Tagen
18 brachte Melchísedek,
der König von Salem,
Brot und Wein heraus.
Er war Priester des Höchsten
Gottes.
19 Er segnete Abram
und sagte:
Gesegnet sei Abram vom
Höchsten Gott,
dem Schöpfer des Himmels und
der Erde,
20ab und gepriesen sei der Höchste Gott,
der deine Feinde an dich
ausgeliefert hat.
114. Ex 12,21-27
Das Pascha
Lesung
aus dem Buch
Éxodus.
In jenen Tagen
21 rief Mose alle Ältesten Israels
zusammen
und sagte zu ihnen:
Holt Schafe oder Ziegen für eure Sippenverbände herbei
und schlachtet das
Paschalamm!
22 Dann nehmt einen Ysopzweig,
taucht ihn in die Schüssel
mit Blut
und streicht etwas von dem
Blut in der Schüssel
auf den Türsturz und auf die
beiden Türpfosten!
Bis zum
Morgen darf niemand das Haus verlassen.
23 Der Herr geht umher,
um die Ägypter mit Unheil zu
schlagen.
Wenn er das Blut
am Türsturz und an den beiden
Türpfosten sieht,
wird er an der Tür
vorübergehen
und dem Vernichter nicht
erlauben,
in eure Häuser einzudringen
und euch zu schlagen.
24 Haltet euch an diese Anordnung!
Sie gelte dir und deinen
Nachkommen als feste Regel.
25 Wenn ihr in das Land kommt,
das euch der Herr gibt, wie
er gesagt hat,
so begeht diese Feier!
26 Und wenn euch eure Söhne fragen:
Was bedeutet diese Feier?,
27 dann sagt:
Es ist das Pascha-Opfer zur
Ehre des Herrn,
der in Ägypten an den Häusern
der Israeliten vorüberging,
als er die Ägypter mit Unheil
schlug,
unsere
Häuser aber verschonte.
Das Volk verneigte sich und
warf sich nieder.
115. Ex 16,2-4.12-15
Ich will euch Brot vom Himmel geben
Lesung
aus dem Buch
Éxodus.
In jenen Tagen
2 murrte die ganze Gemeinde der
Israeliten
in der Wüste gegen Mose und
Aaron.
3 Die Israeliten sagten zu ihnen:
Wären wir doch in Ägypten
durch die Hand des Herrn
gestorben,
als wir an den Fleischtöpfen
saßen
und Brot genug zu essen
hatten.
Ihr habt uns nur deshalb in
diese Wüste geführt,
um alle, die
hier versammelt sind, an Hunger sterben zu lassen.
4 Da sprach der Herr zu Mose:
Ich will euch Brot vom Himmel
regnen lassen.
Das Volk soll hinausgehen,
um seinen täglichen Bedarf zu
sammeln.
Ich will es prüfen,
ob es nach meiner Weisung
lebt oder nicht.
12 Ich habe das Murren der Israeliten
gehört.
Sag ihnen: Am Abend werdet
ihr Fleisch zu essen haben,
am Morgen werdet ihr satt
sein von Brot
und ihr
werdet erkennen, dass ich der Herr, euer Gott, bin.
13 Am Abend kamen die Wachteln und
bedeckten das Lager.
Am Morgen lag eine Schicht
von Tau rings um das Lager.
14 Als sich die Tauschicht gehoben hatte,
lag auf dem Wüstenboden etwas
Feines, Knuspriges,
fein wie
Reif, auf der Erde.
15 Als das die Israeliten sahen,
sagten sie zueinander: Was
ist das?
Denn sie wussten nicht, was
es war.
Da sagte Mose zu ihnen:
Das ist das Brot, das der
Herr euch zu essen gibt.
116. Ex 24,3-8
Das ist das Blut des Bundes,
den der Herr mit euch geschlossen hat
Lesung
aus dem Buch
Éxodus.
In jenen Tagen
3 kam Mose und übermittelte dem
Volk
alle Worte und
Rechtsvorschriften des Herrn.
Das ganze Volk antwortete
einstimmig
und sagte:
Alles, was der Herr gesagt hat, wollen wir tun.
4 Mose schrieb alle Worte des Herrn auf.
Am nächsten Morgen stand er
zeitig auf
und errichtete am Fuß des
Berges einen Altar
und zwölf
Steinmale für die zwölf Stämme Israels.
5 Er schickte die jungen Männer Israels
aus.
Sie brachten Brandopfer dar
und schlachteten junge Stiere
als Heilsopfer für den Herrn.
6 Mose nahm die Hälfte des Blutes
und goss es in eine Schüssel,
mit der anderen Hälfte
besprengte er den Altar.
7 Darauf nahm er die Urkunde des Bundes
und verlas sie vor dem Volk.
Sie antworteten:
Alles, was der Herr gesagt
hat, wollen wir tun;
wir wollen
gehorchen.
8 Da nahm Mose das Blut,
besprengte damit das Volk
und sagte: Das ist das Blut
des Bundes,
den der Herr aufgrund all
dieser Worte
mit euch geschlossen hat.
117. Dtn 8,2-3.14-16
Er hat dich mit Manna gespeist, das du nicht kanntest
Lesung
aus dem Buch
Deuteronómium.
Mose sprach zum Volk:
2 Du sollst an den ganzen Weg
denken,
den der Herr, dein Gott,
dich während der vierzig
Jahre in der Wüste geführt hat,
um dich gefügig zu machen und
dich zu prüfen.
Er wollte erkennen, wie du
dich entscheiden würdest:
ob du auf seine
Gebote achtest oder nicht.
3 Durch Hunger hat er dich gefügig
gemacht
und hat dich dann mit dem
Manna gespeist,
das du nicht kanntest
und das auch deine Väter
nicht kannten.
Er wollte dich erkennen
lassen,
dass der Mensch nicht nur von
Brot lebt,
sondern dass der Mensch von
allem lebt,
was der Mund
des Herrn spricht.
14 Nimm dich in Acht,
dass dein Herz nicht
hochmütig wird
und du den Herrn, deinen
Gott, nicht vergisst,
der dich aus Ägypten, dem
Sklavenhaus, geführt hat;
15 der dich durch die große und
furchterregende Wüste geführt hat,
durch Feuernattern und
Skorpione,
durch ausgedörrtes Land, wo
es kein Wasser gab;
der für dich
Wasser aus dem Felsen der
Steilwand hervorsprudeln ließ;
16 der dich in der Wüste
mit dem Manna speiste, das
deine Väter noch nicht kannten,
und der das alles tat,
um dich gefügig zu machen,
dich zu prüfen
und dir zuletzt Gutes zu tun.
118. 1 Kön 19,4-8
In der Kraft dieser Speise wanderte er bis zum Gottesberg
Horeb
Lesung
aus dem
ersten Buch der Könige.
In jenen Tagen
4 ging Elíja eine Tagereise weit in
die Wüste hinein.
Dort setzte er sich unter einen Ginsterstrauch
und wünschte sich den Tod.
Er sagte: Nun ist es genug,
Herr.
Nimm mein Leben;
denn ich bin nicht besser als
meine Väter.
5 Dann legte er
sich unter den Ginsterstrauch und schlief ein.
Doch ein Engel rührte ihn an
und sprach: Steh auf und iss!
6 Als er um sich blickte,
sah er neben seinem Kopf
Brot,
das in glühender Asche
gebacken war,
und einen Krug mit Wasser.
Er aß und
trank und legte sich wieder hin.
7 Doch der Engel des Herrn kam zum
zweiten Mal,
rührte ihn an und sprach:
Steh auf und iss!
Sonst ist der Weg zu weit für
dich.
8 Da stand er auf,
aß und trank
und wanderte, durch diese
Speise gestärkt,
vierzig Tage und vierzig
Nächte bis zum Gottesberg Horeb.
119. Spr 9,1-6
Esst von meinem Brot und trinkt von meinem Wein
Lesung
aus dem Buch
der Sprichwörter.
1 Die Weisheit hat ihr Haus gebaut,
ihre sieben Säulen behauen.
2 Sie hat ihr Vieh geschlachtet,
ihren Wein gemischt
und schon ihren Tisch
gedeckt.
3 Sie hat ihre Mägde ausgesandt
und lädt ein auf der Höhe der
Stadtburg:
4 Wer unerfahren ist,
kehre hier
ein!
Zum Unwissenden spricht sie:
5 Kommt,
esst von meinem Mahl
und trinkt vom Wein, den ich
mischte.
6 Lasst ab von der Torheit,
dann bleibt ihr am Leben
und geht auf dem Weg der
Einsicht!
Lesungen aus dem
neuen Testament
120. Apg 2,42-47
Sie brachen in ihren Häusern das Brot
Lesung
aus der
Apostelgeschichte.
42 Die Gläubigen hielten an der Lehre der
Apostel fest
und an der Gemeinschaft,
am Brechen
des Brotes und an den Gebeten.
43 Alle wurden von Furcht ergriffen;
denn durch die Apostel
geschahen viele Wunder und Zeichen.
44 Und alle, die gläubig geworden waren,
bildeten eine Gemeinschaft
und hatten alles gemeinsam.
45 Sie verkauften Hab und Gut
und gaben davon allen,
jedem so
viel, wie er nötig hatte.
46 Tag für Tag verharrten sie einmütig im
Tempel,
brachen in ihren Häusern das
Brot
und hielten miteinander Mahl
in Freude und Einfalt des
Herzens.
47 Sie lobten Gott
und waren beim ganzen Volk
beliebt.
Und der Herr fügte täglich
ihrer Gemeinschaft die hinzu,
die gerettet werden sollten.
121. Apg 10,34a.37-43
Wir haben nach seiner Auferstehung mit ihm gegessen und
getrunken
Lesung
aus der
Apostelgeschichte.
In jenen Tagen
34a begann Petrus zu reden
und sagte:
37 Ihr wisst, was im ganzen Land der
Juden geschehen ist,
angefangen in Galiläa,
nach der Taufe, die Johannes
verkündet hat:
38 wie Gott Jesus von Nazaret gesalbt hat
mit dem Heiligem Geist und
mit Kraft,
wie dieser umherzog,
Gutes tat
und alle heilte, die in der
Gewalt des Teufels waren;
denn Gott war mit ihm.
39 Und wir sind Zeugen
für alles,
was er im Land der Juden und in Jerusalem getan hat.
Ihn haben sie an den Pfahl
gehängt und getötet.
40 Gott aber hat ihn am dritten Tag
auferweckt
und hat ihn erscheinen
lassen,
41 zwar nicht dem ganzen Volk,
wohl aber den von Gott
vorherbestimmten Zeugen:
uns, die wir mit ihm nach
seiner Auferstehung von den Toten
gegessen und
getrunken haben.
42 Und er hat uns geboten, dem Volk zu
verkündigen
und zu bezeugen:
Das ist der von Gott eingesetzte Richter
der Lebenden und der Toten.
43 Von ihm bezeugen alle Propheten,
dass jeder, der an ihn
glaubt,
durch seinen Namen die
Vergebung der Sünden empfängt.
122. 1 Kor 10,16-17
Ein Brot, ein Leib sind wir, die vielen
Lesung
aus dem
ersten Brief des Apostels Paulus an die Korínther.
Brüder!
16 Ist der Kelch des Segens, über den wir
den Segen sprechen,
nicht Teilhabe am Blut
Christi?
Ist das Brot, das wir
brechen,
nicht
Teilhabe am Leib Christi?
17 Ein Brot ist es.
Darum sind wir viele ein Leib;
denn wir alle haben teil an
dem einen Brot.
123. 1 Kor 11,23-26
Tut dies zu meinem Gedächtnis
Lesung
aus dem
ersten Brief des Apostels Paulus an die Korínther.
Brüder!
23 Ich habe vom Herrn empfangen,
was ich euch überliefert
habe:
Jesus, der Herr,
nahm in der Nacht, in der er
ausgeliefert wurde, Brot,
24 sprach das Dankgebet,
brach das Brot
und sagte: Das ist mein Leib
für euch.
Tut dies zu meinem Gedächtnis!
25 Ebenso nahm er nach dem Mahl den Kelch
und sprach: Dieser Kelch ist
der Neue Bund in meinem Blut.
Tut dies, sooft ihr daraus
trinkt,
zu meinem
Gedächtnis!
26 Denn sooft ihr von diesem Brot esst und
aus dem Kelch trinkt,
verkündet ihr den Tod des
Herrn, bis er kommt.
124. Hebr 9,11-15
Das Blut Christi macht uns rein
Lesung
aus dem
Hebräerbrief.
11 Christus ist gekommen
als Hoherpriester der
künftigen Güter;
und durch das erhabenere und
vollkommenere Zelt,
das nicht von Menschenhand
gemacht,
das heißt nicht von dieser
Welt ist,
12 ist er ein für allemal in das
Heiligtum hineingegangen,
nicht mit dem Blut von Böcken
und jungen Stieren,
sondern mit seinem eigenen
Blut,
und so hat
er eine ewige Erlösung bewirkt.
13 Denn wenn schon das Blut von Böcken und
Stieren
und die Asche einer Kuh
die Unreinen, die damit
besprengt werden,
so heiligt, dass sie leiblich
rein werden,
14 wie viel mehr wird das Blut Christi,
der sich selbst kraft ewigen
Geistes
Gott als makelloses Opfer
dargebracht hat,
unser Gewissen von toten
Werken reinigen,
damit wir
dem lebendigen Gott dienen.
15 Und darum ist er Mittler eines neuen
Bundes;
sein Tod hat die Erlösung
von den im ersten Bund
begangenen Übertretungen bewirkt,
damit die Berufenen das
verheißene ewige Erbe erhalten.
125. Hebr 12,18-19.22-24
Ihr seid hinzugetreten zum Besprengungsblut
Lesung
aus dem
Hebräerbrief.
Brüder!
18 Ihr seid nicht zu einem sichtbaren,
lodernden Feuer hingetreten,
zu dunklen Wolken, zu
Finsternis und Sturmwind,
19 zum Klang der Posaunen und zum Schall
der Worte,
bei denen die Hörer flehten,
diese Stimme
solle nicht weiter zu ihnen reden.
22 Ihr seid vielmehr zum Berg Zion
hingetreten,
zur Stadt des lebendigen
Gottes,
dem himmlischen Jerusalem,
zu Tausenden von Engeln,
zu einer festlichen
Versammlung
23 und zur Gemeinschaft der Erstgeborenen,
die im Himmel verzeichnet
sind;
zu Gott, dem Richter aller,
zu den Geistern der schon
vollendeten Gerechten,
24 zum Mittler eines neuen Bundes, Jesus,
und zum Blut der Besprengung,
das mächtiger ruft als das
Blut Abels.
126. 1 Petr 1,17-21
Ihr seid erlöst durch das kostbare Blut des Lammes
Lesung
aus dem
ersten Brief des Apostels Petrus.
Brüder!
17 Wenn ihr den als Vater anruft,
der jeden ohne Ansehen der
Person nach seinem Tun beurteilt,
dann führt auch, solange ihr
in der Fremde seid,
ein Leben in Gottesfurcht.
18 Ihr wisst,
dass ihr aus eurer sinnlosen,
von den Vätern ererbten
Lebensweise
nicht um einen vergänglichen
Preis losgekauft wurdet,
nicht um Silber oder Gold,
19 sondern mit dem kostbaren Blut Christi,
des Lammes ohne Fehl und
Makel.
20 Er war schon vor der Erschaffung der
Welt dazu ausersehen,
und
euretwegen ist er am Ende der Zeiten erschienen.
21 Durch ihn seid ihr zum Glauben an Gott
gekommen,
der ihn von den Toten
auferweckt
und ihm die Herrlichkeit
gegeben hat,
so dass ihr an Gott glauben
und auf ihn hoffen könnt.
127. 1 Joh 5,4-8
Drei sind es, die Zeugnis ablegen: der Geist, das Wasser
und das Blut
Lesung aus
dem ersten Johannesbrief.
Liebe Brüder!
4 Alles, was von Gott stammt, besiegt die
Welt.
Und das ist der Sieg, der die
Welt besiegt hat:
unser Glaube.
5 Wer sonst besiegt die Welt,
außer dem,
der glaubt, dass Jesus der Sohn Gottes ist?
6 Dieser ist es, der durch Wasser und
Blut gekommen ist:
Jesus Christus.
Er ist nicht nur im Wasser
gekommen,
sondern im Wasser und im
Blut.
Und der Geist ist es, der
Zeugnis ablegt:
denn der Geist ist die
Wahrheit.
7 Drei sind es, die Zeugnis ablegen:
8 der Geist,
das Wasser
und das Blut;
und diese drei sind eins.
128. Offb 1,5-8
Er liebt uns und hat uns durch sein Blut befreit von
unseren Sünden
Lesung
aus der
Offenbarung des Johannes.
5 Gnade sei mit euch und Friede von Jesus
Christus;
er ist der treue Zeuge,
der Erstgeborene der Toten,
der Herrscher über die Könige
der Erde.
Er liebt uns
und hat uns von unseren
Sünden erlöst durch sein Blut;
6 er hat uns zu Königen gemacht
und zu Priestern vor Gott,
seinem Vater.
Ihm sei die
Herrlichkeit und die Macht in alle Ewigkeit. Amen.
7 Siehe, er kommt mit den Wolken,
und jedes Auge wird ihn
sehen,
auch alle, die ihn durchbohrt
haben;
und alle Völker der Erde
werden seinetwegen jammern
und klagen.
Ja, amen.
8 Ich bin das Alpha und das Omega,
spricht Gott, der Herr,
der ist
und der war
und der kommt,
der Herrscher über die ganze
Schöpfung.
129. Offb 7,9-14
Die große Schar vor Gottes Thron
Lesung
aus der
Offenbarung des Johannes.
9 Ich, Johannes, sah:
eine große Schar aus allen
Nationen und Stämmen,
Völkern und Sprachen;
niemand konnte sie zählen.
Sie standen in weißen
Gewändern
vor dem Thron und vor dem
Lamm
und trugen Palmzweige in den
Händen.
10 Sie riefen mit lauter Stimme:
Die Rettung kommt von unserm
Gott, der auf dem Thron sitzt,
und von dem
Lamm.
11 Und alle Engel standen rings um den
Thron,
um die Ältesten und die vier
Lebewesen.
Sie warfen sich vor dem Thron
nieder,
beteten Gott an
12 und sprachen:
Amen, Lob und Herrlichkeit,
Weisheit und Dank,
Ehre und Macht und Stärke
unserem Gott
in alle Ewigkeit. Amen.
13 Da fragte mich einer der Ältesten:
Wer sind diese, die weiße
Gewänder tragen,
und woher sind sie gekommen?
14 Ich erwiderte ihm: Mein Herr, das musst
du wissen.
Und er sagte zu mir:
Es sind die, die aus der
großen Bedrängnis kommen;
sie haben ihre Gewänder
gewaschen
und im Blut des Lammes weiß
gemacht.
ANTWORTPSALMEN
130. Ps 23 (22),1-3.4.5.6
1 Der Herr ist mein Hirte, nichts wird
mir fehlen.
2 Er lässt mich lagern auf grünen Auen
und führt mich zum Ruheplatz
am Wasser.
3 Er stillt mein Verlangen;
er leitet mich auf rechten
Pfaden, treu seinem Namen.
4 Muss ich auch wandern in finsterer
Schlucht,
ich fürchte kein Unheil;
denn du bist bei mir,
dein Stock und dein Stab
geben mir Zuversicht.
5 Du deckst mir den Tisch
vor den Augen meiner Feinde.
Du salbst mein Haupt mit Öl,
du füllst mir reichlich den
Becher.
6 Lauter Güte und Huld
werden mir folgen mein Leben
lang,
und im Haus des Herrn
darf ich wohnen für lange
Zeit.
Kehrvers 1:
Der Herr ist mein Hirte,
nichts wird mir fehlen.
131. Ps 34 (33),2-3.4-5.6-7.8-9
2 Ich will den Herrn allezeit preisen;
immer sei sein Lob in meinem
Mund.
3 Meine Seele rühme sich des Herrn;
die Armen sollen es hören und
sich freuen.
4 Verherrlicht mit mir den Herrn,
lasst uns gemeinsam seinen
Namen rühmen.
5 Ich suchte den Herrn, und er hat mich
erhört,
er hat mich all meinen
Ängsten entrissen.
6 Blickt auf zu ihm, so wird euer Gesicht
leuchten,
und ihr braucht nicht zu
erröten.
7 Da ist ein Armer; er rief, und der Herr
erhörte ihn.
Er half ihm aus all seinen
Nöten.
8 Der Engel des Herrn umschirmt alle,
die ihn fürchten und ehren,
und er befreit sie.
9 Kostet und seht, wie gütig der Herr
ist;
wohl dem, der zu ihm sich
flüchtet!
Kehrvers 9a:
Kostet und seht, wie gütig
der Herr ist!
132. Ps 40 (39),2 u. 4ab.7-8a.8b-9.10
2 Ich hoffte, ja ich hoffte auf den
Herrn.
Da neigte er sich mir zu und
hörte mein Schreien.
4ab Er legte mir ein neues Lied in den Mund,
einen Lobgesang auf ihn,
unsern Gott.
7 An Schlacht- und Speiseopfern hast du
kein Gefallen;
Brand- und Sündopfer forderst
du nicht.
Doch das Gehör hast du mir
eingepflanzt;
8a darum sage ich: Ja, ich komme.
8b In dieser Schriftrolle steht, was an mir
geschehen ist.
9 Deinen Willen zu tun, mein Gott,
macht mir Freude,
deine Weisung trag’ ich im
Herzen.
10 Gerechtigkeit verkünde ich in großer
Gemeinde,
meine Lippen verschließe ich
nicht; Herr, du weißt es.
Kehrvers vgl. 8a.9b:
Ich komme, Herr, deinen
Willen zu tun.
133. Ps 78 (77),3-4a u. 7.23-24.25 u. 54
3 Was wir hörten und erfuhren,
was uns die Väter erzählten,
4a das wollen wir unseren Kindern nicht
verbergen,
7 damit sie ihr Vertrauen auf Gott
setzen,
die Taten Gottes nicht
vergessen
und seine Gebote bewahren.
23 Er gebot den Wolken droben
und öffnete die Tore des
Himmels.
24 Er ließ Manna auf sie regnen als
Speise,
er gab ihnen Brot vom Himmel.
25 Da aßen die Menschen Wunderbrot;
Gott gab ihnen Nahrung in
Fülle.
54 Er brachte sie in sein heiliges Land,
in die Berge, die er erwarb
mit mächtiger Hand.
Kehrvers 24b:
Der Herr gab ihnen Brot vom
Himmel.
134. Ps 110 (109),1.2.3.4
1 So spricht der Herr zu meinem Herrn:
Setze dich mir zur Rechten
und ich lege dir deine Feinde
als Schemel unter die Füße.
2 Vom Zion strecke der Herr das Zepter
deiner Macht aus:
„Herrsche inmitten deiner
Feinde!“
3 Dein ist die Herrschaft am Tage deiner
Macht,
wenn du erscheinst in
heiligem Schmuck;
ich habe dich gezeugt noch
vor dem Morgenstern,
wie den Tau in der Frühe.
4 Der Herr hat geschworen, und nie wird’s
ihn reuen:
Du bist Priester auf ewig
nach der Ordnung Melchísedeks.
Kehrvers 4b:
Du bist Priester auf ewig
nach der Ordnung Melchísedeks.
135. Ps 116 (115),12-13.15-16.17-18
12 Wie kann ich dem Herrn all das
vergelten,
was er mir Gutes getan hat?
13 Ich will den Kelch des Heils erheben
und anrufen den Namen des
Herrn.
15 Kostbar ist in den Augen des Herrn
das Sterben seiner Frommen.
16 Ach Herr, ich bin doch dein Knecht,
dein Knecht bin ich, der Sohn
deiner Magd.
Du hast meine Fesseln gelöst.
17 Ich will dir ein Opfer des Dankes
bringen
und anrufen den Namen des
Herrn.
18 Ich will dem Herrn meine Gelübde
erfüllen
offen vor seinem ganzen Volk.
Kehrvers 13:
Ich will den Kelch des Heils
erheben
und anrufen den Namen des
Herrn.
Oder vgl. 1 Kor
10,16:
Der Kelch des Segens
ist Teilhabe am Blut Christi.
136. Ps 145 (144),10-11.15-16.17-18
10 Danken sollen dir, Herr, all deine
Werke
und deine Frommen dich
preisen.
11 Sie sollen von der Herrlichkeit deines Königtums
reden,
sollen sprechen von deiner
Macht.
15 Aller Augen warten auf dich
und du gibst ihnen Speise zur
rechten Zeit.
16 Du öffnest deine Hand
und sättigst alles, was lebt,
nach deinem Gefallen.
17 Gerecht ist der Herr in allem, was er
tut,
voll Huld in all seinen
Werken.
18 Der Herr ist allen, die ihn anrufen,
nahe,
allen, die zu ihm aufrichtig
rufen.
Kehrvers vgl. 16a:
Herr, du öffnest deine Hand
und sättigst uns.
137. Ps 147,12-13.14-15.19-20
12 Jerusalem, preise den Herrn,
lobsinge, Zion, deinem Gott!
13 Denn er hat die Riegel deiner Tore fest
gemacht,
die Kinder in deiner Mitte
gesegnet.
14 Er verschafft deinen Grenzen Frieden
und sättigt dich mit bestem
Weizen.
15 Er sendet sein Wort zur Erde,
rasch eilt sein Befehl dahin.
19 Er verkündet Jakob sein Wort,
Israel seine Gesetze und
Rechte.
20 An keinem andern Volk hat er so
gehandelt,
keinem sonst seine Rechte
verkündet.
Kehrvers 12a:
Jerusalem, preise den Herrn!
Oder Joh 6,58c:
Wer dieses Brot isst, wird
leben in Ewigkeit.
HALLELUJA UND VERSE VOR DEM EVANGELIUM
138. Joh 6,51a
(Halleluja. Halleluja.)
(So spricht der Herr:)
Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel gekommen ist.
Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben.
(Halleluja.)
139. Joh 6,56
(Halleluja. Halleluja.)
(So spricht der Herr:)
Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt,
der bleibt in mir und ich bleibe in ihm.
(Halleluja.)
140. Joh 6,57
(Halleluja. Halleluja.)
(So spricht der Herr:)
Wie mich der lebendige Vater gesandt hat
und wie ich durch den Vater lebe,
so wird jeder, der mich isst, durch mich leben.
(Halleluja.)
141. Vgl. Offb 1,5ab
(Halleluja. Halleluja.)
Jesus Christus, du bist der treue Zeuge, der Erstgeborene
von den Toten.
Du liebst uns
und hast uns von unseren Sünden erlöst durch dein Blut.
(Halleluja.)
142. Offb 5,9
(Halleluja. Halleluja.)
Würdig bist du, Herr, das Buch zu nehmen und seine Siegel
zu öffnen;
denn du wurdest geschlachtet
und hast uns mit deinem Blut für Gott erworben.
(Halleluja.)
EVANGELIEN
143. Mk 14,12-16.22-25
Das ist mein Leib. Das ist mein Blut
+ Aus dem
heiligen Evangelium nach Markus.
12 Am ersten Tag der Ungesäuerten Brote,
an dem man das Paschalamm
schlachtete,
sagten die Jünger zu Jesus:
Wo sollen wir das Paschamahl für dich vorbereiten?
13 Da schickte er zwei seiner Jünger
voraus
und sagte zu ihnen: Geht in
die Stadt;
dort wird euch ein Mann
begegnen, der einen Wasserkrug trägt.
Folgt ihm,
14 bis er in ein Haus hineingeht;
dann sagt zu dem Herrn des
Hauses:
Der Meister lässt dich
fragen:
Wo ist der Raum, in dem ich mit
meinen Jüngern
das Paschalamm essen kann?
15 Und der Hausherr
wird euch einen großen Raum
im Obergeschoss zeigen,
der schon für das Festmahl
hergerichtet
und mit Polstern ausgestattet
ist.
Dort bereitet alles für uns vor!
16 Die Jünger machten sich auf den Weg
und kamen in die Stadt.
Sie fanden alles so, wie er
es ihnen gesagt hatte,
und bereiteten das Paschamahl
vor.
22 Während des Mahls nahm Jesus das Brot,
und sprach den Lobpreis;
dann brach er das Brot,
reichte es ihnen
und sagte: Nehmt, das ist
mein Leib.
23 Dann nahm er den Kelch,
sprach das Dankgebet,
reichte ihn den Jüngern
und sie tranken alle daraus.
24 Und er sagte zu ihnen: Das ist mein
Blut,
das Blut des Bundes, das für
viele vergossen wird.
25 Amen, ich sage euch:
Ich werde nicht mehr von der Frucht des Weinstocks trinken
bis zu dem Tag,
an dem ich von neuem davon
trinken werde im Reich Gottes.
144. Mk 15,16-20a
Sie legten Jesus einen Purpurmantel an und setzten ihm
eine Dornenkrone auf
+ Aus dem
heiligen Evangelium nach Markus.
16 Die Soldaten führten Jesus in den
Palast hinein,
das heißt in das Prätórium,
und riefen die ganze Kohórte
zusammen.
17 Dann legten sie ihm einen Purpurmantel
um
und flochten einen
Dornenkranz;
den setzten sie ihm auf
18 und grüßten ihn:
Heil dir, König der Juden!
19 Sie schlugen ihn mit einem Stock auf
den Kopf
und spuckten ihn an,
knieten vor ihm nieder
und
huldigten ihm.
20a Nachdem sie so ihren Spott mit ihm
getrieben hatten,
nahmen sie ihm den
Purpurmantel ab
und zogen ihm seine eigenen
Kleider wieder an.
145. Lk 9,11b-17
Alle aßen und wurden satt
+ Aus dem
heiligen Evangelium nach Lukas.
In jener Zeit
11b redete Jesus zum Volk vom Reich
Gottes
und heilte alle, die seine
Hilfe brauchten.
12 Als der Tag zur Neige ging,
kamen die Zwölf zu ihm
und sagten: Schick die
Menschen weg,
damit sie in die umliegenden
Dörfer und Gehöfte gehen,
dort Unterkunft finden und
etwas zu essen bekommen;
denn wir
sind hier an einem abgelegenen Ort.
13 Er antwortete: Gebt ihr ihnen zu essen!
Sie sagten: Wir haben nicht mehr
als fünf Brote und zwei
Fische;
wir müssten erst weggehen und
für alle diese Leute Essen kaufen.
14 Es waren etwa fünftausend Männer.
Er erwiderte seinen Jüngern:
Sagt ihnen, sie sollen sich
in Gruppen zu ungefähr
fünfzig zusammensetzen.
15 Die Jünger taten, was er ihnen sagte,
und
veranlassten, dass sich alle setzten.
16 Jesus aber nahm die fünf Brote und die
zwei Fische,
blickte zum Himmel auf,
segnete sie und brach sie;
dann gab er sie den Jüngern,
damit sie diese an die Leute
austeilten.
17 Und alle aßen und wurden satt.
Als man die übrig gebliebenen
Brotstücke einsammelte,
waren es zwölf Körbe voll.
146. Lk 22,39-44
Sein Schweiß wurde wie Blut
+ Aus dem
heiligen Evangelium nach Lukas.
In jener Zeit
39 verließ Jesus die Stadt
und ging, wie er es gewohnt
war, zum Ölberg;
seine Jünger folgten ihm.
40 Als er dort war, sagte er zu ihnen:
Betet darum, dass ihr nicht in Versuchung geratet!
41 Dann entfernte er sich von ihnen
ungefähr einen Steinwurf weit,
kniete nieder und betete:
42 Vater, wenn du willst,
nimm diesen Kelch von mir!
Aber nicht mein,
sondern dein Wille soll
geschehen.
43 Da erschien ihm ein Engel vom Himmel
und gab ihm
neue Kraft.
44 Und er betete in seiner Angst noch
inständiger,
und sein Schweiß war wie
Blut, das auf die Erde tropfte.
147. Lk 24,13-35
Sie erkannten ihn, als er das
Brot brach
+ Aus dem
heiligen Evangelium nach Lukas.
13 Am ersten Tag der Woche
waren zwei von den Jüngern
Jesu
auf dem Weg in ein Dorf
namens Emmaus,
das sechzig Stadien von
Jerusalem entfernt ist.
14 Sie sprachen miteinander über all das,
was sich ereignet hatte.
15 Während sie redeten und ihre Gedanken
austauschten,
kam Jesus hinzu und ging mit
ihnen.
16 Doch sie waren wie mit Blindheit
geschlagen,
so dass sie ihn nicht
erkannten.
17 Er fragte sie: Was sind das für Dinge,
über die ihr
auf dem Weg miteinander redet?
Da blieben sie traurig
stehen,
18 und der eine von ihnen - er hieß Kléopas - antwortete ihm:
Bist du so fremd in
Jerusalem,
dass du als Einziger nicht
weiß,
was in diesen Tagen dort
geschehen ist?
19 Er fragte sie: Was denn?
Sie antworteten ihm: Das mit
Jesus aus Nazaret.
Er war ein Prophet,
mächtig in Wort und Tat vor
Gott und dem ganzen Volk.
20 Doch unsere Hohenpriester und Führer
haben ihn zum Tod verurteilen
und ans Kreuz schlagen lassen.
21 Wir aber hatten gehofft,
dass er der sei, der Israel
erlösen werde.
Und dazu ist heute schon der
dritte Tag,
seitdem das alles geschehen
ist.
22 Aber nicht nur das:
Auch einige Frauen aus unserem Kreis
haben uns in große Aufregung
versetzt.
Sie waren in der Frühe beim
Grab,
23 fanden aber seinen Leichnam
nicht.
Als sie zurückkamen,
erzählten sie, es seien ihnen
Engel erschienen
und hätten gesagt, er lebe.
24 Einige von uns gingen dann zum Grab
und fanden alles so, wie die
Frauen gesagt hatten;
ihn selbst
aber sahen sie nicht.
25 Da sagte er zu ihnen: Begreift ihr denn
nicht?
Wie schwer fällt es euch,
alles zu glauben, was die
Propheten gesagt haben.
26 Musste nicht der Messias all das
erleiden
um so in seine Herrlichkeit
zu gelangen?
27 Und er legte ihnen dar,
ausgehend von Mose und allen
Propheten,
was in der
gesamten Schrift über ihn geschrieben steht.
28 So erreichten sie das Dorf, zu dem sie
unterwegs waren.
Jesus tat, als wolle er
weitergehen,
29 aber sie drängten ihn
und sagten: Bleib doch bei
uns;
denn es wird bald Abend,
der Tag hat sich schon
geneigt.
Da ging er mit hinein, um bei
ihnen zu bleiben.
30 Und als er mit ihnen bei Tisch war,
nahm er das Brot,
sprach den Lobpreis,
brach das Brot und gab es
ihnen.
31 Da gingen ihnen die Augen auf
und sie erkannten ihn;
dann sahen sie ihn nicht
mehr.
32 Und sie sagten zueinander:
Brannte uns nicht das Herz in
der Brust,
als er unterwegs mit uns
redete
und uns den
Sinn der Schrift erschloss?
33 Noch in derselben Stunde brachen sie
auf
und kehrten nach Jerusalem zurück
und sie fanden die Elf und
die anderen Jünger versammelt.
34 Diese sagten:
Der Herr ist wirklich auferstanden
und ist dem Simon erschienen.
35 Da erzählten auch sie,
was sie unterwegs erlebt
und wie sie ihn erkannt
hatten,
als er das Brot brach.
147a. Kurzfassung: Lk 24,13-16.28-35
Sie erkannten ihn, als er das Brot brach
+ Aus dem
heiligen Evangelium nach Lukas.
13 Am ersten Tag der Woche
waren zwei von den Jüngern
Jesu
auf dem Weg in ein Dorf
namens Emmaus,
das sechzig Stadien von
Jerusalem entfernt ist.
14 Sie sprachen miteinander über all das,
was sich ereignet hatte.
15 Während sie redeten und ihre Gedanken
austauschten,
kam Jesus hinzu und ging mit
ihnen.
16 Doch sie waren wie mit Blindheit
geschlagen,
so dass sie
ihn nicht erkannten.
28 So erreichten sie das Dorf, zu dem sie
unterwegs waren.
Jesus tat, als wolle er
weitergehen,
29 aber sie drängten ihn
und sagten: Bleib doch bei
uns;
denn es wird bald Abend,
der Tag hat sich schon
geneigt.
Da ging er mit hinein, um bei
ihnen zu bleiben.
30 Und als er mit ihnen bei Tisch war,
nahm er das Brot,
sprach den Lobpreis,
brach das Brot und gab es
ihnen.
31 Da gingen ihnen die Augen auf
und sie erkannten ihn;
dann sahen sie ihn nicht
mehr.
32 Und sie sagten zueinander:
Brannte uns nicht das Herz in
der Brust,
als er unterwegs mit uns
redete
und uns den
Sinn der Schrift erschloss?
33 Noch in derselben Stunde brachen sie
auf
und kehrten nach Jerusalem
zurück
und sie fanden die Elf und
die anderen Jünger versammelt.
34 Diese sagten:
Der Herr ist wirklich auferstanden
und ist dem Simon erschienen.
35 Da erzählten auch sie,
was sie unterwegs erlebt
und wie sie ihn erkannt
hatten,
als er das Brot brach.
148. Joh 6,1-15
Er teilte an die Menge aus, so viel sie haben wollten
+ Aus dem
heiligen Evangelium nach Johannes.
In jener Zeit
1 ging Jesus an das andere Ufer
des Sees von Galiläa,
der auch See von Tibérias
heißt.
2 Eine große Menschenmenge folgte ihm,
weil sie die Zeichen sahen,
die er an den Kranken tat.
3 Jesus stieg auf den Berg
und setzte sich dort mit
seinen Jüngern nieder.
4 Das Pascha,
das Fest der Juden, war nahe.
5 Als Jesus aufblickte
und sah, dass so viele
Menschen zu ihm kamen,
fragte er Philíppus: Wo
sollen wir Brot kaufen,
damit diese Leute zu essen
haben?
6 Das sagte er aber nur, um ihn auf die
Probe zu stellen;
denn er selbst wusste, was er
tun wollte.
7 Philíppus antwortete ihm:
Brot für zweihundert Denáre
reicht nicht aus,
wenn jeder von ihnen
auch nur ein kleines Stück
bekommen soll.
8 Einer seiner Jünger,
Andreas, der Bruder des Simon
Petrus,
sagte zu ihm:
9 Hier ist ein kleiner Junge,
der hat fünf Gerstenbrote und
zwei Fische;
doch was ist
das für so viele!
10 Jesus sagte: Lasst die Leute sich
setzen!
Es gab dort nämlich viel
Gras.
Da setzten sie sich;
es waren etwa fünftausend
Männer.
11 Dann nahm Jesus die Brote,
sprach das Dankgebet
und teilte an die Leute aus,
so viel sie wollten;
ebenso
machte er es mit den Fischen,
12 Als die Menge satt war,
sagte er zu seinen Jüngern:
Sammelt die übrig gebliebenen
Brotstücke,
damit nichts verdirbt.
13 Sie sammelten
und füllten zwölf Körbe mit
den Stücken,
die von den
fünf Gerstenbroten nach dem Essen übrig waren.
14 Als die Menschen das Zeichen sahen, das
er getan hatte,
sagten sie: Das ist wirklich
der Prophet,
der in die Welt kommen soll.
15 Da erkannte Jesus,
dass sie kommen würden, um
ihn in ihre Gewalt zu bringen
und zum König zu machen.
Daher zog er sich wieder auf
den Berg zurück,
er allein.
149. Joh 6,24b-35
Wer zu mir kommt, wird nicht mehr hungern
+ Aus dem
heiligen Evangelium nach Johannes.
In jener Zeit
24b stiegen die Leute in die Boote, fuhren
nach Kafárnaum und suchten Jesus.
25 Als sie ihn am anderen Ufer des Sees
fanden,
fragten sie
ihn: Rabbi, wann bist du hierher gekommen?
26 Jesus antwortete ihnen: Amen, amen, ich
sage euch:
Ihr sucht mich nicht, weil
ihr Zeichen gesehen habt,
sondern weil ihr von den
Broten gegessen habt
und satt geworden seid.
27 Müht euch nicht ab für die Speise, die
verdirbt,
sondern für die Speise, die
für das ewige Leben bleibt
und die der Menschensohn euch
geben wird.
Denn ihn hat
Gott, der Vater, mit seinem Siegel beglaubigt.
28 Da fragten sie ihn:
Was müssen wir tun, um die Werke Gottes zu vollbringen?
29 Jesus antwortete ihnen:
Das ist das Werk Gottes,
dass ihr an
den glaubt, den er gesandt hat.
30 Sie entgegneten ihm:
Welches Zeichen tust du,
damit wir es sehen und dir glauben?
Was tust du?
31 Unsere Väter haben das Manna in der
Wüste gegessen,
wie es in der Schrift heißt:
Brot vom
Himmel gab er ihnen zu essen.
32 Jesus sagte zu ihnen: Amen, amen, ich
sage euch:
Nicht Mose hat euch das Brot
vom Himmel gegeben,
sondern mein Vater gibt euch
das wahre Brot vom Himmel.
33 Denn das Brot, das Gott gibt,
kommt vom
Himmel herab und gibt der Welt das Leben.
34 Da baten sie ihn:
Herr, gib uns immer dieses Brot!
35 Jesus antwortete ihnen:
Ich bin das Brot des Lebens;
wer zu mir kommt, wird nie
mehr hungern
und wer an mich glaubt,
wird nie mehr Durst haben.
150. Joh 6,41-51
Ich bin das Brot. das vom Himmel herabgekommen ist
+ Aus dem
heiligen Evangelium nach Johannes.
In jener Zeit
41 murrten die Juden gegen Jesus,
weil er gesagt hatte:
Ich bin das Brot, das vom
Himmel herabgekommen ist.
42 Und sie sagten: Ist das nicht Jesus,
der Sohn Josefs,
dessen Vater und Mutter wir
kennen?
Wie kann er jetzt sagen: Ich bin vom Himmel herabgekommen?
43 Jesus sagte zu ihnen: Murrt nicht!
44 Niemand kann zu mir kommen,
wenn nicht der Vater, der
mich gesandt hat, ihn zu mir führt;
und ich
werde ihn auferwecken am Letzten Tag.
45 Bei den Propheten heißt es:
Und alle werden Schüler
Gottes sein.
Jeder, der auf den Vater hört
und seine Lehre annimmt,
wird zu mir
kommen.
46 Niemand hat den Vater gesehen
außer dem, der von Gott ist;
nur er hat den Vater gesehen.
47 Amen, amen, ich sage euch:
Wer glaubt,
hat das ewige Leben.
48 Ich bin das Brot des Lebens.
49 Eure Väter haben in der Wüste das Manna
gegessen
und sind gestorben.
50 So aber ist es mit dem Brot, das vom
Himmel herabkommt:
Wenn jemand davon isst,
wird er
nicht sterben.
51 Ich bin das lebendige Brot,
das vom Himmel herabgekommen
ist.
Wer von diesem Brot isst,
wird in Ewigkeit leben.
Das Brot, das ich geben
werde,
ist mein Fleisch
ich gebe es hin für das Leben
der Welt.
151. Joh 6,51-58
Mein Fleisch ist eine wahre Speise, und mein Blut ist ein
wahrer Trank
+ Aus dem
heiligen Evangelium nach Johannes.
In jener Zeit sprach Jesus zu
der Menge:
51 Ich bin das lebendige Brot,
das vom Himmel herabgekommen
ist.
Wer von diesem Brot isst,
wird in Ewigkeit leben.
Das Brot, das ich geben
werde, ist mein Fleisch,
ich gebe es
hin für das Leben der Welt.
52 Da stritten sich die Juden
und sagten:
Wie kann er uns sein Fleisch zu essen geben?
53 Jesus sagte zu ihnen: Amen, amen, das
sage ich euch:
Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esst
und sein Blut nicht trinkt,
habt ihr das
Leben nicht in euch.
54 Wer mein Fleisch isst und mein Blut
trinkt,
hat das ewige Leben,
und ich werde ihn auferwecken
am Letzten Tag.
55 Denn mein Fleisch ist wirklich eine
Speise
und mein
Blut ist wirklich ein Trank.
56 Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt,
der bleibt in mir
und ich bleibe in ihm.
57 Wie mich der lebendige Vater gesandt hat
und wie ich durch den Vater
lebe,
so wird jeder, der mich isst,
durch mich leben.
58 Dies ist das Brot, das vom Himmel
herabgekommen ist.
Mit ihm ist es nicht
wie mit dem Brot, das die
Väter gegessen haben;
sie sind gestorben.
Wer aber dieses Brot isst,
wird leben in Ewigkeit.
152. Joh 19,31-37
Ein Soldat öffnete die Seite
Jesu, und sogleich flosst Blut und Wasser heraus
+ Aus dem
heiligen Evangelium nach Johannes.
31 Weil Rüsttag war
und die Körper während des
Sabbats
nicht am Kreuz bleiben
sollten,
baten die Juden Pilatus,
man möge den Gekreuzigten die
Beine zerschlagen
und ihre Leichen dann
abnehmen;
denn dieser
Sabbat war ein hoher Feiertag.
32 Also kamen die Soldaten
und zerschlugen dem ersten
die Beine,
dann dem andern, der mit ihm
gekreuzigt worden war.
33 Als sie aber zu Jesus kamen
und sahen, dass er schon tot
war,
zerschlugen sie ihm die Beine
nicht,
34 sondern einer der Soldaten stieß mit
der Lanze in seine Seite,
und sogleich
floss Blut und Wasser heraus.
35 Und der, der es gesehen hat, hat es
bezeugt,
und sein Zeugnis ist wahr.
Und er weiß, dass er Wahres
berichtet,
damit auch ihr glaubt.
36 Denn das ist geschehen,
damit sich das Schriftwort
erfüllte:
Man soll an ihm kein Gebein
zerbrechen.
37 Und ein anderes Schriftwort sagt:
Sie werden auf den blicken,
den sie durchbohrt haben.
153. Joh 21,1-14
Jesus nahm das Brot und gab es ihnen
+ Aus dem
heiligen Evangelium nach Johannes.
In jener Zeit
1 offenbarte sich Jesus den Jüngern
noch einmal.
Es war am See von Tibérias.
und er
offenbarte sich in folgender Weise.
2 Simon Petrus, Thomas, genannt Dídymus - Zwilling -,
Natánaël aus Kana in Galiläa,
die Söhne des Zebedäus
und zwei
andere von seinen Jüngern waren zusammen.
3 Simon Petrus sagte zu ihnen: Ich gehe
fischen.
Sie sagten zu ihm: Wir kommen
auch mit.
Sie gingen hinaus und stiegen
in das Boot.
Aber in dieser Nacht fingen
sie nichts.
4 Als es schon Morgen wurde, stand Jesus
am Ufer.
Doch die
Jünger wussten nicht, dass es Jesus war.
5 Jesus sagte zu ihnen:
Meine Kinder, habt ihr nicht etwas zu essen?
Sie antworteten ihm: Nein.
6 Er aber sagte zu ihnen:
Werft das Netz auf der
rechten Seite des Bootes aus,
und ihr werdet etwas fangen.
Sie warfen das Netz aus
und konnten es nicht wieder
einholen,
so voller
Fische war es.
7 Da sagte der Jünger, den Jesus liebte,
zu Petrus:
Es ist der Herr!
Als Simon Petrus hörte, dass
es der Herr sei,
gürtete er sich das
Obergewand um, weil er nackt war,
und sprang
in den See.
8 Dann kamen die anderen Jünger mit dem
Boot
- sie waren nämlich nicht weit vom Land entfernt,
nur etwa zweihundert Ellen -
und zogen
das Netz mit den Fischen hinter sich her.
9 Als sie an Land gingen,
sahen sie am Boden ein
Kohlenfeuer
und darauf Fisch und Brot.
10 Jesus sagte zu ihnen:
Bringt von den Fischen, die
ihr gerade gefangen habt.
11 Da ging Simon Petrus und zog das Netz
an Land.
Es war mit
einhundertdreiundfünfzig großen Fischen gefüllt,
und obwohl es so viele waren,
zerriss das
Netz nicht.
12 Jesus sagte zu ihnen: Kommt her und
esst!
Keiner von den Jüngern wagte
ihn zu fragen: Wer bist du?
Denn sie wussten, dass es der
Herr war.
13 Jesus trat heran,
nahm das Brot und gab es
ihnen,
ebenso den
Fisch.
14 Dies war schon das dritte Mal,
dass Jesus sich den Jüngern
offenbarte,
seit er von den Toten
auferstanden war.
LESUnGEn
unD ZwISCHEnGEsÄnGE
AUS DER VOTIvmesse
vom HEILIGSTEn HERZEn JESU
LESUNGEN AUS DEM ALTEN TESTAMENT
154. Ex 34,4b-7a.8-9
Der Herr ist ein barmherziger und gnädiger Gott
Lesung
aus dem Buch
Éxodus.
In jenen Tagen
4b stand Mose am Morgen zeitig auf
und ging auf den Sinai hinauf,
wie es ihm der Herr
aufgetragen hatte.
Die beiden steinernen Tafeln
nahm er mit.
5 Der Herr aber stieg in der Wolke herab
und stellte sich dort neben
ihn hin.
Er rief den Namen Jahwe aus.
6 Der Herr ging an ihm vorüber
und rief: Jahwe ist ein
barmherziger und gnädiger Gott,
langmütig,
reich an Huld und Treue:
7a Er bewahrt Tausenden Huld,
nimmt Schuld,
Frevel und Sünde weg.
8 Sofort verneigte sich Mose bis zur Erde
und warf sich zu Boden.
9 Er sagte: Wenn ich deine Gnade gefunden
habe, mein Herr,
dann ziehe doch mein Herr mit
uns.
Es ist zwar ein störrisches
Volk,
doch vergib uns unsere Schuld
und Sünde
und lass uns dein Eigentum sein!
155. Dtn 7,6-11
Dich hat der Herr, dein Gott, auserwählt
Lesung
aus dem
Buch Deuteronómium.
Mose sprach zum Volk;
er sagte:
6 Du bist ein Volk,
das dem Herrn, deinem Gott,
heilig ist.
Dich hat der Herr, dein Gott,
ausgewählt,
damit du unter allen Völkern,
die auf der Erde leben,
das Volk
wirst, das ihm persönlich gehört.
7 Nicht weil ihr zahlreicher als die
anderen Völker wäret,
hat euch der Herr ins Herz
geschlossen und ausgewählt;
ihr seid das kleinste unter
allen Völkern.
8 Weil der Herr euch liebt
und weil er den Schwur achtet,
den er euren Vätern geleistet
hat,
deshalb hat der Herr euch mit
starker Hand herausgeführt
und euch aus dem Sklavenhaus
freigekauft,
aus der Hand
des Pharao, des Königs von Ägypten.
9 Daran sollst du erkennen:
Jahwe, dein Gott, ist der Gott;
er ist der treue Gott;
noch nach tausend
Generationen achtet er auf den Bund
und erweist denen seine Huld,
die ihn lieben
und auf seine Gebote achten.
10 Denen aber, die ihm feind sind,
vergilt er sofort
und tilgt einen jeden aus;
er zögert nicht, wenn einer
ihm feind ist,
sondern vergilt ihm sofort.
11 Deshalb sollst du auf das Gebot achten,
auf die Gesetze und
Rechtsvorschriften,
auf die ich dich heute
verpflichte,
und du sollst sie halten.
156. Dtn 10,12-22
Gott hat die Väter geliebt und euch, ihre Nachkommen
Lesung
aus dem Buch
Deuteronómium.
Mose sprach zum Volk;
er sagte:
12 Und nun, Israel,
was fordert der Herr, dein
Gott, von dir außer dem einen:
dass du den Herrn, deinen
Gott, fürchtest,
indem du auf allen seinen
Wegen gehst,
ihn liebst
und dem Herrn, deinem Gott,
mit ganzem Herzen und mit
ganzer Seele dienst;
13 dass du ihn fürchtest,
indem du auf die Gebote des
Herrn und seine Gesetze achtest,
auf die ich dich heute
verpflichte.
Dann wird es dir gut gehen.
14 Sieh, dem Herrn, deinem Gott, gehören
der Himmel,
der Himmel über den Himmeln,
die Erde und alles, was auf
ihr lebt.
15 Doch nur deine Väter hat der Herr ins
Herz geschlossen,
nur sie hat er geliebt.
Und euch, ihre Nachkommen,
hat er später unter allen
Völkern ausgewählt,
wie es sich
heute zeigt.
16 Ihr sollt die Vorhaut eures Herzens
beschneiden
und nicht länger halsstarrig
sein.
17 Denn der Herr, euer Gott, ist der Gott
über den Göttern
und der Herr über den Herren.
Er ist der große Gott,
der Held und der
Furchterregende.
Er lässt kein Ansehen gelten
und nimmt keine Bestechung an.
18 Er verschafft Waisen und Witwen ihr
Recht.
Er liebt die Fremden und gibt ihnen Nahrung und Kleidung
19 -
auch ihr sollt die Fremden lieben,
denn ihr
seid Fremde in Ägypten gewesen.
20 Du sollst den Herrn, deinen Gott,
fürchten.
Ihm sollst du dienen,
an ihm sollst du dich
festhalten,
bei seinem Namen sollst du
schwören.
21 Er ist dein Lobgesang, er ist dein
Gott.
Für dich hat er das Große und
Furchterregende getan,
das du mit eigenen Augen
gesehen hast.
22 Als deine Vorfahren nach Ägypten zogen,
waren sie nur siebzig an der
Zahl;
jetzt aber hat der Herr, dein Gott,
dich so zahlreich
gemacht wie die Sterne am Himmel.
157. Jes 49,13-15
Ich vergesse dich nicht
Lesung
aus dem
Buch Jesája.
13 Jubelt, ihr Himmel, jauchze, o Erde,
freut euch, ihr Berge!
Denn der Herr hat sein Volk getröstet
und sich der
Armen erbarmt.
14 Doch Zion sagt: Der Herr hat mich
verlassen,
Gott hat mich vergessen.
15 Kann denn eine Frau ihr Kindlein
vergessen,
eine Mutter ihren leiblichen Sohn?
Und selbst wenn sie ihn vergessen würde:
ich vergesse dich nicht
- Spruch des Herrn.
158. Jer 31,1-4
Mit ewiger Liebe habe ich dich geliebt
Lesung
aus dem Buch
Jeremía.
1 In jener Zeit – Spruch des Herrn –
werde ich der Gott aller
Stämme Israels sein,
und sie
werden mein Volk sein.
2 So spricht der Herr:
Gnade fand in der Wüste das
Volk,
das vom Schwert verschont
blieb;
Israel zieht zum Ort seiner Ruhe.
3 Aus der Ferne ist ihm der Herr
erschienen:
Mit ewiger Liebe habe ich
dich geliebt,
darum habe
ich dir so lange die Treue bewahrt.
4 Ich baue dich wieder auf,
du sollst neu gebaut werden,
Jungfrau Israel.
Du sollst dich wieder
schmücken mit deinen Pauken,
sollst ausziehen im Reigen
der Fröhlichen.
159. Ez 34,11-16
Ich werde meine Schafe auf die Weide führen, ich werde sie ruhen lassen
Lesung
aus dem Buch
Ezéchiel.
11 So spricht Gott, der Herr:
Jetzt will ich meine Schafe selber suchen
und mich selber um sie kümmern.
12 Wie ein Hirt sich um die Tiere seiner
Herde kümmert,
an dem Tag,
an dem er mitten unter den
Schafen ist, die sich verirrt haben,
so kümmere ich mich um meine
Schafe
und hole sie zurück von all
den Orten,
wohin sie
sich am dunklen, düsteren Tag zerstreut haben.
13 Ich führe sie aus den Völkern heraus,
ich hole sie aus den
Ländern zusammen
und bringe sie in ihr Land.
Ich führe sie in den Bergen
Israels auf die Weide,
in den Tälern und an allen
bewohnten Orten des Landes.
14 Auf gute Weide will ich sie führen,
im Bergland Israels werden ihre Weideplätze sein.
Dort sollen sie auf guten
Weideplätzen lagern,
auf den Bergen Israels
sollen sie fette Weide finden.
15 Ich werde meine Schafe auf die Weide
führen,
ich werde sie ruhen lassen – Spruch Gottes, des
Herrn.
16 Die verloren gegangenen Tiere will ich
suchen,
die vertriebenen zurückbringen,
die verletzten verbinden,
die schwachen kräftigen, die fetten und starken
behüten.
Ich will ihr Hirt sein
und für sie sorgen, wie es
recht ist.
160. Hos 11,1.3-4.8c-9
Das Herz dreht sich mir um
Lesung
aus dem Buch
Hoséa.
So spricht der Herr:
1 Als Israel jung war, gewann ich ihn
lieb,
ich rief meinen Sohn aus
Ägypten.
3 Ich war es, der Éfraim gehen lehrte,
ich nahm ihn auf meine Arme.
Sie aber haben nicht erkannt,
dass ich sie heilen wollte.
4 Mit menschlichen Fesseln zog ich sie an
mich,
mit den Ketten der Liebe.
Ich war da für sie wie die
Eltern,
die den Säugling an ihre
Wangen heben.
Ich neigte mich ihm zu und
gab ihm zu essen.
8c Mein Herz wendet sich gegen mich,
mein Mitleid lodert auf.
9 Ich will meinen glühenden Zorn nicht
vollstrecken
und Éfraim nicht noch einmal
vernichten.
Denn ich bin Gott, nicht ein
Mensch,
der Heilige in deiner Mitte.
Darum komme ich nicht in der
Hitze des Zorns.
LESUNGEN AUS DEM NEUEN TESTAMENT
161. Röm 5,5-11
Die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist
Lesung
aus dem
Brief des Apostels Paulus an die Römer.
Brüder!
5 Die Hoffnung lässt nicht zugrunde
gehen;
denn die Liebe Gottes ist
ausgegossen in unsere Herzen
durch den
Heiligen Geist, der uns gegeben ist.
6 Christus ist schon zu der Zeit,
da wir noch schwach und
gottlos waren,
für uns gestorben.
7 Dabei wird nur schwerlich jemand für
einen Gerechten sterben;
vielleicht wird er jedoch
für einen guten Menschen sein
Leben wagen.
8 Gott aber hat seine Liebe zu uns darin
erwiesen,
dass Christus für uns
gestorben ist,
als wir noch Sünder waren.
9 Nachdem wir jetzt
durch sein Blut gerecht
gemacht sind,
werden wir durch ihn erst
recht
vor dem
Gericht Gottes gerettet werden.
10 Da wir mit Gott versöhnt wurden durch
den Tod seines Sohnes,
als wir noch Feinde waren,
werden wir erst recht,
nachdem wir versöhnt sind,
gerettet werden durch sein
Leben.
11 Mehr noch,
wir rühmen uns Gottes,
durch Jesus Christus, unseren
Herrn,
durch den wir jetzt schon die Versöhnung empfangen
haben.
162. Eph 1,3-10
Er hat uns reich beschenkt
Lesung
aus dem
Brief des Apostels Paulus an die Épheser.
3 Gepriesen sei Gott,
der Gott und Vater unseres
Herrn Jesus Christus:
Er hat uns mit allem Segen seines Geistes gesegnet
durch unsere
Gemeinschaft mit Christus im Himmel.
4 Denn in ihm hat er uns erwählt vor der
Erschaffung der Welt,
damit wir heilig und
untadelig leben vor Gott;
5 er hat uns aus Liebe im Voraus dazu
bestimmt,
seine Söhne zu werden durch
Jesus Christus
und zu ihm zu gelangen nach
seinem gnädigen Willen,
6 zum Lob seiner herrlichen Gnade.
Er hat sie uns geschenkt in
seinem geliebten Sohn;
7 durch sein Blut haben wir die Erlösung,
die
Vergebung der Sünden nach dem Reichtum seiner Gnade.
8 Durch sie hat er uns reich beschenkt
mit aller Weisheit und Einsicht
9 und hat uns das Geheimnis seines
Willens kundgetan,
wie er es gnädig im Voraus
bestimmt hat:
10 die Fülle der Zeiten heraufzuführen in
Christus
und alles, was im Himmel und
auf Erden ist,
in ihm zu vereinen.
163. Eph 3,8-12
Den Heiden den unergründlichen Reichtum verkündigen
Lesung
aus dem
Brief des Apostels Paulus an die Épheser.
Brüder!
8 Mir, dem Geringsten unter allen
Heiligen,
wurde diese Gnade geschenkt:
Ich soll den Heiden
als Evangelium
den unergründlichen Reichtum
Christi verkündigen
9 und enthüllen, wie jenes Geheimnis
Wirklichkeit geworden ist,
das von Ewigkeit her
in Gott, dem Schöpfer des
Alls, verborgen war.
10 So sollen jetzt
die Fürsten und Gewalten des
himmlischen Bereichs
durch die Kirche Kenntnis
erhalten
von der vielfältigen Weisheit
Gottes,
11 nach dem ewigen Plan,
den er durch Christus Jesus,
unsern Herrn, ausgeführt hat.
12 In ihm haben wir den freien Zugang
durch das Vertrauen, das der
Glaube an ihn schenkt.
164. Eph 3,14-19
Die Liebe Christi, die alles übersteigt, verstehen
Lesung
aus dem Brief
des Apostels Paulus an die Épheser.
Brüder!
14 Ich beuge meine Knie vor dem Vater,
15 nach dessen Namen
jedes Geschlecht im Himmel
und auf Erden benannt wird,
16 und bitte,
er möge euch aufgrund des
Reichtums seiner Herrlichkeit
schenken,
dass ihr in eurem Innern
durch seinen
Geist an Kraft und Stärke zunehmt.
17 Durch den Glauben wohne Christus in
eurem Herzen.
In der Liebe verwurzelt und
auf sie gegründet,
18 sollt ihr zusammen mit allen
Heiligen dazu fähig sein,
die Länge und Breite, die
Höhe und Tiefe zu ermessen
19 und die Liebe Christi zu verstehen,
die alle Erkenntnis
übersteigt.
So werdet ihr mehr und mehr
von der ganzen Fülle Gottes
erfüllt.
165. Phil 1,8-11
Mit der herzlichen Liebe, die Christus Jesus zu euch hat
Lesung
aus dem
Brief des Apostels Paulus an die Philípper.
Brüder!
8 Gott ist mein Zeuge, wie ich mich
nach euch allen sehne
mit der herzlichen Liebe, die Christus Jesus zu euch
hat.
9 Und ich bete darum,
dass eure Liebe immer noch
reicher
an Einsicht und Verständnis
wird,
10 damit ihr
beurteilen könnt, worauf es ankommt.
Dann werdet ihr rein und ohne
Tadel sein für den Tag Christi,
11 reich an der Frucht der Gerechtigkeit,
die Jesus Christus gibt,
zur Ehre und zum Lob Gottes.
166. 1 Joh 4,7-16
Gott hat uns zuerst geliebt
Lesung
aus dem
ersten Johannesbrief.
7 Liebe Brüder, wir wollen einander
lieben;
denn die Liebe ist aus Gott,
und jeder, der liebt, stammt
von Gott
und erkennt Gott.
8 Wer nicht liebt,
hat Gott nicht erkannt;
denn Gott ist die Liebe.
9 Die Liebe Gottes wurde unter uns
dadurch offenbart,
dass Gott seinen einzigen
Sohn in die Welt gesandt hat,
damit wir durch ihn leben.
10 Nicht darin besteht die Liebe,
dass wir Gott geliebt haben,
sondern dass er uns geliebt
und seinen
Sohn als Sühne für unsere Sünden gesandt hat.
11 Liebe Brüder, wenn Gott uns so geliebt
hat,
müssen auch wir einander
lieben.
12 Niemand hat Gott je geschaut;
wenn wir einander lieben,
bleibt Gott in uns
und seine
Liebe ist in uns vollendet.
13 Daran erkennen wir, dass wir in ihm
bleiben
und er in uns bleibt:
Er hat uns von seinem Geist gegeben.
14 Wir haben gesehen und bezeugen,
dass der Vater den Sohn
gesandt hat
als den
Retter der Welt.
15 Wer bekennt, dass Jesus der Sohn Gottes
ist,
in dem bleibt Gott,
und er bleibt in Gott.
16 Wir haben die Liebe, die Gott zu uns
hat, erkannt
und gläubig
angenommen.
Gott ist die Liebe,
und wer in der Liebe bleibt,
bleibt in Gott
und Gott bleibt in ihm.
167. Offb 3,14b.20-22
Ich werde mit ihm Mahl halten und er mit mir
Lesung
aus der
Offenbarung des Johannes.
14b So spricht Er, der „Amen“ heißt,
der treue und zuverlässige
Zeuge,
der Anfang der Schöpfung
Gottes:
20 Ich stehe vor der Tür und klopfe an.
Wer meine Stimme hört und die
Tür öffnet,
bei dem werde ich eintreten
und wir werden Mahl halten,
ich mit ihm
und er mit mir.
21 Wer siegt,
der darf mit mir auf meinem
Thron sitzen,
so wie auch ich gesiegt habe
und mich mit
meinem Vater auf seinen Thron gesetzt habe.
Wer Ohren hat,
der höre, was der Geist den
Gemeinden sagt.
168. Offb 5,6-12
Du hast mit deinem Blut Menschen für Gott gekauft
Lesung
aus der
Offenbarung des Johannes.
6 Ich, Johannes, sah:
Zwischen dem Thron und den vier Lebewesen
und mitten unter den Ältesten
stand ein Lamm;
es sah aus wie geschlachtet
und hatte sieben Hörner und
sieben Augen;
die Augen sind die sieben
Geister Gottes,
die über die
ganze Erde ausgesandt sind.
7 Das Lamm trat heran
und empfing das Buch
aus der
rechten Hand dessen, der auf dem Thron saß.
8 Als es das Buch empfangen hatte,
fielen die vier Lebewesen
und die vierundzwanzig
Ältesten vor dem Lamm nieder;
alle trugen Harfen und
goldene Schalen voll von Räucherwerk;
das sind die Gebete der
Heiligen.
9 Und sie sangen ein neues Lied.
Würdig bist du,
das Buch zu nehmen und seine
Siegel zu öffnen;
denn du wurdest geschlachtet
und hast mit deinem Blut
Menschen für Gott erworben
aus allen Stämmen und
Sprachen,
aus allen Nationen und
Völkern
10 und du hast sie für unsern Gott
zu Königen und zu Priestern
gemacht;
und sie
werden auf der Erde herrschen.
11 Ich sah
und ich hörte die Stimme von
vielen Engeln
rings um den Thron und um die
Lebewesen und die Ältesten;
die Zahl der Engel war
zehntausendmal zehntausend
und tausendmal tausend.
12 Sie riefen mit lauter Stimme:
Würdig ist das Lamm, das
geschlachtet wurde,
Macht zu empfangen,
Reichtum und Weisheit,
Kraft und Ehre,
Herrlichkeit und Lob.
ANTWORTPSALMEN
169. Jes 12,2-3.4bcd.5-6
2 Gott ist meine Rettung;
ihm will ich vertrauen und
niemals verzagen.
Denn meine Stärke und mein Lied ist der Herr.
Er ist für mich zum Retter
geworden.
3 Ihr werdet Wasser schöpfen voll Freude
aus den Quellen des Heils.
4bcd Dankt dem Herrn! Ruft seinen Namen an!
Macht seine Taten unter den
Völkern bekannt,
verkündet: Sein Name ist groß
und erhaben!
5 Preist den Herrn, denn herrliche
Taten hat er vollbracht;
auf der ganzen Erde soll man es wissen.
6 Jauchzt und jubelt, ihr Bewohner von
Zion;
denn groß ist in eurer Mitte der Heilige Israels.
Kehrvers 3:
Ihr werdet Wasser schöpfen
voll Freude
aus den Quellen des Heils.
170. Ps 23 (22),1-3.4.5.6
1 Der Herr ist mein Hirte, nichts wird
mir fehlen.
2 Er lässt mich lagern auf grünen Auen
und führt mich zum Ruheplatz
am Wasser.
3 Er stillt mein Verlangen;
er leitet mich auf rechten Pfaden, treu seinem
Namen.
4 Muss ich auch wandern in finsterer
Schlucht,
ich fürchte kein Unheil;
denn du bist bei mir,
dein Stock und dein Stab
geben mir Zuversicht.
5 Du deckst mir den Tisch
vor den Augen meiner Feinde.
Du salbst mein Haupt mit Öl,
du füllst mir reichlich den
Becher.
6 Lauter Güte und Huld
werden mir folgen mein Leben
lang,
und im Haus des Herrn
darf ich wohnen für lange
Zeit.
Kehrvers 1:
Der Herr ist mein Hirte,
nichts wird mir fehlen.
171. Ps 25 (24),4-5ab.6 u. 7b.8-9.10 u. 14
4 Zeige mir, Herr, deine Wege,
lehre mich deine Pfade!
5ab Führe mich in deiner Treue und lehre
mich,
denn du bist der Gott meines Heiles.
6 Denk an dein Erbarmen, Herr,
und an die Taten deiner Huld;
denn sie bestehen seit
Ewigkeit.
7b In deiner Huld denk an mich, Herr,
denn du bist gütig.
8 Gut und gerecht ist der Herr,
darum weist er die Irrenden auf den rechten Weg.
9 Die Demütigen leitet er nach seinem
Recht,
die Gebeugten lehrt er seinen Weg.
10 Alle Pfade des Herrn sind Huld und
Treue
denen, die seinen Bund und
seine Gebote bewahren.
14 Die sind Vertraute des Herrn, die ihn
fürchten;
er weiht sie ein in seinen Bund.
Kehrvers 6ab:
Denk an dein Erbarmen, Herr,
und an die Taten deiner Huld!
172. Ps 33 (32),1-2.4-5.11-12.18-19.20-21
1 Ihr Gerechten, jubelt vor dem Herrn;
für die Frommen ziemt es sich, Gott zu loben.
2 Preist den Herrn mit der Zither,
spielt für ihn auf der zehnsaitigen Harfe!
4 Denn das Wort des Herrn ist
wahrhaftig,
all sein Tun ist verlässlich.
5 Er liebt Gerechtigkeit und Recht,
die Erde ist erfüllt von der Huld des Herrn.
11 Der Ratschluss des Herrn bleibt ewig
bestehen,
die Pläne seines Herzens
überdauern die Zeiten.
12 Wohl dem Volk, dessen Gott der Herr
ist,
die Nation, die er sich zum
Erbteil erwählt hat.
18 Das Auge des Herrn ruht auf allen,
die ihn fürchten und ehren,
die nach seiner Güte
ausschaun;
19 denn er will sie dem Tod entreißen
und in der Hungersnot ihr Leben erhalten.
20 Unsre Seele hofft auf den Herrn,
er ist für uns Schild und Hilfe.
21 Ja, an ihm freut sich unser Herz,
wir vertrauen auf seinen heiligen
Namen.
Kehrvers 5b:
Die Erde ist erfüllt von der
Huld des Herrn.
173. Ps 34 (33),2-3.4-5.6-7
2 Ich will den Herrn allezeit preisen;
immer sei sein Lob in meinem Mund.
3 Meine Seele rühme sich des Herrn;
die Armen sollen es hören und sich freuen.
4 Verherrlicht mit mir den Herrn,
lasst uns gemeinsam seinen Namen rühmen.
5 Ich suchte den Herrn und er hat mich
erhört,
er hat mich all meinen Ängsten entrissen.
6 Blickt auf zu ihm, so wird euer Gesicht
leuchten
und ihr braucht nicht zu erröten.
7 Da ist ein Armer; er rief und der Herr
erhörte ihn.
Er half ihm aus all seinen Nöten.
Kehrvers 9a:
Kostet und seht, wie gütig
der Herr ist.
174. Ps 103 (102),1-2.3-4.6-7.8 u. 10
1 Lobe den Herrn, meine Seele,
und alles in mir seinen heiligen Namen!
2 Lobe den Herrn, meine Seele,
und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat:
3 der dir all deine Schuld vergibt
und all deine Gebrechen
heilt;
4 der dein Leben vor dem Untergang rettet
und dich mit Huld und Erbarmen krönt.
6 Der Herr vollbringt Taten des Heiles,
Recht verschafft er allen Bedrängten.
7 Er hat Mose seine Wege kundgetan,
den Kindern Israels seine Werke.
8 Der Herr ist barmherzig und gnädig,
langmütig und reich an Güte.
10 Er handelt an uns nicht nach unsern
Sünden
und vergilt uns nicht nach unsrer Schuld.
Kehrvers 17:
Die Huld des Herrn währt
immer und ewig
für alle, die ihn fürchten und ehren.
HALLELUJA UND VERSE VOR DEM EVANGELIUM
175. Vgl. Mt 11,25
(Halleluja. Halleluja.)
Sei gepriesen, Herr des Himmels und der Erde;
du hast die Geheimnisse des Reiches den Unmündigen
offenbart.
(Halleluja.)
176. Mt 11,28
(Halleluja. Halleluja.)
(So spricht der Herr:)
Kommt alle zu mir,
die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt.
Ich werde euch Ruhe verschaffen.
(Halleluja.)
177. Mt 11,29ab
(Halleluja. Halleluja.)
(So spricht der Herr:)
Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir.
Denn ich bin gütig und von Herzen demütig.
(Halleluja.)
178. Joh 10,14
(Halleluja. Halleluja.)
(So spricht der Herr:)
Ich bin der gute Hirt;
ich kenne die Meinen und die Meinen kennen mich.
(Halleluja.)
179. Joh 15,9
(Halleluja. Halleluja.)
(So spricht der Herr:)
Wie mich der Vater geliebt hat, so habe auch ich euch
geliebt.
Bleibt in meiner Liebe!
(Halleluja.)
180. Vgl. 1 Joh 4,10b
(Halleluja. Halleluja.)
Gott hat uns geliebt
und seinen Sohn gesandt als Sühne für unsere Sünden.
((Halleluja.)
EVANGELIEN
181. Mt 11,25-30
Ich bin gütig und selbstlos
+ Aus dem
heiligen Evangelium nach Matthäus.
25 In jener Zeit sprach Jesus:
Ich preise dich, Vater, Herr
des Himmels und der Erde,
weil du all das den Weisen
und Klugen verborgen,
den Unmündigen aber
offenbart hast.
26 Ja, Vater,
so hat es dir gefallen.
27 Mir ist von meinem Vater alles
übergeben worden;
niemand kennt den Sohn,
nur der Vater,
und niemand kennt den Vater,
nur der Sohn
und der, dem es der Sohn
offenbaren will.
28 Kommt alle zu mir,
die ihr euch plagt und schwere
Lasten zu tragen habt.
Ich werde
euch Ruhe verschaffen.
29 Nehmt mein Joch auf euch
und lernt von mir;
denn ich bin gütig und von
Herzen demütig;
so werdet ihr Ruhe finden für
eure Seele.
30 Denn mein Joch drückt nicht
und meine Last ist leicht.
182. Lk 15,1-10
Im Himmel wird Freude
herrschen
über einen einzigen Sünder,
der umkehrt
+ Aus dem
heiligen Evangelium nach Lukas.
In jener Zeit
1 kamen alle Zöllner und Sünder zu
Jesus,
um ihn zu hören.
2 Die Pharisäer und Schriftgelehrten
empörten sich darüber
und sagten: Er gibt sich mit
Sündern ab
und isst
sogar mit ihnen.
3 Da erzählte er ihnen ein Gleichnis
4 und sagte: Wenn einer von euch hundert
Schafe hat
und eins davon verliert,
lässt er dann nicht die
neunundneunzig in der Steppe zurück
und geht dem verlorenen nach,
bis er es findet?
5 Und wenn er es gefunden hat,
nimmt er es voll Freude auf
die Schultern,
6 und wenn er nach Hause kommt,
ruft er seine Freunde und
Nachbarn zusammen
und sagt zu ihnen: Freut euch
mit mir;
ich habe mein Schaf
wiedergefunden, das verloren war.
7 Ich sage euch:
Ebenso wird auch im Himmel mehr Freude herrschen
über einen einzigen Sünder,
der umkehrt,
als über neunundneunzig
Gerechte,
die es nicht
nötig haben umzukehren.
8 Oder wenn eine Frau zehn Drachmen
hat
und eine davon verliert,
zündet sie dann nicht eine
Lampe an,
fegt das ganze Haus
und sucht unermüdlich, bis
sie das Geldstück findet?
9 Und wenn sie es gefunden hat,
ruft sie ihre Freundinnen und
Nachbarinnen zusammen
und sagt: Freut euch mit mir;
ich habe die
Drachme wiedergefunden, die ich verloren hatte.
10 Ich sage euch:
Ebenso herrscht auch bei den Engeln Gottes
Freude über einen einzigen
Sünder, der umkehrt.
183. Lk 15,1-3.11-32
Das Gleichnis von der Liebe des Vaters
+ Aus dem heiligen
Evangelium nach Lukas.
In jener Zeit
1 kamen alle Zöllner und Sünder zu
Jesus,
um ihn zu hören.
2 Die Pharisäer und Schriftgelehrten
empörten sich darüber
und sagten: Er gibt sich mit
Sündern ab
und isst
sogar mit ihnen.
3 Da erzählte er ihnen ein Gleichnis
11 und sagte: Ein Mann hatte zwei Söhne.
12 Der jüngere von ihnen sagte zu seinem
Vater:
Vater, gib mir das Erbteil,
das mir zusteht.
Da teilte der Vater das Vermögen auf.
13 Nach wenigen Tagen packte der jüngere
Sohn alles zusammen
und zog in ein fernes Land.
Dort führte er ein zügelloses Leben
und
verschleuderte sein Vermögen.
14 Als er alles durchgebracht hatte,
kam eine große Hungersnot
über das Land
und es ging ihm sehr schlecht.
15 Da ging er zu einem Bürger des Landes
und drängte sich ihm auf;
der schickte ihn aufs Feld zum Schweinehüten.
16 Er hätte gern seinen Hunger mit den
Futterschoten gestillt,
die die Schweine fraßen;
aber niemand gab ihm davon.
17 Da ging er in sich
und sagte:
Wie viele Tagelöhner meines
Vaters
haben mehr als genug zu essen
und ich komme hier vor Hunger
um.
18 Ich will aufbrechen und zu meinem Vater
gehen
und zu ihm sagen: Vater,
ich habe mich gegen den Himmel und gegen dich
versündigt.
19 Ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu
sein;
mach mich zu einem deiner
Tagelöhner.
20 Dann brach er auf und ging zu seinem
Vater.
Der Vater sah ihn schon von
weitem kommen
und er hatte Mitleid mit ihm.
Er lief dem Sohn entgegen,
fiel ihm um
den Hals und küsste ihn.
21 Da sagte der Sohn: Vater,
ich habe mich gegen den
Himmel und gegen dich versündigt;
ich bin nicht mehr wert,
dein Sohn zu sein.
22 Der Vater aber sagte zu seinen Knechten:
Holt schnell das beste Gewand
und zieht es ihm an,
steckt ihm einen Ring an die Hand und zieht ihm
Schuhe an.
23 Bringt das Mastkalb her und schlachtet
es;
wir wollen essen und fröhlich sein.
24 Denn mein Sohn war tot und lebt wieder;
er war verloren und ist
wiedergefunden worden.
Und sie begannen, ein
fröhliches Fest zu feiern.
25 Sein älterer Sohn war unterdessen auf
dem Feld.
Als er heimging und in die
Nähe des Hauses kam,
hörte er
Musik und Tanz.
26 Da rief er einen der Knechte
und fragte, was das bedeuten
solle.
27 Der Knecht antwortete:
Dein Bruder ist gekommen
und dein Vater hat das
Mastkalb schlachten lassen,
weil er ihn heil und gesund
wiederbekommen hat.
28 Da wurde er zornig und wollte nicht
hineingehen.
Sein Vater aber kam heraus
und redete
ihm gut zu.
29 Doch er erwiderte dem Vater:
So viele Jahre schon diene
ich dir,
und nie habe ich gegen deinen
Willen gehandelt;
mir aber hast du nie auch nur
einen Ziegenbock geschenkt,
damit ich mit meinen Freunden
ein Festmahl feiern konnte.
30 Kaum aber ist der hier gekommen,
dein Sohn, der dein Vermögen
mit Dirnen durchgebracht hat,
da hast du
für ihn das Mastkalb geschlachtet.
31 Der Vater antwortete ihm:
Mein Kind, du bist immer bei
mir,
und alles, was mein ist, ist auch dein.
32 Aber jetzt müssen wir uns doch freuen
und ein Fest feiern;
denn dein Bruder war tot
und lebt wieder;
er war verloren
und ist wiedergefunden
worden.
184. Joh 10,11-18
Der gute Hirt gibt sein Leben für seine Schafe
+ Aus dem heiligen
Evangelium nach Johannes.
In jener Zeit sprach Jesus:
11 Ich bin der gute Hirt.
Der gute Hirt gibt sein Leben für die Schafe.
12 Der bezahlte Knecht aber,
der nicht Hirt ist und dem
die Schafe nicht gehören,
lässt die Schafe im Stich
und flieht, wenn er den Wolf
kommen sieht;
und der Wolf reißt sie und jagt sie auseinander.
Er flieht,
13 weil er nur ein bezahlter Knecht
ist
und ihm an
den Schafen nichts liegt.
14 Ich bin der gute Hirt;
ich kenne die Meinen
und die Meinen kennen mich,
15 wie mich der Vater kennt
und ich den Vater kenne;
und ich gebe mein Leben hin
für die Schafe.
16 Ich habe noch andere Schafe,
die nicht aus diesem Stall
sind;
auch sie muss ich führen
und sie werden auf meine
Stimme hören;
dann wird es
nur eine Herde geben und einen Hirten.
17 Deshalb liebt mich der Vater,
weil ich mein Leben hingebe,
um es wieder zu nehmen.
18 Niemand entreißt es mir,
sondern ich gebe es aus
freiem Willen hin.
Ich habe Macht, es zu
hinzugeben,
und ich habe Macht, es wieder
zu nehmen.
Diesen Auftrag habe ich von meinem Vater empfangen.
185. Joh 15,1-8
Bleibt in mir, dann bleibe ich in euch
+ Aus dem heiligen
Evangelium nach Johannes.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
1 Ich bin der wahre Weinstock
und mein Vater ist der
Winzer.
2 Jede Rebe an mir, die keine Frucht
bringt,
schneidet er ab
und jede Rebe, die Frucht
bringt,
reinigt er,
damit sie mehr Frucht bringt.
3 Ihr seid schon rein durch das Wort, das
ich zu euch gesagt habe.
4 Bleibt in mir,
dann bleibe ich in euch.
Wie die Rebe aus sich keine
Frucht bringen kann,
sondern nur, wenn sie am
Weinstock bleibt,
so könnt auch ihr keine
Frucht bringen,
wenn ihr nicht
in mir bleibt.
5 Ich bin der Weinstock,
ihr seid die Reben.
Wer in mir bleibt und in wem
ich bleibe,
der bringt reiche Frucht;
denn getrennt von mir könnt
ihr nichts vollbringen.
7 Wer nicht in mir bleibt,
wird wie die Rebe weggeworfen
und er verdorrt.
Man sammelt die Reben,
wirft sie ins Feuer
und sie
verbrennen.
7 Wenn ihr in mir bleibt und wenn meine
Worte in euch bleiben,
dann bittet um alles, was ihr
wollt:
Ihr werdet es erhalten.
8 Mein Vater wird dadurch verherrlicht,
dass ihr reiche Frucht bringt
und meine Jünger werdet.
186. Joh 15,9-17
Das trage ich euch auf: Liebt einander
+ Aus dem heiligen
Evangelium nach Johannes.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
9 Wie mich der Vater geliebt hat,
so habe auch ich euch
geliebt.
Bleibt in meiner Liebe!
10 Wenn ihr meine Gebote haltet,
werdet ihr in meiner Liebe
bleiben,
so wie ich die Gebote meines
Vaters gehalten habe
und in
seiner Liebe bleibe.
11 Dies habe ich euch gesagt,
damit meine Freude in euch
ist
und damit eure Freude
vollkommen wird.
12 Dies ist mein Gebot:
Liebt einander,
so wie ich euch geliebt habe.
13 Es gibt keine größere Liebe,
als wenn
einer sein Leben für seine Freunde hingibt.
14 Ihr seid meine Freunde,
wenn ihr tut, was ich euch
auftrage.
15 Ich nenne euch nicht mehr Knechte;
denn der Knecht weiß nicht,
was sein Herr tut.
Vielmehr habe ich euch
Freunde genannt;
denn ich habe euch alles
mitgeteilt,
was ich von
meinem Vater gehört habe.
16 Nicht ihr habt mich erwählt,
sondern ich habe euch erwählt
und dazu bestimmt, dass ihr
euch aufmacht und Frucht bringt
und dass eure Frucht bleibt.
Dann wird euch der Vater
alles geben,
um was ihr
ihn in meinem Namen bittet.
17 Dies trage ich euch auf:
Liebt einander!
187. Joh 17,6.20-26
Du hast sie geliebt
+ Aus dem heiligen Evangelium
nach Johannes.
In jener Zeit erhob Jesus die Augen zum Himmel
und sprach:
6 Vater, ich habe deinen Namen den
Menschen offenbart,
die du mir aus der Welt
gegeben hast.
Sie gehörten dir
und du hast sie mir gegeben,
und sie haben an deinem Wort festgehalten.
20 Aber ich bitte nicht nur für diese
hier,
sondern auch
für alle, die durch ihr Wort an mich glauben.
21 Alle sollen eins sein:
Wie du, Vater, in mir bist
und ich in dir bin,
sollen auch sie in uns sein,
damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast.
22 Und ich habe ihnen die Herrlichkeit
gegeben,
die du mir gegeben hast;
denn sie sollen eins sein,
wie wir eins sind,
23 ich in ihnen und du in mir.
So sollen sie vollendet sein
in der Einheit,
damit die Welt erkennt,
dass du mich gesandt hast
und die
Meinen ebenso geliebt hast wie mich.
24 Vater, ich will, dass alle, die du mir
gegeben hast,
dort bei mir sind, wo ich
bin.
Sie sollen meine Herrlichkeit
sehen,
die du mir gegeben hast,
weil du mich
schon geliebt hast vor der Erschaffung der Welt.
25 Gerechter Vater, die Welt hat dich
nicht erkannt,
ich aber habe dich erkannt,
und sie haben erkannt, dass
du mich gesandt hast.
26 Ich habe ihnen deinen Namen
bekannt gemacht
und werde ihn bekannt machen,
damit die Liebe, mit der du
mich geliebt hast, in ihnen ist
und damit ich in ihnen bin.
188. Joh 19,31-37
Ein Soldat öffnete die Seite Jesu, und sogleich floss Blut und Wasser
heraus
+ Aus dem heiligen
Evangelium nach Johannes.
31 Weil Rüsttag war
und die Körper während des
Sabbats
nicht am Kreuz bleiben sollten,
baten die Juden Pilatus,
man möge den Gekreuzigten die
Beine zerschlagen
und ihre Leichen dann
abnehmen;
denn dieser
Sabbat war ein hoher Feiertag.
32 Also kamen die Soldaten
und zerschlugen dem ersten
die Beine,
dann dem andern, der mit ihm
gekreuzigt worden war.
33 Als sie aber zu Jesus kamen
und sahen, dass er schon tot
war,
zerschlugen sie ihm die Beine
nicht,
34 sondern einer der Soldaten stieß mit
der Lanze in seine Seite,
und sogleich
floss Blut und Wasser heraus.
35 Und der, der es gesehen hat, hat es
bezeugt,
und sein Zeugnis ist wahr.
Und er weiß, dass er Wahres
berichtet,
damit auch ihr glaubt.
36 Denn das ist geschehen,
damit sich das Schriftwort
erfüllte:
Man soll an ihm kein Gebein
zerbrechen.
37 Und ein anderes Schriftwort sagt:
Sie werden auf den blicken,
den sie durchbohrt haben.
II. WEITERE
BEGRÜSSUNGSFORMEL
189.
Z:. Gnade und Friede von Gott, unserem Vater,
und dem Herrn Jesus Christus sei mit euch.
A.: Und mit deinem Geiste.
III. WEITERE
FORMEN DES
ALLGEMEINEN
SCHULDBEKENNTNISSES
190. Der Zelebrant lädt die Gläubigen zum Allgemeinen
Schuldbekenntnis ein:
Z.: Damit wir diese heilige Feier recht
begehen,
wollen wir bekennen,
dass wir gesündigt haben.
Es folgt eine kurze Stille; danach spricht der Zelebrant:
Z.: Erbarme dich, Herr, unser Gott,
erbarme dich.
A.: Denn wir haben vor dir gesündigt.
Z.: Erweise, Herr, uns deine Huld.
A.: Und schenke uns dein Heil.
Der Zelebrant beschließt das Schuldbekenntnis mit der
Vergebungsbitte:
Z.: Der allmächtige Gott erbarme sich unser.
Er lasse uns die Sünden nach
und führe uns zum ewigen Leben.
A.: Amen.
191. Der Zelebrant lädt die Gläubigen zum Allgemeinen
Schuldbekenntnis ein:
Z.: Damit wir diese heilige Feier recht
begehen,
wollen wir uns besinnen und bekennen,
dass wir sündige Menschen sind.
Es folgt eine kurze Stille. Danach spricht der Zelebrant
oder einer der Umstehenden die nachstehenden oder andere Anrufungen, die mit
„Herr, erbarme dich“ oder mit „Kyrie, eleison“ beantwortet werden:
Z.: Herr Jesus Christus,
du hast uns durch die österlichen Geheimnisse das Heil
erworben:
Herr, erbarme dich (Kýrie, eléison).
A.: Herr, erbarme dich (Kýrie, eléison).
Z.: Du erneuerst immer wieder dein wunderbares
Leiden unter uns:
Christus, erbarme dich (Christe, eléison).
A.: Christus, erbarme dich (Christe, eléison).
Z.: Durch den Empfang deines Leibes
machst du uns teilhaft deines österlichen Opfers:
Herr, erbarme dich (Kýrie, eléison).
A.: Herr, erbarme dich (Kýrie, eléison).
Der Zelebrant schließt mit folgenden Worten:
Z.: Der allmächtige Gott erbarme sich unser.
Er lasse uns die Sünden nach
und führe uns zum ewigen Leben.
A.: Amen.
IV. HYMNEN
192. PANGE, LINGUA
1. Das Geheimnis lasst uns künden,
das uns Gott im Zeichen bot:
Jesu Leib, für unsre Sünden
hingegeben in den Tod,
Jesu Blut, in dem wir finden
Heil und Rettung aus der Not.
2. Von Maria uns geboren,
ward Gott Sohn uns Menschen gleich,
kam zu suchen, was verloren,
sprach das Wort vom Himmelreich,
hat den Seinen zugeschworen:
Allezeit bin ich bei euch.
3. Auf geheimnisvolle Weise
macht er dies Versprechen wahr;
als er in der Jünger Kreise
bei dem Osterlamme war,
gab in Brot und Wein zur Speise
sich der Herr den Seinen dar.
4. Gottes Wort, ins Fleisch gekommen,
wandelt durch sein Wort den Wein
und das Brot zum Mahl der Frommen,
lädt auch die Verlornen ein.
Der Verstand verstummt beklommen,
nur das Herz begreift’s allein.
TANTUM ERGO
5. Gott ist nah in diesem Zeichen:
kniet hin und betet an.
Das Gesetz der Furcht muss weichen,
da der neue Bund begann;
Mahl der Liebe ohnegleichen:
nehmt im Glauben teil daran.
6. Gott dem Vater, und dem Sohne
singe Lob, du Christenheit;
auch dem Geist auf gleichem Throne
sei der Lobgesang geweiht.
Bringet Gott im Jubeltone
Ehre, Ruhm und Herrlichkeit. Amen.
(Gotteslob, 544)
192a. PANGE, LINGUA
1. Pange, lingua, gloriósi
córporis mystérium,
sanguinísque pretiósi,
quem in mundi prétium
fructus ventris generósi
Rex effúdit géntium.
2. Nobis datus, nobis natus
ex intácta Vírgine,
et in mundo conversátus,
sparso verbi sémine,
sui moras incolátus
miro clausit órdine.
3. In suprémæ nocte cenæ
recúmbens cum frátribus,
observáta lege plene
cibis in legálibus,
cibum turbæ duodénæ
se dat suis mánibus.
4. Verbum caro panem verum
verbo carnem éfficit,
fitque sanguis Christi merum,
et, si sensus déficit,
ad firmándum cor sincérum
sola fides súfficit.
TANTUM ERGO
5. Tantum ergo sacraméntum
venerémur cérnui,
et antíquum documéntum
novo cedat rítui;
præstet fides suppleméntum
sénsuum deféctui.
6. Genitóri Genitóque
laus et iubilátio,
salus, honor, virtus quoque
sit et benedíctio;
procedénti ab utróque
compar sit laudátio. Amen.
193. SACRIS SOLLEMNIIS
1. Am heiligen Festtag wollen wir uns freuen,
aus tiefstem Herzen Lobeslieder singen;
das Alte weiche, neu soll alles werden,
der Sinn, das Lied und unser ganzes Tun.
2. Des letzten Mahles wollen wir gedenken,
da Christus seinen Jüngern, wie wir glauben,
das Lamm und auch das Brot zur Speise reichte,
so wie es im Gesetz der Väter stand.
3. Als nun das Lamm, das Vorbild, war genossen,
da reichte Gott, der Herr, mit eigenen Händen
sein Fleisch und Blut den Jüngern hin zur Speise,
er gab sich allen und auch jedem ganz.
4. Er bot den Schwachen seines Leibes Speise,
den Trauernden den Becher seines Blutes
und sprach: Nehmt hin den Kelch, den ich euch gebe!
Ihr sollt ihn trinken jetzt und immerdar.
5. So hat er dieses Sakrament begründet,
das nur die Priesterschaft verwalten sollte;
sie hat die Vollmacht, selbst es zu empfangen
und auszuspenden auch der Christenheit.
6. So wird das Engelsbrot zum Brot der Menschen,
das Himmelsbrot verdrängt des Vorbilds Zeichen.
O Wunder, das wir Menschen nie begreifen:
Der arme Knecht genießt den höchsten Herrn!
7. Dreieiniger Gott, erhöre unsre Bitten,
komm, such uns heim, so wie wir dich verehren,
führ uns auf deinem Pfad, den wir erstreben,
zum Lichte hin, in dem du ewig thronst! Amen.
194. VERBUM SUPERNUM
1. Erhabnes Wort, du kamst zur Welt
und bliebst doch auf des Vaters Thron,
uns zu befreien, zogst du aus,
und scheidend stehst du nun am Ziel.
2. Bevor der Jünger dich verrät,
der Freund dem Feind dich übergibt,
schenkst du dich selbst den Deinen hin
als Speise, die das Leben nährt.
3. Der kam und unser Bruder ward,
gibt sich im Brote ganz uns hin;
er zahlt im Tod das Lösegeld
und ist als Sieger unser Lohn.
4. O Opfergabe, uns zum Heil,
du schließest uns den Himmel auf.
Noch sind vom Feinde wir bedrängt –
gib Kraft und steh uns hilfreich bei!
5. Dem einen und dreiein’gen Herrn
sei Ruhm und Ehre immerdar,
der seines Lebens Fülle uns
im ew’gen Vaterlande schenkt! Amen.
195. IESU NOSTRA REDEMPTIO
1. Jesus, der unsre Rettung ist,
der Liebe und der Sehnsucht Ziel,
du Gott und Schöpfer aller Welt
und Mensch am Abend dieser Zeit.
2. Wie groß muss deine Liebe sein:
Auf dir liegt unsrer Sünde Last;
dem Tode lieferst du dich aus,
um uns vom Tode zu befrei’n.
3. Mit Macht sprengst du der Hölle Tor,
befreist die Deinen aus der Haft.
Als Sieger thronst du jetzt im Glanz
zu deines Vaters rechter Hand.
4. Sei unsre Freude, du allein,
und Lohn, wenn du einst wiederkommst;
lass uns gestillt dein Antlitz schaun
durch alle Zeit und immerdar! Amen.
196. AETERNE REX ALTISSIME
1. Du höchster Herr der Ewigkeit,
du Retter der verlornen Welt,
durch den der Tod vernichtet ist,
das Leben sieghaft triumphiert.
2. Zum Thron des Vaters steigst du auf
und nimmst zu seiner Rechten Platz;
der dich erhöht in Herrlichkeit,
er setzt dich ein in seine Macht.
3. In Ehrfurcht beugen sich vor dir
der Himmel und das Erdenrund,
und selbst die Unterwelt bekennt:
Du bist der Herr der ganzen Welt.
4. Die Engel nehmen staunend wahr,
wie sich des Menschen Los gewandt:
Was Menschen fehlten, sühnt ein Mensch
und herrscht auf ewig: Mensch und Gott.
5. Dir, Herr, sei Ruhm und Herrlichkeit,
dem Sieger, der zur Höhe fährt,
dem Vater und dem Geist zugleich
durch alle Zeit und Ewigkeit! Amen.
197. LAUDA, SION
V: Lobe, Zion, deinen Hirten;
dem Erlöser der Verirrten
stimme Dank und Jubel an.
A: Lass dein Lob zum Himmel dringen;
ihn zu rühmen, ihm zu singen,
hat kein Mensch genug getan.
V: Er ist uns im Brot gegeben,
Brot, das lebt und spendet
Leben,
Brot, das Ewigkeit verheißt,
A: Brot, mit dem der Herr im Saale
dort beim österlichen Mahle
die zwölf Jünger hat
gespeist.
V: Lobt und preist, singt Freudenlieder;
festlich kehrt der Tag uns wieder,
jener Tag von Brot und Wein,
A: da der Herr zu Tisch geladen
und dies heilge Mahl der
Gnaden
setzte zum Gedächtnis ein.
V: Was bei jenem Mahl geschehen,
sollen heute wir begehen
und verkünden seinen Tod.
A: Wie der Herr uns aufgetragen,
weihen wir, Gott Dank zu
sagen,
nun zum Opfer Wein und Brot.
ECCE PANIS
V: Seht das Brot, der Engel Speise,
Brot auf unsrer Pilgerreise,
das den Hunger wahrhaft
stillt.
A: Abrams Opfer hat’s gedeutet,
war im Manna vorbereitet,
fand im Osterlamm sein Bild.
V: Guter Hirt, du Brot des Lebens,
wer dir traut, hofft nicht
vergebens,
geht getrost durch diese
Zeit.
A: Die du hier zu Tisch geladen,
ruf auch dort zum Mahl der
Gnaden
in des Vaters Herrlichkeit.
Amen. Halleluja.
(Gotteslob, 545)
198. ADORO TE
1. Gottheit tief verborgen, betend nah ich dir.
Unter diesen Zeichen bist du wahrhaft hier.
Sieh, mit ganzem Herzen schenk ich dir mich hin,
weil vor solchem Wunder ich nur Armut bin.
2. Augen, Mund und Hände täuschen sich in dir,
doch des Wortes Botschaft offenbart dich mir.
Was Gott Sohn gesprochen, nehm ich glaubend an;
er ist selbst die Wahrheit, die nicht trügen kann.
3. Einst am Kreuz verhüllte sich der Gottheit Glanz,
hier ist auch verborgen deine Menschheit ganz.
Beide sieht mein Glaube in dem Brote hier;
wie der Schächer ruf ich, Herr, um Gnad zu dir.
4. Kann ich nicht wie Tomas schaun die Wunden rot,
bet ich dennoch gläubig: „Du mein Herr und Gott!“
Tief und tiefer werde dieser Glaube mein,
fester lass die Hoffnung, treu die Liebe sein.
5. Denkmal, das uns mahnet an des Herren Tod!
Du gibst uns das Leben, o lebendig Brot.
Werde gnädig Nahrung meinem Geiste du,
dass er deine Wonnen koste immerzu.
6. Gleich dem Pelikane starbst du, Jesu mein;
wasch in deinem Blute mich von Sünden rein.
Schon ein kleiner Tropfen sühnet alle Schuld,
bringt der ganzen Erde Gottes Heil und Huld.
7. Jesus, den verborgen jetzt mein Auge sieht,
stille mein Verlangen, das mich heiß durchglüht:
lass die Schleier fallen einst in deinem Licht,
dass ich selig schaue, Herr, dein Angesicht.
(Gotteslob, 546)
199. UBI CARITAS
Kehrvers:
Wo die Güte und die Liebe wohnt,
dort nur wohnt der Herr.
1. Wie ein Ring umschließt uns alle Christi Liebe.
Lasst uns jauchzen und mit Schalle ihm frohlocken.
Dem lebendgen Gott mit Zagen lasst uns nahen
und des Bruders Last ertragen guten Herzens.
2. Da wir nun in einer Liebe uns vereinen:
dass kein Hass die Eintracht trübe, lasst uns wachen.
Streit und Zwietracht, böses Sinnen sei uns ferne;
in uns wohne mitteninne Christ der Herre.
3. Bis wir einst, wie wir vertrauen, mit den Selgen
Christi Antlitz werden schauen, herrlich strahlend.
Freude wird uns Gott bereiten unermesslich
durch des Lebens Ewigkeiten ohne Ende.
Es können auch andere Gesänge aus dem Stundengebet, die das
österliche Geheimnis Christi besingen, genommen werden.
V. Antiphonen
200.
O heiliges Mahl, in dem Christus unsere Speise ist:
Gedächtnis seines Leidens, Fülle der Gnade,
Unterpfand der künftigen Herrlichkeit. Halleluja.
201.
Wie liebenswürdig ist deine Gesinnung, Herr!
Um deine Güte gegen deine Kinder zu zeigen,
schenkst du ihnen das süßeste Brot vom Himmel;
die Hungernden erfüllst du mit Gütern,
die
stolzen Reichen lässt du leer ausgehen.
202.
Wahrer Leib, o sei gegrüßet,
den Maria uns gebar;
der für unsre Schuld gebüßet
und am Kreuz das Opfer war!
Ja, du bist es, der durchstochen
Blut und Leben gab für mich;
du hast Satans Macht gebrochen,
und durch dich hab Leben ich.
O milder, o gütiger, o süßer Jesus,
o du Sohn Mariä!
203.
Ich bin das lebendige Brot,
das vom Himmel herabgekommen ist.
Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben.
Das
Brot, das ich geben werde,
ist
mein Fleisch für das Leben der Welt.
(Joh 6,51)
VI. RESPONSORIEN
204.
Während des Mahles nahm Jesus das Brot, sprach den Segen,
brach das Brot und gab es seinen Jüngern mit den Worten: * Nehmt und esst, das
ist mein Leib. (Vgl. Mt 26,26)
Meine Zeltgenossen fragten: Wer gibt uns von seinem
Fleisch, damit wir satt werden?
(Joh
6,51a)
* Nehmt und esst, …
205.
Ich bin das Brot des Lebens: Eure Väter haben in der
Wüste das Manna gegessen und sind gestorben. * Wer das Brot isst, das vom
Himmel kommt, der stirbt nicht.
(Vgl.
Joh 6,48-50)
Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen
ist; wer von diesem Brot isst, wird leben in Ewigkeit. (Vgl.
Joh 6,51a)
* Wer das Brot …
206.
Erkennt im Brot den Herrn, der am Kreuze hing, im Kelch
das Blut, das aus seiner Seite strömte. * Nehmt und esst den Leib Christi!
Nehmt und trinkt das Blut Christi!
Der Herr stiftete dieses Sakrament als Denkmal seines
Leidens, als Erfüllung der alten Zeichen, als größtes der von ihm gewirkten
Wunder.
* Nehmt und esst ...
207.
Ein Brot ist
es. Darum sind wir viele ein Leib; *
alle haben teil an dem einen Brot und
dem einen Kelch. Halleluja. (Vgl.
1 Kor 10,17)
In deiner Güte, o Gott, versorgst du den Armen. (Ps
68,11)
* Alle haben teil …
208.
Ein Mann veranstaltete ein großes Festmahl und als das
Fest beginnen sollte, schickte er seinen Diener und ließ den Geladenen sagen: *
Kommt, es steht alles bereit.
(Vgl.
Lk 14,16b.17)
Kommt, esst von meinem Mahl und trinkt vom Wein, den ich
mischte. (Spr 9,5)
* Kommt, es ...
209.
Der lebendige Vater hat mich gesandt und ich lebe durch
den Vater; * wer mich isst, wird durch mich leben. Halleluja. (Vgl.
Joh 6,57)
Das ist mein Leib, den ich für euch dahingebe. (Vgl.
Lk 22,19)
* Wer mich isst, …
VII. GEBETE NACH
DER KOMMUNION
210.
Gott, unser Heil,
du hast das Werk der Erlösung
im österlichen Geheimnis vollendet.
Darum verkünden wir in der heiligen Eucharistie
den Tod und die Auferstehung deines Sohnes.
Schenke uns in dieser Feier
immer reicheren Anteil an der Erlösung
und lass uns von Tag zu Tag neu erfahren,
dass wir gerettet sind.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
211.
Barmherziger Gott,
du hast uns alle
mit dem einen Brot des Himmels gestärkt.
Erfülle uns mit dem Geist deiner Liebe,
damit wir ein Herz und eine Seele werden.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
212.
Herr, unser Gott,
die Teilnahme am eucharistischen Mahl
heilige uns,
damit durch den Leib und das Blut Christi
die brüderliche Verbundenheit
in deiner Kirche gefestigt wird.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
213.
Allmächtiger Gott,
du hast uns gestärkt durch das lebendige Brot,
das vom Himmel kommt.
Deine Liebe,
die wir im Sakrament empfangen haben,
mache uns bereit,
dir in unseren Brüdern zu dienen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
214.
Wir danken dir, gütiger Gott,
für die heilige Gabe,
in der wir Kraft von oben empfangen.
Erhalte in uns deinen Geist
und lass uns dir stets aufrichtig dienen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
215.
Allmächtiger Gott,
wir haben von dem einen Brot gegessen.
Erhalte uns in der Liebe zu dir
und zu allen Menschen
und lass uns im neuen Leben wandeln,
das du uns geschenkt hast.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
216.
Herr, unser Gott,
im heiligen Mahl
hast du uns mit deinem Geist erfüllt.
Lehre uns durch die Teilnahme an diesem Geheimnis,
die Welt im Licht deiner Weisheit zu sehen
und das Unvergängliche mehr zu lieben
als das Vergängliche.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
217.
Herr,
du hast uns im Sakrament
an der Herrlichkeit deines Sohnes Anteil gegeben.
Wir danken dir,
dass du uns schon auf Erden teilnehmen lässt
an dem, was droben ist.
Durch Christus, unseren Herrn.
218.
Allmächtiger Gott,
durch deine Sakramente
schenkst du uns die Kraft zu einem neuen Leben.
Gib, dass wir in der Welt
den Geist Christi verbreiten
und seine Liebe bezeugen.
Darum bitten wir durch ihn, Christus, unseren Herrn.
219.
Barmherziger Gott,
du hast uns teilhaben lassen
an dem einen Brot und dem einen Kelch.
Lass uns eins werden in Christus
und Diener der Freude sein für die Welt.
Darum bitten wir durch ihn, Christus, unseren Herrn.
In der Osterzeit:
220.
Barmherziger Gott,
du hast uns alle
mit dem einen Brot des Himmels gestärkt.
Erfülle uns mit dem Geist deiner Liebe,
damit wir ein Herz und eine Seele werden.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
221.
Allmächtiger Gott,
das Sakrament, das wir empfangen haben,
tilge unsere alte Schuld
und mache uns zu einer neuen Schöpfung.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
222.
Allmächtiger Gott,
du hast uns durch die Auferstehung Christi
neu geschaffen für das ewige Leben.
Erfülle uns
mit der Kraft dieser heilbringenden Speise,
damit das österliche Geheimnis
in uns reiche Frucht bringt.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
223.
Herr, du bist das ewige Heil aller,
die an dich glauben,
wir bitten dich für deinen Diener/deine Dienerin N.,
den/die du gestärkt hast
mit dem Brot des Lebens und dem Kelch des Heils:
Bleibe bei ihm/ihr.
Gib ihm/ihr die sichere Zuversicht,
einmal in dein Reich zu gelangen,
wo alles Licht und Leben ist.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
VIII. GEBETE FÜR
DEN SEGEN MIT DEM ALLERHEILIGSTEN
224.
Herr, unser Gott,
dein Sohn ist für uns Mensch geworden
aus Maria, der Jungfrau, und hat am Kreuz gelitten.
Wir glauben und bekennen,
dass er im heiligen Sakrament gegenwärtig ist.
Gib, dass wir aus diesem göttlichen Quell
ewiges Heil schöpfen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
225.
Herr, unser Gott,
gib uns die Gnade, Christus,
das Lamm, das für uns geschlachtet wurde
und im Sakrament
unter heiligen Zeichen verborgen ist,
mit würdigem Lobpreis zu feiern,
damit wir ihn
in der ewigen Herrlichkeit unverhüllt schauen.
Darum bitten wir durch ihn, Christus, unseren Herrn.
226.
Barmherziger Gott,
du hast uns das wahre Brot vom Himmel gegeben.
Stärke uns durch diese geistliche Speise,
damit wir immer aus ihr leben
und am Jüngsten Tag
zur ewigen Herrlichkeit auferstehen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
227.
Vater im Himmel,
wir bekennen deinen Sohn,
der in diesem Sakrament gegenwärtig ist,
als unseren Herrn und Gott.
Erleuchte unser Herz mit dem Licht des Glaubens
und entzünde es mit dem Feuer deiner Liebe,
damit wir ihn voll Zuversicht im Geist
und in der Wahrheit anbeten.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
228.
Herr und Gott,
im heiligen Sakrament
erneuerst du uns von Tag zu Tag.
Erfülle uns durch seinen Empfang mit deiner Liebe,
damit wir uns um die unaussprechlichen Schätze
deines Reiches bemühen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
229.
Allmächtiger Gott,
du hast die ganze Menschheit durch das Leiden
und die Auferstehung Christi erlöst.
Bewahre in uns das Werk deines Erbarmens.
Gib, dass wir immer wieder voll Dankbarkeit
das Heilsgeheimnis feiern
und zur ewigen Herrlichkeit gelangen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.